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Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien

Können Frauen in die traditionellen Typologien eingeordnet werden? Eine kritische Auseinandersetzung

Titel: Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien

Seminararbeit , 2007 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann Alexander Hausen (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Macher sind Männer – Männer sind Macher“ , so lautet die Überschrift einer Medieninformation der Fachhochschule Gelsenkirchen. Mit diesem Satz soll dargelegt werden, dass der Unternehmer in der Vorstellung der meisten Deutschen noch immer ein Mann ist.
Das ist aber in der heutigen Zeit bei Weitem nicht mehr der Fall. Im Jahr 2005 sind laut dem Statistischen Bundesamt 30,1 % der Selbstständigen Frauen.
Auch in der Betriebswirtschaftslehre und Unternehmerforschung wurden Frauen lange Zeit nicht richtig wahrgenommen. Erst im Zuge des angebli-chen Gründerinnenbooms in den 80er Jahren entdeckte man die Existenz-gründerin als neues Forschungsgebiet.
Deshalb existieren Gebiete in der BWL, in denen die verschiedenen Ge-schlechter nicht explizit berücksichtigt werden. So zum Beispiel die traditionellen Unternehmertypologien, mit deren Hilfe versucht wird, die heterogene Masse der Unternehmer in verschiedene Kategorien einzuteilen. Hier wird grundsätzlich der Begriff Unternehmer benutzt. Fraglich ist nun, ob die tradi-tionellen Unternehmertypologien die Unternehmerinnen ausgrenzen, oder ob sich Frauen in diese Typologien einordnen lassen. In diesem Fall würde der Begriff Unternehmer, sowohl Männer als auch Frauen umfassen. Zur Bear-beitung dieses Themas darf auch die Geschlechterpsychologie nicht ausgeblendet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau

3. Theoretische Grundlagen

3.1. Unternehmertypologien

3.1.1. Definition

3.1.2. Arten

3.1.3. Kritik

3.2. Unternehmerinnen

3.2.1. Entwicklung der Unternehmerinnenschaft

3.2.2. Differenzen zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern

3.2.2.1. Bildung und Ausbildung

3.2.2.2. Motive und Ziele

3.2.2.3. Psychologische Eigenschaften

4. Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien

4.1. Unternehmerinnen und die Vierertypologie nach STRATOS

4.2. Beachtung des Androgyniekonzepts

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob Frauen in die traditionellen, männlich geprägten Unternehmertypologien einzuordnen sind. Dabei wird analysiert, inwieweit geschlechtsspezifische Unterschiede bei Bildungsbiografien, Motiven, Zielen und psychologischen Eigenschaften die Anwendung dieser Typologien auf Unternehmerinnen beeinflussen.

  • Analyse des traditionellen Unternehmerbildes und dessen Gender-Bias.
  • Untersuchung der Differenzen zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern in relevanten Erfolgsfaktoren.
  • Kritische Anwendung einer funktional-personalen Unternehmertypologie (STRATOS-Studie) auf Frauen.
  • Integration des Androgyniekonzepts zur Überwindung starrer Geschlechterstereotypen in der Typisierung.

Auszug aus dem Buch

4.1. Unternehmerinnen und die Vierertypologie nach STRATOS

Wie unter 3.1.1. beschrieben existiert eine Vielfalt verschiedenster Unternehmertypologien mit verschiedensten Ansätzen. An dieser Stelle ist es darum nicht möglich, eine ganzheitliche Aussage darüber zu tätigen, inwiefern Frauen in traditionelle Unternehmertypologien eingeordnet werden können. Deshalb wird sich auf die oben beschriebene funktional-personale Unternehmertypologie beschränkt, die Unternehmer in die Typen Organisator, Allrounder, Routinier und Pionier einteilt. Die Auswahl gerade dieser Unternehmertypologie ist damit begründet, dass bei vielen anderen Autoren wie Sombart, Miles und Snow, Schumpeter, Marshall, Cantillon etc. ebenfalls diese oder ähnliche Unternehmertypen aufgegriffen werden.

