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Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien

Title: Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Gunkel (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Religionen prägen das Leben eines großen Teils der Weltbevölkerung und eines beachtlichen Teils der Menschen in Indien. Sie gehören zur Geschichte der Menschheit und formten nicht nur das Weltbild der Vergangenheit, sondern werden dies noch lange tun. Religion ist heute in unvergleichlich vielfältiger Weise präsent. Mittelpunkt bildet stets die Grundfrage des Daseins. Jedoch haben sich weltweit zahlreiche Menschen von den fünf Weltreligionen - Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und Judentum - über viele Jahrhunderte aus den unterschiedlichsten Gründen entfernt und ausgegliedert. Eine Ausgliederung bedeutet im wissenschaftlichen Kontext immer die Annährung an andere Religionsgruppen oder die Entstehung neuer Abstammungen im Sinne von religiösen Minderheiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition: Religiöse Minderheit

2. Verteilung: Religiöse Minderheiten in Indien und im Exkursionsraum

3. Einzelne Religionen

3.1 Sikhismus

3.2 Jainismus

3.3 Buddhismus

3.4 Islam

3.5 Christentum

3.6 Parsismus, Bahaismus, Judentum, Adivasi

4. Sekten in Indien

5. Konfliktpotenzial

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung sowie die gesellschaftliche Bedeutung religiöser Minderheiten in Indien zu beleuchten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich diese Gruppen innerhalb der indischen Gesellschaft positionieren, welche spirituellen Grundlagen sie prägen und welches Konfliktpotenzial aus ihrer Existenz und den soziopolitischen Rahmenbedingungen erwächst.

  • Definition und theoretische Einordnung religiöser Minderheiten.
  • Statistische Verteilung und regionale Schwerpunkte religiöser Gruppen in Indien.
  • Detaillierte Analyse der Glaubensgrundsätze und Merkmale von Sikhismus, Jainismus, Buddhismus und Islam.
  • Untersuchung von Sektenbildungen und deren soziokulturelle Bedeutung.
  • Analyse des Konfliktpotenzials zwischen religiösen Gemeinschaften und dem indischen Staat.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sikhismus

Die Gemeinschaft der Sikhs ist die fünftgrößte Religion der Welt und ebenfalls die sichtbarste religiöse Minderheit. Im Bundesstaat Punjab ist sie heutzutage, neben den anderen 20% in Dehli, Bombay und Kalkutta, am meisten verbreitet. Weltweit wird ihre Anhängerzahl auf 20 Millionen geschätzt. Der Anteil an der indischen Bevölkerung beträgt nur 2%, ihr Einfluss im öffentlichen Leben liegt jedoch weit höher (vgl. Ludwig 1985: 139).

Als eine der jüngsten monotheistischen Religionsgemeinschaften entstand der Sikhismus in Nordwestindien (in der Nähe der heutigen pakistanischen Stadt Lahore) im 15. Jahrhundert mit der Geburt ihres Gründers Guru Nanak (1469 – 1538). Am Beginn des neuen Glaubens – der Sikhismus gilt als Gründerreligion – steht ein mystisches Offenbarungserlebnis: „Nanak vernahm eine göttliche Stimme, die ihn anwies, in dem Glauben an nur einen Gott Barmherzigkeit, Reinheit, Andacht und Dienen zu leben und zu predigen.“ (Strukenberg 1995: 26). In dieser Version wurde ihm von Gott die Aufgabe anvertraut, den göttlichen Namen Nam der Welt mitzuteilen. Gegen den Glauben seines Elternhauses, dem Hinduismus, begründete er die mystische Offenbarungsreligion mit der Lehre, dass dieser „eine“ Gott nur in vollständiger Formlosigkeit und nur im Inneren des Herzens – jenseits von Pilgerfahrten und der institutionalisierten Form der Gottesverehrung – zu erfahren sei. Durch die Verkündung seiner Botschaften versammelte sich bald eine Schar hinduistischer und muslimischer Anhängern um ihn und man sah ihn als Lehrer, d.h. als Guru und seine Schüler als Sikhs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition: Religiöse Minderheit: Dieses Kapitel definiert religiöse Minderheiten über die Abgrenzung von einer dominierenden Großreligion und beleuchtet das Risiko der Diskriminierung und Assimilierung.

