Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Sport, Sport Pedagogy

Gesundheitserziehung im Sportunterricht

Mehrperspektivität und curriculare Richtvorgaben

Title: Gesundheitserziehung im Sportunterricht

Term Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Vivien-Isabel Winda (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Sportliche Aktivität wird oft als Voraussetzung für die Gesundheit der Bevölkerung gesehen, und wenn auch verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, so ist die körperliche Aktivität ein entscheidendes Kriterium und wichtig für die Gesundheit des Menschen. Aufgrund der Tatsache, dass die Gesundheit zu einem immer wichtiger werdenden Thema – auch aufgrund der erheblichen Kosten des Gesundheitssystems – in der Gesellschaft wird und in allen Lebensbereichen Interesse findet, habe ich mich mit der Frage beschäftigt, inwieweit junge Menschen in die Gesundheitsthematik involviert werden. Schließlich ist immer wieder die Rede davon, dass Kinder übergewichtig sind, sich falsch ernähren und das stille Sitzen vor TV, Spielekonsolen & Co. der körperlichen Aktivität in der Gesellschaft und der Natur vorziehen. Sicherlich ist das ein Problem, für welches die Eltern verantwortlich gemacht werden müssten. Das ist aber nicht einfach, da die Eltern oft selbst adipös, an sportlicher Aktivität nicht interessiert sind und einfachhalthalber eine ungesunde Ernährung bevorzugen. Hinzu kommt noch, dass aufgrund der wirtschaftlichen Lage oft beide Elternteile berufstätig sind und die Kinder nach der Schule nicht von ihnen betreut werden können. Aus dem Grund kann auch nur schwer darauf geachtet werden, dass die Freizeit sinnvoll gestaltet wird. Wichtig ist es deshalb, die Kinder und Jugendlichen, auch außerhalb der Familie, frühzeitig und nachhaltig für ihre eigene Gesundheit zu sensibilisieren. Naheliegend scheint es da, sich im System Schule umzuschauen und dort natürlich expliziter im Unterrichtsfach Sport.
Da das Thema Gesundheit und die dazugehörigen Unterthemen sehr weitreichend sind und viele Bereiche mit einbeziehen, werde ich in meiner Hausarbeit nur einen kleinen Ausschnitt des großen Themenbereiches anschneiden können. Das Ziel meiner Hausarbeit soll es folglich sein, aufzuzeigen, welchen Stellenwert Gesundheit im Allgemeinen und in der Schule hat und inwieweit eine Unterrichtsgestaltung unter gesundheitserzieherischen Aspekten umgesetzt werden kann.
Um einen besseren Einstieg in die Thematik meiner Arbeit zu bekommen, biete ich zuerst Definitionen der Kernbegriffe Gesundheit und Gesundheitserziehung. Danach gehe ich auf die Bedeutung der grundlegenden Gesundheitsmodelle ein, auf die sich die eine oder andere pädagogische Methode bezieht. ...

1. Einleitung
2. Defintion
3. Gesundheitsmodelle
4. Lehrplanvergleich
5. Mehrperspektivität
6. Gestaltungsprinzipien

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Gesundheit

2.2 Gesundheitserziehung

3. Gesundheitsmodelle

3.1 Risikofaktoren-Modell

3.2 Diätetik-Modell

3.3 Salutogenese-Modell

4. Lehrplanvorgaben – Ein Vergleich

4.1 ehrplan Nordrhein-Westfalen

4.2 Lehrplan Niedersachsen

5. Mehrperspektivität im Sportunterricht

6. Gestaltungsprinzipien im Sportunterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert der Gesundheitserziehung im Schulfach Sport und analysiert, wie moderne sportpädagogische Modelle sowie curriculare Vorgaben der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen dazu beitragen können, junge Menschen für eine gesundheitsbewusste Lebensführung zu sensibilisieren.

  • Bedeutung und Definition von Gesundheit und Gesundheitserziehung
  • Vergleichende Analyse sportpädagogischer Gesundheitsmodelle (Risikofaktoren, Diätetik, Salutogenese)
  • Evaluation gesundheitserzieherischer Anteile in aktuellen Lehrplänen
  • Mehrperspektivität und Gestaltungsprinzipien für einen gesundheitsfördernden Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

3.3 Salutogenese-Modell

Das Wort Salutogenese setzt sich aus dem lateinischen Wort salus (Gesundheit) und dem griechischen Wort genesis (Entstehung) zusammen. Das Modell der Salutogenese ist auf den israelischen Professor Aaaron Antonovsky zurückzuführen. Er fasst gesundheitliche Zusammenhänge verständlich auf und vernetzt sein Modell mit Grundlagen anderer Gesundheitsmodellen. Das Salutogenese-Modell „beschreibt Gesundheit und Krankheit nicht als einander entgegengesetzte Phänomene, sondern begreift sie als die Pole eines Kontinuums, auf dem der Mensch je nach Lebenssituation auf seine Befindlichkeit einwirken kann (...)“ (Kottmann & Küpper, 1999, S. 236).

