Der Schlüssel zur Zeit - Simone de Beauvoirs "Die Mandarins von Paris"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
17 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

0. Einleitung

1. Inhalt

2. Analyse
2.1 Philosophische Aspekte
2.1.1 Das Dilemma der Politik
2.1.2 Die Freiheit der Entscheidung
2.1.3 Modelle von Weiblichkeit
2.2 Literarische Aspekte

3. Resumee

4. Literaturverzeichnis

Einleitung

Vom Juni 1940 bis August 1944 lebten die Pariser Burger unter der Besatzung Nazi- Deutschlands. Eine lange ,Fastenzeit'[1] fur Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und ihren Freundeskreis von Kunstlern, Autoren und Kampfern der Resistance. Die wahrend der Gefechte erlebte Eintracht und Solidaritat der Kampfer verschiedenster politischer Auffassungen muss Sartre und Beauvoir wie ein Versprechen eines neuen (politischen) Aufbruchs erschienen sein. Doch wie viele Andere erlebten auch sie bald nach der Befreiung Paris', dass die neue Freiheit durchaus mit Widerspruchen und individuellen Zwangen durchsetzt war.

Die zuvor erlebte Einigkeit schlug bereits nach wenigen Tagen um in politische Zersplitterung; und Frankreich fand sich bald in der Zwickmuhle, sich im Rahmen des Wiederaufbaus einer der zwei Supermachte - den kapitalistischen USA oder der kommunistischen UdSSR - anzuschlieBen. Die Amerikanische Unterstutzung mochte Frankreich naher an die Vereinigten Staaten geruckt haben, doch fur viele Intellektuelle blieb die Sowjetunion Sinnbild einer wahrhaft befreiten Zukunft.

Simone de Beauvoirs 1954 bei Gallimard erschienener Roman Les Mandarins (Die Mandarins von Paris) zeichnet die chaotischen Jahre direkt nach der Befreiung (1944-48) nach und wurde noch im Jahr seiner Veroffentlichung mit dem begehrten Prix Goncourt ausgezeichnet. Mit fast 800 Seiten ist Les Mandarins vielleicht der langste und komplexeste Roman von Beauvoir, die das elfJahre nach ihrem Erstlingswerk Le invitee (Sie kam und Sie blieb)[2] und funf Jahre nach Le Deuxieme Sexe (Das Andere Geschlecht)[3] erschienene Buch als ihren personlichen Favoriten beschrieb.[4] Das aktuelle Taschenbuch in deutscher Sprache erschien bei Rowohlt und ist bereits zum 37. Mal aufgelegt.

Simone de Beauvoir schrieb gut vier Jahre an den Mandarins. Da die Nachkriegsjahre fur sie gepragt von theoretisch-moralischen Werken waren, uberrascht es nicht, in den handelnden Figuren einige Ideen aus Essays wie Pourune morale de l'ambiguite (Fur eine Moral derDoppelsinnigkeit) oder dem Anderen Geschlecht anzutreffen.[5] Nachdem Beauvoir bereits 1951 die erste Fassung abgeschlossen hatte, uberarbeitete sie das Buch gemaB Sartres Korrektur und nach einigen privaten und politischen Veranderungen weitere zwei Jahre. Auf Sartres Anraten entschied sie sich auch gegen die Titel Die Uberlebenden und Die Verdachtigen; Stattdessen verweisen die Mandarins von Paris mit einem Anflug von Ironie auf ihre Zweifel am tatsachlichen Einfluss der Intellektuellen am Zeitgeschehen - Der Begriff ,Mandarin' stammt aus dem Chinesischen und bedeutet soviel wie ,Minister' oder ,Staatsdiener'.

1. Inhalt

Tatsachlich kampfen Beauvoirs Akteure auf alien Ebenen ihres Lebens mit einer Art Ladehemmung, welche sich aus dem Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Pflichttreue ergibt. Es ist quasi unmoglich, im Schlusselroman, der Le Mandarins nun mal ist, nicht auch Sartre, Beauvoir oder Camus zu erkennen[6], jedoch ware es ein Fehler, das Buch auf eine eins-zu-eins Schilderung wahrer Begebenheiten zu reduzieren. Seinen Erfolg und seine anhaltende Beliebtheit hat der Roman in vielerlei Hinsicht eben jener personlich-authentischen Note und seiner Komplexitat zu verdanken.

