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Unterschiede in der Corporate Governance zwischen Deutschland und Japan

Titel: Unterschiede in der Corporate Governance zwischen Deutschland und Japan

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Offenhammer (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Theorie der Unternehmensführung sind die Aufgaben der Leitung und Kontrolle erfolgskritische Faktoren. Fehlt eine klare Regelung oder wird eine solche missachtet können sich schwerwiegende Konsequenzen ergeben. Vor diesem Hintergrund scheint eine Beschäftigung mit dem Thema der Corporate Governance auch im internationalen Kontext angebracht. Die vorliegende Arbeit untersucht die Elemente und Einflüsse auf die Corporate Governance in den Ländern Deutschland und Japan und vergleicht diese anhand verschiedener Kriterien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabenstellung und Zielsetzung

2. Begriff der Corporate Governance

2.1. Interessengruppen des Unternehmens

2.2. Idealtypische Ausrichtung von Unternehmenszielen

2.2.1. Shareholder Value-Ansatz

2.2.2. Stakeholder Value-Ansatz

2.3. Corporate Governance als Teil eines nationalen bzw. kulturellen Systems

3. Corporate Governance-System in Deutschland

3.1. Vorstands-/Aufsichtsratmodell der Aktiengesellschaft

3.2. Mitbestimmungsmodell

3.3. Rechtlicher Rahmen und Deutscher Corporate Governance Kodex

4. Corporate Governance-System in Japan

4.1. Keiretsu-System der Unternehmensverflechtungen

4.2. Rolle der Hauptbanken

4.3. Rechtliche Rahmenbedingungen

5. Vergleich der Corporate Governance-Systeme

5.1. Kapitalmarkteinfluss

5.2. Bedeutung von personellen Verflechtungen

5.3. Rechtliche Regelungen

6. Fazit und Entwicklung der Corporate Governance

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Corporate-Governance-Systeme in Deutschland und Japan, um die Einflüsse nationaler Strukturen auf Leitung und Kontrolle von Unternehmen herauszuarbeiten.

  • Vergleich des dualistischen deutschen Systems mit dem japanischen One-tier-Board-Ansatz.
  • Analyse der Rolle von Interessengruppen (Stakeholder vs. Shareholder).
  • Untersuchung von Netzwerken, wie den japanischen Keiretsus, und der Bedeutung von Hauptbanken.
  • Betrachtung gesetzlicher Rahmenbedingungen und des Deutschen Corporate Governance Kodex.
  • Evaluation des Einflusses von Kapitalmärkten und personellen Verflechtungen auf die Unternehmensführung.

Auszug aus dem Buch

4.1. Keiretsu-System der Unternehmensverflechtungen

Ein wichtiges Charakteristikum der japanischen Unternehmenslandschaft sind Netzwerke. Viele Unternehmen gehören zu Firmenkonglomeraten, so genannten Keiretsus. Eine Keiretsu ist eine Industriegruppe, deren Mitglieder langfristige Geschäftsbeziehungen und Verknüpfungen durch stabile finanzielle und personelle Überkreuzverflechtungen halten. In der Mitte dieses Beziehungsgeflechts steht die Hauptbank, die das zentrale Element der Gruppe ist und die führende Rolle in finanziellen Angelegenheiten einnimmt.

Eine besondere gesellschaftliche Rolle kommt in Japan den Angestellten zu. Mitarbeiter werden in den Firmen als Schlüssel-Stakeholder angesehen und genießen einen hohen Stellenwert. Einige Direktoren fühlen sich eher den Mitarbeitern verpflichtet als dass sie die Eigentümer repräsentieren.

Die Bedeutung von Stakeholderbeziehungen in Japan zeigt sich auch am Beispiel Toyota. Deren so genannte guiding principles demonstrieren der Öffentlichkeit und potenziellen Investoren die Ausrichtung der Unternehmensziele auf unterschiedliche Interessengruppen und stellen die Wichtigkeit ihrer Netzwerke und Geschäftsbeziehungen heraus.

Empirische Untersuchungen zu den Unternehmensverflechtungen haben gezeigt, dass in Keiretsus im Durchschnitt geringere Gehälter an Top-Manager gezahlt werden als in Nicht-Keiretsus, da die herrschenden Kontrollmechanismen durch die Banken und Überkreuzverbindungen ausreichen, um opportunistisches Verhalten zu verhindern. Diese Struktur hilft somit Agency-Probleme besser zu lösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgabenstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Bedeutung von Corporate Governance als erfolgskritischer Faktor und Zielsetzung des Vergleichs zwischen Deutschland und Japan.

2. Begriff der Corporate Governance: Definition des Begriffs sowie Erläuterung der Shareholder- und Stakeholder-Ansätze und der Bedeutung des kulturellen Kontextes.

3. Corporate Governance-System in Deutschland: Detaillierte Betrachtung des dualistischen Vorstands-/Aufsichtsratsmodells, der Mitbestimmung und des Deutschen Corporate Governance Kodex.

4. Corporate Governance-System in Japan: Vorstellung des japanischen One-tier-Boards, der Keiretsu-Netzwerke, der Rolle der Hauptbanken sowie rechtlicher Rahmenbedingungen.

5. Vergleich der Corporate Governance-Systeme: Gegenüberstellung hinsichtlich Kapitalmarkteinfluss, personeller Verflechtungen und rechtlicher Regelungen zur Identifikation von Konvergenzen und Divergenzen.

6. Fazit und Entwicklung der Corporate Governance: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die weltweite Entwicklung sowie Anpassung der Systeme an internationale Standards.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Deutschland, Japan, Aktiengesellschaft, Vorstandsmodell, Aufsichtsrat, Mitbestimmung, Keiretsu, Hauptbanken, Stakeholder, Shareholder, Kapitalmarkt, Unternehmensverflechtungen, Kontrolle, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den strukturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Corporate Governance in Deutschland und Japan.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das dualistische Führungssystem in Deutschland versus das One-tier-Board in Japan, die Rolle von Netzwerken und Banken sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu beleuchten, wie nationale Gegebenheiten und kulturelle Einflüsse die Leitung und Kontrolle von Unternehmen prägen und welche Tendenzen zur Konvergenz existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Publikation verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Ansatz, bei dem bestehende Literatur, rechtliche Grundlagen und empirische Beobachtungen gegenübergestellt werden.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Systeme, die Analyse spezifischer Mechanismen wie Mitbestimmung oder Keiretsu sowie den direkten Vergleich in den Bereichen Kapitalmarkt, Personal und Recht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Corporate Governance, Deutschland, Japan, Stakeholder, Keiretsu und Kapitalmarkteinfluss.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Hauptversammlung in beiden Ländern?

In Deutschland fungiert die Hauptversammlung als wichtige Kontrollinstanz, während sie in Japan oft nur einen formalen Charakter besitzt.

Welche Bedeutung haben Mitarbeiter in den beiden Corporate-Governance-Systemen?

In Deutschland ist die Bedeutung durch gesetzliche Mitbestimmung institutionalisiert, während sie in Japan durch langfristige Bindungen und das Senioritätsprinzip als kultureller Wert verankert ist.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterschiede in der Corporate Governance zwischen Deutschland und Japan
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Rechnungswesen und Controlling)
Note
1,7
Autor
Christian Offenhammer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
26
Katalognummer
V157224
ISBN (eBook)
9783640701933
ISBN (Buch)
9783640700509
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance; Deutschland; Japan; Keiretsu Mitbestimmung Corporate Governance System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Offenhammer (Autor:in), 2007, Unterschiede in der Corporate Governance zwischen Deutschland und Japan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157224
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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