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Die ‚große Stadt’ im Roman - am Beispiel von Victor Hugos "Notre-Dame de Paris"

Titel: Die ‚große Stadt’ im Roman -  am Beispiel von Victor Hugos "Notre-Dame de Paris"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 24 Seiten , Note: 2+

Autor:in: Hannah-Kristin Elenschneider (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mitte des 18. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der (Haupt-)Städte zu. Folglich wurden sie, in einem bis dahin schwer vorstellbaren Ausmaß, zum Lebensraum für eine immer größere Anzahl von Menschen. So zählte Paris 1800 547 000 Einwohner, 1850 überschritt die Stadt die Millionengrenze und hatte 1901 schließlich 2 269 000 Einwohner. Die Autoren nahmen vor allem die veränderten Lebensumstände sowie städtebauliche Veränderungen in den Großstädten wahr. Das Großstadtleben wurde nunmehr als eine neuartige Lebensform und als spezifisch moderne Erfahrung angesehen; die Großstadt selbst wurde zum Inbegriff der modernen Metropole. Damit beginnt die literarische Auseinandersetzung mit der ‚großen Stadt’. Diese ist nicht mehr nur Schauplatz, Ortsangabe oder Hintergrund einer Handlung, sondern sie wird Thema und Gegenstand der Literatur.
Der vorliegenden Hausarbeit liegt Notre-Dame de Paris von Victor Hugo (1802-1885) in der französischsprachigen Originalausgabe als Primärtext zugrunde. Dieser soll als Beispiel für die Darstellungsweise der ‚großen Stadt’ im Roman vor Berlin Alexanderplatz dienen.
Thema dieses Romans, wie es sein Titel bereits andeutet, ist die französische Hauptstadt Paris. Ausgehend von einer allgemeinen Einführung zum Mythos dieser Stadt und einer formalen wie inhaltlichen Textanalyse des Romans werden einzelne Aspekte in der Art und Weise der Großstadtbeschreibung näher beleuchtet. Wie wird die Stadt Paris dargestellt und welche Attribute werden der personifizierten Stadt zugeschrieben? Dabei wird unter anderem auf die zwei verschiedenen Darstellungsweisen der mittelalterlichen und der neuzeitlichen Stadt Paris eingegangen. Wie werden diese beiden Epochen beschrieben und wie werden sie im Roman unterschieden bzw. miteinander in Verbindung gebracht?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung.

I. Zum Mythos der Großstadt Paris im 19. Jahrhundert

1. Grundzüge der Entstehung des Parisromans

2. Notre-Dame de Paris als Ort der Erinnerung

3. Paris als Hauptstadt des 19. Jahrhunderts

II. Strukturanalyse des Romans Notre-Dame de Paris von Victor Hugo

1. Thema und Inhalt des Romans

1.1 Fiktive Hauptpersonen des Romans

1.2 Haupthandlung des Romans

2. Einzelne Kapitel über die Großstadt Paris im Roman

2.1 Livre Deuxième. Chapitre II – La place de Grève

2.2 Livre Sixième. Chapitre II – Le trou aux rats

2.3 Livre Troisième. Chapitre I – Notre-Dame

2.4 Livre Troisième. Chapitre II – Paris à vol d’oiseau

III. Paris als Gegenstand des Romans Notre-Dame de Paris von Victor Hugo

1. Entwurf der Großstadtumwelt von Paris zu verschiedenen Tageszeiten

1.1 Beschreibungsweise einzelner Plätze und Stadtviertel

1.2 Beschreibungsweise der Häuser und Straßen

2. Entwurf des Großstadtlebens der Einwohner von Paris

2.1 Gewöhnliche Lebenswelt der Pariser

2.2 Lebenswelt der Gauner und Diebe als Gegenbild

3. Zentralperspektive Notre-Dame de Paris

3.1 Livre Troisième. Chapitre I – Notre-Dame

3.2 Livre Troisième. Chapitre II – Paris à vol d’oiseau

IV. Paris im Wandel von der mittelalterlichen zur neuzeitlichen Großstadt

1. Darstellungsweise der spätmittelalterlichen Stadt Paris im Roman

1.1 Merkmale der mittelalterlichen Stadt Paris

1.2 Bedeutung des gotischen Baustils

1.3 Aufruf zur Bewahrung der historischen Stadt Paris

2. Darstellungsweise der modernen Großstadt Paris im Roman

2.1 Livre Cinquième. Chapitre II – Ceci tuera cela

2.2 Kritik an der Zerstörung mittelalterlicher Bauwerke

2.3 Hinweise auf die Neugestaltung der Stadt

3. Gegenüberstellung der beiden Wahrnehmungsweisen von Paris

Schlusswort.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die literarische Darstellungsweise der Stadt Paris in Victor Hugos Roman "Notre-Dame de Paris" (1831). Ziel ist es zu analysieren, wie die Stadt über ihre Rolle als bloßer Handlungsort hinaus zum zentralen Thema und Helden des Werkes wird und in welchem Verhältnis die Schilderung des mittelalterlichen Paris zur modernen Stadtentwicklung steht.

