Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
23 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1. Inhalt der Problemstellung

2. Aids-Hilfe Osnabrück e.V
2.1. Überblick über die Aids- Hilfe Osnabrück e.V
2.2. Mitarbeiter der Aids-Hilfe Osnabrück e.V
2.3. Angebote
2.4. Schwerpunkte der Arbeit der Aids-Hilfe Osnabrück e.V
2.5. Safer Use und Safer Sex als risikominimierende Praktiken

3. Theoretische Grundlagen
3.1. Begriff der Sucht nach Wanke:
3.2. Unterschätzung der Gefahren von Rauschmitteln
3.3. Wichtige Rauschgifte und Designer-Drogen im Überblick
3.4. Mischkonsum/ Beikonsum

4. Drogen in der Kultur und ihre soziale Akzeptanz
4.1. Rauschmittel in verschiedenen Kulturen
4.2. abstinenzorientierter Ansatz und Folgen
4.2.1. Aggressive Abstinenzstrategie
4.2.2. Polizeiliche Möglichkeiten zur Kontrolle
4.2.3. Führen eines Kraftfahrzeuges unter Drogeneinfluss
4.2.4. Drogenkonsum unter Prohibitionsbedingungen
4.2.5. Prostitution und HIV
4.2.6. Drogenspezifische Sprache
4.2.7. Mangelnde interdisziplinäre Arbeit
4.3. Wandel des Ansatzes
4.3.1. Methadon:
4.3.2. Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes
4.3.3. Vergabe von sterilen Spritzen und Kondomen
4.3.4. Spritzenautomaten
4.3.5. Drug-Checking

5. Suchterkrankung in der Familie
5.1. Suchterkrankung im Kontext der Familie
5.2. Rollenverteilung in einer von Sucht betroffenen Familie
5.2.1. Enabler
5.2.2.Familienheld
5.2.3. Sündenbock
5.2.4. Fast Schweigsames Kind
5.2.5. Maskottchen

6. Fazit

Literaturverzeichnis:

1. Inhalt der Problemstellung

Der Zweck dieser Arbeit ist, dem Leser einen Überblick, über die Tätigkeit der Aidshilfe Osnabrück e.V. und deren Zusammensetzung zu geben. Auch sollen die relevanten Themen dieser Hausarbeit, die Arbeit mit Drogenabhängigen und deren soziale Akzeptanz sein.

Die vorliegende Arbeit ist in vier Kapitel unterteilt und stellt den Aufbau der Aids-Hilfe Osnabrück e.V., sowie das Problem der sozialen Akzeptanz von Drogen und ihren Gebrauchern in der Gesellschaft vor.

Das erste Kapitel erläutert die Problemstellung.

Im zweien Teil dieser Arbeit wird ein Überblick über die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. gegeben und die niedersächsische Aids-Hilfe als Dachverband vorgestellt. Anschließend werden die Mitarbeiter und ihre Funktionen, die Angebote und die Schwerpunkte mit denen die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. arbeitet aufgezeigt. Um dieses Kapitel abzuschließen, werden die Safer Use und die Safer Sex Praktiken kurz erläutert.

Der dritte Teil der vorliegenden Arbeit gibt eine Definition für den Begriff der Sucht. Danach werden die Gefahren, die bei der Unterschätzung der Wirkung von Rauschmitteln auftreten aufgeführt. Anschließend werden die wichtigsten Rauschstoffe mit ihrer kulturellen Akzeptanz und die Designer-Drogen aufgelistet. Dieses Kapitel wird zum Ende mit dem Thema Mischkonsum abgeschlossen.

