Öffentlichkeitsarbeit der Atheisten am Beispiel der Buskampagne


Magisterarbeit, 2009

113 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

INHALT

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Begriffserklärung
2.1. Öffentlichkeitsarbeit
2.2. Kirchliche PR
2.3. Werbung
2.4. Atheismus
2.5. Transzendenz

3. Theoretischer Hintergrund
3.1. Öffentlichkeit und Kommunikation in Europa
3.2. Historische Entwicklung
3.3. Öffentlichkeit in Deutschland
3.4. Öffentlichkeit in England
3.5. Stellung der Kirche in England
3.6. Religionskritik
3.7. Normen und Moralverständnis

4. Forschungsfragen, Untersuchungsdesign und Operationalisierung

5. Entstehungsgeschichte und Positionen der Buskampagne

6. Stellung der Buskampagne bei den Diskussionen in Deutschland
6.1. Vereine
6.2. Humanistische Verbände

7. Berichterstattung über die Buskampagne
7.1. Presse

8. AUSWERTUNG
8.1. Auswertung der qualitativen Untersuchung
8.2. Auswertung der quantitativen Untersuchung
8.3. Zusammenfassung

9. Ausblick

10. Schlussbemerkung

11. LITERATURVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1 (Katholische Kirchensteuer 1991-2007)

Abbildung 2 (Diagramm: Stimmen Sie der Aussage „Die Welt ist von Gott erschaffen“ zu?)

Abbildung 3 (Diagramm: Glauben Sie, dass die Welt von Gott geschaffen worden ist oder glauben Sie, dass sich der Mensch aus anderen Lebensformen heraus entwickelt hat?)

Abbildung 4 (Diagramm: Berichtlängen)

Abbildung 5 (Diagramm: Häufigkeit der Berichterstattung)

Abbildung 6 (Kennst du die Buskampagne?)

Abbildung 7 (Was verstehts du unter Mission?)

Abbildung 8 (Wie wirkt der Slogan auf Dich?)

Abbildung 9 (Ist die Kampagne missionarisch?)

Abbildung 10 (Ist die Buskampagne missionarisch?) (Befragte eingeteilt in Konfessionen)

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1 (Statistische Werte der ausgewerteten Presse)

Tabelle 2 (Häufigkeitswerte der Zeitungsartikel in Prozent)

Tabelle 3 (Länge der Beiträge in den Zeitungsartikel)

Tabelle 4 (Verarbeitete Fälle)

Tabelle 5 (Kreuztabelle über Länge der Zeitungsartikel)

Tabelle 6 (alle Überschriften der behandelten Zeitungsartikel im Überblick)

1. Einleitung

"Atheisten mag ich nicht,

weil sie immer von Gott sprechen"

Heinrich Böll[1]

„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“. Mit diesem Slogan beklebte die deutsche Buskampagne einen privat gemieteten Doppeldecker in Berlin.

Im Jahr 2009, in dem die vorliegende Arbeit entstand, wurde ein Thema aktuell, und zwar die Einführung der Plakatierung von Linienbussen.

Die Buskampagne zielt darauf ab, säkulare Werbeslogans auf Bussen aufzubringen, um damit die Öffentlichkeit zu erreichen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht zu vermitteln, dass der Glaube an einen Gott nicht zwingend notwendig ist bzw. seine Existenz in Frage gestellt wird, da diese wissenschaftlich nicht nachweisbar ist.

Die Presse berichtete, wenn auch nur am Rande, über die flächendeckende Ablehnung von Verkehrsbetrieben in Deutschland, die dem Wunsch der Buskampagne[2] eine säkulare Werbung auf den Werbeflächen der öffentlichen Nahverkehrsmitteln anzubringen- nicht nach kam.

Immerhin behauptet ein ehemaliger dpa-Redakteur, Manfred Steffen, dass über 99% aller Nachrichten, die der Presse bekannt werden, nie vor die Augen des Lesers gelangen, weil sie als zu unbedeutend, zu fragmentarisch, zu polemisch oder – nach den jeweils herrschenden Vorstellungen - als zu unsittlich aussortiert und dem Papierkorb anvertraut werden.[3] Die Presse hat die Buskampagne zwar nicht auf der ersten Seite platziert, dennoch ihr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Ausgewählte Zeitungsartikel gehören zum Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, die in der quantitativen Auswertung vorgestellt werden.

Im Vordergrund stehen die atheistischen Slogans, die die Buskampagne nicht auf dem öffentlichen Busverkehr anbringen durfte. Das hatte einen Nachrichtenwert und somit wurde viel in der Presse darüber berichtet.

Bezüglich einer populären atheistischen Kampagne leistete die „ Bus Campaign“[4] in London Pionierarbeit, die auf öffentlichen Linienbussen anhand des Slogans: „There is probably no god“ Werbeplakate anbrachte. Wie die Idee der Kampagne bei der Übernahme modifiziert wurde, und warum sie in Deutschland (Absage aus 17 deutschen Städten) keinen Erfolg verzeichnen konnte, soll erforscht werden.

Auch dürfte hier von Nöten sein, die Geschichte Deutschlands im Hinblick auf die Verflechtung von Kirche und Staat im Zuge der Säkularisierung zu beschreiben. Des Weiteren sind kulturelle- bzw. gesellschaftliche Ansätze in Deutschland[5] aufgeführt, um die Aspekte bei der öffentlichen Debatte des Atheismus aufzuzeigen und zu erklären, inwiefern sie Akzeptanz oder Ablehnung verzeichnet.

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der aktuellen Öffentlichkeitsarbeit der Buskampagne eine Analyse der öffentlichen Debatte über den Atheismus in Deutschland durchzuführen. Dabei steht die Suche nach Erklärungsansätzen für die Ablehnung der atheistischen Buskampagne in Deutschland im Vergleich zu eben dieser in London im Vordergrund.

Es soll eine Aussage darüber gemacht werden, welche gesellschaftlichen und politischen Strukturen in Deutschland dabei eine Rolle spielen.

Ob die Ablehnung der Verkehrsbetriebe „gottlose Slogans“ auf öffentlichem Verkehr zuzulassen, die Meinung der Gesellschaft widerspiegelt, ist dabei eine ebenso bedeutende Fragestellung, die anhand von qualitativen Leitfadeninterviews untersucht wurde.

Dazu wurde versucht die Stellung von Kirchen in Deutschland sowie die gesellschaftlichen Verhältnisse zu untersuchen. Die Entscheidung lag auf der qualitativen Forschung anhand von Experteninterviews, die Auskunft über gesellschaftliche sowie politische Meinungen in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit der Buskampagne geben sollen. Ein besonderer Dank gilt hierbei an alle Interviewpartner, die als Experten für das Zustandekommen des qualitativen Teil der vorliegenden Arbeit unerlässlich waren.

Zu Beginn werden die für die vorliegende Arbeit maßgeblichen Grundbegriffe Öffentlichkeitsarbeit und Atheismus erläutert. Die damit in Abgrenzung stehenden Definitionen wie Werbung und Transzendenz sind jene Begriffe, die eine starke Relation zu Öffentlichkeitsarbeit und Transzendenz bilden. Während die Grenzen zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Werbung fließend sind, zeichnet sich eine historisch entwickelte Divergenz zwischen Religion und Atheismus ab.

Die Schwerpunktbereiche von Werbung und Public Relation sind jedoch grundverschieden. Während es bei der Werbung vor allem darum geht, ein Produkt anzupreisen und den Verkauf desselben zu fördern, geht es bei Public Relations darum, die Tätigkeit der Werbung auf die Gesellschaft zu beziehen.[6]

Die Arbeit ist in drei große Hauptteile untergliedert, die sich am Format einer empirischen Arbeit orientiert. Im ersten Teil wird zunächst mit Begriffsklärungen und dem Hintergrund der ganzen Thematik gearbeitet. Um den Einstieg zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und zur Entstehung des Atheismus mit all seinen geschichtlichen Prädispositionen zu erleichtern, werden sowohl historische als auch aktuelle Diskurse in der Öffentlichkeit dargestellt.

