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Die pädagogischen Chancen und Probleme des Operanten Konditionieren gemäß Skinner

Title: Die pädagogischen Chancen und Probleme des Operanten Konditionieren gemäß Skinner

Term Paper , 2003 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rene Hoffmann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Der Behaviorismus bietet Lösungsmöglichkeiten diese Frage zu beantworten. Unter dem Begriff Behaviorismus werden alle die Forschungsprogramme zusammengefasst, deren Basiseinheiten aus Reiz - Reaktions – Verbindungen bestehen, und die sich der naturwissenschaftlichen, objektiven und experimentellen Methodik verschrieben haben. Während die Arbeiten von Thorndike und Pawlow, der bedeutenden Vorläufer des Behaviorismus, im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts noch relativ sporadisch und auch voneinander isoliert rezipiert wurden, wurde die verbale Selbstidentifizierung der neuen Richtung vor allem in den USA sehr populär. Watson, der Begründer des Behaviorismus, proklamierte die Abkehr von der mentalistischen Psychologie der Psyche und des Bewusstseins, wie sie von der damaligen psychologischen Forschung betrieben wurde. Grundlage der Sichtweise des Behaviorismus ist, dass der Organismus als eine Art "Maschine" betrachtet wird. Eine Maschine, in die man nicht hineinsehen kann („black box"), sondern deren Funktionsweise nur aus einem Input (Reize) und dem Output (Reaktion) zu erschließen ist. Psychische Vorgänge werden dabei also in Reiz - Reaktions - Verbindungen aufgelöst. Der Behaviorismus wird demnach generell in einer empirisch - analytischen Sichtweise dargestellt. Er ist die umfassende Bezeichnung für alle beobachtbaren Aktivitäten des lebenden Organismus unter Ausschluss physiologischer und psychologischer Variablen. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Theorie war der am 20.03.1904 in Susquehanna, Pennsylvania geborene Burrhus Frederic Skinner. Seine Theorie des deskriptiven Behaviorismus in Form der, von ihm experimentell untersuchten, Operanten Konditionierung soll in dieser Hausarbeit dargelegt werden. Nach Darstellung der theoretischen Grundlagen im zweiten Kapitel, soll der zentralen Fragestellung, welche Probleme und pädagogischen Chancen erschließen sich dem Erzieher in konkreten Erziehungssituationen, im dritten Kapitel auf den Grund gegangen werden. Im vierten Kapitel soll die Operante Konditionierung aus systemtheoretischer Sicht betrachtet werden. Etwaige Parallelen oder Unterschiede werden hier aufgezeigt. Am Ende dieser Arbeit wird anhand einer persönlichen Einschätzung deutlich, ob und in wie weit das Operante Konditionieren für die Erziehung des Menschen geeignet ist, sowie welche Vor- und Nachteile hinsichtlich seiner Verwendung zu erkennen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die theoretischen Grundlagen der Operanten Konditionierung nach B.F. SKINNER

2.1 Das Effektgesetz

2.2 Die Operante Konditionierung

2.2.1 Positive und negative Verstärkung

2.2.2 Verstärkerklassen

2.2.3 Bestrafung

2.2.4 Die Operante Löschung

2.3 Verstärkungspläne

2.4 Generalisierung und Diskriminierung

3. Die pädagogischen Aspekte des Operanten Konditionierens

3.1Unterstützende Erziehungsmaßnahmen

3.1.1 Lob und Belohnung

3.1.2 Lob und Belohnung als negative und positive Verstärker

3.1.3 Pädagogische Probleme bei der Anwendung von Lob und Belohnung als Erziehungsmaßnahmen

3.2 Der Einsatz von Verstärkungsplänen

3.3 Gegenwirkende Erziehungsmaßnahmen

3.3.1 Strafe und Bestrafung in der pädagogischen Praxis

3.3.2 Pädagogische Probleme beim Einsatz von Strafe

4. Die Operante Konditionierung unter dem Blickwinkel der Systemtheorie

4.1 Einführung in die Systemtheorie lebender Systeme

4.2 Lernen und die Möglichkeit der Erziehung aus systemtheoretischer Sicht

4.3 Systemtheoretische Kritik am Schema der Operanten Konditionierung

5. Die Operante Konditionierung am Beispiel eigener Erfahrungen

5.1 Eigene Einschätzung der Vor- und Nachteile des Operanten Konditionierens für die Pädagogik

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Chancen und Grenzen der Operanten Konditionierung nach B.F. Skinner. Dabei wird analysiert, inwiefern behavioristische Lernmodelle für die Erziehung nutzbar sind und welche systemtheoretische Kritik sich gegen diese mechanistische Sichtweise des Lernens formulieren lässt.

  • Theoretische Fundierung der Operanten Konditionierung nach Skinner
  • Pädagogische Implementierung von Verstärkung und Bestrafung
  • Systemtheoretische Analyse des Lernprozesses und der Autopoiese
  • Vergleichende Bewertung zwischen behavioristischem und systemtheoretischem Erziehungsverständnis

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Pädagogische Probleme bei der Anwendung von Lob und Belohnung als Erziehungsmaßnahme

Die pädagogische Bedeutung von Lob und Belohnung wird manchmal nicht erkannt. So nehmen Erzieher erwünschtes Verhalten als selbstverständlich hin und verstärken dieses nicht.