Der vierte Teil beschäftigt sich mit dem Hauptschwerpunkt, der sozialen Akzeptanz von Drogen in Kulturen und zeigt einige Kulturen, in denen Rauschmittel und ihre Konsumenten sozial eingebunden sind. Der nächste Punkt in diesem Teil zeigt den abstinenzorientierten Ansatz und seine Folgen für die Betroffenen. Danach wird die aggressive Abstinenzstrategie kurz angesprochen. Im Folgenden Absatz werden die polizeilichen Möglichkeiten zur Kontrolle von Drogengebrauchern aufgeführt. Diese beziehen sich auf Besucher der Techno- und Rave-Szene. Nachfolgend werden die Folgen vom Führen eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss von Rauschsubstanzen kurz angesprochen. Auch wird das Thema des Drogenkonsums unter Prohibitionsbedingungen nur kurz gehalten. Danach wird der Zusammenhang von Prostitution und HIV im Verbund mit Heroinkonsum vorgestellt. Anschließend soll verdeutlicht werden, dass oft in Szenen, in denen Drogen konsumiert werden, eine Sondersprache vorherrscht. Mit dem Punkt der mangelnden interdisziplinären Arbeit, wird der veraltete Ansatz mit seinen Folgen angesprochen und es folgt der Wandel des Ansatzes, zu einem modernen, akzeptanzorientierten Ansatz. Damit beginnt zugleich die Arbeit der Aids-Hilfe mit Drogenabhängigen Menschen. Dabei wird auf den Substitutionsstoff Methadon eingegangen, der mit dem Wandel des Ansatzes akzeptiert wurde. Danach werden die Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt, die zu mehr Möglichkeiten der Drogenarbeit führten. Um diesen Teil zum Ende zu führen, werden die neuen Möglichkeiten, wie Vergabe von sterilen Spritzen und Kondomen, sowie Spritzenautomaten und das Drug-Checking vorgestellt, welche durch den Wandel des Ansatzes allgemeine Akzeptanz erfuhren.

Der fünfte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit Sucht im Kontext der Familie. Als bildhaftes Beispiel wird eine Familie vorgestellt, in der ein Mitglied an Sucht erkrankt und dadurch die ganze Familie betroffen ist. Es werden die verschiedenen Rollenmuster wie, der Enabler, der Familienheld, der Sündenbock, das fast schweigsame Kind und das Maskottchen gezeigt. Auf die erkrankte Person wird nicht eingegangen. Es werden die betroffenen Mitglieder, besonders die Kinder hervorgehoben, da diese in der Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter problematische Verhaltensänderungen aufweisen, die schwer behandelbar sind.

Der sechste Teil soll mit dem Fazit die einzelnen Teile miteinander verbinden, das Thema beenden und abrunden.

Die einzelnen Punkte konnten aufgrund der Umfangsbegrenzung dieser Arbeit nicht weiter vertieft werden. Das Thema Sucht ist komplex und es spielen viele Faktoren eine Rolle für den Verlauf der Erkrankung. Auch Ist immer die Vorgeschichte des Betroffenen mit einzubeziehen. Denn die persönlichen Faktoren, wie die kognitive Leistungsfähigkeit oder die psychische und physische Befindlichkeit des Betroffenen spielen in jedem Fall eine entscheidende Rolle mit. Auch ist die soziale und politische Ebene von großer Bedeutung.

Für die soziale Akzeptanz spielen ebenfalls die Politik, Gesellschaft und andere Faktoren eine entscheidende Rolle. Wegen der Komplexität des Themas konnten bei weitem nicht alle Faktoren in dieser Arbeit Platz finden.

Die Bezeichnungen (z.B. der Gebraucher) wurden grammatisch auf die männliche Person definiert, dies soll die Lesbarkeit der Arbeit fördern. Es ist anzumerken, dass beim Inhalt der Arbeit beide Geschlechter betroffen sind.

2. Aids-Hilfe Osnabrück e.V.

2.1. Überblick über die Aids- Hilfe Osnabrück e.V.

Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. ist eine der zwölf niedersächsischen AIDS-Hilfen, die unter den Dachverband der Niedersächsischen Aids-Hilfe fallen. Außerdem zählen der Spezialpflegeverein für AIDS-Kranke SIDA e.V., der Christenbeistand für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte Lazaruslegion e.V., die Beratungsstelle für Prostituierte Phoenix e.V. sowie die Akademie Waldschlösschen (Fachbereich AIDS u. Gesellschaft) zu dieser Organisation.[1] „Der Landesverband sieht seine Aufgaben in der unterstützenden Beratungs- und Informationsarbeit seiner Mitgliedsorganisationen sowie in der Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Vorständen und hauptamtlichen Mitarbeitern.“[2]

„Die Niedersächsische AIDS-Hilfe vertritt seit 1987 die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, arbeitet in den Gremien der Deutschen AIDS-Hilfe mit und entwickelt eigene landespolitische Konzepte für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Die NAH wird zum größten Teil aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert.“[3] Außerdem wird sie durch Spenden und Bußgelder unterstützt.[4]

Zusätzlich steht die Aids-Hilfe in enger Zusammenarbeit mit dem JES-Netzwerk, bei dem bundesweit Gebraucher von Suchtstoffen, ehemalige Gebraucher und Substituierte mitarbeiten. Dieses Netzwerk organisiert sich nach den Prinzipien der Freiwilligkeit und Solidarität und engagiert sich für die vielfältigen Interessen und Bedürfnisse drogengebrauchender Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen.[5]