Obgleich sich die Buskampagne als „säkulare Werbekampagne“ bezeichnet, ist anzumerken, dass der Titel der Magisterarbeit „Öffentlichkeitsarbeit der Atheisten“ nicht verfehlt ist. Darauf wird im theoretischen Teil näher eingegangen.

Im zweiten Teil wird der theoretische Hintergrund zur vorliegenden Arbeit beschrieben. Dazu gehören die Öffentlichkeit in Europa, Deutschland und England.

Da die Buskampagne als Idee aus England kommt (Bus Campaign) und inzwischen in mehreren europäischen Ländern eine Verbreitung gefunden hat, gehören die Öffentlichkeit Europas, Englands und Deutschlands zum Kernbestand des theoretischen Hintergrunds der Buskampagne.

Dies begründet sich dadurch, dass die Londoner Buskampagne in weiteren europäischen Ländern stattgefunden hat. Da sich die Buskampagnen mit gottlosen Slogans definieren und eine Religionskritik symbolisieren, ist die Geschichte der Religionskritik in der vorliegenden Arbeit ebenso beschrieben. Den atheistischen Kampagnen geht es unter anderem darum, das Bewusstsein von gleichgesinnten Menschen in der Gesellschaft zu stärken und zu deklarieren, dass Atheisten weder wert noch moralfrei sind. „Werte brauchen keine Religion“ lautet einer der Zusatz-Slogans der Buskampagne. Die vorliegende Arbeit beinhaltet eine theoretische wie historische Auseinandersetzung mit den Begriffen Ethik, Moral und Werte, die in der Gesellschaft zumeist synonyme Verwendung finden.

Im dritten Teil schließt sich die Dokumentation zu dieser Arbeit an. Diese beinhaltet sowohl die qualitative als auch die quantitative Auswertung des Forschungsgegenstandes. Während die qualitative Forschung mittels Experten- bzw. Leitfadeninterviews und einer Inhaltsanalyse von Zeitungsartikeln durchgeführt wird, werden bei der quantitativen Erhebung die Kommentare auf der Website der Buskampagne ausgewählt. Darüber hinaus werden sich der Ergebnisse einer Projektgruppe der Potsdamer Uni bedient, die eine standardisierte Fragebogenerhebung an 260 Personen durchgeführt hat. Hier sei ein ausdrücklicher Dank an die Projektgruppe aus der Uni Potsdam für die Bereitstellung des Materials.

Die Ablehnung der Verkehrsbetriebe in Deutschland hat zum einen die Presse beschäftigt, so dass über die Buskampagne berichtet wurde und kontroverse Diskussionen in Form von Talk Shows stattfanden. Zum anderen bietet dieses Thema Raum für eine Untersuchung, der sich diese Arbeit widmet.

Vielleicht haben es die meisten Menschen als ein Zeichen großer Toleranz in Deutschland empfunden, dass es vielfältige Möglichkeiten und Aktivitäten christlicher Einrichtungen gibt. Andere wiederum sehen darin möglicherweise eine zu weit gehende Toleranz für religiöse Anstalten, welche sich im Lande ausbreiten, obwohl sie längst weg von öffentlich hin zu privat finanzierten Organisationen umgewandelt werden sollten. Als Beispiel gilt die freiwillige Kirchenfinanzierung, wie sie in den USA gehandhabt wird.[7]

Nicht zuletzt kommt der Einwand und die Feststellung von einer eher politisch veranlagten Intention, dass Staat und Kirche sich nie getrennt hätten, es eine teilweise latente und teilweise offene Verbindung gibt, die durch finanzielle Zuführung und gesetzliche Konstituierung nachgewiesen werden kann.

Die evangelische Kirche Deutschlands (EKD) erklärt in seiner Webpräsenz, dass die Finanzierung der Kirche von dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche abhängig ist.[8]

Faktisch sieht es so aus, dass es in Deutschland Verträge zwischen Kirche und Staat gibt, die ihren Ursprung in der historischen Entwicklung haben. Die katholische Kirche ist in dem Bereich bereits im Mittelalter ein Vertragspartner des Staates gewesen.[9] Inzwischen zählen Veränderungen und Reformen in gesetzlichen Beziehungen zwischen Staat und Kirche zu den Einbußen[10] der Kirche im Zuge der Säkularisierung seit Ende des 18. Jahrhunderts.

Die „Wogen“ haben sich derweil geglättet und die Kirche hat sich zunehmend mit der Säkularisierung angefreundet.[11] Dennoch ist sie im Hinblick auf die gesellschaftspolitische Rolle, die im Verfassungsentwurf in Art. 1-51 verankert ist, entfernt von klassisch laizistischen Vorstellungen.

Dies charakterisiert sich damit, dass der deutsche Laizismus - im Vergleich zum Laizismus in Frankreich - die Kirche nicht aus der Öffentlichkeit raushält, und den Kirchen ihre sozialen und moralischen Funktionen gesetzlich anerkennt.[12] In Deutschland sind die katholische und die evangelische Kirche im Vergleich zu Frankreich Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Die vorliegende Arbeit beinhaltet in ihrem theoretischen Rahmen primär die Öffentlichkeitsarbeit der Buskampagne und die in Beziehung stehenden Strukturen in Deutschland. Begriffsklärungen wie z.B. die allgemeine Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die kirchliche PR und die mit dem Titel und dem Hintergrund der Buskampagne in Verbindung stehenden Begriffe Werbung, Atheismus und Transzendenz sind ebenfalls in ihren Bedeutungen aufgeführt.

2. Begriffserklärung

2.1. Öffentlichkeitsarbeit

„Öffentlichkeitsarbeit oder mit dem englischen Namen Public Relations ist das Management von Informations- und Kommunikationsprozessen zwischen Organisationen einerseits und ihren internen oder externen Umwelten (Teilöffentlichkeiten) andererseits. Funktionen von Public Relations sind Information, Kommunikation, Persuasion, Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen von gesellschaftlichem Konsens"[13].

International Public Relations:

Nach Kunczik ist die internationale Öffentlichkeitsarbeit eine Form der politischen Kommunikation. Hierbei steht im Vordergrund, das Bemühen und das Image eines Staates in einem oder mehreren Ländern zu verbessern[14]. Dazu zählt auch interessengebundene Informationen zu verbreiten. Bei der internationalen PR geht es Staaten dabei weniger um eine Imageverbesserung ihrer schwer greifbaren Herrschaftsbereiche durch regierungsamtliche Informationspolitik, als vielmehr um eine positive Entwicklung des Images ihrer Nation.

Grundunterschiede zwischen Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit:

In beiden Arbeitsfeldern wird journalistisch gearbeitet jedoch mit verschiedenen Aufträgen. Während Öffentlichkeitsarbeit in Abteilungen von Ämtern geschieht, läuft die Arbeit von Publizistik in Redaktionen von Verlagen oder Funkhäusern ab. Der Begriff der Öffentlichkeitswirkung ist wiederum davon zu unterscheiden, da diese je nach Situation von jeglicher Lebensäußerung der Kirche ausgehen kann und für die jede und jeder mitverantwortlich ist. Das bloße Wahrnehmen solcher Verantwortung ist aber nicht schon Öffentlichkeitsarbeit. Journalisten arbeiten auch in Dienststellen der Öffentlichkeitsarbeit und dennoch ist die Bezeichnung dieser als Publizistik ungenau.[15]

