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Föderalismusreform in Deutschland

Erweiterung der Bundeskompetenzen im Bildungswesen

Titel: Föderalismusreform in Deutschland

Zwischenprüfungsarbeit , 2005 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Babak Fahimi Shemrani (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der aktuellen Diskussionen und Beschlüssen der Bundesländer und der Bundesregierung, das föderale System der Bundesrepublik neu zuordnen, habe ich dieses Thema zum Gegenstand dieser Arbeit gemacht.
Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Begriff „federalism“ auf Staatsverbindungen angewandt. Die heute gängige Bedeutung von Föderalismus, wurde jedoch erst während der amerikanischen Revolution geprägt.
Mit der U.S. Verfassung von 1787 wurde zum ersten mal ein föderales System real umgesetzt. Die durchaus historische Tradition der deutschen „Staatenbündnisse“ einzugehen, hat sich nach dem II. Weltkrieg fortgesetzt und modernisiert. So haben die Verfassungsgeber, in Zusammenarbeit mit den Besatzungsmächten, eine bundesstaatliche Ordnung für Deutschland gewählt. Um die föderale Ordnung vor grundsätzlichen Änderungen, durch zukünftige Generationen zu schützen, wurde Art. 79 Abs.32 eingeführt. Die Mitwirkungsrechte der Länder sollten dadurch sicher gestellt werden. Allerdings haben sich im internationalen Vergleich erhebliche Defizite im Bereich Bildungswesen aufgetan. Damit stellt sich die Frage, ob die absolute Kulturhoheit der Länder für das Auseinadergleiten des Bildungswesen, innerhalb des Bundesgebietes,
verantwortlich gemacht werden kann oder nicht?
Deshalb soll, im Rahmen dieser Arbeit, der Frage nachgegangen werden, ob der Bund vor dem Hintergrund der Föderalismusreform mehr inhaltliche Kompetenzen im Bildungswesen erwirken kann oder nicht und sind dafür grundlegende Verfassungsänderungen notwendig?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Föderalismus

2.1. Eine Allgemeine Definition von Föderalismus

2.1.1. Subsidiaritätsprinzip

2.2. Föderalismus in Deutschland; Ein historischer Überblick

3. Politikverflechtung in der Bundesrepublik Deutschland

3.1. Die administrative Verflechtung

3.2. Kompetenzverflechtung von Bund und Länder im Bereich

Bildungswesen.

4. Kulturhoheit der Länder

5. Die Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung

5.1. Reformziele von Bund und Länder

5.1.1. Der Bund

5.1.1.1. Die Reformziele des Bundes im Bereich Hochschulwesen

5.1.2. Länder

5.1.2.1. Reformziele der Länder im Bereich Hochschulwesen

6. Mehr Kompetenzrechte für den Bund im Bildungswesen

6.1. Methodologie (Indikatoren)

6.1.1. Die Ausgaben von Bund und Länder im Bereich Bildungswesen für das

6.1.1.1. Ausgaben bundesweit

6.1.1.2. Ausgaben der Länder

6.1.2. Durchschnittliche Unterrichtsstunden

6.1.3. Schüler- Lehrkräfte- Relation

6.1.4. Ergebnisse der Vergleichsstudie PISA- E

6.1.5. Die Mobilität der Studienanfänger und Studierenden in Deutschland im

Jahr 2000

6.1.5.1. Prozentuale Verteilung der Studierenden nach Bundesländer

6.1.5.2. Sesshaftigkeit der deutschen Hochschulzugangsberechtigten

6.1.5.3. Wanderung der Hochschulzugangsberechtigten zwischen den Ländern

6.1.5.4. Das Geschlechterverhältnis an den deutschen Hochschulen

6.1.5.5. Ausländische Studierende in Deutschland

6.1.5.6. Die internationale Vergleichbarkeit der deutschen Abschlüsse im Tertiären

Bereich

7. Ergebnisdarstellung

8. Lösungsansatz

9. Ist der hier vorgestellte Lösungsansatz mit dem Grundgesetz

vereinbar?

10. Schluss

11. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen der Föderalismusreform in Deutschland die Möglichkeiten einer Erweiterung der Bundeskompetenzen im Bildungswesen, um die Qualität und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Bildungssystems angesichts festgestellter Defizite zu steigern.

  • Analyse der historischen und strukturellen Grundlagen des deutschen Föderalismus
  • Untersuchung der Politikverflechtung zwischen Bund und Ländern
  • Evaluation der Reformziele von Bund und Ländern zur Modernisierung der staatlichen Ordnung
  • Empirische Untersuchung der Bildungsausgaben, Lehrer-Schüler-Relationen und Studierendenmobilität
  • Prüfung der verfassungsrechtlichen Vereinbarkeit einer Kompetenzverlagerung

Auszug aus dem Buch

6.1.5.2. Sesshaftigkeit der deutschen Hochschulzugangsberechtigten

Die deutschen Hochschulzugangsberechtigten weisen einen hohen Grad an Sesshaftigkeit auf. Ein Studium wird häufig nahe des Herkunftslandes begonnen. Dabei sind, Laut KMK- Bericht, die weiblichen Studierenden etwas mobiler als die männlichen. Die Universitätsstudenten sind wiederum mobiler als die Studenten der Fachhochschulen. Nur 31% der Hochschulzugangsberechtigten wandern in ein anderes Bundesland, um ein Studium zu beginnen.

Die Studie hat herausgefunden, dass nur wenige Studierende sich nach der Qualität des Studienangebots richten. Hier muss man die ZVS Fächer abziehen, weil Studenten kaum Möglichkeiten haben, ihr Studienort selbst zu bestimmen. Zudem müssen die Bevölkerungsdichte der Hochschulorte und -regionen, die kulturellen, freizeitlichen und gesellschaftlichen Angebote, als Einflussfaktoren berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der föderalen Struktur Deutschlands im Hinblick auf das Bildungswesen und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Föderalismus: Theoretische Definition des Föderalismusbegriffs und historischer Überblick über die Entwicklung bundesstaatlicher Strukturen in Deutschland.

3. Politikverflechtung in der Bundesrepublik Deutschland: Untersuchung der engen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern und deren Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse.

4. Kulturhoheit der Länder: Erläuterung der verfassungsrechtlich verankerten Eigenstaatlichkeit der Länder im Bereich der Bildung und Kultur.

5. Die Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung: Darstellung der Reformziele von Bund und Ländern zur effizienteren Gestaltung der Kompetenzverteilung.

6. Mehr Kompetenzrechte für den Bund im Bildungswesen: Empirische Analyse von Bildungsindikatoren zur Überprüfung der These für mehr Bundeskompetenzen.

7. Ergebnisdarstellung: Zusammenführung der Analyseergebnisse und Bestätigung der Notwendigkeit für eine qualitative Verbesserung des Bildungssystems.

8. Lösungsansatz: Konkreter Vorschlag zur Neuordnung der Kompetenzen und Steuerungsinstrumente im Bildungswesen.

9. Ist der hier vorgestellte Lösungsansatz mit dem Grundgesetz vereinbar?: Rechtliche Prüfung der vorgeschlagenen Reformen unter Berücksichtigung bestehender Artikel des Grundgesetzes.

10. Schluss: Fazit über die politische Realisierbarkeit einer Bildungsreform und die Notwendigkeit, internationale Wettbewerbsfähigkeit durch mehr Transparenz zu sichern.

Schlüsselwörter

Föderalismusreform, Bund, Länder, Bildungswesen, Kompetenzverteilung, Kulturhoheit, PISA-Studie, Bildungsstandards, Hochschulförderung, Politikverflechtung, Grundgesetz, Studienmobilität, Gemeinschaftsaufgabe, Bildungsplanung, Wettbewerbsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland und hinterfragt, ob eine Erweiterung der Bundeskompetenzen im Bildungswesen zur Verbesserung der Qualität erforderlich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Föderalismusdebatte, die Politikverflechtung zwischen Bund und Ländern, die Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung sowie die empirische Analyse von Bildungsdaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob der Bund mehr inhaltliche Kompetenzen im Bildungswesen erwirken kann, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bildungssystems zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Sekundärdaten, Expertenberichten und offiziellen Statistiken, um verschiedene Indikatoren für die Effizienz des Bildungssystems zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung, der empirischen Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Länder sowie einem konkreten Lösungsansatz zur Neuordnung der Kompetenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Föderalismusreform, Bildungswesen, Kompetenzverteilung, Kulturhoheit und Politikverflechtung maßgeblich charakterisiert.

Inwieweit spielt die PISA-Studie eine Rolle für die Argumentation?

Die PISA-Ergebnisse dienen als empirischer Indikator für die bestehenden Qualitätsunterschiede in den Bildungssystemen der Länder, was als Argument für eine stärkere Steuerung durch den Bund angeführt wird.

Welche Rolle spielen die Länder bei der vorgeschlagenen Reform?

Die Länder behalten ihre Bedeutung, sollen jedoch bei der Finanzierung und Steuerung von Forschungseinrichtungen und Ausbildungsförderung stärker in die Eigenverantwortung genommen werden, bei gleichzeitiger Bundessteuerung für Bildungsstandards.

Ist der Lösungsansatz ohne Verfassungsänderung möglich?

Der Autor argumentiert, dass Teile der vorgeschlagenen Neuordnung durch die Ausnutzung bestehender gesetzlicher Möglichkeiten und Vereinbarungen umsetzbar wären, auch wenn dies politisch anspruchsvoll bleibt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern relevant?

Die Differenzierung ist wichtig, da wirtschaftlich schwächere Länder, insbesondere in den neuen Bundesländern, größere Schwierigkeiten haben, ein qualitativ vergleichbares Bildungsniveau ohne zusätzliche Unterstützung oder Strukturreformen zu halten.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Föderalismusreform in Deutschland
Untertitel
Erweiterung der Bundeskompetenzen im Bildungswesen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Babak Fahimi Shemrani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
30
Katalognummer
V157225
ISBN (eBook)
9783640722570
ISBN (Buch)
9783640723003
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Föderalismus Föderalismusreform Deutschland Bildungswesen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Babak Fahimi Shemrani (Autor:in), 2005, Föderalismusreform in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157225
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Leseprobe aus  30  Seiten
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