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Marktentwicklungen in der Musikindustrie

Chancen und Risiken in der Auseinandersetzung mit neuen Medien

Title: Marktentwicklungen in der Musikindustrie

Bachelor Thesis , 2009 , 68 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Schwind (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Die Gesellschaft befindet sich derzeit im Umbruch, von der Industriegesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft. Dies hat zur Folge, dass sich die Strukturen und Kommunikationswege innerhalb von Industriezweigen nachhaltig verändern werden.1

Die Beziehung zwischen Musik und Medien besteht seit jeher. Die Marktbedingungen in der Musikwirtschaft unterziehen sich durch den Einsatz, von technologischen Neuerungen einen resoluten Wandel. Die Digitalisierung ermöglicht es Musik elektronisch zu speichern und ohne merklichen Qualitätsverlust zu reproduzieren. Das Resultat dieser Entwicklung ist, dass die Umsätze der Tonträgerindustrie dramatische Einbrüche erlitten und der Trend auch weiterhin stark rückläufig ist.2

Online- Tauschbörsen bzw. sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke haben im Zuge des Technologischen Fortschrittes das Internet erobert. Auf Grund der nicht autorisierten Vervielfältigung von Musiktiteln, gingen der US- amerikanischen Wirtschaft im Jahr 2007 schätzungsweise 3,7 Milliarden US- Dollar verloren.3 Sie stellen somit das größte Risiko für die Zukunft der Tonträgerindustrie dar. Das illegale Herunterladen von Musik wird weitestgehend bagatellisiert. Eine US- amerikanische Studie zeigt auf, dass 80% der Studenten keine moralischen Bedenken haben Musik aus dem Internet zu laden ohne hierfür zu bezahlen.4 Hierzu wird in der nachstehenden Arbeit das Urheberrecht betrachtet, und aufgezeigt zu welchem Zeitpunkt sich ein Internetnutzer rechtswidrig verhält.

Auf Grund dieser neuen Marktgegebenheiten müssen die Plattenfirmen Wege und Lösungen finden um das Produkt Musik auch weiterhin gewinnbringend an den Musikkonsumenten zu bringen. Dies hat zur Folge, dass es zu Veränderungen in den Wertschöpfungsstrukturen der Plattenfirmen kommt. Ein vollkommen neuer Bereich namens Digital Rights Management soll den Schutz des Geistigen Eigentums seitens der Plattenfirmen und Musikschaffenden sicherstellen. Insbesondere die Distribution von digitaler Musik führen die Plattenfirmen nicht selbst aus sondern benutzen hierfür digitale Downloadshops. Diese bilden die Grundlage für den zukünftigen Verkauf von

Musik. In der nachstehenden Arbeit wird eine Betrachtung der unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen der Downloadshops für digitale Musik vorgenommen.
Die Zukunft der Musikwirtschaft ist indessen ungewiss. In einem weitern Abschnitt dieser Arbeit werden neue Geschäftsmodelle vorgestellt und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltliche Eingrenzung der Fragestellung