Die Landespressekonferenz gibt es in allen Bundesländern und die Bundespressekonferenz in der Hauptstadt. Diese Konferenzen sind regelmäßige Zusammenkünfte, die in den meisten Fällen von einem Journalistenverein organisiert werden. Die Treffen sehen folgendermaßen aus: zweimal oder mehrmals die Woche kommen die dazu bestimmten Redaktionsmitglieder (von jeder besseren Zeitung im Land, von den Agenturen und von den Funkhäusern) und andererseits die Pressesprecher der Regierung, der Parteien, der Bahn, der Post und ähnlicher Einrichtungen und manchmal auch die der Kirchen zusammen. Der gängige Ablauf ist der, dass Sprecher vorbringen, was sie von Druck und Funk gern verbreitet sähen. Die Publizisten stellen Fragen über alles, was sie gerne wissen würden. Es sitzen zwar journalistisch Ausgebildete auf beiden Seiten, sie haben jedoch unterschiedliche Rollen. Das Herstellen von Öffentlichkeit, ob gedruckt, gefunkt, boulevardesk, oder wissenschaftlich, ist der Auftrag aller Publizistik. Die öffentliche Meinung ist hierbei von großer Relevanz. Nach dem Prinzip „in dubio pro publicatione“ wird veröffentlicht, was für das Gemeinwesen wichtig sein kann, auch wenn es geringe Zweifel gibt.[16]

Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda:

Nach Lasswell ist Propaganda eine Beeinflussung menschlichen Handelns (´the technique of influencing human action by the manipulation of representations´).[17]

Ein deutsches Fachwörterbuch definiert folgendermaßen: „Propaganda ist der Versuch von Einzelnen oder Machtgruppen und Institutionen zur Beeinflussung und Manipulation von Meinungen, Wertschätzungen, Denkrichtungen, politischen oder religiösen Haltungen.“[18] Hier stellt sich die Frage, ob die Buskampagne eine Beeinflussung oder Manipulation von Meinungen, Wertschätzungen, Denkrichtungen, politischen oder religiösen Haltungen ist?

In der Spiegelausgabe 31/2006 wird im Artikel: „Public Relations - Meister der Verdrehung“ der Begriff PR mit Propaganda synonym verwendet.[19]

Propaganda ist ein Begriff, dessen Bedeutung sich im Laufe der Zeit verändert, seine Sinnzuschreibung vom jeweils vorherrschenden Menschenbild abhängig gemacht wurde. Die Paradigmen von Propaganda fasst Bussemer in 4 Teilen zusammen:

- die Massentheorie
- die Humanistische Gegenbewegung
- die Empirische Schule
- das Pluralistische Paradigma[20]

Der zunächst religiös geprägte Propagandabegriff (katholische Missionstätigkeit) wurde im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts zu einem politischen „Kampfbegriff“. Seine Bedeutung veränderte sich im 20. Jahrhundert in die wirtschaftliche Richtung. Der Begriff ist heute mit negativen Konnotationen behaftet, weil er während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt wurde.[21]

Nach Noelle Neumann gehe es Laswell um die Einstellungen großer Menschenmengen „und zwar in umstrittenen (kontroversen) Fragen, in denen sich eine bestimmte Gruppe engagiert hat.[22] Die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten ergeben sich aus dem Gewicht, der Bedeutung und der Konnotation, welche die Schlüsselbegriffe „Beeinflussung“ und „Manipulation“ erfahren. Nach Schürman geht das so weit, dass Propaganda als raffinierte Täuschung und Verführung gilt, welche mit Hilfe von Techniken erfolgt, die aus der Tiefenpsychologie abgeleitet sind und somit eine „Abart“ öffentlicher Kommunikation darstellen.[23]

Der Begriff der Propaganda kann aber auch rein analytisch betrachtet werden mit dem Versuch, ihn in einem alltäglichen Handlungsschema zu verorten.[24]

Wie bereits oben erwähnt, gehört die humanistische Gegenbewegung zu einer der vier Paradigmen von Propaganda. Ihre Entwicklung erfolgt zeitgleich mit der Massentheorie, die sich im 20. Jahrhundert konstituiert und in der die Öffentlichkeit die Mittel der Propaganda mit einer patriarchalischen Lenkung eingesetzt hatte. Der humanistischen Gegenbewegung ging es im Vordergrund um den Schutz der Gesellschaftsmitglieder vor persuasiven Kräften. Folglich wird der Mensch als ein eigenständig handelndes Individuum gesehen, jedoch wird von einer starken Medienwirkung ausgegangen. Bei dieser Denktradition ist Propaganda ein Störfaktor im gesellschaftlichen Kommunikationsfluss“.[25]

Bei der ursprünglichen Intention der englischen Kampagne „Bus Campaign“ sind ähnliche Denkmuster vorhanden: die kirchliche Propaganda soll zumindest im Straßenverkehr eine Gegenbewegung erleben, weil sonst die pluralistische Meinungsvielfalt gefährdet werden könnte.

2.1.1. Persuasive Kommunikation

Persuasive Kommunikation besteht folglich nicht nur in der Beeinflussung von Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen. Sie erstreckt sich auch auf die Vermittlung von Realitätsvorstellungen.[26]

Neben zahlreichen Definitionen, was denn Public Relation sei, gibt es eine einigermaßen klare Antwort auf die Frage, wie PR in der Praxis aussieht: PR ist, wenn man am Ende in der Zeitung steht.[27] Und das hat die Buskampagne bereits erreicht, wenn auch im Zusammenhang mit der Ablehnung der Verkehrsunternehmen, den Werbeslogan „ Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, keinen Gott“ auf Bussen anzubringen.

John Worth bezeichnet in seiner Rede beim re:publica 2009 (Berlin 01.04. – 3.04.09)[28] die Kampagne als „NGO-Campaign“ (Non-Governmental Organization)[29]. Der Initiator der Buskampagne in Deutschland, Carsten Frerk, gleichzeitig der Verfasser des Buches „ Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland[30] spricht von einer Kampagne mit einer „politischen Facette“.[31]

2.2. Kirchliche PR

Im Folgenden soll durch einen kurzen Umriss die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt werden, die den Caritasdienst, die Diakonie, die evangelische Allianz und zuletzt den Wüstenstrom beinhaltet. Diese Einrichtungen wurden bei den Leitfadeninterviews thematisiert und gelten als kontrovers zu diskutieren.

Zunächst ist eine Definition von Öffentlichkeit aus kirchlicher Sicht notwendig.

Öffentlichkeitsarbeit ist das öffentliche Werben um Vertrauen für eine Institution. Das Herstellen von Vertrauen, in diesem Falle das der Menschen, ob kirchlicher oder nicht-kirchlicher Natur, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit, da diese ständig auf Spendengelder angewiesen sind, um sie an Bedürftige weiter zu geben. Eine PR-Abteilung gehört inzwischen zum Arbeitsgebiet jedes Unternehmens und die Kirche kann sich dieser Entwicklung ebenfalls nicht entziehen. Zumal das Vertrauen in die Kampagne oder in die Organisation eines der drei grundlegenden Ziele der PR-Forschung ist.[32]

Die Arbeitsform der PR hat nicht das beste Ansehen in Deutschland und warum sollte sie gerade beispielsweie im Protestantismus Respekt erhalten. Die Frage, wo das christliche Prinzip „Gutes Tun im Stillen“ bleibt, ist nicht unentbehrlich genau so wie die Notwendigkeit eines besseren Rufs der Kirche. Sowohl Gutes als auch Schlechtes über die Geschehnisse in und über die Kirche berichten gehören ebenso zu den weniger freudigen Taten von evangelischen Publizisten.[33]

Die Bedenken insgesamt gehen weit über die protestantische Erziehung hinaus, wie z.B. die Anlehnung an die Bergpredigt:„Lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.“ (Matthäus 6,3). Vielmehr ist hier eine Befürchtung der negativen Berichterstattung im Wechsel mit der positiven nach dem Prinzip: Wenn erstmal berichtet wird, so ist neben einer positiven Berichterstattung eine negative nicht auszuschließen.

Das Werben um öffentliches Vertrauen[34] schließt eine Selbstkritik nicht aus und soll gekennzeichnet sein durch Ehrlichkeit und Offenheit.