Wie Menschen aufgrund vielfältiger Belastungen in ihrer Umwelt gesund bleiben und wie sie diese Belastungen bewältigen, ist die Leitfrage des Salutogenese-Modells. In dessen Mittelpunkt steht der Kohärenzsinn, welcher jedem Menschen die Möglichkeit bietet, seine individuellen gesundheitsfördernden Ressourcen zu nutzen. Widerstandsquellen (physikalischer, physischer, psychischer und sozialer Art) gehören zu den gesundheitsfördernden Ressourcen und dienen somit als Schutzfaktor bei Belastungen und Stressoren. Das Sporttreiben wird in diesem Modell stark integriert, da es den Kohärenzsinn weiter ausbildet und die Widerstandsquellen festigen und somit die Balance auf dem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit besser gehalten werden kann (Vgl. Balz & Kuhlmann, 2003, S. 213-214).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Gesundheitserziehung angesichts gesellschaftlicher Bewegungsmangel-Problematiken und definiert das Ziel, den Stellenwert von Gesundheit im Schulkontext zu untersuchen.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die Begriffe Gesundheit und Gesundheitserziehung anhand der Ottawa-Charta sowie sportpädagogischer Literatur definiert und als ganzheitliche Balancezustände erläutert.

3. Gesundheitsmodelle: Hier werden das Risikofaktoren-Modell, das Diätetik-Modell und das Salutogenese-Modell vorgestellt, um den theoretischen Rahmen für gesundheitsbezogenes Handeln im Sport zu schaffen.

4. Lehrplanvorgaben – Ein Vergleich: Das Kapitel vergleicht die Kernlehrpläne von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hinsichtlich der Verankerung und praktischen Umsetzung gesundheitserzieherischer Ziele im Sportunterricht.

5. Mehrperspektivität im Sportunterricht: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Mehrperspektivität nach Dietrich Kurz und dessen Bedeutung für die Erziehung zum und durch den Sport.

6. Gestaltungsprinzipien im Sportunterricht: Hier werden pädagogische Gestaltungsprinzipien wie Sensibilisierung und Milieubildung vorgestellt, die den Sportunterricht zu einem Ort ganzheitlicher Gesundheitsförderung machen sollen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer nachhaltigen Gesundheitserziehung, die über die Schulzeit hinaus Bestand hat.

Schlüsselwörter

Gesundheitserziehung, Sportunterricht, Salutogenese, Risikofaktoren-Modell, Diätetik-Modell, Mehrperspektivität, Lehrplan, Schulsport, Bewegte Schule, Handlungskompetenz, Gesundheitsförderung, Lebensführung, Sportpädagogik, Stressbewältigung, Kohärenzsinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Gesundheitserziehung im Rahmen des Sportunterrichts und untersucht, wie Schulen Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, eine gesundheitsbewusste Lebensführung zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen theoretische Gesundheitsmodelle, curriculare Vorgaben für den Sportunterricht sowie sportdidaktische Ansätze zur Vermittlung von Gesundheitskompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Stellenwert Gesundheit in der Schule hat und inwiefern eine Unterrichtsgestaltung nach gesundheitserzieherischen Aspekten in die Praxis umgesetzt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das Risikofaktoren-Modell, das klassische Diätetik-Modell sowie das salutogenetische Modell nach Antonovsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Gesundheit, vergleicht die Lehrpläne von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und erläutert die Bedeutung der Mehrperspektivität und spezifischer Gestaltungsprinzipien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Gesundheitserziehung, Sportunterricht, Mehrperspektivität, Salutogenese und Handlungskompetenz.

Welche Rolle spielt die „bewegte Schule“ in diesem Konzept?

Die „bewegte Schule“ wird als ein Projekt genannt, das auf den Gestaltungsprinzipien der Gesundheitserziehung basiert, um den gesamten Schulalltag aktiver und gesundheitsfördernder zu gestalten.

Wie unterscheidet sich das Salutogenese-Modell von anderen Ansätzen?

Es betrachtet Gesundheit und Krankheit nicht als Gegensätze, sondern als Pole auf einem Kontinuum, wobei der Fokus auf der Stärkung des Kohärenzsinns und der persönlichen Widerstandsquellen liegt.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Gesundheitserziehung im Sportunterricht
Subtitle
Mehrperspektivität und curriculare Richtvorgaben
College
University of Hannover  (Sportwissenschaften)
Course
Sport und Gesundheitserziehung
Grade
2,0
Author
Vivien-Isabel Winda (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V157803
ISBN (eBook)
9783640704811
ISBN (Book)
9783640704934
Language
German
Tags
Sport Gesundheit Erziehung Richtvorgaben Curriculare Mehrperspektivität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vivien-Isabel Winda (Author), 2010, Gesundheitserziehung im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157803
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint