Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob das klassische Fernsehen in den nächsten Jahren noch etabliert bleibt und werden die Streaming-Plattformen, wie Netflix, Amazon Prime Video & Co., den Status des TV 2.0. als Leitmedium gefährden oder ihn sogar komplett ersetzen. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die sogenannten Subscription-Video-On-Demand Plattformen. Da diese sich mit der größten Beliebtheit zeichnen, wäre dann eine Zukunftsprognose anhand dieser Anbieter von großer Relevanz.
Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit werden die Grundlagen des Themas dargestellt. Als Erstes wird die Definition für lineares Fernsehen näher erörtert. Des Weiteren wird das Kapitel einen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des Fernsehens als Medienphänomen sowie sein Evolutionsprozess in Deutschland verschaffen – von Untersuchung unterschiedlichen Sendern bis auf die Entwicklung des dualen Rundfunksystems und Pay-TV-Kanäle. Als nächstes wird der Begriff des Video-Streamings analysiert. Das Kapitel illustriert noch die verschiedenen Arten von Video-Streaming mit den dazugehörigen Geschäftsmodellen sowie die erfolgreichsten Video-on-Demand-Anbieter.
Die Grundkapitel, mit den dazugehörigen Zusammenfassungen, schließen den ersten Teil der Arbeit ab.
Im weiteren Verlauf der Untersuchung werden lineares Fernsehen und Video-Streaming voneinander abgegrenzt. Auf diese Weise wird einen entsprechenden Vergleich erzielt. Die zwei Medienangebote werden durch die gleichen Kriterien verglichen – Nutzerzahl und -häufigkeit, Nutzungsmotivation, Veränderung im Angebot des Mediums und die wirtschaftliche Situation bei den beiden Branchen. Eine resümierte Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse, die daraus resultierende Beantwortung der Forschungsfrage sowie eine zukunftsorientierte Prognose werden die Arbeit abschließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lineares Fernsehen
2.1 Geschichte des Fernsehens in Deutschland
2.1.1 Duales Rundfunksystem in Deutschland
2.2 Pay-TV
3. Video-on-Demand und Streaming-Dienste
3.1 Netflix
3.2 Amazon Prime (Prime Video)
3.3. Disney Plus
3.4 YouTube
3.5 Sonstige Anbieter
3.5.1. Joyn PLUS+
3.5.2 TV Now
3.6 Illegale Streaming-Plattformen
4. Lineares Fernsehen versus Video-on-Demand
4.1 Lineares Fernsehen
4.1.1 Nutzerzahl und Nutzungsverhalten
4.1.2 Fernsehen als Hauptmedium und Veränderung im Programm
4.1.3 Nutzungsmotivation
4.1.4 Wirtschaftliche Aspekte
4.2 Video-on-Demand
4.2.1 Nutzungsverhalten und Nutzerzahl
4.2.2 Nutzungsmotivation
4.2.3. Wirtschaftliche Aspekte
5. Fazit
5.1 Prognose
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Wandel der Fernsehnutzung durch neue Online-Angebote und analysiert, ob klassisches lineares Fernsehen in den kommenden Jahren durch Streaming-Dienste als Leitmedium abgelöst oder gefährdet wird.
- Vergleich zwischen linearem Fernsehen und Video-on-Demand als Medienmodelle.
- Analyse der Entwicklungsgeschichte des Fernsehens und des dualen Rundfunksystems in Deutschland.
- Untersuchung von Geschäftsmodellen der führenden Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney Plus.
- Betrachtung von Nutzerzahlen, Nutzungsmotivation und wirtschaftlichen Aspekten beider Medienformen.
- Prognose über die zukünftige Koexistenz oder Verdrängung der klassischen Fernsehnutzung.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Das Fernsehen hat sich mit den Jahren als beliebtestes Medium der Menschen etabliert und wurde seit Ende der 1990er Jahre inzwischen durch das Internet ersetzt. Denn das Internet gewann schnell an Popularität, beispielsweise über YouTube, später auch über andere Video-Plattformen, wurden mehr und mehr audiovisuellen Inhalte geteilt. Dadurch war es möglich Filme, Serien oder Musikvideos direkt am Laptop oder Smartphone auf Abruf, unabhängig von Zeit und Ort anzuschauen. Mit der Zeit kamen zunehmend Video-Streaming-Anbieter, die sich durch Inhalte und Abonnementmodelle unterscheiden. Portale, die illegale Inhalte anbieten, etablierten sich.