2.2.1. Caritasverband

Die Verwirklichung von Nächstenliebe der katholischen Christen beschreibt den Begriff „Caritas“.[35] Somit ist sie in ihrer institutionellen Verfasstheit eine Hilfs- und Sozialarbeitsorganisation der katholischen Kirche und eingetragener Verein mit dem Namen „Deutscher Caritasverband“. Sie gehört zu den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege und umfasst bundesweit 25.000 Einrichtungen mit 500.000 hauptamtlichen Mitarbeitern. Es gilt zu betonen, dass sie somit zu den größten Arbeitgebern in Deutschland gehört und ihre Mitarbeiter nach Kirchenmitgliedschaft auswählt.[36]

Jedoch ist man bei der Caritasgemeinde bemüht, Adressaten auch außerhalb der Kirchengemeinde zu suchen (Zentralrat des Deutschen Caritasverbandes 2002:2) und damit geht der Caritasdienst „Gemeindecaritas“ davon aus, dass Kirchengemeinden nicht nur im Gemeinwesen lokalisiert werden können.[37]

Im Rahmen der kirchlichen PR übernimmt der Caritasdienst Gemeindedienst Aufgaben wie Information, Moderation, Koordination, Beratung, Begleitung, des Initiierens und der Vernetzung (Zentralrat des Deutschen Caritasverbandes 2002:4).

Deutsche Bischhofskonferenz (dbk)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 (Katholische Kirchensteuer 1991-2007)

Wie die Abbildung 1 zeigt, gibt es bei der katholischen Kirchensteuer zwischen den Jahren 2004 und 2005 einen enormen Rückfall. Ab dem Jahr 2006 erreicht die katholische Kirche allerdings im Vergleich zu den Jahren 1991-2005 ihren höchsten Wert beim Nettoaufkommen der Kirchensteuer. Die Werte sind der deutschen Bischofskonferenz entnommen[38].

2.2.2. Das Diakonische Werk

Das Synonym für Caritas ist der Begriff „Diakonie“. Das diakonische Werk ist eine ähnliche Einrichtung wie der Caritasverband mit dem Unterschied evangelisch geprägt zu sein. Das oberste Organ der Diakonie ist die Diakonische Konferenz. Zu ihrem Selbstverständnis gehört die evangelische Sozialarbeit.[39]. Die Diakonie gehört zur Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), welches im folgenden anhand von Zahlen dargestellt wird:

In der Broschüre der EKD vom Jahre 2009 ist eine Statistik[40] der Christen in Deutschland aufgelistet, deren Werte vom Jahr 2007 stammen.

Die Werte sehen wie folgt aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Somit ergibt sich ein Anteil der Christen in Deutschland von 63,4 Prozent.

Verteilt auf die Bundesländer[41] und deutsche Städte sieht es mit den Zahlen wie folgt aus:

Hannover hat die meisten Kirchenmitglieder mit 3,0 Prozent

Bayern mit der drittgrößten Kirchenmitgliedschaft von 2,6 Prozent

Berlin-Brandenburg,-schlesische Oberlausitz mit 1,1 Prozent

2.2.3. Der evangelische Entwicklungsdienst (EED)

Das Haushaltsvolumen der EED beträgt im Jahr 2007 150,8 Mio Euro.

65,6 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

28,8 Prozent aus Kirchensteuermitteln

3,9 Prozent aus Spendenmitteln

1,7 Prozent aus sonstigen Einnahmen

Die EKD hat 14 Aufgaben. Oberste Priorität haben das Pfarramt und der Religionsunterricht. An neunter Stelle tritt die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit, die Kosten von 73.000 Euro (0,7 %)[42] ausmacht. Zu den Kernaufgaben der EKD gehört die Pflege von denkmalgeschützten Kirchengebäude, was einen jährlichen Aufwand von 1,1 Mio Euro bedeutet. Die evangelische Kirche besitzt circa 75000 Gebäude.[43]

2.2.4. Wüstenstrom

Wüstenstrom wurde 1996 von drei Personen mit homosexuellen Neigungen gegründet. Ziel derer war es, die offene Frage, ob dies zu akzeptieren oder zu verändern sei, zu beantworten. Da sie Christen sind, war es für sie eine Glaubensfrage, welche Stellung sie im Christentum mit ihrer Neigung haben. Sie entschieden, sich selbst und anderen Menschen die Möglichkeit zu bieten, damit umzugehen bzw. eine Methode zu entwickeln, mit der aus der Sicht des Christentums die unerwünschte sexuelle Neigung behoben werden kann. Zu den Schwerpunktthemen gehören u.a. Sucht, Pädophilie, Missbrauch und Homosexualität.

Seit 2000 ist Wüstenstrom e.v. bestrebt, Menschen zu helfen, die ihre Homosexualität heilen möchten.

Das Angebot der Öffentlichkeitsarbeit setzt sich u.a. aus der Bereitstellung von Informationen für den Bereich sexuelle Orientierung und Sexualerziehung zusammen. Regelmäßige Veröffentlichungen zum Themenkreis „Politik und Sexualität“, Informationsveranstaltungen in Gemeinden, Hochschulen etc. zum Themenkreis „Sexualität und Identität“ sowie die Teilnahme an öffentlichen Diskussionen und die Einmischung in die kirchen- und gesellschaftspolitische Debatte zum Themenspektrum Sexualität, gehören ebenso dazu.

Die Kritik an Wüstenstrom durch die Buskampagne (O-Ton Philipp Möller im Leitfadeninterview) begründet sich aus der Schlussfolgerung, dass Homosexualität als eine zu heilende Krankheit gesehen wird. Wüstenstrom ist eine evangelikale Organisation, über die die evangelische Allianz gelegentlich berichtet z.B. wenn es im Kontext mit dem Seelsorgenkongress in Marburg um Konflikte mit Schwulen und Lesbenvereinen geht.[44]

2.2.5. Evangelische Allianz

Die Evangelische Allianz bezeichnet sich als ein seit über 160 Jahren existenter Zusammenschluss von Christen und als eine der ältesten Menschenrechtsorganisationen. Seit 1997 besitzt sie einen Beraterstatus bei den

Vereinten Nationen und berichtet regelmäßig an die UNESCO. Diesem liegt eine eigene Kommission für Religionsfreiheit (Religious Liberty Comission, RLC) zugrunde.[45]

2.3. Werbung

„The placement of announcements and persuasive messages in time or space purchased in any of the mass media by business firms, nonprofit organizations, government agencies, and individuals who seek to inform and/or persuade members of a particular target market or audience about their products, services, organizations, or ideas“. So definiert 2004 die American Marketing Association (AMA) in ihrem Wörterbuch Werbung.[46]

Weiterhin gibt es Definitionen wie die von Lutz von Rosenstiel, in denen Werbung als Kommunikationsprozess verstanden wird, welcher „einen Sender, einen Empfänger, eine Botschaft und ein Medium umfasst, durch Kommunikationshilfen positiv oder negativ beeinflusst wird, sich in spezifischen Situationen abspielt und zu einem bestimmten Ergebnis führt.[47]

Um die Ziele der Werbung kurz zu beschreiben, reichen vorerst die Schlagwörter „absichtliche Beeinflussung“ und „Verkauf eines Produktes“ aus. Beeinflusst werden neben Wissen, Meinungen, Verhalten auch die Einstellungen. Die Werbung hat die Aufgabe, Aussagen über Produkte, Dienstleistungen, Menschen, Marken oder auch Ideen zu transportieren.[48]

Die Buskampagne gehört zweifelsohne nicht nur mit der eigenen Beschreibung als „säkulare Werbekampagne“ in diese Kategorie, sondern fällt mit all ihren Eigenschaften unter diese, nämlich der Werbung.

