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Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu

Titel: Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu

Hausarbeit , 2024 , 25 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu wurde 2005 zur Aufnahme in das UNESCO- Welterbe, das Weltdokumenterbe, vorgeschlagen. Die Bedingungen für die Urkunde wurden auch erfüllt, sodass das UNESCO- Komitee ihre Bedeutung für die deutsch- europäische Geschichte des Mittelalters anerkannte. Bis heute zählt sie als eine der schönsten und farbigsten Urkunden des europäischen Mittelalters. Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu stellte alle anderen Königs- und Kaiserurkunden der Ottonen aufgrund ihrer malerischen und kalligraphischen Gestaltungsweise in den Schatten. Wichtig zu nennen ist, dass es keine eindeutige Meinung darüber gibt, ob die besondere Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu Original ist, oder ob diese im Nachhinein verfasst worden ist.

Die vorliegende Hausarbeit beginnt mit dem historischen Kontext und dem Kapitel 2 „Die Regierung Ottos des Großen“. Zunächst ist es wichtig zu beleuchten, wer Otto der Große war und welche Rolle das ostfränkisch- deutsche Reich für die spätere Heirat spielte. Im nächsten Schritt folgt das Eheprojekt mit Konstantinopel, bei der die Intention der Hochzeit im Fokus steht. Des Weiteren wird die byzantinische Braut Theophanu vorgestellt. Im Hauptteil der Hausarbeit, in Kapitel 3, wird die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu analysiert. Zuerst werden die inneren Merkmale, also der Text der Urkunde, untersucht. Im weiteren Verlauf werden die äußeren Merkmale und somit die Gestaltung der Heiratsurkunde näher betrachtet. Die Analyse der inneren und äußeren Merkmale führt dazu, die Frage, ob die Heiratsurkunde eine Originalausfertigung oder künstlerische Abschrift ist, beantworten zu können. Mithilfe von Historikern wie Hans Schulze oder Theodor Sickel wird die Frage im Kapitel 3.3 „Originalausfertigung oder künstlerische Abschrift“ diskutiert. Letztlich erfolgt ein Fazit mit der Beantwortung der Fragestellung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Regierung Ottos des Großen

2.1 Das Eheprojekt mit Konstantinopel

2.2 Die byzantinische Braut Theophanu

3. Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu

3.1 Zur Hochzeit der byzantinischen Prinzessin Theophanu mit Kaiser Otto II.

3.2 Ein genauerer Blick in die Dotalurkunde

3.3 Originalausfertigung oder künstlerische Abschrift?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Forschungskontroverse um die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu. Dabei steht die zentrale Fragestellung im Fokus, ob es sich bei der Urkunde um eine rechtmäßige Originalausfertigung aus dem Jahr 972 handelt oder um eine zu einem späteren Zeitpunkt angefertigte künstlerische Abschrift zu Dekorationszwecken.

  • Historischer Kontext der Regierung Ottos des Großen und die Bedeutung der Heiratsdiplomatie.
  • Biografische Einordnung der byzantinischen Braut Theophanu und ihr Umfeld.
  • Formale und inhaltliche Analyse der Heiratsurkunde (Dotalurkunde).
  • Diskussion der Argumente für und gegen die Authentizität der Urkunde.
  • Untersuchung der Hypothesen zur Funktion der Urkunde als Wanddekoration oder offizielles Dokument.

Auszug aus dem Buch

3. Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu

Die vorliegende Quelle wurde am 14. April 972 in Rom anlässlich der Hochzeit des römisch- deutschen Kaisers Otto II. mit der byzantinischen Braut Theophanu ausgestellt. Das Datum der Quelle spielt eine besondere Rolle, da der 14. April der Sonntag nach Ostern war. „Dass dieser Tag für die Hochzeit gewählt wurde und nicht das höherrangige Osterfest, ist damit zu erklären, dass Ostern und auch die Woche nach Ostern in die Zeiten des Kirchenjahres fiel, in denen keine Hochzeitsfeier stattfinden durfte“. Der Ort, an dem die Hochzeit stattfand, war die St. Peter Kirche des Apostelfürsten, wo Papst und Kaiser sich beispielsweise zur Kaiserkrönung auch sonst begegneten.