Ein weiteres Problem ist die selektive Wahrnehmung einiger Erzieher. Sie sehen nur das negative Verhalten der zu Erziehenden, während die positiven Verhaltensweisen außer acht gelassen werden.

Ein generelles Problem ist die unbeabsichtigte Verstärkung nicht erwünschter Verhaltensweisen. So weint ein Kind beispielsweise im Kindergarten so lange, bis sich eine Erzieherin des Kindes annimmt, es auf ihren Schoß nimmt und tröstet. Das Kind erfährt auf diese Weise eine Zuwendung von der Erzieherin. Sein Verhalten, das Weinen, wurde verstärkt. Es besteht nun die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Kind wieder anfangen wird zu weinen, um eine Zuwendung von der Erzieherin zu erhalten.

Oft wird erwünschtes Verhalten nicht verstärkt, weil die günstige Gelegenheit dazu verpasst wurde. Laut Skinner wirkt ein Verstärker nur, wenn man ihn in zeitlicher Kontingenz zum erwünschte Verhalten darbietet. Eine verspätete Verstärkung ist oft nutzlos. Der Lehrer der einen kontinuierlichen Störenfried in einer Phase, in dem der Störenfried ruhig am Unterrichtsgeschehen beteiligt ist, nicht auf dieses positive Verhalten verstärkt, hat die Gelegenheit verpasst. Der Störenfried müsste jedoch gerade in dieser Phase verstärkt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die behavioristische Lerntheorie ein und definiert die zentrale Fragestellung nach den Möglichkeiten und Risiken des Operanten Konditionierens in der Erziehung.

2. Die theoretischen Grundlagen der Operanten Konditionierung nach B.F. SKINNER: Hier werden die behavioristischen Grundannahmen wie das Effektgesetz, Verstärkungstypen und Löschungsprozesse erläutert.

3. Die pädagogischen Aspekte des Operanten Konditionierens: Das Kapitel überträgt die Theorie auf die Schulpraxis, insbesondere durch den Einsatz von Lob, Belohnung und operativen Verstärkungsplänen.

4. Die Operante Konditionierung unter dem Blickwinkel der Systemtheorie: Dieser Teil kritisiert den behavioristischen Ansatz aus der Sicht der Systemtheorie und betont die Autonomie des Lernenden als autopoietisches System.

5. Die Operante Konditionierung am Beispiel eigener Erfahrungen: Der Autor reflektiert die Anwendung dieser Methoden in seiner eigenen Bildungsgeschichte und bewertet die Anwendbarkeit in der Pädagogik.

Schlüsselwörter

Operante Konditionierung, B.F. Skinner, Behaviorismus, Erziehung, Verstärkung, Bestrafung, Systemtheorie, Autopoiese, Pädagogik, Lernprozess, Löschung, Tokensysteme, Shaping, Lernverhalten, Pädagogische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung der behavioristischen Lerntheorie nach Skinner im erzieherischen Kontext und deren wissenschaftliche sowie praktische Kritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert auf Operante Konditionierung, pädagogische Maßnahmen wie Lob und Strafe sowie eine systemtheoretische Gegenperspektive zum Lernen.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der pädagogischen Chancen und Probleme, die sich beim Einsatz von Skinner's Konditionierungsmodellen in Erziehungssituationen ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode findet Verwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die behavioristische Konzepte methodisch darlegt und sie kritisch mit systemtheoretischen Ansätzen kontrastiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die praktische Anwendung in pädagogischen Kontexten und eine systemtheoretische Kritik, gefolgt von einer persönlichen Reflexion des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Behaviorismus, Verstärkung, Erziehung, Autopoiese und die kritische Auseinandersetzung mit der Steuerung von Lernenden.

Wie wird das "Shaping" in der Pädagogik bewertet?

Shaping wird als effektive Methode zur Verhaltensformung durch kleinschrittige Verstärkung beschrieben, erfordert jedoch eine hohe Kontrolle des Umfeldes durch den Pädagogen.

Warum ist die systemtheoretische Perspektive für die Erziehung relevant?

Sie betont, dass der Mensch nicht von außen steuerbar ist, sondern als autopoietisches System Impulse benötigt, um Lernprozesse aus sich selbst heraus zu entwickeln.

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Details

Title
Die pädagogischen Chancen und Probleme des Operanten Konditionieren gemäß Skinner
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für allgemeine Pädagogik)
Course
Lehren und Lernen
Grade
1,3
Author
Rene Hoffmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V15757
ISBN (eBook)
9783638207782
ISBN (Book)
9783656902683
Language
German
Tags
Chancen Probleme Operanten Konditionieren Skinner Lehren Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rene Hoffmann (Author), 2003, Die pädagogischen Chancen und Probleme des Operanten Konditionieren gemäß Skinner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15757
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