Daher kam es zu der Notwendigkeit, das allgemeine Fernseh- beziehungsweise Rundfunksystem neu zu gestalten und deutlich zu verändern. Die Fernsehsender waren gezwungen, ihr Programm umzugestalten, damit diese weiter konkurrenzfähig auf dem Markt bleiben. Da sich die Neuen und die klassischen Medien ständig weiterentwickeln, ist bisher kein Ende des Wandelungsprozesses absehbar. (vgl. Thieme 2019: 5)
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob das klassische Fernsehen in den nächsten Jahren noch etabliert bleibt und werden die Streaming-Plattformen, wie Netflix, Amazon Prime Video & Co., den Status des TV 2.0. als Leitmedium gefährden oder ihn sogar komplett ersetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt die Problematik des Medienwandels durch das Internet dar und definiert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Untersuchung.
2. Lineares Fernsehen: Erläutert die Grundlagen, die Entstehungsgeschichte des deutschen Rundfunksystems und die spezifischen Merkmale des linearen Fernsehens sowie die Finanzierungsform von Pay-TV.
3. Video-on-Demand und Streaming-Dienste: Analysiert verschiedene Arten von Streaming, Geschäftsmodelle und stellt wichtige Akteure wie Netflix, Amazon und Disney Plus vor.
4. Lineares Fernsehen versus Video-on-Demand: Vergleicht beide Medienformen anhand von Nutzerverhalten, Motiven und wirtschaftlichen Kennzahlen unter Berücksichtigung der Konkurrenzsituation.
5. Fazit: Resümiert die Ergebnisse, bewertet die Zukunftsaussichten für lineares Fernsehen und Streaming-Dienste und wagt eine Prognose über die weitere Entwicklung.
Schlüsselwörter
Fernsehen, Video-on-Demand, Streaming, Internet, Rundfunksystem, Medienwandel, Nutzerverhalten, Pay-TV, Netflix, Amazon Prime Video, Digitalisierung, Linearität, Mediennutzung, Mediatheken, Medienkonkurrenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den massiven Medienwandel weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zu digitalen Video-on-Demand-Angeboten und deren Auswirkungen auf die Fernsehnutzung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themen umfassen die Geschichte des deutschen Rundfunks, Geschäftsmodelle von Streaming-Plattformen, Nutzerverhalten und die wirtschaftliche Konkurrenz zwischen TV-Sendern und Online-Diensten.
Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu klären, ob das klassische Fernsehen durch moderne Streaming-Dienste in absehbarer Zeit vollständig verdrängt oder in seiner Rolle als Leitmedium abgelöst wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Datenanalyse durchgeführt, die aktuelle Statistiken zur TV-Nutzung, Umsatzdaten der Medienbranche und eine theoretische Aufarbeitung des Medienwandels kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des linearen Fernsehens, eine Übersicht wichtiger Video-on-Demand-Anbieter sowie einen direkten Vergleich beider Medienformen hinsichtlich Nutzerzahlen, Motivation und Ökonomie.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben Fernsehen und Streaming vor allem Digitalisierung, Medienwandel, Nutzerverhalten, Pay-TV sowie die Analyse verschiedener Geschäftsmodelle wie Subscription-Video-on-Demand.
Spielt die Corona-Pandemie eine Rolle für die Ergebnisse der Arbeit?
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass durch Lockdowns und verändertes Freizeitverhalten im Jahr 2020 sowohl das lineare Fernsehen als auch Streaming-Dienste einen deutlichen Anstieg der Nutzung und Reichweite verzeichnen konnten.
Welche Prognose stellt der Autor bezüglich des klassischen Fernsehens?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das lineare Fernsehen nicht unmittelbar verschwindet, sondern sich durch Transformationen und Mediatheken anpasst, wobei beide Angebotsformen in den nächsten Jahren parallel bestehen werden.
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- Anonym (Author), 2021, Video-Streaming - das Fernsehen der Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1577540