2.2. Mitarbeiter der Aids-Hilfe Osnabrück e.V.

Der Verein der Aids-Hilfe Osnabrück wurde 1986 gegründet und besteht aus einem Vorstand von drei Ehrenamtlichen. Es werden derzeit insgesamt vier hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Eine Mitarbeiterin wird für die Prävention der Allgemeinbevölkerung und der Drogengebraucher eingesetzt. Als Verwaltungskraft mit geschäftsführenden Aufgaben wird eine weitere Mitarbeiterin beschäftigt. Eine zusätzliche Mitarbeiterin arbeitet im Bereich psychosoziale Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids, mit dem Schwerpunkt Migranten. Schwerpunktmäßig mit Drogengebrauchern, in der psychosozialen Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids, arbeitet eine weitere Mitarbeiterin.[6] Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. beschäftigt außerdem zahlreiche ehrenamtliche Kräfte und derzeit vier Studenten als Praktikanten.

2.3. Angebote

Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. bietet verschiedene niedrigschwellige Angebote an. Dazu zählen Beratung, Begleitung, Prävention in Schule und Gruppen, Dienstagsfrühstück für Drogengebraucher, Beratungsfrühstück für von HIV und Aids betroffene Menschen, Spritzentausch, Spritzenautomaten, SwuPOS und Rosa Monitor. Außerdem ist die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. auch an außerplanmäßigen Sonderveranstaltungen aktiv beteiligt.

Beratung: erfolgt telefonisch oder persönlich, dabei wird die Anonymität des Klienten gewahrt. Es werden alle Frauen und Männer beraten, die Fragen zu HIV/STDs und Aids, HIV-Antikörpertestung, zu Sexualität und zu Sucht haben. Auch werden sie bei Beziehungsproblemen und sozialen Themen im Zusammenhang mit HIV und Aids beraten.[7] Es werden Sachinformationen und beratende Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Sie dient der Verbesserung der individuellen Lage des Klienten und erfolgt auf Nachfrage.[8]

Begleitung: wird angeboten für mit HIV infizierte Frauen und Männer, um mit der Infektion lernen zu leben. Dabei werden Hilfen vermittelt, z.B. Hilfen im Haushalt, bei Kranken- und Vollzugsaufenthalten sowie beim Pflegemanagement. Auch wird bei einer Entgiftung, Therapie und Substitutionsbehandlung begleitet. Zusätzlich werden auch Lebenspartner, Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen begleitet.[9]

Prävention in Schule und Gruppen: Nach Aussage der Aids-Hilfe Osnabrück e.V. ist „Prävention .. wichtig : Jährlich infizieren sich lt. Robert Koch-Institut mehr als 2000 Menschen mit HIV, leider mit steigender Tendenz. Mit fundierten Informationen und Anregung der Kommunikation zum Thema können Jugendliche lernen, sich angemessen zu schützen und Ängste und Vorurteile zu überwinden. Leitlinien der Präventionsarbeit der Aids-Hilfe sind: Vermittlung von Wissen über die Infektionswege und Schutzmöglichkeiten Stärkung des Selbstwertgefühls und Appell an die Eigenverantwortlichkeit Antidiskriminierung von und Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS. Wir können Ihnen verschiedene Settings anbieten: mit bis zu 16 Jugendlichen laden wir ins Präventionszentrum ein bei größeren Gruppen kommen wir auch gerne zu Ihnen in die Einrichtung in Abstimmung mit Ihren und unseren Vorstellungen bieten wir Einheiten zwischen zwei und vier Zeitstunden an, die individuellen Fragen und Wünsche der Jugendlichen sind uns besonders wichtig. Das Themenspektrum beinhaltet natürlich sämtliche sexualpädogogischen Fragestellungen bei Projekttagen und ähnlichen Aktionen können wir mit Infoständen und speziellen Veranstaltungen unterstützend teilnehmen Multiplikatorenveranstaltungen für Lehrer […].“[10]

Dienstagsfrühstück für Drogengebraucher: Beim Dienstagsfrühstück werden Beratung, Spritzentausch und das Frühstück selbst angeboten. Beratung findet auf Anfrage im Rahmen von HIV, Aids, Drogen, Hepatitis und STDs statt. Das Frühstück selbst ist für die Besucher kostenlos. Sitzplätze sind in begrenzter Anzahl (12) verfügbar, wobei der Platz nach Beendigung des Mals des Besuchers weitervergeben wird.

