Rote Karte - Erfolg ist, was DU draus machst!

EDV-Ausstattungsprobleme und Möglichkeiten der Online-Beratung sozialer Einrichtungen


Hausarbeit, 2009

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Kurzporträt und Entstehung der Einrichtung

II. Problemstellung

III. Analyse des gegenwärtigen Zustandes
a) Leistungsangebot
b) Human Ressources
c) Räumliche Situation
d) Hardware
e) Software

IV. Visionen und Konzepte
a) Sicht der Klienten und sonstigen befragten Personenkreise
b) Sicht der Mitarbeiter und Verwaltung
V. Konzeptvorstellung
a) Hardware
b) Software
c) Auswirkungen auf das Leistungsangebot

VI. Notwendigkeit und Möglichkeiten der Online-Beratung

VII. Literatur

I. Kurzporträt und Entstehung der Einrichtung

Vor ca. zehn Jahren stellten Politiker wie Privatleute fest, dass der Grund für die hohe Arbeitslosigkeit unter vielen jungen Menschen in der Stadt Saalfeld darin lag, dass es den Betroffenen schlicht an Perspektiven mangelte, welchen Beruf sie später erlernen wollten und welche Schritte hierfür nötig wären. Die Zielgruppe besuchte zwar im Rahmen des „Powi“ (Politik und Wirtschaft)-Unterrichts in der Sekundarstufe II das örtliche Arbeitsamt der zuständigen Kreisstadt, doch außer dieser Visite hatten die Betroffenen keinerlei Bindung zu der Einrichtung, was sich auch mit der Entfernung und den damit verbundenen schlechten ÖPNV-Verbindungen erklären ließ. Nachdem sich die Stadt Saalfeld aus Kostengründen geweigert hatte, eine Einrichtung zur Berufsförderung zu gründen, obwohl die Thematik von unterschiedlichen Parteien in Wahlkämpfen als Ziele propagiert worden war, sprang schließlich die örtliche Kirchengemeinde „in die Bresche“, und legte, mit Unterstützung des Arbeitsamtes und Fachleuten in der Praxis, mehrmals im Jahr ein Berufsförderungsprogramm für die jungen Menschen auf, welches, um den „Letzte-Chance“-Charakter zu unterstreichen, den einprägsamen Titel „Rote Karte - Erfolg ist was DU draus machst!“ erhielt.

Zum Erstaunen der Kommune entwickelte sich dieses Projekt äußerst erfolgreich, und da die Nachfrage ob Beratung auch außerhalb der Zeiten kontinuierlich stieg, kam man schließlich nicht umhin, den projektmäßigen Charakter in einen dauerhaften umzuwandeln und mit Unterstützung großzügiger Geldgeber (u.a. ein am Ort residierender Pharmakonzern) einige Halbtagesstellen zu schaffen. Eine Immobilienfirma überließ der „Roten Karte“ ein renovierungsbedürftiges, weitläufiges Gebäude, welches mit der Zeit einerseits als Ersatz eines Jugendzentrums eine soziale Aufgabe (weit über die Stadtgrenze hinaus) wahrnahm, und andererseits ganzjährige Berufsberatung vor Ort ermöglicht: Die Jugendlichen bauen so schon früh eine positiv besetzte Bindung zur „Roten Karte“ und deren Team auf, die sie über die Zeit auch als wohlwollende und kompetente Ansprechpartner sowohl in beruflichen als auch in sonstigen Kontexten jederzeit vertiefen (können). Mittlerweile wird das Projekt neben der Erzdiözese auch von Stadt und Landkreis gefördert und ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.

