Der Begriff Telematik wurde 1978 durch Alain Minc und Simon Nora geprägt. Er setzt sich aus Telekommunikation und Informatik zusammen, ist also eine Tech-nologie, die beide miteinander verbindet.
Die Telematik befasst sich mit den unterschiedlichsten Bereichen wie Mobil- und Telefonnetze sowie Internet, aber auch mit Spezialgebieten. Zu Diesen zählen:
- Flottenmanagement
- Gebäudeautomatisierung
- E- Commerce
- Sicherheitstelematik
- Bildungstelematik
- Medizintelematik
- Verkehrstelematik
Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde es durch ein neues Umweltbewusstsein, durch steigende Mineralölkosten und Mineralölknappheit, sowie durch steigende Unfall-zahlen und ein immer stärker werdendes Verkehrsaufkommen immer wichtiger, sowohl den Individual-, den öffentlichen Nah- und Fern-, wie auch den Güterverkehr sicherer, ökologischer und effizienter abwickeln zu können.
Hinzu kam, dass die Zukunftsprognosen düster waren. Es war absehbar, dass das Verkehrsaufkommen steigen würde und damit auch die Zahl und Länge der Staus.
Kraftstoff und Zeit und damit auch viel Geld würden vergeudet, Natur, Umwelt und die Gesundheit der Menschen würden dauerhaft geschädigt.
Auch durch die Globalisierung stieg das Verkehrsaufkommen und die Ansprüche der Kunden auf schnelle Lieferung (Just-in-Time Konzept) nahmen zu.
Um Zukunftslösungen zur Verbesserung der Situation für Deutschland und Europa zu finden, wurden zahlreiche Studien und Testversuche in Auftrag gegeben, denn allen Beteiligten war klar, dass der Einsatz von Verkehrsfunk oder Mobilfunk nicht ausreichend war. So rückte der Begriff Verkehrstelematik in den Fokus von Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Verkehrstelematik?
2.1 Der Begriff Verkehrstelematik
2.2 Ziele der Verkehrstelematik
3. Was ist Flottentelematik?
3.1 Der Begriff Flottenmanagement
3.2 Der Begriff Flottentelematik
3.3 Technische Geräte und ihre Anwendung
3.4 Nutzungsmöglichkeiten der Telematiksysteme
3.5 Technische Geräte aus der Praxis und ihre Funktion
4. Warum ist eine Einsatzoptimierung bei LKW -Flotten wichtig?
4.1 Vorteile für den Unternehmer
4.2 Vorteile für den Kunden
4.3 Vorteile für die Gesellschaft
5. Vorteile und Nachteile der Verkehrstelematik
5.1 Vorteile
5.2 Nachteile
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Verkehrstelematik und insbesondere der Flottentelematik zur Effizienzsteigerung im Güterkraftverkehr. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien Betriebsabläufe optimiert, Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit von Logistikunternehmen gesteigert werden können.
- Grundlagen der Verkehrstelematik und Intelligent Transport Systems (ITS)
- Strukturen und Komponenten der Flottentelematik im modernen Fuhrparkmanagement
- Analyse der ökonomischen und ökologischen Vorteile der Einsatzoptimierung
- Herausforderungen bei der Implementierung neuer Telematiksysteme
Auszug aus dem Buch
3.3 Technische Geräte und ihre Anwendung
Um ein Telematik-System nutzen zu können, benötigt man: einen Internetzugang, ein Endgerät im Fahrzeug, je nach Ansprüchen: Handy mit GPS (Global Positioning System) bis Bordcomputer, eine Mobilfunk-Sim-Karte für die Datenkommunikation. Freischaltung zum Telematik-Portal.
Die folgende Abbildung veranschaulicht die verschiedenen Funktionszusammenhänge von Telematiksystemen im Güterverkehr.
Telematik verbindet Navigation, Telekommunikation und Informatik. Im Fahrzeug wird zuerst ein spezieller Bordrechner installiert. Der Bordrechner empfängt Signale von GPS-Navigationssatelliten und berechnet daraus die aktuelle Position des Fahrzeuges. Das Fahrzeugendgerät sendet die kalkulierte Position und weitere Informationen aus dem Fahrzeug und vom Fahrer an einen zentralen Rechner. Zur Datenkommunikation wird dabei „GPRS“ (General Packet Radio Service) gebraucht, ein allgemein verwendetes Datenübertragungsverfahren im Mobilfunknetz. Im Fahrzeugendgerät befindet sich daher eine Mobilfunk-SIM-Karte eines Telekommunikationsanbieters.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Begriffsdefinition der Telematik ein und erläutert die historischen sowie gesellschaftlichen Hintergründe, die zur wachsenden Bedeutung der Verkehrstelematik führten.
2. Was ist Verkehrstelematik?: Hier wird der Begriff der Intelligent Transport Systems (ITS) definiert und die Unterscheidung zwischen kollektiven und individuellen Telematiksystemen vorgenommen.
3. Was ist Flottentelematik?: Dieses Kapitel beleuchtet das Flottenmanagement, die technische Funktionsweise von Telematiksystemen im Güterverkehr sowie die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten dieser Systeme.
4. Warum ist eine Einsatzoptimierung bei LKW -Flotten wichtig?: Es werden die konkreten Vorteile der Telematik für die drei Hauptakteure – Unternehmer, Kunden und die Gesellschaft – detailliert analysiert.
5. Vorteile und Nachteile der Verkehrstelematik: Diese Sektion systematisiert die qualitativen sowie quantitativen Nutzenfaktoren und diskutiert kritisch die Hemmschwellen und Herausforderungen bei der betrieblichen Einführung.
6. Fazit: Das Fazit fasst das enorme Potenzial der Einsatzoptimierung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Akzeptanz der Telematiktechnologien.
Schlüsselwörter
Verkehrstelematik, Flottentelematik, Flottenmanagement, ITS, Güterverkehr, Einsatzoptimierung, Telematiksysteme, GPRS, GPS, Fuhrpark, Logistik, Prozessoptimierung, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Transportmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz moderner Telematiksysteme im Bereich des Güterkraftverkehrs und deren Rolle bei der Optimierung von Logistikprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen das Flottenmanagement, die technische Infrastruktur der Telematik, die Analyse von Prozessvorteilen sowie die ökonomischen Herausforderungen bei der Implementierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit der Einsatzoptimierung bei LKW-Flotten durch Telematiktechnologien wissenschaftlich darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Quellenanalyse, ergänzt durch Praxisbeispiele von Systemen führender LKW-Hersteller.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die technischen Grundlagen, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für Disponenten und Fahrer sowie die differenzierten Vorteile für Unternehmen, Kunden und Gesellschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Flottentelematik, Einsatzoptimierung, Prozessmanagement, Wirtschaftlichkeit und technische Vernetzung im Transportsektor.
Welchen Stellenwert nimmt die "Laderaumbörse" in der Argumentation ein?
Die Laderaumbörse wird als ein wesentliches Instrument angeführt, um die Fahrzeugauslastung kurzfristig zu erhöhen und kostspielige Leerfahrten zu vermeiden.
Warum wird die Flottentelematik trotz klarer Vorteile nicht in jedem Betrieb sofort angewendet?
Der Autor identifiziert eine "Hemmschwelle" gegenüber neuen Technologien, hohe anfängliche Kosten, den Bedarf an intensiver Mitarbeiterschulung sowie komplexe Integrationshürden im grenzüberschreitenden Verkehr.
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- Inga Heidebauer (Author), 2010, Einsatzoptimierung von LKW- Flotten durch Telematik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157504