Beim Frühstück wird Wert auf gesunde und ausgewogen Speisen gelegt. Außerdem wird in der Gemeinschaft, bei entspannter Atmosphäre verzehrt. Dabei werden Fragen zu den üblichen Themen beantwortet. Voraussetzung für die Teilnahme sind Solidarität, Fairness und Gemeinschaft. Gewalt und Rauschmittelvergabe werden nicht geduldet.[11]

Beratungsfrühstück für von HIV und Aids betroffene Menschen: Dabei werden Zu- und Angehörige geduldet. Kinder können eine Spielecke nutzen. Für eine entspannte und gute Atmosphäre soll ein geschützter Rahmen sorgen. Nichtbetroffene können als Zugehörige teilnehmen. Die Sitzmöglichkeiten sind begrenzt, dies kann zu einem Stau führen.[12]

Spritzentausch: wird direkt in der Einrichtung der Aids-Hilfe Osnabrück e.V. durchgeführt. Dabei wird jede alte Spritze gegen eine neue, sterile umgetauscht.[13]

Spritzenautomat: wird für die Vergabe von sterilen Spritzen außerhalb der Öffnungszeiten von Aids Hilfe (und Apotheken) benötigt. Mit diesem können gebrauchte Spritzen entsorgt und sterile Spritzen in einer Schachtel, mit Aufdruck von Ratschlägen, zum Preis von 50 Cent erworben werden (siehe auch späteres Kapitel).[14]

SchwuPOS: bedeutet schwule Prävention in Osnabrück und wird von Männern betrieben, die sich regelmäßig in der Aids-Hilfe Einrichtung in Osnabrück treffen und verschiedene Aktionen planen und auf das Thema Aids aufmerksam machen.[15]

Rosa Monitor: Ist eine Veranstaltung der Aids-Hilfe, bei der das Thema schwule Männer in Form eines Kinoabends behandelt wird.[16]

2.4. Schwerpunkte der Arbeit der Aids-Hilfe Osnabrück e.V.

Die Schwerpunkte mit denen die Einrichtung arbeitet, umfassen Männer, Frauen, Drogengebraucher, Kinder und Migranten.

Männer und Frauen: sollen bei der Information unterstützt werden, ob sie sich mit HIV infiziert haben. Dabei werden Hetero- und Homosexuelle beraten. Auch sollen sie dabei unterstützt werden, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und Verantwortung einzufordern. Mit HIV infizierte Männer und Frauen können sich neben der medizinischen Behandlung, in der Einrichtung der Aids-Hilfe, im Psychosozialen Beratungszentrum und in der Infektionsambulanz, beraten lassen. Auch werden Informationen im Rahmen von Einzelberatung von Frauen für Frauen vermittelt, wobei auch Ratschläge für Prostituierte vorgetragen werden. Außerdem bietet die deutsche Aids-Hilfe die Möglichkeit an, sich bundesweit mit Betroffenen Auszutauschen.[17]

Drogengebraucher: „die illegale Drogen u.a. intravenös konsumieren, haben ein besonders erhöhtes Risiko sich mit HIV und Hepatitis zu infizieren. Bundesweit haben Sucht akzeptierende Arbeitsansätze mit speziellen Angeboten wie Spritzentausch, Safer Use Beratung, Substitutionsprogrammen, Druckräumen, Projekt Heroinvergabe, etc. zu einer deutlichen Verringerung von Infektionen geführt.“[18]

Da die Betroffenen meist nicht wissen, ob sie sich mit HIV bereits infiziert haben, „sind Safer Sex und Safer Use die einzigen Möglichkeiten sich vor einer Infektion zu schützen.“[19]

Dafür werden die oben genannten Praktiken an sie weitervermittelt, um das Risiko zu minimieren und zu managen. Die akzeptanzorientierte Drogenarbeit soll die aktive Gesundheitsförderung stärken, indem sie auf Substanz bezogene Informationen zum risikoarmen Gebrauch zum Gebrauchsmaterial, zu gesünderem Konsumverhalten und Vermittlung von Alternativen zum illegalen Konsum vermittelt.