Die Mandarins von Paris beginnt mit einem Fest am Weihnachtsabend 1944, kurz nach der Befreiung Paris'. Beauvoir versammelt hier alle wesentlichen Charaktere samt deren politischen Ambitionen (und den sich daraus ergebenden Spannungen): HenriPerron ist ein Schriftsteller in den DreiBigern, der mit seinem ersten Roman einen Bestseller geschrieben hat, die linke (aber nicht-kommunistische) Tageszeitung L'Espoir herausgibt, wahrend dem Krieg im Widerstand aktiv war und sich nun nichts sehnlicher wunscht, als sich vorerst von der Politik zu verabschieden. Henris Mentor Robert Dubreuilh ist etwa sechzig Jahre alt und einer der bedeutendsten Denker und Autoren seiner Zeit. Dubreuilh schmiedet Plane, die Arbeiter und die nichtkommunistische Linke in seiner Partei, dem SRL, zu vereinen.[7] Seine Frau Anne (die neben Henri als Erzahler auftritt) ist zwanzig Jahre junger und erfolgreiche Psychotherapeutin - Dementsprechend erfahrt der Leser durch ihre Augen einen oft intimeren, privaten Einblick in die Beziehungen im Roman. Im Laufe der Handlung durchlebt Anne personliche Herausforderungen und Widerspruche, welche die politischen im Leben Henris spiegeln. Anne und Robert haben auch eine jugendliche Tochter, Nadine. Und schlieBlich Paule Mureuilh, Annes Freundin und seit zehn Jahren Henris Geliebte. Einst war sie eine bekannte Sangerin, jedoch gab sie ihre Karriere auf, um sich ganz auf ihre Liebe zu und Sorge um Henri zu widmen.

Was sich das Gros der Akteure als Beginn einer neuen Phase der Ruhe und des Friedens nach den Wirren des Kriegs erhofft hat, entpuppt sich stattdessen als Ara voller personlicher und politischer Spannungen. So entwickelt sich Henris Reise nach Portugal wenig erholsam, als er auf die herrschenden sozialen Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten wird. Zum ersten und nicht letzten Mai im Laufe der Handlung sinniert er uber Zweck und Selbstzweck von Literatur und Journalismus. Durch seine Entscheidung, seine Zeitung Roberts Partei anzuschlieben oder nicht, lasst ihn Beauvoir die Macht der Medien und des geschriebenen Wortes ausloten. Trotz aller Unbehaglichkeit legt Henri schlieblich seine Plane fur einen „heiteren Roman"[8] auf Eis.

Ab dem vierten Kapitel erhalt der Leser durch die Augen Annes einen wesentlich privateren Einblick in die Handlung. Annes Sicht ist gepragt von Tod, der sie in den Geschichten ihrer Patienten, dem Tod des Liebhabers ihrerTochter wahrend des Kriegs und im sichtlichen Altern ihres Ehemanns verfolgt. Ihre Entscheidung, die Einladung zu einer Lesereise in die USA anzunehmen ist daher wirklich eine ,Entscheidung, wieder zu leben[9] Paules sturer Versuch, Henri (welcher schon lange keine Liebe mehr fur sie empfindet) als ihr ,Lebenswerk'[10] zu sehen, fuhrt sie unterdessen immertiefer in eine manische Obsession.

Der L'Espoir erlebt eine Reihe von Neuerungen, vor allem da Henri und seine Mitstreiter in einer finanziellen Krise gezwungen sind, alternative Gelder aufzutun. Durch einen reichen Finanzier kann Henri die Zeitung halten, nicht aber deren politischen Kurs, welcher zunehmend aufdie Kommunistische Partei zudriftet.

Die tatsachliche Trennung von Paule vollzieht Henri letztendlich erst wegen Affare mit der jungen Schauspielerin Josette Belhomme; Paule jedoch verschliebt weiterhin die Augen vor der Realitat des Abschieds.

Im funften Kapitel macht Henri gleich zwei wesentliche und schmerzhafte Entdeckungen: zum einen erfahrt er von der Existenz der russischen Straflager, zum anderen von Josettes Liebschaft mit einem Nazi-Offizier in der Vergangenheit. Das tatsachliche Bestehen der Lager bedeutet fur ihn die Enttauschung aller auf die Sowjetunion gesetzten Hoffnungen auf ein besseres Leben, und die Veroffentlichung dieser Neuigkeit zwangslaufig einen herben Ruckschlag fur die Linke und die Kommunistische Partei, die sich der russischen Linie angeschlossen hatten. Uber dem Fur-und-Wider der Publikation kommt es zum Bruch zwischen Henri und Robert.

