Bildungsplanung in einer Stadtbibliothek

Projekte im Bereich Leseförderung, Mehrsprachigkeit, Bildung


Praktikumsbericht / -arbeit, 2010
34 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgabe und Bedingungen
2.1 Projektbeschreibung und Zielsetzung
2.2 Analyse der Handlungsbedingungen

3. Darstellung der Handlungen im Arbeitsprozess
3.1 Planung
3.2 Durchfuhrung
3.3 Nachbereitung

4. Reflexionsprozesse
4.1 Reflexion uber bildungspraktisches Handeln
4.2 Reflexion uber Kompetenzentwicklung

5. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang

Erklarung

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit ist mit dem Ziel erstellt worden, bildungspraktisches Han- deln bei der Konzeption, Durchfuhrung und Reflexion einer Projektreihe aus dem Bereich ,Leseforderung, Mehrsprachigkeit, Bildung' zu dokumentieren.

Kapitel 2 beschreibt die betreute Projektreihe und deren Zielsetzung. Des Wei- teren werden hier die Handlungsbedingungen analysiert. In Kapitel 3 stelle ich exemplarisch zwei Handlungen im Gesamt-Arbeitsprozess dar; inhaltliche Schwer- punkte sind dabei die Konzipierung eines Elternratgebers (Flyer) und der Eltern- fuhrung. In Kapitel 4 wird die durchgefuhrte, bildungspraktische Tatigkeit anhand bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse reflektiert. Zudem wird uber den eigenen Kompetenzzuwachs innerhalb der Praktikumstatigkeit reflektiert. Im letzten Kapi­tel ziehe ich auf Grundlage des durchgefuhrten Arbeits- und Reflexionsprozesses abschlieGende Schlussfolgerungen.

Der besseren Lesbarkeit halber wird im vorliegenden Text immer nur die weibliche oder mannliche Form eines Wortes auftauchen; auch wenn in dem verwendeten Kontext ebenso oder zusatzlich die mannliche / weibliche Form hatte verwendet werden konnen. Eine wie auch immer geartete Diskriminierung ist damit nicht beabsichtigt.

2. Aufgabe und Bedingungen

Praktikumsaufgabe war die eigenstandige Bearbeitung, Planung und Organisation sowie (Mit-)Durchfuhrung von zwei Bildungsaktionen innerhalb einer Themen- woche.

2.1 Projektbeschreibung und Zielsetzung

Nunmehr zum zweiten Mal haben Bibliotheken aus ganz Deutschland im Novem­ber 2009 eine Aktionswoche mit dem Motto ,Deutschland liest. Treffpunkt Bibli- othek' durchgefuhrt. Vom 6. - 13. November prasentierten sich die Bibliotheken dabei mit Lesungen, Bilderbuchkinos, Bibliotheksnachten und weiteren Veranstal- tungen als Partner fur Lesen, Informations- und Medienkompetenz, Bildung und Weiterbildung (vgl. www.treffpunkt-bibliothek.de).

Meine Praktikumsaufgabe war die selbststandige Bearbeitung, Planung, Organisa­tion, Bewerbung und (Mit-)Durchfuhrung von zwei Veranstaltungen fur diese Ak­tionswoche. Eine Veranstaltung fand in der Stadtbibliothek XXXX statt (Elternfuh- rung mit parallel stattfindendem Bilderbuchkino), die andere im Familienzentrum Kita XXXX (Vorleseaktion in funf Sprachen). Die Kita XXXX mit einem Migranten- anteil von 80% ist ein Bildungspartner der Stadtbibliothek. Institutionelles Ziel der Stadtbibliothek XXXX ist es, die Erzieherinnen bei der fruhkindlichen Leseforde- rung dieser sozial benachteiligten Kinder zu unterstutzen und neue Leser zu ge- winnen. Gesellschaftliches Ziel ist es, die Kinder zu integrieren und Fordermoglich- keiten aufzuzeigen. Mein personliches Ziel war es, auch die Eltern fur dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen zu verdeutlichen, dass ein Kind in der deutschen Spra- che nur fit werden kann, wenn es die eigene Muttersprache sicher beherrscht.