2. Musikwirtschaft

2.1. Musik als Kulturgut

2.2. Abgrenzung des betrachteten Marktes

2.3. Marktbetrachtung der Musikindustrie

2.4. Aufbau des internationalen Marktes für Recorded Music

2.5. Urheberrecht

2.5.1. Der urheberrechtliche Schutz von Musik

2.5.2. Zivilrechtlicher Schutz gegen unzulässige Vervielfältigungen

2.5.3. Strafrechtlicher Schutz

2.5.4. Rechtliche Chancen und Risiken für die Tonträgerindustrie

3. Neue Medien

3.1. Begriffliche Abgrenzung

3.2. Auswirkungen der Digitalisierung

3.3. Anfälligkeit der Musikindustrie

3.4. Digitale Tauschbörsen

3.5. Videoportale und Web 2.0

3.6. Napster

3.7. Die ökonomische Theorie des nicht autorisierten Kopierens

3.8. Chancen und Risiken in der ökonomischen Theorie

4. Auswirkungen moderner Technologien auf die Musikwirtschaft

4.1. Die Wertschöpfungskette einer Plattenfirma

4.2. Neue Aufgabengebiete in der Wertschöpfungskette

4.3. Digital Rights Management

4.4. Gewinnmarge von Musikmedien

4.5. Distributionswege der Tonträgerindustrie

4.5.1. Die strategische Ausrichtung von Apple

4.5.2. Die strategische Ausrichtung von Microsoft

4.5.3. Die strategische Ausrichtung von Sony

4.5.4. Chancen und Risiken der digitalen Tonträgerdistribution

5. Die Zukunft der Musikindustrie

5.1. Neue Geschäftsmodelle

5.1.1. Comes with Music von Nokia

5.1.2. PlayNow von Sony Ericson

5.1.3. MySpace Music

5.1.4. Chancen und Risiken neuer Geschäftsmodelle

5.2. Zukünftige Strategien

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Marktentwicklungen in der Musikindustrie unter dem Einfluss neuer Medien und digitaler Technologien, um Strategien für einen gewinnbringenden Umgang mit diesen Herausforderungen zu identifizieren und die Überlebenschancen der Akteure zu analysieren.

  • Wandel der Wertschöpfungsstrukturen in der Musikwirtschaft
  • Einfluss illegaler Online-Tauschbörsen auf Umsatzrückgänge
  • Die Rolle des Urheberrechts im digitalen Zeitalter
  • Strategische Positionierung von Downloadshops (Apple, Microsoft, Sony)
  • Potenziale neuer Geschäftsmodelle zur Kundenbindung

Auszug aus dem Buch

3.3. Anfälligkeit der Musikindustrie

Die Musikindustrie war die erste Branche innerhalb der Entertainment Industrie, welche von den Auswirkungen einer digitalen Umwelt direkt betroffen wurde. Hierzu erläuterte das National Research Council vier elementare Gründe für diese Entwicklung, welche im Folgenden dargelegt werden.

1. Neue Technologien

Der technologische Fortschritt ermöglichte es, dass Musikaufnahmen auf eine geringe Datenmenge komprimiert werden können. Waren es anfangs noch große Dateien, welche in Netzwerken untereinander versendet und getauscht werden konnten, strömen heutzutage immer wieder neue Komprimierungsmöglichkeiten auf den Markt. Ein Bespiel hierfür ist das MPEG 4- Format von Apple. Den Grundstein hierfür, legten jedoch Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts zwischen 1986 und 1994. Unter der Leitung von Karl- Heinz Brandenburg wurde das MP 3- Format entwickelt. Solch eine hohe Komprimierung wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht erreicht. Dies ermöglichte es den Musikkonsumenten nun auch, unter großer Zeitersparnis, Musikdateien untereinander zu tauschen. Insbesondere zu betonen ist hierbei, dass die Komprimierung, sowie der Austausch der Musikdateien, ohne einen subjektiv hörbaren Qualitätsverlust verlaufen. Darüber hinaus lassen sich die heruntergeladenen oder getauschten Musikdateien wieder auf CDs schreiben, welche wiederum auch den Konsum der Musik auf herkömmlichen Abspielgeräten ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inhaltliche Eingrenzung der Fragestellung: Diese Einleitung beschreibt den Umbruch der Gesellschaft zur Informationsgesellschaft und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umsätze der Tonträgerindustrie durch illegale Tauschbörsen.

2. Musikwirtschaft: In diesem Kapitel wird die Musik als Kulturgut definiert, der Markt abgegrenzt, die Tonträgerindustrie ökonomisch analysiert und der rechtliche Rahmen des Urheberrechts mit seinen Chancen und Risiken betrachtet.

3. Neue Medien: Es werden die begrifflichen Grundlagen elektronischer Medien geklärt, die Anfälligkeit der Musikbranche durch Digitalisierung und File-Sharing untersucht sowie ökonomische Theorien zum nicht autorisierten Kopieren dargelegt.

