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Täuschen und Lügen in der PR

Normen, Fakten, Merten‐Auseinandersetzung – Eine PR‐ethische Auseinandersetzung mit der (Un)Wahrheit

Title: Täuschen und Lügen in der PR

Term Paper , 2010 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. A. cand. Janine Pentzold (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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Auf dem Careers Day Public Relations 2008 entfachte eine Debatte um das Lügen und die Moral in der PR, die bis dato andauert. Prof. Merten postulierte auf dieser Tagung, dass Lügen und Täuschen bei PR‐Praktikern an der Tagesordnung seien. Es kam zu einem Aufschrei in der Branche und seitdem wird um die Frage debattiert,ob PR eine Lizenz zu Täuschen hat und diese de facto nutzt oder ob erfolgreiche PR das Täuschen und Lügen per definitionem in Theorie und Praxis ausschließt. Um diese Frage beantworten zu können, wird zuerst das Lügen generell untersucht. Im Anschluss wird das Lügen konkret auf den Kontext von PR‐Aktivitäten bezogen - in diesem Zusammenhang wird auch auf den Zusammenhang von PR und Vertrauen, Image und Glaubwürdigkeit eingegangen und untersucht, in welcher Relation das Lügen und das Vertrauen zueinander stehen. Im weiteren Verlauf der Arbeit verlagert sich die Betrachtung des Lügens in der PR auf eine metaethische Ebene: welche Rolle spielt Ethik in der PR generell? Welche Arten von Ethik existieren? Welche ethischen Handlungsanleitungen bietet diese Ethik den PR‐Akteuren an? Welche Kodizes existieren für die PR und was besagen sie? Die Implementierung von Kodizes inkludiert i.d.R. auch die Frage nach der Notwendigkeit eines Kontrollorganes, welches die Einhaltung der Kodizes sicherstellt. Im Zusammenhang mit der PR‐Ethik soll dies der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) gewährleisten.
Wie arbeitet der DRPR und welche Wirkung haben seine Ratssprüche? Entsprechen die Kodizes den Anforderungen normativer Handlungsanleitungen? Oder sind sie „PR für PR“, wie Merten konstatiert? Diese Fragestellungen werden in der vorliegenden Arbeit untersucht.Nachdem die theoretischen Grundlagen in den ersten Teilen dieser Arbeit geschaffen wurden, soll danach die im Juni 2008 entbrannte Diskussion zwischen verschiedenen PR‐Praktikern bzw. Experten zum Thema (un)ethisches Verhalten in der PR abgebildet und genau analysiert werden. Diese Diskussion dreht sich um die Fragen:
Dürfen PR‐Praktiker lügen? Wird in der PR gelogen und wenn ja, ist das zu tolerieren oder gar notwendig für erfolgreiche PR? Die zu analysierende Diskussion wird in der Hauptsache von Merten und Bentele geführt. Beide gehören verschiedenen philosophischen Denkrichtungen – dem Konstruktivismus und dem Rekonstruktivismus
– an. Die wichtigsten Argumente der beteiligten Diskutanten werden einer näheren Untersuchung unterzogen und im Anschluss kritisch bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lüge: „Salz des Lebens“ oder unentschuldbares Fehlverhalten?

