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Bounded Rationality Theory. Die Theorie der begrenzten Rationalität nach Herbert A. Simon.

Titel: Bounded Rationality Theory. Die Theorie der begrenzten Rationalität nach Herbert A. Simon.

Seminararbeit , 2010 , 37 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Boris Lang (Autor:in), Martina Müller (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Darstellung der Theorie der begrenzten Rationalität, aufbauend auf den Ausführungen von Herbert A. Simon. Zu diesem Zweck werden die Grundpositionen und Ziele vorgestellt. In diesem Rahmen wird der Grundgedanke der begrenzten Rationalität anhand einer Darstellung des Ultimatumspiels erläutert und es erfolgt eine nähere Betrachtung des Homo Oeconomicus sowie des Begriffs Rationalität an sich. Im zweiten Kapitel erfolgt eine Erläuterung der Fundamente dieser Theorie, eine Vorstellung verschiedener Weiterentwicklungen sowie eine Analyse, in welchem Rahmen die Theorie in der Wissenschaft Anwendung findet. Im finalen Teil der Arbeit stellt sich die Frage, anhand welcher Kriterien und Maßstäbe sie ihr Handeln gestalten und welche Möglichkeiten ihnen hierbei zur Verfügung stehen. Aufbauend auf der Feststellung von Simon haben unterschiedliche Wissenschaftler versucht Vorgehensmodelle bzw. Theorien zu entwickeln, anhand derer sich das tatsächliche Entscheidungsverhalten des Menschen abbilden lassen soll. Weiterhin erfolgt eine Erläuterung jeder Theorie anhand eines Beispiels zum Thema Handykauf. Es wird gezeigt, wie sich die Akteure bei Anwendung einer bestimmten Theorie beim Kauf eines Handys verhalten würden und wo die jeweiligen Unter-schiede im Entscheidungsverhalten liegen.

Inhaltsverzeichnis:

Motivation
1 Grundposition und Ziele
1.1 Ultimatumspiel
1.2 Homo Oeconomicus
1.3 Rationalität
2 Entwicklungspfade
2.1 Begrenzte Rationalität
2.2 Kognitive Beschränkung
2.3 Ecological Rationality
2.4 Relevanz von Emotionen in Entscheidungssituationen
2.5 Anwendung der Theorie in der Wissenschaft
2.5.1 Verhaltensökonomik
2.5.2 Verhaltensanomalien
2.5.3 Behavioural-Finance-Theorie
2.5.4 Wirtschaftsinformatik
3 Vorgehensmodelle
3.1 Satisficing
3.2 Heuristiken
3.2.1 Schnelle und einfache Heuristiken
3.2.1.1 Ignorance-based decision making
3.2.1.2 One-reason decision making
3.2.1.3 Elimination heuristics for multiple-option choices
3.2.1.4 Satisficing Heuristics
3.2.2 Adaptive Heuristiken – Abgrenzung
4 Reputation der Theorie in der Literatur
5 Bewertung der Theorie

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Motivation

1 Grundposition und Ziele

1.1 Ultimatumspiel

1.2 Homo Oeconomicus

1.3 Rationalität

2 Entwicklungspfade

2.1 Begrenzte Rationalität

2.2 Kognitive Beschränkung

2.3 Ecological Rationality

2.4 Relevanz von Emotionen in Entscheidungssituationen

2.5 Anwendung der Theorie in der Wissenschaft

2.5.1 Verhaltensökonomik

2.5.2 Verhaltensanomalien

2.5.3 Behavioural-Finance-Theorie

2.5.4 Wirtschaftsinformatik

3 Vorgehensmodelle

3.1 Satisficing

3.2 Heuristiken

3.2.1 Schnelle und einfache Heuristiken

3.2.1.1 Ignorance-based decision making

3.2.1.2 One-reason decision making

3.2.1.3 Elimination heuristics for multiple-option choices

3.2.1.4 Satisficing Heuristics

3.2.2 Adaptive Heuristiken – Abgrenzung

4 Reputation der Theorie in der Literatur

5 Bewertung der Theorie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie der begrenzten Rationalität (Bounded Rationality) auseinander, wie sie von Herbert A. Simon begründet wurde. Das primäre Ziel ist es, das klassische Modell des „Homo Oeconomicus“ zu hinterfragen und zu zeigen, wie menschliche Entscheidungen tatsächlich unter Bedingungen von Unsicherheit, Zeitdruck und begrenzten kognitiven Ressourcen zustande kommen.

  • Kritische Analyse des Homo Oeconomicus als ökonomisches Idealbild
  • Grundlagen der begrenzten Rationalität und kognitive Beschränkungen
  • Bedeutung von Emotionen und psychologischen Faktoren in Entscheidungsprozessen
  • Einsatz von Satisficing und Heuristiken als Vorgehensmodelle
  • Anwendungsgebiete in der Verhaltensökonomik und Wirtschaftsinformatik

Auszug aus dem Buch

1.1 Ultimatumspiel

Um ein grundlegendes Verständnis für das Paradigma „rationales Entscheiden“ zu schaffen, soll zu diesem Zweck im Folgenden das Ultimatumspiel aus der Spieltheorie vorgestellt werden. Dieses Spiel beschäftigt trotz des sehr simplen Spielaufbaus und der einfach gestalteten Grundidee Spieltheoretiker weltweit seit vielen Jahren.