Auch soll sie die Eigenkompetenz stärken, Wahlmöglichkeiten schaffen und das Selbstwertgefühl und das Gesundheitsbewusstsein der Gebraucher stärken.[20]

Kinder: können auch von HIV oder Aids betroffen sein. Sie können selbst infiziert sein oder ein Familienangehöriger ist betroffen. Die Aids-Hilfe ist daran beteiligt, die entstehende Isolation dieser Menschen aufzubrechen, die Integration in die Gesellschaft zu verbessern und ihre Ängste vor Diskriminierung und Vorurteilen der Öffentlichkeit abzubauen.[21]

Migranten: die sozial, ökonomisch und kulturell benachteiligt sind, z.B. Migrantinnen aus Ländern, in denen HIV weit verbreitet ist, sind besonders gefährdet. Diese können sich an das Psychosoziale Beratungszentrum der Aids-Hilfe Osnabrück e.V. wenden und sich zu diesen Themen beraten lassen.[22]

2.5. Safer Use und Safer Sex als risikominimierende Praktiken

Das Aids-Hilfe Netzwerk verteilt und aktualisiert regelmäßig Broschüren zum risikominimierenden Gebrauch von Drogen und zum sicherem Geschlechtsverkehr. Aus Gründen des begrenzten Umfangs, können die Hilfen nicht einzeln aufgeführt werden.

Safer Use: gibt Ratschläge um Drogen gesünder zu konsumieren. Dazu wird aufgeklärt, welche Krankheiten übertragen werden können und wie man die Übertragung vermeiden kann. Auch werden Möglichkeiten gezeigt, die es dem Gebraucher ermöglichen, die Substanz auch unter ungünstigen Bedingungen möglichst schonend zu sich zu nehmen. Außerdem die Nebenwirkungen, sowie die Risiken der Rauschmittel und im Fall einer Überdosierung (oder anderen Notsituationen), schnelle hilfeeinleitende Maßnahmen erklärt.[23]

Safer Sex: klärt auf, welche Krankheiten beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, was im Falle einer Infektion zu tun ist, welche Folgen damit verbunden sind und wie der wirksame Schutz erreicht wird. Dabei werden die unterschiedlichen Sexualpraktiken (für Hetero- und Homosexuelle) aufgeführt und erklärt, wie eine hohe Sicherheit erzeugt wird. Dabei spielen Kondome eine wichtige Rolle. Die Broschüren der Aids-Hilfe zeigen die Vorteile vom mit Kondom geschützten Geschlechtsverkehr und bringen gegen etwaige Zweifel einschlägige Argumente hervor.[24]

[...]


[1] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:40)

[2] Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:42)

[3] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:44)

[4] Vgl. Aidshilfe Osnabrück. E.V.: Jahresbericht 2007

[5] Vgl. JES (2009): Internet-Publikation: http://www.jes.aidshilfe.de/index.php (Download 16.5.2009; 19:46)

[6] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=26&Itemid=34 (Download 15.5.2009;19:48)

[7] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=36&Itemid=61 (Download 16.5.2009; 19:50)

[8] Schwertl, W. et al (1998), S. 143

[9] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=37&Itemid=62 (Download 16.5.2009; 19:52)

[10] Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=33&Itemid=63 (Download 16.5.2009; 19:54)

[11] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13&Itemid=64 (Download 16.5.2009; 19:55)

[12] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=65 (Download 16.5.2009; 19:56)

[13] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009):

http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=28&Itemid=66 (Download 16.5.2009; 19:58)

[14] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=15&Itemid=67 (Download 16.5.2009; 20:10)

[15] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009):

http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25&Itemid=68 (Download 16.5.2009; 20:12)

[16] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009):

http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=40&Itemid=69 (Download 16.5.2009; 20:14)

[17] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=32&Itemid=40, vgl. auch Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=41&Itemid=43 (Download 16.5.2009; 2016)

[18] Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=40&Itemid=38 (Download 16.5.2009; 20:18)

[19] Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=40&Itemid=38 (Download 16.5.2009; 20:20)

[20] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=40&Itemid=38 (Download 16.5.2009; 20:30)

[21] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=42&Itemid=72 (Download 16.5.2009; 20:32)

[22] Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=43&Itemid=73 (Download 16.5.2009; 20:34)

[23] Vgl. Deutsche Aids-Hilfe e.V. (2008): S.6 ff

[24] BZgA (o.J.): S. 5 ff. vgl auch Deutsche Aids-Hilfe e.V. (2006): S.7 ff

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe
Hochschule
Hochschule Osnabrück  (WiSO)
Veranstaltung
Praxisfelder der Sozialen Arbeit
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V157132
ISBN (eBook)
9783640703524
ISBN (Buch)
9783640704125
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit, Aids, HIV, Aids Hilfe, Drogen, Sucht, Methadon, Begriff, Kultur, Familie, Soziale Akzeptanz, Rollenmuster
Arbeit zitieren
Michael Herwig (Autor), 2009, Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157132

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