Es war mir zudem ein Anliegen, die Eltern auf das wirklich hervorragende Ange- bot der Stadtbibliothek (nicht nur zu dem Themengebiet „Sprachforderung") auf- merksam zu machen und ihnen zu helfen, ihre moglicherweise vorhandene Hemm- schwelle zu uberwinden, uberhaupt eine Bibliothek zu betreten. Nur wenn die Kinder dieser stark bildungsfernen Schichten die Chance haben, (in der Bibliothek) mit Buchern und anderen Medien in Kontakt zu kommen, konnen sie Lese- und Medienkompetenz erwerben (Kulturtechniken sind: Sprache anwenden und ver- stehen konnen, Schreiben und Lesen, Rechnen, Computer Literacy / Medienkom­petenz. Vgl. Sesnik 2006, S. 52f) und darauf aufbauend wesentliche Kompetenzen fur das Leben in einer Medien- und Wissensgesellschaft (Medien = Informations- trager) erlangen. Bibliothekspadagogik beinhaltet als „Theorie und Praxis des Leh- rens und Lernens in und durch Bibliotheken" (Schultka 2009, S. 19) auch die beiden Themenbereiche Leseforderung und Sprachforderung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mein personliches Anliegen war es, meine Kompetenzen in der Bildungsplanung / Konzeptionierung von BildungsmaGnahmen zu erproben und zu erweitern.

2.2 Analyse der Handlungsbedingungen

Die Stadtbibliothek XXXX ist eine offentliche Bildungs- und Kultureinrichtung der Kreisstadt XXXX. Die Bibliotheksmitarbeiterinnen sind bei der Stadt angestellt, das (Medien-)Budget der Bibliothek wird vom Stadtkammerer zugeteilt. Die Bibliothek ist Partnerin im stadtischen Bildungsnetzwerk. Ziel dieses Bildungsnetzwerkes ist es, Bildung und Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen des sozialschwa- chen XXXXer Stadtteils XXXX zu verbessern, wenn die Familien dies alleine nicht leisten konnen. Durch die Bildungspartnerschaft mit der Kita XXXX hat sich die Stadtbibliothek verpflichtet, die Erzieherinnen in ihrer Sprachforderarbeit, bei- spielsweise durch themenspezifische Bucherkisten und einmal im Jahr durch eine Aktion der Stadtbibliothek in der Kita, zu unterstutzen (vgl. Stadtbibliothek XXXX 2008, S. 1). Zudem werden die Kinder altersgerecht an Inhalte und Benutzung der ortlichen Bucherei herangefuhrt.

Die Bildungspartnerschaft machte fur die Planungen der beiden Aktionen eine enge Zusammenarbeit und Koordination mit der Kita XXXX notig (generelle Ab- stimmung uber Uhrzeiten, Themen, Vorlesebuch fur Aktion in der Kita, aber auch verschiedene logistische Fragen). Bedingt durch die Bildungspartnerschaft musste der Termin fur die Aktionen am Vormittag sein. Dies barg allerdings die vorausge- sehene Schwierigkeit, weitere Eltern mit Kindern von ,auGerhalb' zu gewinnen, da diese potentielle Zielgruppe zur entsprechenden Zeit im eigenen Kindergarten ist. Daher entschieden wir uns fur eine halbgeschlossene Veranstaltung (Teilnahme ge- nerell fur alle offen, Teilnahme aber nur nach Voranmeldung, Zeitpunkt auGerhalb der regularen Offnungszeiten der Stadtbibliothek).

Auch der Termin lag ungunstig fur Veranstaltungen dieser Art. Durch die Natio- nale Lesewoche unter Schirmherrschaft des Bundesprasidenten war die Woche fur die Veranstaltungen terminlich von auGen vorgegeben. So kam es leider zu vielen Terminuberschneidungen (sehr viele groGe St.-Martinszuge, Karnevalsbeginn am 11. November 2009), die uns vorab bewusst, aber leider nicht zu umgehen waren. Aus diesem Grund war, wie vermutet, das Interesse der Presse an den Veranstal­tungen auch sehr gering.

Fur mich als selbststandig arbeitende (Fern)Studentin war es teilweise schwierig, dass die Bibliothek auch eine Behorde, mit enger Anbindung an die Stadtverwal- tung / Rathaus und allem was dazugehort, ist. Teilweise war die Tragheit und Inef- fektivitat des Arbeitens fur mich schwer nachzuvollziehen (siehe Anhang 4). Insgesamt war es jedoch so, dass ich - ausgenommen der Rahmenbedingungen - sehr freie Hand fur meine Planungen hatte (Ablauf der Veranstaltungen, Pressear- beit, Flyer- und Plakatentwurfe, Konzeption Elternfuhrung, Bastelaktion, ...) und selbststandig arbeiten konnte. Sowohl die Kita XXXX als auch die Stadtbibliothek brachten mir einen sehr groGen Vertrauensvorschuss entgegen. Einzige vorgege- bene Aufgabe, die jeden Morgen erledigt werden musste und je nach Aufkommen zwischen einer halben und einer ganzen Stunde Zeit beanspruchte, war das Zu- rucksortieren und das Prasentieren von (zuruckgegebenen) Buchern und weiteren Medien aus dem ,Eltern- und Kind-Bereich', bei Bedarf auch aus der Sachbuchab- teilung der Stadtbibliothek.

