Die Studie widmet sich den Reichstagswahlen im Wahlkreis Kassel I, dem Kreis Rinteln und der Stadt Rinteln zwischen 1867 und 1912. Im Vordergrund steht dabei die Veränderung von Wahlbeteiligung und Wahlverhalten im Zeitalter des Übergangs von der Honoratioren- zur Massenpolitik.
Inhaltsverzeichnis
- I. Wahlrecht, Wahlkreise, Wahlbeteiligung
- II. Wahlergebnisse 1867- 1887: Honoratiorenpolitik und nationalliberale Vorherrschaft
- III. Wahlergebnisse 1887- 1912: „Politischer Massenmarkt“ und antisemitischer Populismus
- IV. Fazit
- V. Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Rinteln- Hofgeismar- Wolfhagen 1867- 1912
- VI. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit von Thomas Gräfe analysiert die Reichstagswahlen im Wahlkreis Kassel I, im Kreis Rinteln und in der Stadt Rinteln von 1867 bis 1912. Ziel der Untersuchung ist es, die Entwicklung des Wahlverhaltens der Bevölkerung in diesem Zeitraum zu beleuchten und die Faktoren zu identifizieren, die die Wahlergebnisse beeinflusst haben.
- Wahlrecht und Wahlbeteiligung im Deutschen Kaiserreich
- Die Rolle von Honoratiorenpolitik und nationalliberaler Vorherrschaft in der Frühphase der Reichstagswahlen
- Der Aufstieg des „politischen Massenmarktes“ und des antisemitischen Populismus in den Wahlen der späten Kaiserzeit
- Die Auswirkungen der Wahlkreisaufteilung auf die Wahlergebnisse
- Die Entwicklung der Wahlbeteiligung und der Einfluss neuer Medien und Organisationsformen auf die Politik
Zusammenfassung der Kapitel
- I. Wahlrecht, Wahlkreise, Wahlbeteiligung: Dieses Kapitel stellt das Wahlrecht im Deutschen Kaiserreich vor und beleuchtet die Besonderheiten des Wahlkreises Kassel I, der die Städte Rinteln, Hofgeismar und Wolfhagen umfasste. Die Bedeutung der Wahlkreisaufteilung und die Entwicklung der Wahlbeteiligung werden ebenfalls thematisiert.
- II. Wahlergebnisse 1867- 1887: Honoratiorenpolitik und nationalliberale Vorherrschaft: In diesem Kapitel wird die Entwicklung der Wahlergebnisse in den Jahren 1867 bis 1887 analysiert. Der Fokus liegt auf der Rolle von Honoratiorenpolitik und nationalliberaler Vorherrschaft in diesem Zeitraum.
- III. Wahlergebnisse 1887- 1912: „Politischer Massenmarkt“ und antisemitischer Populismus: Dieses Kapitel untersucht die Wahlergebnisse der Jahre 1887 bis 1912. Die Veränderungen im Wahlverhalten der Bevölkerung, der Aufstieg des „politischen Massenmarktes“ und die Rolle des antisemitischen Populismus stehen im Mittelpunkt der Analyse.
Schlüsselwörter
Reichstagswahlen, Wahlkreis Kassel I, Rinteln, Hofgeismar, Wolfhagen, Honoratiorenpolitik, nationalliberale Vorherrschaft, „politischer Massenmarkt“, antisemitischer Populismus, Wahlrecht, Wahlbeteiligung, Wahlkreisaufteilung, Medien, Organisationen, Parteien, Sozialdemokratie, Zentrumspartei, Kaiserreich.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Zeitraum deckt die Studie zu den Rintelner Wahlen ab?
Die Studie untersucht die Reichstagswahlen im Zeitraum von 1867 bis 1912 im Deutschen Kaiserreich.
Was bedeutet der Übergang zur „Massenpolitik“?
Es beschreibt den Wandel von der Honoratiorenpolitik, bei der lokale Eliten das Geschehen prägten, hin zur Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten durch Parteien und Medien.
Welche Rolle spielte der Antisemitismus bei den Wahlen?
In der späten Kaiserzeit (1887-1912) erstarkte im Wahlkreis Rinteln ein antisemitischer Populismus, der den „politischen Massenmarkt“ entscheidend beeinflusste.
Welche Parteien waren im Wahlkreis Kassel I dominant?
Zunächst herrschte eine nationalliberale Vorherrschaft vor, bevor später auch die Sozialdemokratie, das Zentrum und populistische Gruppierungen an Bedeutung gewannen.
Wie entwickelte sich die Wahlbeteiligung in Rinteln?
Die Arbeit analysiert, wie durch verbesserte Organisation und den Einfluss neuer Medien die Wahlbeteiligung im Laufe der Jahrzehnte stetig anstieg.
- Quote paper
- Thomas Gräfe (Author), 2003, Wie wählte Rinteln?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157291