Die zweite GroBmacht Amerika wird wahrenddessen ganzlich durch den privaten Filter Annes gezeigt: Wahrend ihrer Lesereise beginnt sie eine leidenschaftliche Liebesaffare mit Lewis Brogan (eine nur vage verschleierte Version von Beauvoirs Affare mit Nelson Algren, dem sie die Mandarins gewidmet hat). In seinen Armen fuhlt Anne ihren Korper ,zuruck ins Leben kommen', und durch seine Augen sieht sie das Land: „The same United States that produces Lewis also threatens the world with its bombs and its aggressive form ofcapitalism".[11]

Nach dem Abdruck seines Lager-Artikels findet sich Henri in politischer Isolation wieder. Paule, die nun endlich das Ende ihrer Beziehung einsieht, erleidet einen Nervenzusammen-bruch und wird von Anne in eine Klinik gebracht. Die Konfrontation mit einem Erpresser, welcher versucht, aus Josettes Liaison mit dem deutschen Offizier Kapital zu schlagen, bringt Henri in die bisher argste Zwickmuhle, als seine moralischen und politischen Ansichten der Loyalitat zu Josette direkt gegenuber stehen. An diesem Punkt ist keine eindeutige, allgemein-verbindliche Moral mehr moglich - Henri ist ein Mandarin geworden. Wenn er auch durch eine Falschaussage vor Gericht ihr Leben rettet, beendet er danach doch ihre Beziehung. Auch kundigt er seinen Posten beim L'Espoir. Einzig Robert findet trostende Worte: dass es keine private Moral gibt. (...) Man kann kein korrektes Leben in einer Gesellschaft fuhren, die nicht korrekt ist"[12].

Bei ihrer letzten Reise nach den USA stellt Anne fest, dass Lewis sie nicht mehr liebt und kehrt daher todunglucklich nach Frankreich zuruck. Kurz vor dem Suizid aber kommt die Einsicht: ,,Mein Tod gehort nicht mir"[13]. Angesichts ihrer Enkelin Maria, derTochter Nadines und Henris, die in der Zwischenzeit geheiratet haben und ihren Umzug nach Italien planen, wo Henri der Politik den Rucken kehren mochte, findet sich Anne zu involviert, als dass sie sich einfach aus dem Leben nehmen konnte.[14]

Die ,leichte' Novelle, welche zu schreiben Henri zu Ende der Mandarins plant, offenbart seine Einstellung zur Rolle der Literatur und Politik. Als er hilft, den Leichnam des ermordeten Verraters Sezenac verschwinden zu lassen, versuchte er zugleich, wieder etwas Gerechtigkeit in die Welt zu schaffen; Sein Roman als ,,Portrait der Zeiten"[15] und Darstellung einer „Geschichte von heute, in der die Leser ihre Sorgen und Probleme wieder finden wurden"[16] deckt sich quasi mit der Herangehensweise Beauvoirs an den Schlusselroman Les Mandarin - Das Schicksal und Streben des Einzelnen, die Rolle der Literatur und die Politik sind untrennbar mit ihrer Zeit und deren Ereignissen verbunden.[17]

2. Analyse

In ihrer Autobiographie schreibt Beauvoir, sie habe Henri Perron sowohl nach dem Vorbild Albert Camus' (dessen Mitarbeit in der Resistance und am Magazin Combat, dem Pendant zum L'Espoir, gleichermaBen uberliefert ist), als auch ihrem eigenen Charakter nachempfunden. Robert Dubreuilh, unschwer zu erahnen, gleicht im Wesen Jean-Paul

Sartre; Seine Frau Anne gleicht ebenfalls Simone de Beauvoir[18] Wahrend Anne Beauvoirs private Seite reprasentiert, spiegeln sich in Henris Verhalten Fragen zur Politik, der Rolle der Literatur, sowie ganz allgemein der Rolle des Intellektuellen nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Zweiteilung der Charakterzuge hat Elisabeth Fallaize zu Recht als mannlich/positiv-weiblich/negativ-Struktur skizziert: ,,Henri has heroptimism, her appetites, her taste for activity - and, of course, the pen. Anne has fear and shame, and the negative aspects of my experience"'.[19]

Auch wenn die Gender-Problematik immer wieder auftaucht - Zentrales Thema der Mandarins ist n ic ht ausschlieBlich der Versuch der weiblichem Hauptfigur, Teil der mannlichen Subjektwelt zu werden. Eingebettet in die spezifisch-individuellen Situationen streift Beauvoir die ,klassischen'Themen des Existenzialismus, Angst, Tod, Freiheit, Verantwortung, Moral, usw. Sartre beschrieb die freie existentialistische Wahl als Wirklichkeit in der Tat. Aus der menschlichen Erfahrung von Angst, Tod, usw. erfahre der Mensch seine ,Geworfenheit'; Aus dieser erst konne er ein Selbstbild entwickeln, aus dem heraus seine Freiheit bzw. Selbstbestimmung resultiere.