Gleichwenn die Buskampagne eine absichtliche Beeinflussung in Form von „Missionierung“ von sich weist[49], ist im Konzept ihrer Werbung fraglich, inwiefern es den Strategien der Werbung entspricht oder sich teilweise davon abgrenzt. Der Verkauf einer Marke in Form von Buttons und T-Shirts (Merchandising) mit der Aufschrift „Gottlos Glücklich“ uvm. ist nur ein Nebeneffekt der Kampagne. Vor allem gehe es den Initiatoren der deutschen Buskampagne um die Bewusstseinsstärkung jener Menschen, die eine ähnliche Weltanschauung haben, wie diejenigen, die die Kampagne initiiert haben, nämlich, dass ein Leben ohne Gott auch glücklich macht. Hier wird betriebswirtschaftlich gesehen das Produkt „Glaube an den Gott“ in umgekehrter Form und zwar als „Nichtglaube an Gott“ beworben.

2.3.1. Religiöse bzw. weltanschauliche Werbung

Ähnlich wie bei der Frage, ob Öffentlichkeitsarbeit und Kirche zusammenpassen, steht bei der Kirche die Überlegung, ob sie Werbung als Mittel für ihre Zwecke einsetzen sollte.[50] Wenn sich Religion des Mittels der Werbung direkt bedient, so ist dieses eine weltanschauliche Werbung. Direkte Werbung, weil die vorliegende Arbeit die teilweise indirekte Werbung am Beispiel von Filmen, Platten, Mode, Illustrierten und Hörfunk nicht behandelt, sondern die öffentliche Plakatierung von Werbeslogans für weltanschauliche Werbung. Hierbei ist nochmal zu unterscheiden, dass es bei der weltanschaulichen Werbung um religiöse oder nicht-religiöse Themen gehen kann, die als Sammelbegriff weltanschaulicher Natur sind. Der Theologe Karl Werner Bühler hat sich bereits vor 36 Jahren mit religions- und ideologiekritischer Werbung auseinandergesetzt. Er revidiert die Säkularisierungsthese, in der es heißt, dass die Religion gesellschaftlich überwunden werden muss und kann. Bühler vertritt die Ansicht, dass : „ Die Produzenten kennen die religiösen Bedürfnisse ihrer Kunden. Für die gläubigen Gläubiger der Konsumgesellschaft schaffen sie eine marktgerechte Religion: Erlösung, Himmel und Hölle…..“[51] Wie man am Beispiel der christlichen Plakate in Berlin sehen kann, sind religiöse Werbungen in U-Bahnhöfen kein Tabuthema. Hier wird impliziert, dass die Staatskirchen in Deutschland priviligiert werden. Allerdings entstammen diese Plakate selbstfinanzierten Freikirchen, die keine Körperschaft des öffentlichen Rechts bilden. Die Werbeslogans der Buskampagne erhielten nicht das Recht auf Bussen platziert zu werden. Auch hier ist zu beachten, dass es keine großflächigen - wie es die Buskampagne intentierte - christlichen Plakatierungen auf Bussen gibt. Christliche Werbung läuft bereits in einigen Bussen und der Umfang ist nicht zu vergleichen mit der Größe der säkulären Werbeplakate, die den gesamten Außenbereich von Bussen zu besetzen beabsichtigte.

Dennoch ist der Einwand, dass christliche Werbung im Gegensatz zur säkulären Werbung - wie es bei der Buskampagne der Fall war - zugelassen wird und hier eine Gleichberechtigung fehlt, durchaus nachvollziehbar.

2.4. Atheismus

Das Konzept des Atheismus wurde im historischen Kontext von monotheistischen Religionen im Westen entwickelt und findet noch klare Anwendung in diesem Bereich[52].

Atheismus ist eine humanistische Wortbildung des 16. Jahrhunderts, die die Leugnung Gottes, der göttlichen Weltordnung und des Gottesbegriffs in sich trägt. Etymologisch stammt sie aus dem Griechischen „Átheos“. In Greek “a” means “without” or “not”, and “theos” means “god”. From this standpoint, an atheist is someone without a belief in God; he or she need not to be someone who believes that God does not exist.[53]

Der Atheismus grenzt sich von den Begriffen Theismus, Polytheismus und Pantheismus ab und ist dennoch nicht mit dem Unglauben gleichzusetzen. Auch ist eine Unterscheidung vom Agnostizismus erwähnenswert, weil dieser die Frage der Existenz Gottes offen lässt.

Der Atheismus zieht aus erkenntnistheoretischen Erwägungen und der wissenschaftlichen Beanstandung der Gottesbeweise die Folgerung, dass es Gott nicht gebe. Für den Atheismus ist die Betonung der Würde und Freiheit des Menschen unvereinbar mit einer Gottesvorstellung. Dass Gott nichts mit weltlichen Dingen zu tun habe und eine Trennung zwischen Gott und der Weltordnung (Säkularisierung) angenommen wird, findet seine Anwendung in dem meist unphilosophischen und praktischen Atheismus. Als kämpferischen Atheismus kann die Lehre bezeichnet werden, die jede Religion als für das Glück des Menschen schädliche Verirrung sieht.[54]

Ob eine Religion zwangsläufig den Glauben an einen Gott oder mehrere persönlich gedachte Götter bedeutet, wird in der Religionswissenschaft diskutiert. Damit einhergehend ist z.B. die Zuschreibung von Eigenschaften an einen persönlichen Gott als absolutes und transzendentes Wesen im Buddhismus nicht gegeben. Daraus resultiert, dass dem Buddhismus gelegentlich die Qualität einer Religion aberkannt wird. Auch für die Jaina sind Götter für das Heilsziel der Erlösung entbehrlich.

Zur enzyklopädischen Vernetzung gehören neben der Aufklärung, Ethik, Existenz, Freidenker und Gott auch der Humanismus, Kirchenkampf, Kirchenverfolgung und Materialismus.[55]

„Theologie und Naturwissenschaft sollten eigene Wege gehen“, zitiert ein evangelisches Magazin[56] den Theologen Charles Darwin. In dieser Ausgabe wird Darwin als Denker der Evolutionstheorie mit Engagement in der Kirchengemeinde beschrieben.

Die Buskampagne verweist auf die Seite gottlos.de , auf welcher Fragen und Antworten im Kontext der gängigen Klischees über Atheisten aufgelistet werden. Mit der Empfehlung des Pressesprechers der Buskampagne werden im folgenden die Argumentationslinien der Atheisten dargestellt.

Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Thema „die Pascalsche Wette“.

Hier versuchen sie mit einem naturalistischen Weltbild die Pascalsche Theorie aufzuzeigen und hinterher einzelne Argumente dagegen zu halten.

Bei der Pascalschen Wette seien folgende Resultate möglich:

- Man glaubt an Gott, und Gott existiert –
in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – man hat gewonnen).
- Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht –
in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).
- Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht –
in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
- Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert –
in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – man hat verloren).
Für die Autoren von gottlos.de gibt es allerdings auch unzählige andere Varianten, die ihrer Meinung nach Pascal überhaupt nicht in Erwägung zieht.
Die Szenarien sind wie folgt:
- Es gibt einen Gott, aber kein Leben nach dem Tode.
- Es gibt Gott, aber keine Hölle, somit kommen alle Menschen in den Himmel.
- Es gibt Gott, aber keinen Himmel. Alle Menschen kommen in die Hölle.
- Gott bestraft die Menschen, die an ihn glauben, weil sie nicht genug Gebrauch von ihrer Vernunft machen.
- Statt dem Gott der Christen existiert Wotan, der den Eintritt nach Walhall von der Anzahl der Ziegen abhängig macht, die seiner Ehefrau Fricka geopfert wurden.
- Statt dem Gott der Christen existiert Allah, der Menschen in die Hölle schickt, wenn sie Jesus angebetet haben.
- Es gibt einen Gott, dessen Auswahlkriterien für Himmel und Hölle unbekannt sind.