  • Mythos und symbolische Bedeutung der Großstadt Paris.
  • Strukturanalyse der Großstadtbeschreibung im Roman.
  • Darstellung von Stadtvierteln, sozialen Schichten und Randgruppen.
  • Kontrast zwischen mittelalterlicher Architektur und moderner Stadtentwicklung.
  • Die Kathedrale Notre-Dame als zentrales, identitätsstiftendes Element.

Auszug aus dem Buch

2.1 Livre Deuxième. Chapitre II – La place de Grève

Dieses Kapitel beschreibt einen zentralen Platz unweit der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Der in Trapezform angelegte, von Häusern und auf einer Seite vom Seineufer begrenzte Platz, wird als ‚gotisch’ beschrieben. Die aus Stein oder Holz bestehenden Gebäude weisen mehrere Merkmale mittelalterliche Architektur des 11. bis zum 15. Jahrhundert auf, angefangen vom romanischen Rundbogen, der durch den Spitzbogen abgelöst wurde bis hin zur Vierung.20

Der Place de Grève mit dem Maison-aux-Piliers vereint zudem all das, was eine ‚gute’ mittelalterliche Stadt wie Paris benötigt: „La ville trouvait là tout ce qu’il faut à une bonne ville comme Paris : une chapelle, pour prier Dieu ; un plaidoyer, pour tenir audience et rembarrer au besoin les gens du roi ; et, dans les combles, un arsenac plein d’artillerie“21.

Neben dieser positiven Beschreibung wird auch dessen negative Seite als Hinrichtungsort dargestellt. Im Mittelalter befanden sich dort ein Galgen und ein Pranger.22

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung.: Die Einleitung beleuchtet die literarische Entstehung des Großstadtmythos Paris und stellt Victor Hugos "Notre-Dame de Paris" als Untersuchungsobjekt vor.

I. Zum Mythos der Großstadt Paris im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Parisromans und die symbolische Bedeutung der Kathedrale als Erinnerungsort.

II. Strukturanalyse des Romans Notre-Dame de Paris von Victor Hugo: Hier wird der inhaltliche Aufbau des Romans skizziert, inklusive der wichtigsten Charaktere und einzelner Schlüsselkapitel zur Stadtbeschreibung.

III. Paris als Gegenstand des Romans Notre-Dame de Paris von Victor Hugo: Das Kapitel analysiert die konkrete atmosphärische Darstellung der Stadt sowie die Funktion von Notre-Dame als zentralem Bezugspunkt.

IV. Paris im Wandel von der mittelalterlichen zur neuzeitlichen Großstadt: Dieser Teil befasst sich mit der Gegenüberstellung von historischer Bausubstanz und moderner Stadtzerstörung sowie dem Appell an den Erhalt des mittelalterlichen Erbes.

Schlusswort.: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung Hugos für die Etablierung eines imaginären Zentrums für Paris und die bleibende Kraft des Romans.

Schlüsselwörter

Victor Hugo, Notre-Dame de Paris, Großstadtroman, Paris, Stadtmythos, Architektur, Mittelalter, Moderne, Romananalyse, Erinnerungsort, Stadtentwicklung, Literaturwissenschaft, Gotik, Sozialstruktur, Stadtbeschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie Victor Hugo in seinem Roman "Notre-Dame de Paris" die Stadt Paris nicht nur als Hintergrundkulisse, sondern als lebendigen, handelnden Protagonisten inszeniert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen der literarische Paris-Mythos, die Gegenüberstellung von mittelalterlicher und moderner Stadt sowie die symbolische Bedeutung der Kathedrale Notre-Dame.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist die Untersuchung der Darstellungsweise von Paris als Großstadt und der Frage, wie Hugo architektonische und soziale Aspekte zur Konstruktion eines imaginären Stadtbildes nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine formale und inhaltliche Textanalyse des Romans, ergänzt durch eine historische Einordnung und literaturwissenschaftliche Diskursanalyse zum Thema Stadt in der Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Strukturanalyse des Romans, die Untersuchung von Paris als Gegenstand der Beschreibung (Umwelt, Bewohner) und die Analyse des Wandels von der mittelalterlichen zur modernen Stadt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören der "poetische Parismythos", die Architektur als "steinernes Buch", die Gegenüberstellung von "Mittelalter" und "Moderne" sowie die "Vogelperspektive" auf die Stadt.

Warum ist die Kathedrale im Roman so zentral?

Sie dient nicht nur als Handlungsschauplatz, sondern als "Erinnerungsort" und "steinernes Buch", das die Geschichte und Identität der Stadt verkörpert und den Zerfall im 19. Jahrhundert verdeutlicht.

Wie bewertet der Autor die moderne Stadtentwicklung?

Die Arbeit zeigt, dass Hugo die moderne Stadtentwicklung kritisch sieht, da sie die "organische" mittelalterliche Architektur zerstört und die historische Identität von Paris verwischt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die ‚große Stadt’ im Roman - am Beispiel von Victor Hugos "Notre-Dame de Paris"
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Döblins’ Berlin Alexanderplatz
Note
2+
Autor
Hannah-Kristin Elenschneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
24
Katalognummer
V158221
ISBN (eBook)
9783640707782
ISBN (Buch)
9783640707973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanistik; Victor Hugo; Alfred Döblin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah-Kristin Elenschneider (Autor:in), 2008, Die ‚große Stadt’ im Roman - am Beispiel von Victor Hugos "Notre-Dame de Paris", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158221
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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