Zur Bearbeitung des Seminarthemas ist es hilfreich, die Einflussgrößen zu ermitteln, die bei der Einordnung der Frauen in die Unternehmertypologie Probleme bereiten können. Dabei geht es nicht darum, welchen der vier Unternehmertypen Frauen am ehesten zugeteilt werden können, sondern ob trotz der geschlechtsspezifischen Differenzen sämtliche Merkmalsausprägungen in der Unternehmertypologie abgebildet sind. Dazu soll im folgenden klar herausgearbeitet werden, welche Kriterien bei der untersuchten Unternehmertypologie typenbildend und gleichzeitig bei der geschlechtsspezifischen Betrachtung von Bedeutung sind. Als Orientierung dienen hier die bereits unter 3.2.2. genannten Bereiche Bildung und Ausbildung, Motive, Ziele und geschlechtspsychologische Eigenschaften.

Im Bereich Bildung und Ausbildung bestehen z. T. zwar starke Differenzen zwischen Männern und Frauen, jedoch sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede nicht höher, als die Unterschiede die eh schon in der heterogenen Masse der Unternehmer bestehen. So treten einzelne Qualifikationen wie unter 3.2.2.1. beschrieben zwar in verschiedener Häufigkeit bei Männern und Frauen auf, sind aber trotzdem bei beiden Geschlechtern vertreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die männliche Dominanz in der Unternehmerforschung und formuliert die zentrale Forschungsfrage, ob traditionelle Typologien Unternehmerinnen ausgrenzen oder integrieren können.

2. Aufbau: Dieses Kapitel erläutert den strukturellen Aufbau der Seminararbeit und die methodische Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage anhand einer Unternehmertypologie.

3. Theoretische Grundlagen: Hier werden der Unternehmerbegriff definiert, verschiedene Typologien vorgestellt und die spezifische Rolle sowie Charakteristika von Unternehmerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen analysiert.

4. Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien: Dieses Hauptkapitel prüft durch die Anwendung der STRATOS-Typologie und das Androgyniekonzept, ob Unternehmerinnen tatsächlich in bestehende Kategoriensysteme passen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Einordnung von Frauen in diese Typologien zwar möglich ist, die traditionellen Modelle jedoch durch die Einbeziehung des Androgyniekonzepts sinnvoll ergänzt werden sollten.

Schlüsselwörter

Unternehmertypologie, Unternehmerin, Genderperspektive, STRATOS-Studie, Unternehmerforschung, Androgyniekonzept, Gründerinnen, Wirtschaftspsychologie, Geschlechterrolle, Erfolgsfaktoren, Humankapital, Motivation, Selbstständigkeit, Unternehmertum, Stereotypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob traditionelle, oft einseitig auf Männer ausgerichtete Unternehmertypologien geeignet sind, auch Unternehmerinnen zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Unternehmerforschung, verschiedene Unternehmertypologien, die historische und aktuelle Situation von Unternehmerinnen sowie psychologische Geschlechterkonzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ermitteln, inwieweit Frauen in die traditionellen Unternehmertypologien eingeordnet werden können und ob diese Typologien das unternehmerische Handeln von Frauen adäquat abbilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Vergleich von Unternehmerinnen und Unternehmern anhand von Literaturanalysen (Bildung, Motive, Eigenschaften) mit einer funktional-personalen Typologie kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Erfolgsfaktoren und psychologische Merkmale von Unternehmerinnen und führt diese mit der STRATOS-Vierertypologie sowie dem Androgyniekonzept zusammen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Unternehmertypologie, Unternehmerin, Genderperspektive, Androgyniekonzept, Gründerinnen und Unternehmerforschung.

Welche Rolle spielt die STRATOS-Studie in der Untersuchung?

Sie dient als konkretes Beispiel für eine funktional-personale Unternehmertypologie, an der geprüft wird, ob die Merkmale von Unternehmerinnen in den Kategorien Organisator, Allrounder, Routinier und Pionier abgedeckt sind.

Warum ist das Androgyniekonzept für die Arbeit relevant?

Es hilft zu erklären, dass sowohl Männer als auch Frauen sowohl maskuline als auch feminine Eigenschaften besitzen können, was die Kritik an der binären und starren Einordnung in traditionelle Unternehmertypen unterstützt.

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Details

Titel
Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien
Untertitel
Können Frauen in die traditionellen Typologien eingeordnet werden? Eine kritische Auseinandersetzung
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Diplom-Kaufmann Alexander Hausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
26
Katalognummer
V157826
ISBN (eBook)
9783640714438
ISBN (Buch)
9783640714544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
KMU Unternehmertypologien Gender Unternehmerinnen Unternehmer Unternehmertum Entrepreneurship Entrepreneur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann Alexander Hausen (Autor:in), 2007, Unternehmerinnen und traditionelle Unternehmertypologien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157826
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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