Hier ist zu bemerken, dass eine Art von Religionskritik herrscht, die sich gegen eine bestimmte Religion richtet. In diesem Falle ist nicht zu verkennen, dass das Christentum im Zentrum der Kritik der in Deutschland agierenden Atheisten (vorherrschend Buskampagne) steht. Zum Beispiel sind Begriffe wie Christen und Jesus im Vordergrund, während Allah nur einmal genannt wird. Die Divergenz zwischen Islam und Christentum wird mit den Schlagworten Allah und Jesus unterstrichen.

In der weiteren Ausführung wird die Wahrscheinlichkeit, dass gerade der christliche Gott existiere für verschwindend gering postuliert. Demnach ist für sie die Annahme Pascals, dass die Existenz des „christlichen“ Gottes gleich hoch sei mit der Nicht-Existenz, statistisch nicht richtig. Dass es nach Pascals Empfehlung vorteilhafter sei, zu glauben, anstatt nicht zu glauben wird als Oppurtunismus bezeichnet, der dem aufmerksamen Gott nicht entgehen würde und aus diesem Grunde mehr als eine Heuchelei anstatt eines Glaubens bewertet werden könnte.

Beim Thema Kosten wird Pascals These: „man kann nichts verlieren, wenn man fälschlicherweise an Gott glaubt“ ebenfalls mit Gegenargumenten behandelt durch den Verweis auf die Kirchensteuer, den Zeitaufwand für religiöse Riten, gesundheitsschädigende Fastenregeln, Infizierung mit Krankheiten durch den Verzicht auf Kondome, Misshandlung von Mädchen (Genitialverstümmelung) und Diskriminierung von Frauen.

Der Autor verweist mit bestimmten Artikeln entweder anaphorisch oder auf außerhalb des Textes als bekannt vorausgesetzes Wissen, über das der Leser verfügen muss, um eine Einordnung zu gewährleisten.[57]

Für den Autor in gottlos.de gibt es neben den unmittelbaren Auswirkungen von Religiosität auch den entgangenen Nutzen:

- Versäumnis der Entdeckungen, Erreichen von bestimmten Zielen
- Absichtliche Beschränkung seines Verstandes
- Verlust der intellektuellen Integrität aufgrund ideologischer Dogmen

Schlussendlich sei es am Sichersten, seinen Verstand zu gebrauchen. Dieser widerspräche dem opportunistischen Beweggrund an etwas zu glauben, was empirisch nicht nachgewiesen werden könne. Der Grundgedanke hier konstituiert sich aus der Ablehnung des Opportunismus im Glauben und des ewigen Vertrauens zu Gott, der alleine mit der Erschaffung einer Hölle als willkürlich und unberechenbar dargestellt wird. Im Text ist immer wieder die Sprache von Christen und dem christlichen Gott, der aufgrund der Existenz anderer Weltreligionen sowieso keine absolute Glaubwürdigkeit habe. Für den Autor ist es nicht auszuschließen, dass Gott den Christen ewiges Glück verspräche, sie aber dann doch verraten und in die Hölle werfen würde[58].

2.4.1. Identifizierung des Atheismus mit der Aufhebung der Moralität

Hüning begründet die Identifizierung des Atheismus mit der Aufhebung der Moralität im Kontext zur Stellung der Naturrechtslehren des 17. und 18. Jahrhunderts zum Atheismus.[59] Der Glaube an Gott erschien ihnen als unverzichtbare Voraussetzung für die Begründung der Verbindlichkeit des Gesetzes.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Atheismus aus kognitiver Sicht als böswilliger Missbrauch des von Gott verliehenen Verstandes bezeichnet. Aus theologischer Sicht begeht der Atheist das größte Verbrechen und zwar gegen Gott. Er verleugnet Gott und die von Gott eingerichtete vernünftige Weltordnung und missbraucht zugleich seine Vernunft.[60]

Mit den Begriffen Peccatum (Sünde) imprudentiae (Unwissend, Unvorsichtigkeit, Unkunde, Unkenntnis) versucht Thomas Hobbes den Atheismus zu beschreiben, dem ein Unwissen bzw. eine fehlende empirische Nachweisbarkeit eines Gottes vorausgeht. Aus diesem Grunde ist der Begriff Peccatum imprudentiae aus Hobbes Sicht dem Atheismus zuzuordnen. Der Atheismus wird als Herz der Kontroverse über Hobbes bezeichnet : „It was atheism […] which was the heart of the controversy about Hobbes.“ Die Philosophie Hobbes gilt als Inbegriff einer atheistischen Doktrin. Nach Hüning bestritt Hobbes allerdings ein Atheist zu sein.[61]

Die vorliegende Arbeit hat nicht die Aufgabe, die philosophischen Grundlagen der Hobbes´schen Staatslehre zu diskutieren, ebenso wenig wie die Väter des Atheismus und Geschichte der Polemiken im 17. und 18. Jahrhundert aufzuzeigen.[62]

Nach Mustafa Islamoglu gibt es drei Wissenschaftler, die den Wert des Menschen reduziert haben. Diese seien Sigmund Freud, der den Menschen auf seine Sexualität reduziere, Karl Marx, der den Menschen auf das Materielle reduziere und nicht zuletzt Charles Darwin, der den Menschen als sprechendes bzw. denkendes Tier bezeichne .[63]

2.5. Transzendenz

Transzendent ist das Partizip von Transzendenz und kommt vom lateinischen Verb transcendere „überschreiten“. Sowohl übersteigend; jenseits der möglichen Erfahrungen liegend, die Grenzen der Erfahrung übersteigend (Transzendenz) als auch jenseits des Bewusstseins liegend.[64]

Oculus non vidit, nec auris audivit[65] : „Was das Auge nicht gesehen, noch das Ohr gehört hat“ dient der dichterischen Form der Beschreibung von Transzendenz.

Der Begriff der Transzendenz dient zur Beschreibung des Verhältnisses zwischen Bewusstsein und Gegenstand. Darüber hinaus beschreibt er auch den Zusammenhang zwischen Erfahrung und dem Göttlichen.[66]

Im folgenden werden verschiedene Ansichten um den Begriff Transzendenz dargestellt:

Husserl unterscheidet zwischen zwei Transzendenz-Begriffen. Für ihn bedeutet T. zum einen, dass der Erkenntnisgegenstand im Erkenntnisakt nicht reell, nicht als Seiendes, sondern nur als Erlebnis gegeben ist. Andererseits ist für Husserl die Erkenntnis, die das Gegenständliche nicht in unmittelbarer Evidenz schaut, sondern nur meint oder setzt, transzendent.

Husserl sieht die Transzendenz Gottes als der Welt gleichsam polar gegenüberstehend (Hua III/1, 124).

Für ihn ist Gott nicht nur der Welt, sondern auch dem „absoluten“ Bewusstsein selbst gegenüber transzendent.

Heidegger betrachtet Transzendenz aus der Perspektive der Freiheit und der Zeitlichkeit. Für ihn ist T. weder ein erkenntnistheoretischer Begriff, noch das Gegenteil von Immanenz. Weder etwas Vorhandenes außerhalb des Bewusstseins noch ein theologischer Begriff, der Kontingenz als Gegenbegriff hat und über das Seiende hinaus geht. Das „In-der-Welt-sein“ ((HeiGA 26, 213; HeiGA 24, 426) und die Ur-transzendenz sind für ihn die Grundphänomene der Transzendenz des Daseins. Der Transzendenzbezug des Daseins zur Welt ist für Heidegger durch die Zeitlichkeit bestimmt.

Für Merleau-Ponty lässt sich die paradoxe Grundstruktur nur im Paradox der Zeit begründen, bei der Transzendenz die „Identität in der Differenz“ ist.[67]

Auch Schütz unterscheidet wie Husserl zwei Arten von Transzendenz: Transzendenzen, die dem Wirklichkeitsbereich des täglichen Lebens angehören und die, die den geschlossenen Sinnbereich der Alltagswelt übersteigen (Schütz GA I, 379-383).