Diese Selbst-Bestimmung beschreibt Beauvoir als eine Art personlichen ,Vorzug': Sowohl die politische, als auch die sexuelle Wahl ist eine Frage individueller Entscheidung: „Bindung ist nichts anderes als Wahl, Liebe bedeutet nichts anderes als Vorzug", sagt Robert Dubreuilh.[20] Wahrend auf politischer Ebene moralische Zweifel an einer Liaison mit der Kommunistischen Partei zugunsten eines politischen Statements ignoriert werden, erteilen erst Anne und spater auch Henri ihren romantischen Beziehungen eine Absage, um sich stattdessen einem ,bevorzugten' Partner zuzuwenden[21]. (Wie es ja auch Beauvoir selbst tat, als sie sich von Nelson Algren ab- und Sartre abermals zuwandte.)

Im Wesen wiederholt Beauvoir hier ihre Strategie aus Alle Menschen sind sterblich, wo sie Beziehungen im Laufe des Romans Problemen ausgesetzt, in Frage gestellt, gegen Ende aber als gefestigt darstellte; Ganz ahnlich Kierkegaards Motiv der Wiederholung: „truly to possess something one must have lost it and found it again".[22]

2.1Philosophische Aspekte

Der Aufstand gegen burgerliche Werte, wie er z.B. in Sie kam und Sie blieb und Das andere Geschlecht im Vordergrund stand, spielt im Dunstkreis der Mandarins eher unterschwellig eine Rolle. Vordergrundig dreht sich deren Leben um die existenzialistischen Werte des Strebens nach Wahrhaftigkeit, Nachhaltigkeit und Freiheit.

Hier enthullt Beauvoir, verpackt in konkrete Schicksale, Widerspruchlichkeiten und Unvereinbarkeiten. In jeder der Konfliktsituationen lasst die Autorin ihre Protagonisten zwischen Alternativen ,wahlen', teils bewusst, teilweise ausgesprochen vorsatzlich. So ist beispielsweise die Freundschaft Roberts und Henris uber den gesamten Handlungsverlauf gepragt durch ihre Einstellung gegenuber politischen und literarischen Reizpunkten. Immer wieder holt Henri Roberts Meinung ein, bevor er eine Entscheidung fallt; Zum Bruch fuhrt letztendlich ihr Verhaltnis zum Kommunismus. Wahrend es Henri um personliche und politische Unabhangigkeit und die Pflicht des Journalisten zur Wahrheit geht, als er seinen Bericht uber stalinistische Arbeitslager veroffentlichen will, besteht Robert darauf, Tatsachen zu verschweigen, um die Linke nicht weiter aufzuspalten, den von Amerika ausgehenden Antikommunismus nicht zu fordern und der Rechten keine Vorlage zu liefern. Im Gegensatz zu Sartre und Camus, deren Kameradschaft 1952 zerbrach[23], lost Beauvoir den Konflikt in einen Kompromiss auf.

Die ,Wahl' oder den Vorzug einer Alternative vor der Anderen entwickelt Beauvoir zu einem regelrechten System der Praferenzen weiter: Alle Charaktere sind, ob im politischen oder romantischen Sinne, im Laufe der Handlung einem Wandel unterworfen, in welchen sie sich verlieren bzw. in Frage stellen und zum Ende wiederfinden. Henri verliert seine Geliebte Paule, sinnt uber Beziehungen nach, handelt in Bezug auf die schone Schauspielerin Josette vollig entgegen seiner Uberzeugungen und endet schlieBlich wieder bei Nadine, die er nun trotz ihrer Schwachen den anderen vorzieht. Als Robert und Henri am Ende des Buchs ihre Freundschaft wieder finden, knupfen sie nicht einfach an den letzten Tag an, sondern schlieBen einen realistischen Kompromiss unter Inbetrachtnahme der Schwachen des jeweils anderen. Hier stoBt der Leser erneut auf Kierkegaards Motiv der Wiederholung.