Der Spielverlauf des Ultimatumspiels sieht vor, dass ein Betrag in Höhe von 100 Euro unter zwei Personen, Spieler A und Spieler B, aufgeteilt werden soll. Spieler A hat dabei die Aufgabe, den Betrag aufzuteilen und muss hierfür in einem ersten Schritt festlegen, wie viel von diesem Betrag er Spieler B anbieten möchte. Spieler B kann diesem Angebot anschließend zustimmen oder es ablehnen. Stimmt Spieler B zu, wird das Geld dem Vorschlag entsprechend aufgeteilt. Lehnt er jedoch ab, so gehen beide Spieler leer aus. Des Weiteren gelten ein striktes Verhandlungsverbot sowie ein vorgegebener Zeitraum, in welchem sich Spieler B entscheiden muss. Das Spiel ist weiterhin nicht wiederholbar, weshalb Lerneffekte und strategisches Verhalten ebenfalls ausgeschlossen sind.

Eine besondere Eigenschaft dieses sequentiellen Spiels besteht darin, dass Spieler B die Entscheidung von A bereits kennt, somit einen Informationsvorteil besitzt und seine Entscheidung danach richten wird. Erschwert wird die Entscheidungssituation durch den Zeitdruck, unter welchem Spieler B steht. Somit muss er für jedes mögliche Angebot von Spieler A eine Antwort festlegen. Wird dieses Spiel mit mehreren unterschiedlichen Spielpartnern durchgeführt resultieren zumeist sehr ähnliche Ergebnisse. Sobald Spieler B ein Angebot größer oder gleich 50% der Gesamtsumme erhält, wird der Aufteilung zugestimmt und beide Parteien erhalten den ihnen zugedachten Betrag. Die eine Hälfte aller beobachteten Teilnehmer entscheidet sich für eine Verteilung von 50:50, welche als fair empfunden wird. Die andere Hälfte wählt Verteilungen, die ihnen einen höheren Gewinn einbringt. Je unfairer die Verteilung für Spieler B ausfällt, desto geringer ist seine Bereitschaft zuzustimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Grundposition und Ziele: Einführung in das Thema der begrenzten Rationalität anhand des Ultimatumspiels und Abgrenzung zum klassischen Homo Oeconomicus.

Entwicklungspfade: Untersuchung der kognitiven Grenzen des Menschen, der ökologischen Rationalität und des Einflusses von Emotionen sowie der Anwendung der Theorie in der Wissenschaft.

Vorgehensmodelle: Vorstellung praxisnaher Entscheidungsmodelle wie Satisficing und verschiedene Heuristiken zur Bewältigung komplexer Alltagssituationen.

Reputation der Theorie in der Literatur: Chronologische Analyse zentraler wissenschaftlicher Fachpublikationen, die Simons Ansatz aufgreifen oder weiterentwickeln.

Bewertung der Theorie: Abschließendes Fazit zur Akzeptanz und Bedeutung der Theorie der begrenzten Rationalität für die moderne Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Begrenzte Rationalität, Bounded Rationality, Homo Oeconomicus, Ultimatumspiel, Verhaltensökonomik, Heuristiken, Satisficing, Ecological Rationality, Emotionen, Entscheidungsverhalten, Verhaltensanomalien, Prospect Theory, Behavioural Finance, Kognitive Beschränkungen, Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Theorie der begrenzten Rationalität, die als Gegenentwurf zum rationalen Standardmodell des Homo Oeconomicus das tatsächliche menschliche Entscheidungsverhalten in den Fokus rückt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind spieltheoretische Ansätze, kognitive Limitationen des Menschen, der Einfluss von Emotionen sowie der Einsatz von Heuristiken und psychologisch fundierten Modellen in der Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, warum das Modell des Homo Oeconomicus für reale Entscheidungssituationen unzureichend ist und wie Menschen mittels begrenzter Ressourcen dennoch zu effektiven Urteilen gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Seminararbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Publikationen, spieltheoretischer Experimente und verhaltensökonomischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entwicklung der Theorie von den Grundlagen über kognitive Grenzen bis hin zu spezifischen Vorgehensmodellen wie Satisficing und der Anwendung in der Wirtschaftsinformatik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bounded Rationality, Heuristiken, Verhaltensanomalien und Satisficing charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das Ultimatumspiel in diesem Kontext?

Das Ultimatumspiel dient als exemplarisches Gegenbeispiel zum Homo Oeconomicus, da es zeigt, dass Menschen Fairness und Gerechtigkeit höher bewerten als rein materielle Nutzenmaximierung.

Wie unterscheidet sich Satisficing von klassischen Optimierungsstrategien?

Während die klassische Optimierung nach der absolut besten Lösung strebt, sucht das Satisficing lediglich nach einer Lösung, die ein vorher definiertes Anspruchsniveau erreicht oder übertrifft, um Ressourcen zu sparen.

Inwiefern beeinflussen Emotionen die Entscheidungsfindung?

Emotionen werden in der Arbeit nicht nur als Hindernis, sondern auch als hilfreiche Stoppregeln oder Mechanismen zur Beschleunigung in Gefahrensituationen dargestellt, die zwar die strikte Rationalität mindern, aber oft überlebenswichtig sind.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bounded Rationality Theory. Die Theorie der begrenzten Rationalität nach Herbert A. Simon.
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Wirtschaftsinformatik und Management Support)
Veranstaltung
Theorien der Wirtschaftsinformatik
Note
1,00
Autoren
Boris Lang (Autor:in), Martina Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
37
Katalognummer
V157558
ISBN (eBook)
9783640702145
ISBN (Buch)
9783640700608
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entscheidungstheorie Homo Oeconomicus Heuristiken Rational Simon Tversky Kahneman Spieltheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Boris Lang (Autor:in), Martina Müller (Autor:in), 2010, Bounded Rationality Theory. Die Theorie der begrenzten Rationalität nach Herbert A. Simon., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157558
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Leseprobe aus  37  Seiten
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