Von dem Orientierungspraktikum erhoffe ich mir, dass ich in meinem Berufswunsch Lehrerin zu werden bestärkt werde und nicht plötzlich feststellen muss, dass die Anforderungen, die an einen Lehrer gestellt werden, mich überfordern oder abschrecken werden. Ich bin sehr gespannt darauf, wie mich das Kollegium aufnehmen wird, mich behandelt und mich akzeptiert. Ich hoffe, dass sie mich als erwachsenen, gleichberechtigten Mitarbeiter aufnehmen und mich nicht wie ihre Schüler behandeln werden. Gespannt bin ich darauf, ob sich meine Erwartungen an das unterschiedliche Lernverhalten der Schüler in den verschiedenen Jahrgängen mit meinen dann gewonnenen Erfahrungen decken werden, denn aus meiner eigenen Schulzeit weiß ich noch, dass ich in einer gewissen Schulphase schwer zum Lernen zu motivieren war. Neugierig bin ich darauf, ob es mir gelingen wird, den Schülern in meinen Unterrichts- versuchen wirklich etwas beizubringen, das sie dieses auch behalten, wieder anwenden und darauf weiter aufbauen können, zudem bin ich echt neugierig, wie ich bei den Schülern ankommen werde, sie mich aufnehmen und behandeln werden. Insgesamt erhoffe ich mir von dem Praktikum viele neue Erfahrungen. Erfahrungen, die ich nicht schon selber in meiner eigenen Schulzeit gesammelt habe oder durch meine Mutter, die selber auch Lehrerin ist mitbekommen habe.
Inhaltsverzeichnis
I. Erwartungen an das Praktikum
II. Rahmenbedingungen der Schule
III. Dokumentation des Praktikumsprojektes
IV. Abschließende Reflexion zum Praktikum
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Praktikumsdokumentation dient der systematischen Aufarbeitung des Orientierungspraktikums an der Gesamtschule XXX. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die persönlichen Erwartungen an den Lehrerberuf mit den in der Praxis gewonnenen Erfahrungen abzugleichen, das schulische Umfeld sowie dessen pädagogische Konzepte zu analysieren und ein eigenes Praktikumsprojekt (einen Sponsorenlauf) zu dokumentieren.
- Reflexion der persönlichen Eignung für das Lehramtsstudium
- Analyse der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen und des pädagogischen Konzepts
- Erprobung von Unterrichtsversuchen und pädagogischer Praxis
- Planung, Durchführung und Evaluation eines schulspezifischen Projektes
- Vergleich der Lernkulturen in verschiedenen Jahrgangsstufen
Auszug aus dem Buch
III. Dokumentation des Praktikumsprojektes
Die Entscheidung, welches Praktikumsprojekt ich nun ins Leben rufen will, oder an welchem Projekt ich mitarbeiten könnte, hat mich ehrlich gesagt einige Nerven gekostet. Das Problem war eigentlich, das eventuelle Projekt mit der Uni zu vereinbaren. Da ich in meinen Kursen nicht fehlen darf, die Anwesenheit kontrolliert wird, und mir dieser Kurs sonst nicht angerechnet wird, ich mir das zudem nicht leisten kann, fielen viele Projekte an denen ich hätte mitarbeiten können weg.
Mir wurde beispielsweise angeboten, eine AG mit sechs Schülerinnen und Schülern zu leiten. Die AG´ s liegen an der Gesamtschule XXX aber immer an einem Mittwoch und Donnerstag um 14.15 Uhr und ich habe an beiden Tagen bis um 16 Uhr Uni. Irgendwann kam mir dann die Idee, einen Sponsorenlauf zu organisieren. In meiner eigenen Schulzeit hatte meine Schule auch mal einen solchen Lauf veranstaltet und dabei ordentlich Geld gesammelt und wie sich herausstellt, hatte die Gesamtschule XXX auch schon zwei Sponsorenläufe durchgeführt.
Ich überlegte mir, wann man solch einen Lauf terminlich ansetzen konnte und dachte darüber nach, welche Stufen daran teilnehmen konnten. Aus eigener Erfahrung wusste ich, dass ich in der 5. Klasse am motiviertesten war und dass ich dieses Projekt, als ich älter war eigentlich ganzschön langweilig fand. Also entschied ich mich den Lauf nur mit den 5er durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Erwartungen an das Praktikum: Der Autor formuliert die persönlichen Erwartungen an das Praktikum, insbesondere den Wunsch nach Bestätigung der Berufswahl und den Umgang mit dem Kollegium sowie den Schülern.
II. Rahmenbedingungen der Schule: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über die Schulentwicklung, die personelle Struktur, die baulichen Gegebenheiten sowie die pädagogischen Konzepte der Gesamtschule XXX.
III. Dokumentation des Praktikumsprojektes: Hier wird der Prozess der Ideenfindung, Planung und organisatorischen Vorbereitung eines Sponsorenlaufs für die 5. Jahrgangsstufe detailliert beschrieben.
IV. Abschließende Reflexion zum Praktikum: Das abschließende Kapitel resümiert die gewonnenen Erfahrungen, bewertet die Eignung für den Lehrerberuf und zieht Konsequenzen für die weitere akademische Laufbahn.
Schlüsselwörter
Orientierungspraktikum, Gesamtschule, Schulpraktikum, Lehrerausbildung, Unterrichtshospitation, Schulentwicklung, Projektmanagement, Sponsorenlauf, pädagogisches Konzept, Schulleben, Berufsorientierung, Schülerförderung, Reflexion, Lehramtsstudium, Ganztagsschule
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Eindrücke und Erfahrungen, die eine Lehramtsstudierende während ihres Orientierungspraktikums an einer Gesamtschule gesammelt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des schulischen Umfelds, der Beobachtung von Unterricht, der Reflexion des Lehrerberufs und der aktiven Gestaltung eines schulischen Projekts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Erwartungen an den Lehrerberuf und die Überprüfung der Eignung durch praktische Erfahrungen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich primär um eine dokumentarische Reflexion, die auf teilnehmender Beobachtung, Hospitationen und der aktiven Mitwirkung an schulischen Abläufen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Rahmenbedingungen der Schule sowie die detaillierte Planung eines Sponsorenlaufs als Praktikumsprojekt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schulpraktikum, pädagogische Reflexion, Gesamtschulkonzept und Berufseignung beschreiben.
Wie bewertet die Autorin den Unterschied zwischen Gymnasium und Gesamtschule?
Die Autorin stellt fest, dass ihre anfängliche Vermutung, am Gymnasium sei das Niveau höher, durch ihre Hospitationen widerlegt wurde und sie von der Qualität der Gesamtschule positiv überrascht war.
Warum hat sich die Autorin für die 5. Klassen für ihr Projekt entschieden?
Sie wählte die 5. Klassen, weil sie aus eigener Erfahrung wusste, dass Schüler in diesem Alter besonders motiviert für solche Aktionen sind, während ältere Jahrgänge oft weniger Begeisterung zeigen.
Welche Auswirkung hatte das Praktikum auf die Fächerwahl der Studentin?
Die positiven Erfahrungen im Praktikum haben dazu geführt, dass die Studentin ihre Fächerwahl anpassen möchte, um künftig einen stärkeren Fokus auf die direkte pädagogische Arbeit zu legen.
- Arbeit zitieren
- Ann-Christin Fingerhut (Autor:in), 2004, Praktikumsbericht: Praktikum an einer Gesamtschule im Rahmen des Lehramtsstudiums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158003