3. Darstellung der Handlungen im Arbeitsprozess

Die Veranstaltungen plante ich komplett eigenverantwortlich (siehe oben). Im Zentrum der Arbeit standen dabei ,Leseforderung, Mehrsprachigkeit, Bildung'. Die Angebote fur die Kinder waren nur als ,Vorwand' gedacht - primares Ziel war es durch die Aktionen ,an die Eltern zu kommen' und ihnen die Bedeutung und Wich- tigkeit der Sprache als Schlussel zum Lesenkonnen und das Lesekonnen als facher- ubergreifender Schlussel / Kernkompetenz fur Erfolg in Schule und Beruf aufzuzei- gen. Dazu entwickelte ich eine Elternfuhrung und einen Eltern-Ratgeber (Flyer).

3.1 Planung

Wie erreicht man bildungsferne Schichten? Tenor der im Oktober 2009 von der Stiftung Lesen veroffentlichten Studie zur Lesesozialisation ist: Kinder, die gerne lesen, haben Erfolg in der Schule. Und:

„Die Sprach- und Leseforderung im familialen Kontext ist der entscheidende Faktor fur die Auspragung des kindlichen Leseverhaltens. Und was im fruh- kindlichen Alter (...) versaumt wird, kann spater nicht oder nur mit Muhe nachgeholt werden." (Stiftung Lesen, 2009)

Hintergrundige Absicht der von mir geplanten Veranstaltungen war es, den Kin- dern und Eltern, denen die Stadtbibliothek XXXX bisher unbekannt ist, diese als einen Ort zu prasentieren, an dem man kostenlos verschiedenste attraktive (Bilder) Bucher und andere Medienformate ausleihen kann. Uber die Kinder sollten die Eltern erreicht werden, um letztlich die Bildungschancen fur die Kinder zu vergro- Gern. Zwei inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeit waren daher die Konzeption einer Elternfuhrung sowie der Entwurf eines Informationsflyers fur Eltern. Biblio- thekspadagogik als „Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens in Bibliotheken" (Schultka 2009b) ist ganzheitlich und richtet sich daher mit ihren „edukativen Ser- viceangeboten" (ebd.) von ihrer Natur aus ganz selbstverstandlich nicht nur an Kinder und Jugendliche sondern auch an Erwachsene / Eltern. Bei der Konzeption der Elternfuhrung (siehe Anhang 2) stellte sich die Frage, was den Eltern als we- sentliche Punkte vermittelt werden sollte.

„Die didaktischen Oberlegungen, das Prufen der Inhalte auf ihre Vermittlungs- wurdigkeit, die Suche nach methodischen Varianten, das Suchen nach edu- kativen Alternativen, all das macht eine Bibliothekspadagogik aus." (Schultka 2002, S. 1493)

In der Bedarfsanalyse klarte ich die zu vermittelnden Inhalte und den gewunsch- ten Soll-Zustand. Dem Kita-Personal war es wichtig, die Eltern nachdrucklich auf die Wichtigkeit des Sprechens mit ihren Kindern hinzuweisen.