2.1. Definition des Lügens

2.2. Arten und Ursachen des Lügens

2.3. Folgen des Lügens

2.4. Positive Funktionen des Lügens

3. Lügen im Kontext der PR

3.1. Public Relations - Definitionen, Ziele, Aufgaben

3.2. Lügen in der PR

3.3. Vertrauen, Image und Glaubwürdigkeit in der PR

3.3.1. Das Vertrauen in die PR-Branche

3.3.2. Das durch PR geschaffene Vertrauen in Unternehmen und Organisationen

3.3.3. Die Rolle von Vertrauen zwischen verschiedenen PR-Akteuren

4. Ethik in der PR: Kodizes und Selbstkontrolle

4.1. Normen, Ethik und Moral in der PR

4.2. Verschiedene Arten der Ethik

4.2.1. Individual-, Organisations- und Branchenethik

4.2.2. Gesinnungs- und Verantwortungsethik

4.3. Notwendigkeit einer PR-Ethik?

4.4. Die wichtigsten PR-Kodizes

4.4.1. Code d’Athènes

4.4.2. Code de Lisbonne

4.4.3. Sieben Selbstverpflichtungen eines DPRG-Mitgliedes

4.5. Kontrolle der Einhaltung der Kodizes

4.5.1. Freiwilliges Selbstkontrollorgan der PR-Branche: der DRPR

4.5.2. Spruchpraxis des DRPR: Fall verdeckte PR Deutsche Bahn

4.6. Kritische Bewertung der Kodizes und des Selbstkontrollorganes DRPR

5. „Merten-Auseinandersetzung“: Hat die PR die Lizenz zu Täuschen?

5.1. Vorwort

5.2. EXKURS: Konstruktivismus - Rekonstruktivismus

5.2.1. Konstruktivismus

5.2.2. Rekonstruktivismus

5.3. Diskussion: Hat PR die Lizenz zu Täuschen?

5.3.1. Einleitung

5.3.2. Argumente und Gegenargumente in der „Merten-Auseinandersetzung“

5.3.3. Bewertung der Diskussion

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische Zulässigkeit von Lügen und Täuschung im Kontext von Public Relations, angestoßen durch eine kontroverse Debatte im Jahr 2008. Ziel ist es, die Rolle von Wahrheit und Vertrauen zu klären, die Bedeutung existierender ethischer Kodizes zu bewerten und die Forschungsfrage zu beantworten, ob PR-Praktiker Lügen als Mittel einsetzen dürfen oder ob dies den Kern erfolgreicher PR gefährdet.

  • Analyse der Definition, Ursachen und Funktionen des Lügens.
  • Untersuchung der Bedeutung von Vertrauen, Image und Glaubwürdigkeit in der PR-Praxis.
  • Kritische Bewertung von PR-Kodizes und des freiwilligen Selbstkontrollorgans DRPR.
  • Diskussion der „Merten-Auseinandersetzung“ unter konstruktivistischen und rekonstruktivistischen Vorzeichen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Das durch PR geschaffene Vertrauen in Unternehmen und Organisationen

Das Schaffen von Vertrauen in eine Organisation oder in ein Unternehmen gilt als eines der wichtigsten Ziele von PR. Dies zeigt eine Studie von Bentele/ Großkurth/ Seidenglanz: die Generierung von Vertrauen wird bei den Zielen der PR zwei Mal unter den drei wichtigsten Zielen genannt.

Wenn ein Unternehmen lügt und damit seine Glaubwürdigkeit einbüßt, verliert dieses auch das bis dato genossene Vertrauen seiner Anspruchsgruppen. Denn Vertrauen kann nur durch vertrauenswürdiges Verhalten, durch ethisch und moralisch einwandfreies Verhalten entstehen und aufrecht erhalten werden. Je öfter eine Organisation zeigt, dass sie glaubwürdig ist, desto stärker wiegt das in sie investierte Vertrauen. Umso größer der „Vertrauensvorrat“, desto schwerer ist das Vertrauen in ein Unternehmen zu zerstören. Jedoch ist auch solcher Vorrat kein Freibrief – wenn das Vertrauen oft oder sehr stark enttäuscht wird, genügt auch der größte Vertrauensvorrat auf Dauer nicht mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Debatte um Lügen in der PR dar und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.

2. Die Lüge: „Salz des Lebens“ oder unentschuldbares Fehlverhalten?: Analysiert psychologische Definitionen, Ursachen und Funktionen des Lügens im zwischenmenschlichen Bereich.

3. Lügen im Kontext der PR: Überträgt die Lügenproblematik auf die PR und beleuchtet die zentrale Rolle von Vertrauen, Image und Glaubwürdigkeit.

