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Komplexe Prädikate

Funktionsverbgefüge

Titel: Komplexe Prädikate

Seminararbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oezguer Dindar (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werde ich zunächst im ersten Teil beschreiben, was komplexe Prädikate und was die zu den komplexen Prädikaten gehörenden Funktionsverbgefüge sind. Danach werde ich ein paar charakteristische Eigenschaften der Funktionsverbgefüge darstellen und aufzeigen, nach welchen Kriterien man Funktionsverbgefüge als morphologische Einheiten von syntaktischen Konstruktionen abgrenzt. Die Definitionen und Unterscheidungskriterien sind dabei aus den beiden in der Literaturliste genannten Büchern. In dem darauf folgenden Teil meiner Arbeit werde ich untersuchen, wann Funktionsverbgefüge im alltäglichen Sprachgebrauch, in der schriftlichen und auch teilweise in der gesprochenen Sprache, von den Sprechern und Sprecherinnen verwendet werden und ob sie notwendig sind. Dabei werde ich mich auf Formulierungen aus den gängigen Tageszeitungen und Redegewohnheiten aus der alltäglichen Sprache beziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Komplexe Prädikate

2.2. Funktionsverbgefüge

3. Aufbau & Eigenschaften der Funktionsverbgefüge

4. Abgrenzung zu anderen Konstruktionen

5. Funktionsverbgefüge im Sprachgebrauch

5.1. In der geschriebenen Sprache

5.2. In der gesprochenen Sprache

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Funktionsverbgefüge in der deutschen Sprache, definiert deren morphologische und syntaktische Merkmale und analysiert deren Anwendung sowie Notwendigkeit in schriftlichen und gesprochenen Kontexten.

  • Definition und Systematik komplexer Prädikate
  • Strukturelle Eigenschaften und Grammatikalisierung von Funktionsverbgefügen
  • Differenzierung von freien Wortverbindungen und Idiomen
  • Stilistische und semantische Funktionen in der geschriebenen Sprache
  • Gebrauchsweisen und Ausdrucksnuancen in der gesprochenen Sprache

Auszug aus dem Buch

2.1. Komplexe Prädikate:

Im Gegensatz zu einfachen Prädikaten, die aus einem finiten Verb bzw. einem Infinitiv oder aus einem Partizip bestehen, werden bei komplexen Prädikaten, die auch zusammengesetzte Prädikate genannt werden, zusätzliche syntaktische Einheiten wie zum Beispiel präpositionale oder substantivische Wortgruppen, Substantive, Partizipien II oder Infinitive in das Prädikat eingefügt (inkorporiert). Das so entstehende Prädikat wird dann von den Sprecherinnen nicht mehr als syntaktische Konstruktion bewertet, sondern als ein morphologisch zusammenhängendes Gebilde. Dieser Übergang eines Wortgebildes von der Syntax zur Morphologie wird Grammatikalisierung genannt. Dabei werden Vollverben in dem Konstrukt zu Hilfsverben umgedeutet und es entstehen neue Verbformen. Dieser Prozess findet bei Modalitätsverben, AcI Verben, bei Perfekt- und Passivkonstruktionen und bei Funktionsverbgefügen statt.

Wenn dagegen ein Satzglied eines ursprünglichen Konstrukts zu einem unselbständigen Verbbegleiter herabgestuft wird, spricht man von Lexikalisierung. Lexikalisierung findet zum Beispiel bei Partikelverben, bei der Inkorporation von Substantiven (Karten spielen, Amok laufen etc.), bei Idiomatisierungen (den Affen machen, auf die Palme bringen) etc. und bei reflexiven Verben statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, Funktionsverbgefüge theoretisch zu definieren, sie abzugrenzen und ihren praktischen Gebrauch in verschiedenen Sprachbereichen zu untersuchen.

2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe der komplexen Prädikate und Funktionsverbgefüge und grenzt Grammatikalisierung von Lexikalisierung ab.

3. Aufbau & Eigenschaften der Funktionsverbgefüge: Hier wird der interne Aufbau von Funktionsverbgefügen beschrieben und verdeutlicht, wie das Verb seine lexikalische Bedeutung zugunsten einer funktionalen Rolle verliert.

4. Abgrenzung zu anderen Konstruktionen: Das Kapitel differenziert Funktionsverbgefüge von idiomatischen Verbindungen und freien Wortgruppen anhand von Kommutationsreihen und Satzgliedanalysen.

5. Funktionsverbgefüge im Sprachgebrauch: Hier werden die stilistischen und semantischen Motive für die Verwendung von Funktionsverbgefügen in der schriftlichen und gesprochenen Sprache analysiert.

6. Zusammenfassung: Das Kapitel fasst zusammen, dass Funktionsverbgefüge eine notwendige sprachliche Kategorie darstellen, die Lücken im Verbalsystem füllt.

Schlüsselwörter

Funktionsverbgefüge, komplexe Prädikate, Grammatikalisierung, Lexikalisierung, Sprachgebrauch, Satzgliedanalyse, Idiomatisierung, Valenz, Hilfsverb, Nomen actionis, schriftliche Sprache, gesprochene Sprache, stilistische Variation, Verbalsystem, Morphologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Eigenschaften, der Abgrenzung und der Verwendung von Funktionsverbgefügen innerhalb der deutschen Sprache.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die morphologische Einordnung der Gefüge, deren Abgrenzung gegenüber Idiomen und freien Verbindungen sowie die stilistische Funktion in unterschiedlichen Medientexten und der Alltagssprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, ob und warum Funktionsverbgefüge notwendig sind und welche semantischen oder stilistischen Nuancen sie im Vergleich zu einfachen Vollverben bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse, gestützt auf Fachliteratur, sowie die Untersuchung von Beispielen aus Tageszeitungen und der alltäglichen Redegewohnheit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, strukturelle Abgrenzungskriterien und eine detaillierte Auswertung des Sprachgebrauchs in geschriebenen und gesprochenen Kontexten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Funktionsverbgefüge, Grammatikalisierung, Lexikalisierung und Sprachstil beschreiben.

Warum klingen Funktionsverbgefüge in der gesprochenen Sprache oft ironisch?

Wie am Beispiel "zur Erkenntnis kommen" verdeutlicht, implizieren diese Konstruktionen gegenüber dem einfachen Verb eine längere oder intensivere Nachdenkphase, was in bestimmten Kontexten zynisch oder ironisch wirken kann.

Welche Rolle spielt die "Grammatikalisierung" bei der Bildung dieser Gefüge?

Grammatikalisierung beschreibt den Prozess, bei dem ein Vollverb zu einem Hilfsverb herabgestuft wird, wodurch die ursprüngliche lexikalische Bedeutung schwindet und das Gefüge als morphologische Einheit fungiert.

Gibt es einen Unterschied in der Verwendung zwischen Boulevardmedien und wissenschaftlichen Texten?

Ja, in wissenschaftlichen Texten werden sie formelhaft zur Denkerleichterung genutzt, während sie in Boulevardmedien seltener verwendet werden, da sie dort als zu "hölzern" empfunden werden und das Tempo des Textes hemmen.

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Details

Titel
Komplexe Prädikate
Untertitel
Funktionsverbgefüge
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Germanistik)
Veranstaltung
Syntax
Note
1,0
Autor
Oezguer Dindar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V157599
ISBN (eBook)
9783640704347
ISBN (Buch)
9783640704484
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Funktionsverbgefüge linguistik syntax
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oezguer Dindar (Autor:in), 2009, Komplexe Prädikate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157599
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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