Zum Sinnbereich der Alltagswelt gehören die Natur und die soziale Welt, welche neue Horizonte aufwerfen und eine transzendente Unendlichkeit darstellen. Für ihn sind Natur und Sozialwelt dem ICH gegenüber als unentrinnbare biographische Situation und Spielraum auferlegt. Die Bewältigung der transzendenten Erfahrungen sieht demnach so aus: appräsentative Verweisungen durch Symbole und Zeichen. Die Verweisung der Zeichen in der Alltagswelt und die Verweisung der Symbole beim Übersteigen des Alltags.

Auch Patočka differenziert, und zwar zwischen der T. des transzendentalen Beobachters und der T. des thetischen (behauptenden) Bewusstseins (Patocka 1990, 78ff.).

Erstere wird als die Transzendenz innerhalb des Bewusstseins verstanden, die sich auf die Ganzheit des Seins bezieht. Somit verbleibe sie außerhalb der Welt. Zweitere wird als Tranzendenz verstanden, die zwischen Bewusstsein und dem seienden Gegenstand besteht. Die Priorität des Gegenstandes liegt hier vor dem Bewusstsein dieses Gegenstandes. Der Gehalt der Transzendenz ist vom Wesen der Transzendenz zu unterscheiden. Gemeint ist damit, dass Transzendenz für und durch das Bewusstsein besteht. Somit besagt Patočka, dass Transzendenz als real und bloß existente Gegebenheit nur präsent, aber nicht mit dieser Gegebenheit identisch ist.[68]

Für Ingarden ist die Bedeutung des Begriffs ein intentionales Gebilde. Diese werde in einem Denkakt schöpferisch gestaltet oder neu nachgebildet.[69]

Für Kant wiederum liegt ein Unterschied zwischen dem Jenseits der möglichen Erfahrung und die Bedingungen der Möglichkeit der Gegenstandserkenntnis. Für ihn ist alle Erkenntnis transzendental, die sich nicht mit Gegenständen, sondern mit der Erkenntnisart von Gegenständen beschäftigt. Transzendenz bedeute nicht etwas, was die Grenzen möglicher Erfahrung übersteigt. Sondern das, was vor jeder Erfahrung als a-priorische – im Subjekt bzw. Bewusstsein liegende - Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung und der Gegenstandserkenntnis gilt.[70]

Der Bezug Gottes in der deutsprachigen Philosophie ist nach Thomas Rentsch ein aktuelles Thema. Er begründet dies mit der Orientierungslosigkeit einer säkularen Gesellschaft angesichts der Widerkehr der Götter. Hier sieht er politische und kulturelle Herausforderungen sowohl aufgrund des religiös markierten Terrorismus mit theistischen Vorzeichen, als auch mit der Fragwürdigkeit pauschaler Religionskritik. Die Gottesfrage ist ein Nachdenken in mehrfacher Hinsicht und eine heikle Schnittstelle. Dieser bewegt sich zwischen metapyhsischer Herkunft und atheistischer Moderne. Zwischen Philosophie und Theologie, westlicher Säkularisierung und religiös, theistisch geprägten Kulturen.[71]

Neben den Begriffen Atheismus, Agnostizismus, Pantheismus etc. ist der Begriff Deismus zu erläutern:

Die religiöse Haltung des Deismus kannten Kirchenväter wie Augustin als „theologia naturalis“. Hier ist zu bemerken, dass die Kirche zu allen Zeiten eine „Natürliche Religion“ kannte und zwar aus der Bibel. Deistische Elemente tauchten in der Form der protestantischen liberalen Theologie beim Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert auf und sind mit den Begriffen „undogmatisches Christentum“, Kritik am „Christlichen Absolutheitsanspruch“ behaftet. Deistische Traditionen werden in der Gegenwart im staatlich verankerten Gottesbegriff, sowie in religiös-humanistischen Grundlegungen von Toleranz, Dialog, Menschenrechten etc. gesehen.[72]

Die Stellungnahme zum Deismus des reformierten Theologen, Pierre Viret, wird seit Ende des 17. Jahrhunderts oft zitiert. In seiner Instruction Chrestienne (Genf 1564) schreibt er wie folgt: „Diese Monstren sind noch schlimmer als Türken und Juden, mit denen sie die Nichtanerkennung Jesu Christi als des lebendigen Sohnes Gottes und Erlösers teilen.“

3. Theoretischer Hintergrund

3.1. Öffentlichkeit und Kommunikation in Europa

Eine metaphorische Definition der „europäischen Öffentlichkeit“ stammt von Christoph Meyer: „ Wenn die politische Meinung das Blut ist, das die Körperfunktionen eines demokratischen Gemeinwesens mit Nährstoffen versorgt, so ist Öffentlichkeit das Herz-Kreislaufsystem, das für den Anstoß, die Vermischung und Verteilung der Blutbestandteile sorgt“.[73]

Multipluralität und Sprachenvielfalt kennzeichnen die Öffentlichkeit in Europa, bestehend aus 27 Mitgliedstaaten und einem Christenanteil von 75 Prozent[74], 17 Prozent der Europäer sind konfessionslos.

Nicht zuletzt geht Prof. Siegbert Alber beim Finalbezug und von der Motivation der Gründung Europas davon aus, dass es eine Wertegemeinschaft sei. Für ihn ist der größte Wert dabei der Erhalt des Friedens, der eine zutiefst religiös-christliche Werteorientierung sei. Er führt fort, dass die drei Gründerväter der europäischen Einigung, Alcide de Gaspari, Robert Schuman und Konrad Adenauer praktizierende Christen waren.[75]

[...]


[1] Tintenfass. Das Magazin für den überforderten Intellektuellen Nummer 31

Zürich, 2007.

[2] http://www.buskampagne.de/

[3] Gabriel, Holtmann, Handbuch Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, 3. Auflage, München, 2005, S. 705.

[4] http://www.atheistbus.org.uk/

[5] Eckhard Nordhofen, Anton A. Bucher, Historisch-kultureller Hintergrund und sozioreligiöser Kontext in: Kirche und Erziehung in Europa, S. 33, Wiesbaden, 2005.

[6] http://www.freda.de/Unterschied-Werbung-PR.html

[7] Felix Hammer, Rechtsfragen der Kirchensteuer, Tübingen, 2002, S. 107.

[8] http://www.ekd.de/kirchenfinanzen/514.html

[9] Claus Dieter Classen, Kirchenrecht Mohr Siebeck Thüringen, 2006, S. 25.

[10] Werner K. Blässing, Staat und Kirche in der Gesellschaft, Göttingen, 1982, S. 88.

[11] Anke Silomon, Die Protokolle des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland, Band 4, 1950, Göttingen, 2007, S. 19.

[12] Michael Minkenberg, Politik und Religion, Sonderheft 33/2002, Wiesbaden, 2003, S. 192.

[13] Bentele, Günter, Kommunikatorforschung: Public Relations. In: Öffentliche Kommunikation. Handbuch Kommunikations- und Medienwissenschaft. Wiesbaden, 2003, S. 54-78.

[14] Kunczik 1986, S. 165 in: Tanja Köhler, Public Relations- Perspektiven und Potenziale im 21. Jahrhundert, Wiesbaden, 2004, S. 183.

[15] Gerhard Isermann, Tagesordnungspunkt Öffentlichkeit, Lutherisches Verlagshaus, Hannover, 1995, S. 18.

[16] Ebd. S. 19.

[17] Laswell, 1937: 521/22.

[18] Koszyk/Pruys 1970, 291. Vgl. auch Lasswell u.a. 1969, Lasswell 1966 in: Persuasion und Propaganda in der öff. Komm. , von Tobias Liebert, 1999 Leipzig).

[19] Der Spiegel 31/2006, S. 73.

[20] Thymian Bussemer, Propaganda. Konzepte und Theorien. Wiesbaden, 2005.

[21] Historisches Wörterbuch der Rhetorik Band 7: Propaganda, Tübingen, 1992, S. 266.

