Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Art

Offene prozessbasierte Konzeptionen im Kunstunterricht

Eine Suche nach einer fairen Bewertungsmethode an regulären Schulen.

Title: Offene prozessbasierte Konzeptionen im Kunstunterricht

Term Paper , 2021 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sofia Zafiridou (Author)

Didactics - Art
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wird die Problematik der Benotung im – von der kunstpädagogischen Ausbildung an einer Kunsthochschule wie der Burg Giebichenstein geprägten – Kunstunterricht an regulären Schulen behandelt. Ein (auch persönliches) Anliegen ist es, bestimmte Problematiken zu klären, die an der Schnittstelle zwischen Studium und Schulpraxis entstehen. Diese sollen vor dem Hintergrund des wissenschaftlichen Diskurses diskutiert und ein möglicher Lösungsweg aufgezeigt werden. Hierzu wird zunächst der eigene intuitive kunstpädagogische Standpunkt vor dem Hintergrund der bestehenden kunstpädagogischen Theorien thematisiert. Darauf folgt ein Exkurs über die kunstpädagogische Position der künstlerischen Bildung nach Buschkühle, um näher auf die konkreten Aspekte einer Kunstunterrichtskonzeption einzugehen, die vermutlich in eine ähnliche Richtung weist wie der zuvor beschriebene intuitive Standpunkt. Die Problematik, die sich durch das Zusammenspiel eines kunstorientierten Ansatzes und des Benotungszwanges an regulären Schulen ergibt, wird insbesondere durch das Miteinbeziehen von Aussagen und Kommentaren einer Kunstlehrerin aus dem zweiten Schulpraktikum deutlich: Es zeichnet sich ein Spannungsfeld ab, zwischen dem Wunsch nach einem Kunstunterricht, der fair, transparent, legitimiert und ernstzunehmend sein soll und einem offenen Kunstunterricht, der Raum für Kreativität, Eigeninitiative, Feinsinn und andere Aspekte bietet, die schwer zu versprachlichen und zu operationalisieren sind. In einem weiteren Schritt wird Kompetenzorientierung als Schlüssel zu fairem, transparentem, erlernbarem kunstorientiertem Unterricht diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hinführung und Problematisierung

2.1 Verortung des intuitiven Standpunkts im wissenschaftlichen Diskurs

2.2 Künstlerische Bildung nach Buschkühle

3. Die Kunstorientierung vor dem Hintergrund des Benotungszwangs

3.1 Benotung als Legitimationshilfe – Aussagen einer Kunstlehrerin

3.2 Fairness vs. Feinsinn? Oder: Kriterienorientierung vs. Ästhetische Bildung?

4. Kompetenzorientierung als Schlüssel?

5. Folgerungen für die methodische Rahmung

5.1 Das Projekt

5.2 Die Werkstattarbeit

5.3 Das Prozessportfolio

5.4 Folgen für den Unterricht und die Lehrperson

6. Leistungsbeurteilung

6.1 Einordnung

6.2 Das Forschungsdesiderat

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen offenem, kreativitätsförderndem Kunstunterricht und den Anforderungen einer fairen, transparenten Leistungsbewertung an regulären Schulen. Ziel ist es, methodische Ansätze zu finden, die diesen Widerspruch durch prozessorientierte Verfahren auflösen können.

  • Analyse des Diskrepanzverhältnisses zwischen künstlerischer Freiheit und dem Benotungszwang.
  • Untersuchung von Konzepten wie dem "künstlerischen Projekt" und der "Prozessdokumentation".
  • Evaluierung des Potenzials von Portfolio-Arbeit für eine prozessbeobachtende Feedbackkultur.
  • Diskussion zur Vereinbarkeit von Kompetenzorientierung mit ästhetischer Bildung.

Auszug aus dem Buch

2. Hinführung und Problematisierung

Studierende, die sich für eine Ausbildung zur Kunstlehrkraft an der Burg Giebichenstein oder generell an einer Kunsthochschule entscheiden, tun dies in der Regel sehr bewusst. Sie wissen, dass der eigenständigen und freien künstlerischen Praxis eine hohe Gewichtung verliehen wird und möchten neben der kunstpädagogischen auch eine eigene künstlerische Position entwickeln. Als Studierende der Kunsthochschule Burg Giebichenstein (kurz „Burg“) werde ich für meinen späteren Einsatz als Kunstlehrerin an Gymnasien in meiner Ausbildung von dem Selbstverständnis der Hochschule – ihrer „künstlerisch-praktischen Orientierung, flankiert durch theoretische Angebote“ – bzw. des Studienfachs (auch ersichtlich an der Wichtung der Module) geprägt.

