In dieser Arbeit wird die Entwicklung des politischen Personals in neuerer Zeit beleuchtet. Dabei geht es vorallem um die Entwicklung, dass das Hauptamtliche Personal sich mehr zum Ehrenamtlichen Personal verschiebt. Es wird hier nicht nur die Frage nach dem Warum beleuchtet, sondern auch welche Vor- und Nachteile dadurch entstehen. Dies geschieht auf wirtschaftlicher, rechtlicher und gleichzeitig sozialer Ebene. Die politische Landschaft erfährt durch diese Entwicklung eine Veränderung, die gleichzeitig auch eine Auswirkung auch auf die Verfassung haben könnte und ist dadurch sehr wichtig zu analysieren. Vorallem vor dem Hintergrund der Politikverdrossenheit und der Entwicklung, dass die Bevölkerung Angst hat nicht genügend Beachtung in dem Meinungsbildungsprozess zu finden. Lesen Sie selbst und machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Veranschaulicht wird das Ganze durch Graphiken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begriffsabgrenzung und Methode
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Bedeutung für die Gesellschaft
2.1 Individuelle Faktoren
2.2 Übertragung auf die Gesamtheit
3. Der wirtschaftliche Nutzen
3.1 Betriebswirtschaftliche Bedeutung
3.2 Volkswirtschaftlicher Aspekt
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Ehrenamtes im Kontext aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, wobei der Fokus auf der Konkurrenz zwischen Erwerbstätigkeit und ehrenamtlichem Engagement sowie deren volkswirtschaftlichen Nutzen liegt.
- Gesellschaftliche Integrations- und Identifikationsfunktion des Ehrenamtes
- Einfluss individueller Faktoren und Motivlagen auf das bürgerschaftliche Engagement
- Vergleich der Engagementsstrukturen zwischen Ost- und Westdeutschland
- Betriebswirtschaftliche Vorteile durch den Erwerb von Schlüsselqualifikationen
- Volkswirtschaftliche Bedeutung als Mittel zur Schließung staatlicher Versorgungslücken
Auszug aus dem Buch
1.1 Begriffseingrenzung und Methode
Im folgendem soll die Bedeutung des Ehrenamtes aufgezeigt und eruiert werden, inwieweit es eine Konkurrenz zwischen den Angestellten und den ehrenamtlichen Aktiven gibt. Hierzu wird das Ehrenamt in volkswirtschaftlicher, rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht betrachtet.
Diese drei Bereiche wurden ausgewählt, um die Vergleichbarkeit zwischen den Berufstätigen und Ehrenamtlichen zu gewährleisten. Prinzipiell wird davon ausgegangen, dass sich die Berufstätigen von den Ehrenamtlichen hinsichtlich der menschlichen Sicht bereits deutlich unterscheiden. So wird hier der Berufstätige, als ein Wirtschaftssubjekt angesehen, welches mit seiner Tätigkeit seine Bedürfnisse stillt. Der Markt wirkt hier stärker bzw. mit seinen Gesetzen. Die Nachfrage regelt das Angebot. Im ehrenamtlichen Bereich ist die Initiative anders fundiert. Hier handelt der Aktive als Individuum, welches neben der Arbeit noch etwas für die Gesellschaft leistet. Das Engagement ist freiwillig und zumeist ohne nennenswerten materiellen Ertrag. Dies ist meist lediglich in der Kombination mit einem ausreichend dotierten Job möglich oder mit einer guten Versorgung über den Lebenspartner möglich (s. hierzu Hausfrauen, die neben ihrer Mutterrolle noch im Elternbeirat etc. aktiv sind. Die Konstellation eines Ehrenamtlichen und gleichzeitig eines Geringverdieners ist auch möglich, allerdings auch wieder nur in Kombination mit der vorher gesicherten Grundversorgung. Diese Zusammenhänge werden in Abschnitt 2.2 nochmals ausführlich beleuchtet.
Eine weitere Grundannahme der Untersuchung stellt die Schwierigkeit der Messbarkeit dar. Sie ergibt sich aus der vorherigen Unterscheidung von Wirtschaftssubjekten und Individuen. Denn durch die ideellen Motivationsgründe erhält die ehrenamtliche Arbeit eine zusätzliche qualitative Komponente, die die Möglichkeiten der quantitativen Messung übersteigt. Aus diesem Grund fällt die gesellschaftliche Sichtweise stark ins Gewicht. Denn über sie gibt es einen Rückkopplungseffekt. Die „menschliche“ Seite des Menschen wird gefordert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der ehrenamtlichen Arbeit unter veränderten wirtschaftlichen Bedingungen ein und legt die methodische Vorgehensweise der Untersuchung dar.
2. Die Bedeutung für die Gesellschaft: Hier wird die Integrations- und Identifikationsfunktion des Ehrenamtes beleuchtet und der Einfluss individueller Faktoren sowie regionaler Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland analysiert.
3. Der wirtschaftliche Nutzen: Dieses Kapitel untersucht, inwiefern das Ehrenamt zur Schließung marktwirtschaftlicher und staatlicher Lücken beiträgt und analysiert die betriebswirtschaftlichen sowie volkswirtschaftlichen Auswirkungen.
4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Effizienz des bürgerschaftlichen Engagements sowie die politischen Ansätze zu dessen Stärkung.
Schlüsselwörter
Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Sozialstaat, Freiwilligensurvey, Volkswirtschaft, Integrationsfunktion, Gemeinwohl, soziale Marktwirtschaft, Arbeitsmarkt, Schlüsselqualifikationen, Bürgergesellschaft, Motivation, Ostdeutschland, Westdeutschland, Demokratietheorie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz des Ehrenamtes in Deutschland unter Berücksichtigung der Veränderungen im Sozialstaat.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen Bedeutung, dem wirtschaftlichen Nutzen und den spezifischen Herausforderungen des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen und alten Bundesländern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Konkurrenz zwischen Erwerbstätigkeit und ehrenamtlichem Engagement zu untersuchen und den volkswirtschaftlichen Mehrwert des Ehrenamtes aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten, insbesondere des Freiwilligensurveys von 1999, um quantitative und qualitative Aspekte zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine gesellschaftliche Analyse von Motivlagen und Engagementsformen sowie eine ökonomische Betrachtung der betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den Kernbegriffen gehören Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, soziale Integration, Gemeinwohl, Arbeitsmarkt und die Differenzierung zwischen Ost- und Westdeutschland.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Ost- und Westdeutschland eine so große Rolle?
Die unterschiedlichen historischen und politischen Hintergründe in den beiden Regionen beeinflussen maßgeblich die Engagementsquoten, die Motivation der Bürger und die Akzeptanz des Ehrenamtes.
Wie bewertet die Autorin die Gefahr einer Professionalisierung des Ehrenamtes?
Die Autorin warnt davor, das Ehrenamt als reines "Sprungbrett" oder Lückenbüßer für den Arbeitsmarkt zu missbrauchen, da dies die traditionelle, auf Freiwilligkeit basierende Natur des Engagements verdrängen könnte.
- Arbeit zitieren
- S. Mayinger (Autor:in), 2005, Das politische Personal: Die Bedeutung des Ehrenamtes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158029