[22] Schulz, Noelle-Neumann, Fischer Lexikon der Publizistik, 1971, S. 307.

[23] Thymian Bussemer, Propaganda. Konzepte und Theorien. Wiesbaden, 2005 S. 222.

[24] Thymian Bussemer, Propaganda, Konzepte und Theorien, Wiesbaden, 2005, S. 10 ff.

[25] Bussemer, Tyhmian: Propaganda, Konzepte und Theorien, Wiesbaden, 2005, S. 55.

[26] Kepplinger in: Persuasion und Propaganda in der öffentlichen Kommunikation, Tobias Liebert, Leipzig, 1999, S. 9.

[27] Robert Deg, Basiswissen Public Relation, Wiesbaden, 2009, S. 17.

[28] http://www.atheistbus.org.uk/

[29] Michael Buchner et al., Zielkampagnen für NGO, Münster, 2005, S. 4.

[30] Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirche in Deutschland, Aschaffenburg, 2002.

[31] http://www.youtube.com/watch?v=Ie1ETvQ4vfE&feature=related (ca 2. Minute).

[32] Elisabeth Kraus in: PR-Kampagnen, über die Inszenierung von Öffentlichkeit 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Ulrike Röttger (Hrsg.), Wiesbaden, 2006, S. 66.

[33] Gerhard Isermann, Tagesordnungspunkt Öffentlichkeit, Lutherisches Verlagshaus, Hannover, 1995, S. 26.

[34] Ebd. S. 28.

[35] Peter-Georg Albrecht , Caritas-Sozialarbeit, Kirchgemeinden und Gemeinwesen in Ostdeutschland, Wiesbaden, 2006, S. 152 ff.

[36] In der Anlage sind mehrere aktuelle Stellenausschreibungen des Caritasverband e.V. hinzugefügt, was die Stellenausschreibungen vom aktuellen Jahr aufzeigt und worin Voraussetzungen und Bedingungen aufgeführt sind. Siehe Stellenausschreibung vom 25.9.09 hier: http://www.dicvberlin.caritas.de/stellenangebote?id=10672&page=1&area=dicvber

[37] Peter-Georg Albrecht, Caritas-Sozialarbeit, Kirchgemeinden und Gemeinwesen in Ostdeutschland, Wiesbaden, 2006, S. 34.

[38] http://www.dbk.de/imperia/md/content/kirchlichestatistik/kirchensteuer/diagramm_-_kirchensteuer_1991-2007.pdf

[39] http://www.diakonie.de/selbstverstaendnis-735.htm

[40] Herausgegeben vom Kirchenamt der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands).

[41] Stand vom 31.12.2007.

[42] Auf Basis der Erhebung 2005.

[43] http://www.ekd.de/broschuere_2009_internet.pdf

[44] http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/browse/4/article/marburg-und-die-folgen.html?tx_ttnews[backPid]=440&cHash=f8da41efb8

[45] http://www.ead.de/arbeitskreise/arbeitskreise/arbeitskreise-der-evangelischen-allianz.html

[46] Definition von AMA in: Werbung in der Medien- und Informationsgesellschaft, eine kommunikationswissenschaftliche Einführung,Wiesbaden, 2005, S. 22. oder im web: www.marketingpower.com/live/mg-dictionary.php

[47] Ebd.

[48] Gabriele Siegert, Werbung in der Medien- und Informationsgesellschaft, eine kommunikationswissenschaftliche Einführung,Wiesbaden, 2005, S. 24.

[49] „Um eine atheistische Missionierung ist es uns nicht bestellt“ in: http://www.buskampagne.de/

[50] Gerd Buschmann, Manfred L. Pirner, Werbung, Religion und Bildung, Frankfurt am Main, 2003, S. 13ff.

[51] Karl-Werner Bühler: Der Warenhimmel auf Erden. Trivalreligion im Konsum-Zeitalter. Wuppertal 1978, S. 6ff.

[52] Michael Martin:The Cambridge Companion to Atheism , Atheism, Agnosticism, and Theism. USA, 2007, S. 1.

[53] Paul Edwards, „Atheism“, The Encyclopedia of Philosophy“ (New York:Macmillan and Free Press, 1967), vol. I, p. 175.

[54] Richard Faber, Susanne Lanwerd (Hrsg.), Atheismus, Idelogie, Philosophie oder Mentalität?, Würzburg, 2006, S. 15.

[55] Brockhaus, Enzyklopädie, 21. völlig neu bearbeitete Auflage, Band 2, ANAU, S. 597 ff.

[56] Chrismon Plus, evangelisches Magazin, Autor: Burkhard Weitz, 18. Juli 2009.

[57] Linke, Angelika/ Nussbaumer, Markus/Portmann, Paul R. , Studienbuch Linguistik, (4. Auflage), Tübingen, 2001, S. 223.

[58] http://www.gottlos-glücklich.de/?page_id=388

[59] Dieter Hüning in: Säkularisierung in den Wissenschaften, Berlin, 2002, S. 221.

[60] Winfried Schröder: Ursprünge des Atheismus. Untersuchungen zur Metaphysik- und Religionskritik des 17. und 18. Jahrhunderts, Stuttgart-Bad Cannstatt 1998 [Questions Bd. 11], S. 72.

[61] Dieter Hüning in: Säkularisierung in den Wissenschaften, Berlin, S. 222.

[62] Zum Atheismus-Vorwurf s. Mintz, The Hunting of Leviathan, S. 39-62 sowie Alan Ryan: A more tolerant Hobbes?, in : Justifying Toleration, edited by Susan Mendus, Cambridge 1988, pp. 37-59.

[63] Mustafa Islamoglu, Essay vom 03.10.2009 mit der Überschrift:“ MODERN EĞİTİMİN YANLIŞLARI VE YENİ BİR MODELİN ESASLARI“. Übersetzt: „Die Fehler der modernen Erziehung und die Wirklichkeit von neuen Modellen“.

[64] Lexikon der philosophischen Begriffe, Alexander Ulfig, Köln, 2003.

[65] Orlando di Lasso ( 1530-1594).

[66] Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe, Felix Meiner Verlag, Hamburg, 2004, S. 548 ff.

[67] Wolfgang Faust ; Merleau-Ponty in: Abenteuer der Phänomenologie, Würzburg, 2007, S. 37.

[68] Ebd. S. 80.

[69] Ingarden 1931, § 18 u. Ingarden 1968, S. 25 u. 165.

[70] Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe, Meiner, Hamburg, 2004, S. 548 ff.

[71] S. 135 in DZPh, Berlin 56 (2008), 135-158 (DZPh=Deutsche Zeitschrift für Philosophie), Thomas Rentsch: Gott: Walter de Gruyter Verlag, Berlin, 2005, S. 232.

[72] Theologische Realenzyklopädie, Band 8, Berlin, 1981, S. 392.

[73] Meyer, Christoph O., Europäische Öffentlichkeit als Kontrollsphäre: Die Europäische Kommission, die Medien und politische Verantwortung, Berlin, 2002, in: S. 21.

[74] http://pewforum.org/events/051805/global-christianity.pdf

[75] Prof. Siegbert Alber, Freiheit, Recht und Werte in der europäischen Verfassungswirklichkeit, in: Religion – Garant oder Bedrohung des Friedens? Verleihung des Arnold- Janssen-Preises 2006 an das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“, Georg Kastner, Goch, 2006, S. 17

Ende der Leseprobe aus 113 Seiten

Details

Titel
Öffentlichkeitsarbeit der Atheisten am Beispiel der Buskampagne
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
113
Katalognummer
V157503
ISBN (eBook)
9783640708529
ISBN (Buch)
9783640708802
Dateigröße
2284 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Atheisten, Beispiel, Buskampagne
Arbeit zitieren
Saliha Balkan (Autor), 2009, Öffentlichkeitsarbeit der Atheisten am Beispiel der Buskampagne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157503

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