II. Problemstellung

Durch die allmähliche Expansion konnte, was die EDV angeht, nie ein homogenes, aufeinander abgestimmtes System installiert werden, sondern die Hardware wurde größtenteils durch Restbestände aus Firmen gebildet, da bislang andere Posten (z.B. Zahlung von Mitarbeitergehältern etc.) Vorrang in der Prioritätenliste hatten. Bei der Software mussten ebenfalls Abstriche gemacht werden: Lediglich die Programme, die das Arbeitsamt zur Verfügung stellt, sind aktuell, laufen aber aufgrund der überholten Technik äußerst langsam. Teilweise greifen diese per Internet auf die aktuellen Datenbestände der Bundesagentur für Arbeit zu, doch da auch der Netzzugang nichtmehr auf dem aktuellen Stand der Technik ist, wurde das Berufsinformationsgespräch in der Vergangenheit nur allzu häufig zur Geduldsprobe. Was die allgemeinen Arbeitsprogramme („Office-Pakete“) angeht, kursieren derzeit unterschiedliche Versionen, die auch jeweils unterschiedlich konfiguriert sind (z.B. gibt es fast keinen Rechner, auf dem Schreib-, Tabellenkalkulations- und Folienpräsentationssysteme gleichzeitig installiert sind). In allen Fällen handelt es sich jedoch um die gängigen Microsoft-Programme. Der Gewinn des vom Land Rheinsachsen-Vorpommern initiierten Wettbewerbs „Initiative Zukunft“ sichert der „Roten Karte“ nun eine neue Hard- und Software-Ausstattung zu, die sich nichtnur am aktuellen Bedarf orientiert, sondern auch eine Verbesserung und Arbeitserleichterung als künftigen Zustand beinhaltet. Die Frage stellt sich nun, wie dieses möglichst wirtschaftliche Gesamtpaket aussehen sollte, auf dass das Land diesem Entwurf auch zustimmen möge.

Zu Beginn meiner Ausführungen werde ich daher den Ist-Zustand detailliert protokollieren. Anschließend stelle ich den Soll-Zustand dar, der sich durch Evaluation der bisherigen Situation in Kombination mit den Wünschen der befragten Personen darstellte. Schließlich soll gezeigt werden, wie nach intensiver Überlegung und unter Einbeziehung zentraler Punkte die künftige Hard- und Softwareausstattung der Einrichtung aussehen könnte.

III. Analyse des gegenwärtigen Zustandes

a) Leistungsangebot

Derzeit hat die Einrichtung werktags außer Samstags ab 13:00 offen. In dieser Zeit findet das Angebot „Working Zone“ statt: Unter Aufsicht einer Betreuerin haben Schüler die Möglichkeit, in einem Raum mit verschiedenen Tischgruppen zu lernen und in konzentrierter, ruhiger Atmosphäre ihre Hausaufgaben o.ä. zu erledigen. Im Nebenraum können besonders solche Jugendliche, die zuhause nicht über einen PC verfügen, an den Geräten arbeiten und z.B. Referate erstellen. Dieses Angebot endet um 17:00.

Ab 17:00 haben die Jugendlichen von Montag bis Donnerstag die Möglichkeit, sich im Rahmen der „Play-Time“ in einem Raum zu treffen, Musik zu hören, abzuhängen, Freunde zu treffen und im Innen- und Außenbereich Spiele zu machen etc. Freitags und Samstags gibt es stattdessen die gut angenommene „Party-Time“. Die Abendangebote werden von ehrenamtlichen jungen Erwachsenen beaufsichtigt; diese enden um 22:00.

Für die individuelle Berufsberatung können zwischen 11:00 und 13:00 sowie zwischen 15:00 und 18:00 Gesprächstermine auf Anmeldung bei den hauptamtlichen Mitarbeitern wahrgenommen werden. Hierbei kommt es jedoch immerwieder zu Problemen, da sich insbesondere die gut angenommenen Frühabendtermine mit der „Play-“ bzw- „Party-Time“ (freitags) überschneiden, und hierunter zwangsläufig die Effektivität der Beratungen leidet.

Samstags tagsüber und Sonntags ganztägig hat die „Rote Karte“ nur dann offen, wenn eine besondere Aktion stattfindet, die i.d.R. von Jugendgruppen eigenverantwortlich organisiert und geleitet wird.

Desweiteren finden in loser Folge auch Berufsinformationsveranstaltungen für besondere Zielgruppen statt (z.B. Hauptschüler oder Emigranten). Alle zwei Wochen mittwochs nachmittags sowie nach Vereinbarung halten zudem Mitarbeiter des Arbeitsamtes der Kreisstadt eine Sprechstunde in der Einrichtung ab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Rote Karte - Erfolg ist, was DU draus machst!
Untertitel
EDV-Ausstattungsprobleme und Möglichkeiten der Online-Beratung sozialer Einrichtungen
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V157643
ISBN (eBook)
9783640709939
ISBN (Buch)
9783640710195
Dateigröße
634 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialinformatik, Online-Beratung, Ausstattungsprobleme sozialer Einrichtungen, Soft- und Hardware für die Soziale Arbeit
Arbeit zitieren
Tobias Herr (Autor), 2009, Rote Karte - Erfolg ist, was DU draus machst!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157643

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