Auch die persönliche Erfahrung zeigt, dass die künstlerische Praxis das Herzstück der Lehre an der Burg ausmacht. Das ist zunächst einmal nichts Besonderes oder gar Problematisches – erst dann, wenn es gilt, Unterrichtsstunden zu gestalten und abzuhalten. Mit einem Mal spielt die Kombinierbarkeit der eigenen kunstpädagogischen Positionen mit dem notenorientierten System Schule eine bedeutende Rolle; besonders die Frage nach einer passenden Bewertungsmethode, die es erlaubt, den Kunstunterricht mit der dem Studium und den eigenen Bedürfnissen entnommenen Haltung zu gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Notengebung im Kunstunterricht an regulären Schulen und Vorstellung der Forschungsabsicht.

2. Hinführung und Problematisierung: Analyse der Spannung zwischen künstlerischer Ausbildung an der Hochschule und den Anforderungen des schulischen Alltags.

3. Die Kunstorientierung vor dem Hintergrund des Benotungszwangs: Untersuchung der Notengebung als Legitimationszwang und der daraus resultierenden Konflikte mit ästhetischen Bildungsansprüchen.

4. Kompetenzorientierung als Schlüssel?: Kritische Auseinandersetzung mit Modellbildungen zur Messbarmachung künstlerischer Leistungen.

5. Folgerungen für die methodische Rahmung: Vorstellung von Unterrichtsformaten wie Projektarbeit, Werkstatt und Portfolio als Lösungsansätze.

6. Leistungsbeurteilung: Einordnung gängiger Bewertungspraxen und Diskussion der Lücken bei der Anwendung auf offene Kunstunterrichtsformen.

7. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen an der Schnittstelle von Kompetenzorientierung und ästhetischer Bildung.

Schlüsselwörter

Kunstpädagogik, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, Prozessportfolio, ästhetische Bildung, Kunsterziehung, Notengebung, Projektunterricht, Werkstattarbeit, Bildkompetenz, Schulpraxis, Lernprozess, Feedbackkultur, künstlerische Praxis, Benotungszwang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Schwierigkeit, in einem notenorientierten Schulsystem einen offenen, prozessorientierten Kunstunterricht gerecht zu bewerten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Lehre, der Rolle des Lehrers als Lernbegleiter und der Notwendigkeit objektiver Leistungsbeurteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Methoden zu identifizieren, die eine faire und transparente Bewertung ermöglichen, ohne die künstlerische Kreativität und Freiheit der Schülerinnen und Schüler einzuschränken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die kunstpädagogische Diskurse und Ansätze wie das Prozessportfolio auf ihre schulische Anwendbarkeit prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konfrontation zwischen universitärer Ausbildung und Schulrealität, erörtert die Rolle der Kompetenzorientierung und diskutiert spezifische Methoden wie Projekt- und Werkstattarbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kunstpädagogik, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, ästhetische Bildung sowie die Portfolio-Methode als Instrument der prozessbegleitenden Dokumentation.

Welches Potenzial schreibt die Autorin dem "Prozessportfolio" zu?

Das Prozessportfolio wird als zentrales Medium betrachtet, um individuell-kreative Lernwege sichtbar und für die Leistungsbeurteilung begründbar zu machen.

Welche zentrale Problematik sieht die Autorin bei der Kompetenzorientierung im Fach Kunst?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine zu starke Fokussierung auf messbare Kompetenzen die ästhetischen, oft diffusen und nicht-operationalisierbaren Anteile künstlerischer Bildung verdrängen könnte.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Offene prozessbasierte Konzeptionen im Kunstunterricht
Subtitle
Eine Suche nach einer fairen Bewertungsmethode an regulären Schulen.
College
University of Art and Design Halle  (Pädagogik)
Course
Kunstdidaktik I
Grade
1,0
Author
Sofia Zafiridou (Author)
Publication Year
2021
Pages
32
Catalog Number
V1571473
ISBN (PDF)
9783389123973
ISBN (Book)
9783389123980
Language
German
Tags
offene konzeptionen kunstunterricht eine suche bewertungsmethode schulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sofia Zafiridou (Author), 2021, Offene prozessbasierte Konzeptionen im Kunstunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1571473
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint