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Die Bernwardssäule im Hildesheimer Dom

Title: Die Bernwardssäule im Hildesheimer Dom

Term Paper , 2018 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Art - Iconography, motives, symbols
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Die Bernwardssäule oder Christussäule gehört zusammen mit den Bronzetüren im Dom zu Hildesheim zu den herausragenden Kunstwerken der ottonischen Zeit. Die monumentalen und plastischen Bronzegüsse wurden durch Bischof Bernward von Hildesheim für die Michaeliskirche und den Dom gestiftet. Durch seine einzigartigen Kunstwerke wurde Bernward berühmt, aber nicht nur auf dem Gebiet des Metallgusses, sondern auch durch seine Kleinkunst, Buchmalerei und durch die Kirchenbauten. Die Bernwardssäule und die Bernwardstür bilden eine Einheit. Die Bronzesäule war außerdem das bedeutendste Stück der Kreuzaltaranlage.

Ein zeitgenössischer Bericht über die Bernwardssäule ist die Vita Bernwardi episcopi, eine Lebensbeschreibung des Bischofs Bernwards, aus dem Jahr 1192. Erst im 20. Jahrhundert gab es kunstwissenschaftliche Forschungsarbeiten zu der Bernwardssäule. Emil Masuhr verfasste 1939 über die Bronzetüren und die Säule eine Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Er beschäftigte sich unter anderen mit den geschichtlichen Hintergründen der Bronzewerke, sowie den Vorbildern und der Metallzusammensetzung, aber vor allem mit der Wirkungsgeschichte. 1993 erschienen zur Feier des Bernward-Jubiläums gleich mehrere Werke. Zum einen ein zweibändiger Katalog, der Einblick in das Leben Bischofs Bernwards gibt, sowie über die Michaeliskirche, das Zeitalter der Ottonen, die bernwardinische Buchmalerei und zur Technik der bernwardinischen Silber- und Bronzegüsse. Michael Brandt veröffentlichte 2009 eine Monographie zur Säule, wo er sich mit der Ikonographie und ihrer theologischen Bedeutung auseinandersetzte.

In der folgenden Hausarbeit werde ich mich mit den oben genannten Autoren auseinandersetzen und die Bernwardssäule, hinsichtlich ihrer Ikonographie und deren theologischen Bedeutung, genauer betrachten, sowie mich mit der Urgestalt der Säule beschäftigen. Als erstes gebe ich einen Überblick über die Säule mit den technischen Daten und der Geschichte der Säule. Danach kläre ich die Frage der Herstellung der Säule und beschäftige mich mit möglichen Vorbildern für die Bronzesäule. Anschließend folgt eine ikonographische Analyse der Reliefbilder und ebenso wird die Urgestalt des Kapitells betrachtet. Als letztes untersuche ich die Bedeutung der Säule und fasse alles in meinem Fazit zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Kunstwerk im Ganzen

1.1 Ein Überblick über die Säule

1.1.1 Das Reliefband

1.1.2 Die Sockelfiguren

1.2 Bischof Bernward und die St. Michaeliskirche

1.3 Standort und Geschichte der Christussäule

2 Die Technik berwardinischer Bronzegüsse

3 Vorbilder und Anregungen

4 Gliederung der Relieffolge

5 Ikonographie der Bildersäule

5.1 Die Sockelfiguren

5.2 Die erste Reliefgruppe

5.3 Die zweite Reliefgruppe

5.4 Die dritte Reliefgruppe

6 Die Urgestalt der Bernwardssäule

7 Bedeutung der Säule

7.1 Form und Stil im Vergleich mit der Bernwardstür

7.2 Die Lebensbaumthematik

7.3 Die Christologie der Bernwardssäule

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bernwardssäule im Hildesheimer Dom unter Berücksichtigung ihrer kunsthistorischen Ikonographie, ihrer technischen Beschaffenheit und ihrer ursprünglichen liturgischen Einbettung im Kontext der ottonischen Reichsidee. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie das Bildprogramm der Säule mit der Bernwardstür korrespondiert und welche symbolische Bedeutung ihr als „Baum des Lebens“ im Kirchenraum zukam.