Der Verfasser der Quelle ist nicht eindeutig, sodass es unterschiedliche Hypothesen über den Autor der Heiratsurkunde gibt, wenn davon auszugehen ist, dass die vorliegende Quelle eine Originalausfertigung ist. Beispielsweise ist eine mögliche Vermutung von Hartmut Hoffmann, dass der Schreiber aus dem Skriptorium eines deutschen Klosters, eventuell aus der Schreibwerkstatt der Abteilung Fulda, nach Italien an den Hof des Kaisers eingeladen wurde. Eine andere Meinung vertritt Dieter Matthes wenn er sagt, dass ein „anonymer Meister des Registrum Gregorii“, ein begabter Künstler, „den Ottos des Großen Reichs aufzubieten hatte“, die Urkunde herstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einstieg in die Thematik der Heiratsurkunde als UNESCO-Welterbe und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich ihrer Authentizität.

2. Die Regierung Ottos des Großen: Beleuchtung der außenpolitischen Ambitionen Ottos I., insbesondere seines Strebens nach Anerkennung durch das byzantinische Kaiserreich.

2.1 Das Eheprojekt mit Konstantinopel: Analyse der diplomatischen Verhandlungen und der Heiratspläne zur Sicherung politischer Gleichrangigkeit.

2.2 Die byzantinische Braut Theophanu: Detaillierte Betrachtung der Herkunft und des gesellschaftlichen Aufstiegs von Theophanu sowie ihrer Ankunft am ottonischen Hof.

3. Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu: Einführung in die Quelle, ihre formale Beschaffenheit und Hypothesen zu ihrem Entstehungskontext.

3.1 Zur Hochzeit der byzantinischen Prinzessin Theophanu mit Kaiser Otto II.: Untersuchung des Textinhalts der Urkunde, ihrer biblischen Begründung und ihrer formalen Struktur.

3.2 Ein genauerer Blick in die Dotalurkunde: Analyse der äußeren Gestaltung, der Materialität (Pergament) und der künstlerischen Symbolik der Urkunde.

3.3 Originalausfertigung oder künstlerische Abschrift?: Kritische Auseinandersetzung mit der Forschungskontroverse über die Echtheit und den Zweck der Urkunde als mögliches dekoratives Objekt.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf notwendige weitere Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Kaiserin Theophanu, Heiratsurkunde, Otto II., Otto der Große, Dotalurkunde, Byzanz, Heiratsdiplomatie, Forschungskontroverse, Authentizität, Pergamentrolle, Mittelalter, Geschichtswissenschaft, Diplomatik, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die wissenschaftliche Untersuchung der Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu aus dem Jahr 972 unter besonderer Berücksichtigung ihrer Authentizität und Entstehungsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der ottonischen Zeit, diplomatische Beziehungen zwischen Ost und West, die byzantinische Lebenswelt und die mediale Analyse von Urkunden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert die Forschungskontroverse, ob die Urkunde eine zeitgenössische Originalausfertigung oder eine spätere künstlerische Abschrift zu Dekorationszwecken darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Quellenanalyse, den Vergleich mit Forschungsliteratur sowie die Untersuchung formaler und inhaltlicher Urkundenmerkmale.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Heiratspolitik, eine detaillierte formale Untersuchung der Heiratsurkunde und eine Diskussion der gegensätzlichen wissenschaftlichen Thesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Theophanu, Heiratsurkunde, Dotalurkunde, Authentizität, ottonische Herrschaft und Heiratsdiplomatie.

Warum wird die Rolle des Kanzlers Willigis als Argument in der Arbeit angeführt?

Der Name des Kanzlers Willigis ist in der Urkunde falsch geschrieben, was durch Historiker (z.B. Ohnsorge) als Indiz für eine spätere, weniger sorgfältige Abschrift gewertet wird.

Welche Bedeutung haben die Medaillons auf der Urkunde?

Die Medaillons zeigen eine komplexe Tier- und Heiligenikonografie, die laut manchen Forschern auf eine Verwendung als prunkvolles Dekorationsstück hindeutet, um byzantinischen Standard zu demonstrieren.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu
Note
1.3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
25
Katalognummer
V1577147
ISBN (PDF)
9783389123621
ISBN (Buch)
9783389123638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heiratsurkunde kaiserin theophanu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1577147
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Leseprobe aus  25  Seiten
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