Beauvoirs philosophische Ansatze stehen in enger Verbindung zu den Ideen des durch Sartre gepragten Existenzialismus. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht das ,Handeln', welches Beauvoir als einzige Moglichkeit definiert, das ,Ich' zu verwirklichen: „Da der Mensch nicht ist, sondern existiert, muss er sich in jedem Augenblick als Existenz verwirklichen und seinen Selbstentwurf permanent erneuern und uberarbeiten und dadurch selbst uberschreiten.[24] Das Subjekt befindet sich daher immer in Bewegung. Sein bedeutet fur Beauvoir zuallererst Handlung, deren Ziel die Freiheit ist. Die Freiheit ist fur sie kein absoluter, sondern erkampfenswerter Wert, dem jeder Mensch einen konkreten Inhalt geben muss. Auch entsteht Freiheit in Kommunikation mit dem bzw. den Anderen. Die Freiheit der Anderen wiederum sieht sie als Voraussetzung fur die eigene Freiheit. Ziel sollte daher die radikale Ablehnung jedweder Unterdruckung sein.[25]

[...]


[1] Beauvoir 1954, S.7

[2] Beauvoir, Simone de 1943: ..Sie kam und blieb". Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek. 2004.

[3]

Beauvoir, Simone de 1949: „Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau". 2008, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 9. Auflage.

[4] Vgl. Fallaize 1988, S.88

[5] Beauvoir selbst bezeichnete sie als ihre „moralische Phase". Vgl. Lexikon der Philosophinnen, Band 2, S.56

[6] Auch diverse Gegebenheiten kann man auf Beauvoirs Leben beziehen - So reiste sie, wie auch Henri im Buch, 1945 nach Spanien und Portugal; Auch hat sie ihr Manuskript immer wieder zugunsten privater oder historischer Begebenheiten abgeandert, wie z.B. der Auflosung des RDR um 1948/49, dem Abwurf der ersten Atombombe, der Entdeckung der Sowjet-Lager oder ihrer eigene Affare mit Nelson Algren und deren Ende.

[7] Eine Partei, die dem von Sartre 1948 mitgegrundeten RDR entlehnt sein durfte.

[8] Beauvoir 1954, S.67

[9] "Uberleben bedeutet letztlich, dass man unaufhorlich mit dem Leben wieder beginnt'" - Ebd., S.299

[10] Ebd., S. 242f., S.366: „Dein Leben ist mein Leben, denn ich habe ihm meines geopfert. Darauf habe ich ein Recht".

[11] Scholz/Mussett 2005, S.11 - Beauvoir 1954, S.709: „Ich hatte diese Stadt, dieses Land geliebt: aber in zwei Jahren hatten sich die Dinge gewandelt, und Lewis' Liebe beschutzte mich nicht mehr. Nun bedeutete Amerika dieAtombombe, den drohenden Krieg, den aufkommenden Faschismus (..)"

[12] Beauvoir 1954, S.674

[13] Scholz/Mussett 2005, S.795

[14] Ebd., S.14: „With the Realationship to Lewis completely over, she wonders what there is to live for. (...) But, with Maria representing the future, Anne realizes that she does not own her death, others do."

[15] Ebd., S.14

[16] Beauvoir 1954, S.354

[17] Wie Henri im Roman schreibt: „Es galt, nicht zu demonstrieren oder zu ermahnen, sondern ein Zeugnis abzulegen." Beauvoir 1954, S.354

[18] Beauvoir, Simone de 1963 "Force ofcircumstance I. After The War 1944-1952", Verlag Paragon House, New York 1992, S.280.

[19] Beauvoir in Force ofcircumstance I, S.280. Zitiert nach Fallaize 1990, S.115.

[20] Beauvoir 1954, S.745

[21] Fallaize 1982, S.89

[22] Ebd., S.89

[23] Nievers, Knut 1996: „Die Mandarins von Paris". In: Kindlers Neues Literatur Lexikon. Studienausgabe, Band 2. Ba-Bo, Munchen.

[24] Philosophinnenlexikon Band 2, S.57

[25] Vgl. auch Beauvoirs Essay Fur eine Moral der Doppelsinnigkeit aus dem Jahr 1948

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Schlüssel zur Zeit - Simone de Beauvoirs "Die Mandarins von Paris"
Hochschule
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe  (Institut für Philosophie und Ästhetik)
Veranstaltung
Seminar „Das schwache, das andere, das befreite Geschlecht – Existenzialismus und Emanzipation – Simone de Beauvoir“
Note
1,5
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V157920
ISBN (eBook)
9783640720101
ISBN (Buch)
9783640720545
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Existenzialismus, Emanzipation, Beauvoir, Sartre, Paris, Roman, Mandarins von Paris
Arbeit zitieren
Franziska Beyer (Autor), 2009, Der Schlüssel zur Zeit - Simone de Beauvoirs "Die Mandarins von Paris", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157920

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