4. Ethik in der PR: Kodizes und Selbstkontrolle: Diskutiert die Notwendigkeit von Ethik, prüft verschiedene PR-Kodizes und bewertet die Rolle des DRPR als Kontrollorgan.

5. „Merten-Auseinandersetzung“: Hat die PR die Lizenz zu Täuschen?: Analysiert die philosophische Debatte zwischen Merten (Konstruktivismus) und Bentele (Rekonstruktivismus) hinsichtlich PR-Ethik.

6. Fazit und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Wahrheit und Transparenz für die langfristige Handlungsfähigkeit von Unternehmen.

Schlüsselwörter

Public Relations, PR-Ethik, Lügen, Täuschung, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Kodizes, DRPR, Konstruktivismus, Rekonstruktivismus, Merten-Auseinandersetzung, Unternehmenskommunikation, moralisches Verhalten, Verantwortungsethik, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Kontroverse, ob Lügen und Täuschung in der PR als notwendiges Strukturmerkmal akzeptabel sind oder die Glaubwürdigkeit von Unternehmen nachhaltig zerstören.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen des Lügens, die Bedeutung von Vertrauen in der PR, die Funktion ethischer Kodizes und die wissenschaftliche Debatte zwischen Merten und Bentele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob PR eine „Lizenz zum Täuschen“ hat, ob Lügen in der Praxis unvermeidbar sind und welche Rolle ethische Standards dabei spielen sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Untersuchung einer fachwissenschaftlichen Diskursdebatte, ergänzt durch empirische Studien zur PR-Branche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von PR, die Struktur ethischer Kodizes (z.B. Code d’Athènes, Code de Lisbonne), die Arbeit des DRPR sowie die Auseinandersetzung zwischen konstruktivistischen und rekonstruktivistischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie PR-Ethik, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Täuschung, Konstruktivismus und die Merten-Auseinandersetzung geprägt.

Was ist das „Merten-Argument“ zur PR?

Klaus Merten postuliert, dass PR als „Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten“ zwangsläufig Techniken der Täuschung nutzt, was Bentele und andere mit Verweis auf die notwendige Isomorphie von Realität und Kommunikation entkräften.

Warum wird der DRPR oft als „zahnloser Tiger“ bezeichnet?

Aufgrund fehlender öffentlicher Bekanntheit und begrenzter Sanktionsmöglichkeiten (nur Rügen statt harter Strafen) wird die Wirksamkeit des Deutschen Rats für Public Relations immer wieder kritisch hinterfragt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Transparenz?

Die Autorin plädiert für einen Kurswechsel: Weg von der Wahrheitsverschleierung hin zu einer freiwilligen Transparenz, da dies im „Glashaus-Zeitalter“ der Onlinekommunikation die einzige langfristige Überlebenschance für Unternehmen ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zu den PR-Kodizes?

Die Kodizes sind zwar lückenhaft und teils praxisfern, aber dennoch unverzichtbare normative Wegweiser, die einer kontinuierlichen Aktualisierung und einer stärkeren Einbindung in die PR-Ausbildung bedürfen.

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Details

Title
Täuschen und Lügen in der PR
Subtitle
Normen, Fakten, Merten‐Auseinandersetzung – Eine PR‐ethische Auseinandersetzung mit der (Un)Wahrheit
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Grade
1,3
Author
M. A. cand. Janine Pentzold (Author)
Publication Year
2010
Pages
47
Catalog Number
V157762
ISBN (eBook)
9783656127727
ISBN (Book)
9783656132257
Language
German
Tags
PR-Ethik Ethik PR Lügen Täuschen Schönfärberei Merten Bentele Vertrauen PR-Codizes Moral Konstruktivismus Rekonstruktivismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. cand. Janine Pentzold (Author), 2010, Täuschen und Lügen in der PR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157762
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