2. Verteilung: Religiöse Minderheiten in Indien und im Exkursionsraum: Hier wird die demografische Situation in Indien analysiert, wobei der Hinduismus als Hauptreligion hervorgehoben und die regionale Konzentration verschiedener Minderheiten betrachtet wird.

3. Einzelne Religionen: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse spezifischer religiöser Strömungen, ihrer Entstehung, ihrer Glaubensgrundsätze und ihrer sozialen Sichtbarkeit.

3.1 Sikhismus: Untersuchung der Geschichte, der Lehre des Guru Nanak sowie der Bedeutung der Khalsa und der fünf K's für die Identität der Sikhs.

3.2 Jainismus: Darstellung der jainistischen Ethik, des Konzepts von Ahimsa und der Bedeutung der Tirthankaras.

3.3 Buddhismus: Beleuchtung des Lebensweges Buddhas sowie der vier edlen Wahrheiten und der historischen Entwicklung des Buddhismus in Indien.

3.4 Islam: Erläuterung der islamischen Glaubensgrundsätze, der fünf Säulen und der spezifischen Situation der muslimischen Minderheit in Indien.

3.5 Christentum: Kurzer Abriss zur Verbreitung und Geschichte des Christentums auf dem indischen Subkontinent.

3.6 Parsismus, Bahaismus, Judentum, Adivasi: Überblick über weitere religiöse Minderheiten in Indien und deren Besonderheiten.

4. Sekten in Indien: Definition von Sekten und kurze Vorstellung beispielhafter Gruppierungen wie der Lingayat.

5. Konfliktpotenzial: Analyse der soziopolitischen Spannungsfelder und der Herausforderungen für den indischen Laizismus.

Schlüsselwörter

Indien, religiöse Minderheiten, Sikhismus, Jainismus, Buddhismus, Islam, Hinduismus, Konfliktpotenzial, Religion, Glaubenslehre, Guru, Minderheit, Gesellschaft, Spiritualität, Toleranz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung religiöser Minderheiten in Indien im Kontext der dortigen gesellschaftlichen und historischen Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition von Minderheiten, die statistische Verteilung der Religionen sowie eine tiefgehende Analyse einzelner Glaubensgemeinschaften wie Sikhs, Jains, Buddhisten und Muslime.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Vielfalt der religiösen Identitäten in Indien zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese Minderheiten das gesellschaftliche Leben beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Methode, die Literaturrecherche und empirische Daten (z.B. Volkszählungen) kombiniert, um die soziopolitische Rolle der Minderheiten darzustellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig diskutiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den spezifischen Lehren, Symbolen, Lebensweisen und historischen Hintergründen der wichtigsten religiösen Minderheiten sowie mit aktuellen Konfliktpotentialen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind religiöse Pluralität, Minderheitenschutz, indische Gesellschaftsstruktur und religiöse Identitätsbildung.

Was macht den Sikhismus zu einer besonderen Minderheit?

Der Sikhismus zeichnet sich durch seine kriegerische Historie, die Bedeutung der Gurus und sichtbare Merkmale wie den Turban und die fünf K's aus.

Wie definiert der Jainismus sein ethisches Grundprinzip?

Das zentrale Prinzip des Jainismus ist Ahimsa, die absolute Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen, die das tägliche Handeln und die Lebensführung maßgeblich bestimmt.

Welches Konfliktpotenzial wird in Bezug auf den indischen Staat identifiziert?

Das Konfliktpotenzial ergibt sich aus der Spannung zwischen religiösem Traditionalismus, extremistischen Strömungen und dem in der Verfassung verankerten laizistischen Staatsprinzip.

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Details

Title
Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,3
Author
Claudia Gunkel (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V158040
ISBN (eBook)
9783640715039
ISBN (Book)
9783640715343
Language
German
Tags
Indien Ethnien Religion Religionsminderheiten Minderheiten Asien religiöse Minderheiten Geographie Bevölkerung Sikhismus Islam Jainismus Buddhismus Christentum Muslim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Gunkel (Author), 2009, Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158040
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