4. Auswirkungen moderner Technologien auf die Musikwirtschaft: Dieses Kapitel behandelt die Veränderungen der Wertschöpfungsketten von Plattenfirmen, die Bedeutung von Digital Rights Management (DRM), die Kostenstrukturen von Musikmedien und die Distributionsstrategien großer Konzerne wie Apple, Microsoft und Sony.

5. Die Zukunft der Musikindustrie: Es werden innovative Geschäftsmodelle, wie Flatrate-Angebote oder Kooperationen mit sozialen Netzwerken, vorgestellt und zukünftige Strategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit diskutiert.

6. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Herausforderungen der Musikindustrie zusammen und betont, dass der Erfolg künftig in Produktinnovationen und dem Überzeugen der Konsumenten durch bequeme, legale Angebote statt in rein restriktiven Maßnahmen liegt.

Schlüsselwörter

Musikindustrie, Digitalisierung, Tonträgerindustrie, Urheberrecht, File-Sharing, Tauschbörsen, Wertschöpfungskette, Digital Rights Management, Kopierschutz, Geschäftsmodelle, Musikwirtschaft, Online-Distribution, Produktinnovation, Medien, Internetpiraterie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, vor denen die Musikindustrie durch die Digitalisierung und neue Kommunikationswege steht, insbesondere hinsichtlich der Umsatzrückgänge durch illegale Online-Tauschbörsen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören der rechtliche Schutz geistigen Eigentums, ökonomische Modelle des Kopierens, die Anpassung der Wertschöpfungskette und die strategische Neuausrichtung von Musikvertriebsunternehmen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Chancen und Risiken für Plattenfirmen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie durch neue Geschäftsmodelle und Produktinnovationen das Überleben in einem durch Digitalisierung geprägten Marktumfeld gesichert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, die mikroökonomische Modelle und empirische Studien zur Musikwirtschaft und zum Urheberrecht kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung, den juristischen Aspekten des Urheberrechts, der Bedeutung von Digital Rights Management sowie den spezifischen Strategien von Apple, Microsoft und Sony im digitalen Musikmarkt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Digitalisierung, Tonträgerindustrie, Musikwirtschaft, File-Sharing, Urheberrecht, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Kopierschutzes?

Die Arbeit stellt fest, dass der Vertrieb von kopiergeschützten Inhalten langfristig nicht konkurrenzfähig gegenüber illegalen Angeboten ist, weshalb sich ein Trend hin zu DRM-freien Formaten und nutzerfreundlicheren Modellen abzeichnet.

Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf die Musikdistribution?

Beispiele wie MySpace Music zeigen, dass soziale Plattformen als neue Vertriebswege dienen können, indem sie die direkte Interaktion zwischen Bands und Fans fördern und durch integrierte Kaufmöglichkeiten legale Alternativen zum illegalen Download bieten.

Wie verändern neue Geschäftsmodelle die Preispolitik?

Durch neue Ansätze wie Flatrate-Modelle (z.B. Nokia Comes with Music) oder flexible Preisgestaltungen versuchen Anbieter, das gewohnte Konsumverhalten der Nutzer beizubehalten und gleichzeitig die Bereitschaft für legale Musikzahlungen zu erhöhen.

Was bedeutet der Begriff "Lock-in-Effekt" in diesem Kontext?

Der Lock-in-Effekt beschreibt eine Situation, in der ein Konsument an ein bestimmtes System gebunden ist (z.B. ein spezifischer Musikplayer oder ein geschlossenes Dateiformat), wodurch ein Wechsel zu anderen Anbietern mit hohen Kosten oder Einschränkungen verbunden ist.

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Details

Title
Marktentwicklungen in der Musikindustrie
Subtitle
Chancen und Risiken in der Auseinandersetzung mit neuen Medien
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,3
Author
Tobias Schwind (Author)
Publication Year
2009
Pages
68
Catalog Number
V157355
ISBN (eBook)
9783640702893
ISBN (Book)
9783640702817
Language
German
Tags
Musikindustrie Marktentwicklungen Musik music industry Chancen und Risiken Neue Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Schwind (Author), 2009, Marktentwicklungen in der Musikindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157355
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