„Die Vermittlung erfolgt stets zielgruppenorientiert" (Schultka 2002, S. 1490). Daher versuchte ich vorab uber meine Ansprechpartnerin in der Kita XXXX die psychischen (= Interessen, Abneigungen, Einstellungen) und sozialen Voraus- setzungen der Teilnehmer zu klaren. Fest angemeldet hatten sich 15 Eltern mit teils guten, zum GroBteilteil jedoch kaum vorhandenen aktiven Deutschkennt- nissen. Es wurde also wichtig sein, in einfachen klaren Satzen zu sprechen und die Fuhrung so zu konzipieren, dass die Eltern selbst nicht viel reden mussten. Eine Gruppenarbeit oder Diskussionsrunde fiel somit von vorneherein raus. Auf tatsachlich vorhandene Kompetenzen (Ist-Zustand) wurde aufgrund der vorher- gesagten Sprachproblematik kaum eingegangen werden konnen. Der relative Be- darf (vgl. Niegemann et al. O.J., S. 17), d.h. ,die Qualifikation liegt hinter der von Eltern anderer XXXXer Kitas', wurde jedoch durch die Bedarfsanalyse deutlich. Gewunscht wurde aufgrund dessen eine ,niederschwellige' Elternfuhrung. Den teilnehmenden Eltern war die Stadtbibliothek bisher unbekannt. Wichtig war ein behutsames, grundsatzliches Kennenlernen der Institution um (mogliche) Schwel- lenangste abzubauen. Ich nahm daher zwar Grundlagen wie Offnungszeiten und anderer Service der Bibliothek (Ausleihe, Hilfe bei Recherche, Angebotsvielfalt) als Lerninhalt (= so genannte ,Benutzerschulung'), aber den Schwerpunkt legte ich bei der Planung auf padagogisch relevante Inhalte (Mehrsprachigkeit, Spra- chentwicklung).

Betrachtet man Didaktik als „Lehre vom Zusammenhang von Lehren und Lernen" (Sesnik 2006, S. 37), so lernen Menschen auf verschiedene Arten. Daher (und we- gen der Sprachbarriere) war es mir wichtig, bedeutende Informationen auf De- monstrationsmaterial (siehe Anhang) symbolisch zu visualisieren. Ein Beispiel: „12 Euro Jahresbeitrag" = Farbkopien von Munzen und Schein.

Eine weitere gewahlte didaktische Methode war das Lernen am Beispiel / durch Entdecken (Hartinger 2001, S. 332). Dazu bereitete ich eine Medienausstellung mit mehrsprachigen und nicht-deutschen Bilderbuchern, Bilderbuchern ohne Text, aus- gewahlten Ratgebern / Fachbuchern, Kindersachbuchern, Gesellschaftsspielen fur kleine Kinder, Lernhilfen fur Grundschuler, (...) vor. Dort wollte ich exemplarisch den Bestand der Stadtbibliothek demonstrieren und den Eltern an ausgewahlten Medien anschaulich erklaren, wie man die Kinder mit diesen (gezielt) sprachlich fordern kann.

Geplant war zudem wahrend der gesamten Elternfuhrung immer wieder auf die Bedeutung der Verwendung der eigenen Muttersprache im Umgang mit den Kin- dern einzugehen (Kinder lernen Deutsch nur gut wenn sie ihre Muttersprache gut beherrschen) und allgemeine Sprachfordertipps und -beispiele an verschiedenen Stellen der Fuhrung einflieGen zu lassen.

Da ich mir nicht sicher war, inwieweit die Eltern meine deutschsprachige Fuhrung durch die Stadtbibliothek verstehen wurden, war es mir wichtig einen ,Flyer fur zu Hause' mit einfach zu verstehenden Informationen - gestutzt durch Fotos - zu entwickeln. Optimal waren dabei Flyer in mehreren Sprachen gewesen. Dies war jedoch mangels finanzieller Ressourcen (Ubersetzungs- und Druckkosten) nicht moglich. Auch ein zweisprachiger Elternratgeber (z.B. deutsch / turkisch) war nicht umsetzbar, da keine Sprache besonders stark vertreten ist; die 100 Kinder der Kooperations-Kindertagesstatte kommen aus 22 Nationen. Die Eltern sprechen oft kein Deutsch, die Kinder oftmals weder Deutsch noch ihre Muttersprache(l). Haufig konnen die Kinder in ihrer Muttersprache (laut Aussage der Erzieher) nur Befehle erteilen / verstehen. Entsprechend war / ist ein Ansatz ,ganz unten' notig um den Kindern Chancen zu eroffnen (s.u.). Ein Tipp aus meinem Flyer (siehe An- hang 8) lautet daher auch:

„Sprechen Sie direkt mit und zu Ihrem Kind - wenigstens eine Viertelstunde taglich! Sprechen Sie mit ihm auch bei alltaglichen Aktivitaten - z.B. wenn es die Schuhe und die Jacke auszieht, einen Tee bekommt oder ins Bett geht, ...

Anweisungen und Befehle alleine sind zu wenig!".

In einem Konzept legte ich vorab Inhalt, Struktur und Aussehen des Flyers fest (Weinberger 2007, S. 41f.). Dabei wurde deutlich, dass der Flyer den besonderen Bedurfnissen der Zielgruppe angepasst werden musste und sich von „normalen" Elternflyern unterscheiden muss.