  • Technische Analyse der ottonischen Bronzegussverfahren
  • Ikonographische Untersuchung der 24 Reliefeinheiten
  • Vergleich der stilistischen Merkmale mit der Bernwardstür
  • Bedeutung der Bernwardssäule im Kontext der mittelalterlichen Christologie
  • Rekonstruktion der Urgestalt und Wirkungsgeschichte des Kunstwerks

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Das Reliefband

Eine 6 cm breite Spirale umwindet den Schaft achtfach von rechts nach links im Gegensatz zu den antiken Triumphsäulen, bei denen sich das Band rechtsläufig um die Säule windet. Zwischen dem Spiralband verläuft das Reliefband mit einer Höhe von 45 cm, das sich von unten nach oben emporwindet. Der Gesamtentwurf erscheint einheitlich, obwohl verschiedene Handwerker an der Säule gearbeitet haben. Das gesamte Bildthema ist das Leben Jesu, wie es in den Evangelien geschildert ist. Die 24 Reliefdarstellungen sind auf diesem Spiralband angeordnet. „Die Säule ergänzt (…), was auf der Tür nicht zur Darstellung gekommen ist: Das öffentliche Wirken Jesu von seiner Taufe im Jordan bis zu seinem feierlichen Einzug in Jerusalem.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Bernwardssäule als bedeutendes Kunstwerk der ottonischen Zeit und Überblick über den bisherigen Forschungsstand.

1 Das Kunstwerk im Ganzen: Beschreibung des physischen Erscheinungsbildes der Säule, ihrer Datierung, der Sockelfiguren sowie des Kontextes von Bischof Bernward und der St. Michaeliskirche.

2 Die Technik berwardinischer Bronzegüsse: Erläuterung der verwendeten Gusstechniken und der handwerklichen Herausforderungen bei der Herstellung der monumentalen Bronzesäule.

3 Vorbilder und Anregungen: Analyse der kunsthistorischen Einflüsse, insbesondere der antiken Triumphsäulen und existierender Kreuzsäulen auf das Konzept der Bernwardssäule.

4 Gliederung der Relieffolge: Diskussion der unterschiedlichen Ansätze in der Forschung zur Anordnung und Zählung der 24 Reliefeinheiten auf dem Spiralband.

5 Ikonographie der Bildersäule: Detaillierte ikonographische Analyse der einzelnen Reliefgruppen, unterteilt in die Sockelfiguren und die drei Hauptgruppen der Darstellungen.

6 Die Urgestalt der Bernwardssäule: Auseinandersetzung mit historischen Quellen und zeichnerischen Belegen zur Rekonstruktion des ursprünglichen Erscheinungsbildes der Säule und ihres Kapitells.

7 Bedeutung der Säule: Reflexion über die stilistische Einordnung im Vergleich zur Bernwardstür sowie die tiefere theologische Bedeutung als Lebensbaum und Christologie-Zeichen.

8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bernwardssäule als geniales Kompositionskunstwerk und Denkmal für den Stifter Bischof Bernward.

Schlüsselwörter

Bernwardssäule, Christussäule, Hildesheimer Dom, St. Michaeliskirche, Ottonische Kunst, Bischof Bernward, Bronzeguss, Ikonographie, Leben Jesu, Lebensbaum, Reliefband, Relieffolge, Christologie, Mittelalter, Kunstgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der Bernwardssäule in Hildesheim als herausragendem Beispiel ottonischer Metallkunst und untersucht ihre künstlerische sowie inhaltliche Konzeption.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenschwerpunkte liegen auf der Ikonographie der Reliefs, der technischen Herstellung, der historischen Rekonstruktion der Urgestalt und der theologischen Deutung als Teil der Kreuzaltaranlage.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine umfassende ikonographische und kunsthistorische Untersuchung der Säule und ihre Einordnung in das Gesamtschaffen des Bischofs Bernward.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Analyse der einschlägigen Forschungsliteratur, einen Vergleich mit zeitgenössischen Kunstwerken und eine ikonographische Auswertung der Bildmotive.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Technik, den Vorbildern, der Struktur der Bildfolgen und einer systematischen Besprechung der einzelnen Reliefszenen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben der Bernwardssäule selbst, die Begriffe Ottonik, Lebensbaumthematik, Bronzeguss sowie das Verhältnis von Kunstwerk und Liturgie.

Welche Rolle spielt die Zählung der Reliefs in der Arbeit?

Die Autorin diskutiert die kontroversen Ansätze der Forschung zur Anzahl der Reliefeinheiten und entscheidet sich für eine Gliederung in 3x8=24 Einheiten als Diskussionsgrundlage.

Wie lautet die Schlussfolgerung zur Urgestalt?

Aufgrund fehlender zeitgenössischer Quellen bleibt die genaue Rekonstruktion des ursprünglichen Kapitellaufbaus eine Spekulation, auch wenn historische Zeichnungen wichtige Hinweise geben.

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Details

Title
Die Bernwardssäule im Hildesheimer Dom
College
University of Göttingen
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
33
Catalog Number
V1572903
ISBN (PDF)
9783389122754
ISBN (Book)
9783389122761
Language
German
Tags
Bernwardssäule Hildesheimer Dom Bronzeguss ottonische Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Die Bernwardssäule im Hildesheimer Dom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1572903
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