Als Falttechnik der Flyer wahlte ich „Wickelfalz". So hoffte ich das Lesen der Ziel- gruppe leiten zu konnen und die Informationen in einer bestimmten Reihenfolge zu prasentieren. Komplett aufgeklappt finden sich im Flyer von links nach rechts, aufeinander aufbauend, „Tipps fur das Sprechenlernen im Alltag", „Bedeutung des Lesens" und „Tipps fur das Vorlesen". Meine groGte Herausforderung dabei war die Beschrankung auf wenige wesentliche Punkte. Dieses war mir jedoch auf- grund von Ubersichtlichkeit / Platz und auch Prioritatensetzung (und damit hof- fentlich einfacherer Umsetzung im Alltag) wichtig.

Bei der Zusammenstellung der Tipps verwendete ich allgemeine Empfehlungen der Akademie fur Leseforderung an der Leibniz Universitat (Hannover), der Stadtbiblio- thek Nurnberg und der Projektstelle fur Zuwanderung und Integration Vorarlberg (Osterreich). Die publizierten Tipps sind sehr auf die Interessen und Gewohnheiten der Zielgruppe ausgerichtet und in einfacher Sprache gehalten. Die Ubersicht uber das Angebot der Stadtbibliothek sowie eine kompakte Bilderserie klaren uber die Ausleihmodalitaten und Vorgehensweise auf.

Eine Anpassung an das Corporate Design der Stadtbibliothek nahm ich durch die Verwendung der Logos, der hauseigenen Schriftart und entsprechende Farbwahl vor. Die erstellten Grafiken ,Blasen' sind angelehnt an Seifenblasen und sollen dem Flyer Strenge und Steifheit nehmen sowie Leichtigkeit verleihen.

3.2 Durchfuhrung

Aufgrund dutzender Krankmeldungen und Quarantanefallen (,Schweinegrippe') kamen zu den Aktionen in der Stadtbibliothek (Bilderbuchkino / Elternfuhrung) leider nur sechs der 15 fest angemeldeten Eltern mit ihren Kindern. Dies war zu- nachst enttauschend, hatte jedoch zur Folge, dass sowohl auf die Eltern als auch auf die Kinder intensiver eingegangen werden konnte als bei einer groGeren Grup- pe. Nach der BegruGung erlauterte ich zunachst den Ablauf der Veranstaltung. Wahrend eine Kollegin mit den Kindern das Bilderbuchkino durchfuhrte, stellte ich den Eltern die Bibliothek und ihre Medien vor (siehe Konzept, Anhang 2). Hier- bei konnte ich dank der wenigen Teilnehmer anhand der extra ausgelegten Me­dien mehr zeigen und erklaren als ich gehofft hatte. Der Eltern-Ratgeber mit den Sprachtipps und den Informationen zur Stadtbibliothek wurde gerne angenom- men. Nach der Elternfuhrung nutzten die Eltern die Moglichkeit sich in Ruhe in der (zu diesem Zeitpunkt fur den normalen Publikumsverkehr noch geschlossenen) Bibliothek umzusehen. Ich stand weiterhin als Ansprechpartner zur Verfugung, be- antwortete auftretende Fragen und half bei der Kinder-Bastel-Aktion mit.

[...]

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Bildungsplanung in einer Stadtbibliothek
Untertitel
Projekte im Bereich Leseförderung, Mehrsprachigkeit, Bildung
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Kultur- und Sozialwissenschaften, Lehrgebiet Mediendidaktik)
Veranstaltung
Praxis der Mediendidaktik (Mit Praktikum)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
34
Katalognummer
V157494
ISBN (eBook)
9783640832217
ISBN (Buch)
9783640832996
Dateigröße
13565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungswissenschaft, Bildung, Bibliothek, Bibliothekswesen, Medien, neue Medien, Medienbildung, Migranten, Mediendidaktik, Didaktik, Lesen, Förderung, Praktikum, Mehrsprachigkeit, Migration, Sprache, fördern, Bücherei, Kindergarten, Kita, Führung, Initiative, Bildungswissenschaftler, Bildungswissenschaftlerin, Bildungsplanung, Konzept, Konzepte, Bilderbuchkino, Ausstellung, Museumspädagogik, reflektierende dokumentation, Uni Hagen, Praktikumsbericht, Leseförderung, Sprachförderung, Bildungspartner, Partner, Institution
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Bettina Rütten (Autor), 2010, Bildungsplanung in einer Stadtbibliothek , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157494

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