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Das Unwort des Jahres 2009 - eine prozessuale Untersuchung aus publizistikwissenschaftlicher Sicht

betriebsratsverseucht - contaminé par le comité d'entreprise - works-council-infested

Título: Das Unwort des Jahres 2009 - eine prozessuale Untersuchung aus publizistikwissenschaftlicher Sicht

Trabajo , 2010 , 102 Páginas , Calificación: 1,3 (sehr gut)

Autor:in: Christian Rell (Autor)

Medios / Comunicación - Medios y política, comunicaciones políticas
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Resumen Extracto de texto Detalles

Zum 20. Mal wird im Januar 2011 das "Unwort des Jahres" bekanntgegeben. Grund genug, sich wissenschaftlich mit diesem Medienereignis zu beschäftigen. In der vorliegenden Hausarbeit wurde der Versuch unternommen, die Unwort-Suche als Prozess darzustellen, Akteure aufzuzeigen und den Wert des Unwort als Nachricht zu ermitteln. Eine interessante Arbeit für Publizisten und Kommunikationswissenschaftler – und sicher auch für Journalisten, die wissen möchten, über was sie da eigentlich Jahr für Jahr berichten – auch wieder, wenn das "Unwort des Jahres 2010" gewählt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Hypothesen

1.1 Wortevolutionshypothese

1.2 Footprint-Hypothese und Revitalisierungshypothese

1.3 Determinationshypothese

1.4 Nachrichtenwert-Hypothese

1.5 Ein Wort der Nicht-Öffentlichkeit

1.6 Prinzipientreue – die Selbstverpflichtung der Aktion

2 Methode

2.1 Untersuchungsgegenstand und Ansatz

2.2 Anforderungen und Zielsetzung der sprachkritischen Aktion

2.2.1 Was macht ein Wort zum Unwort?

2.2.2 Felder auf denen deutsche Unwörter entstehen

2.3 Festlegung der beobachteten Wörter

2.4 Eingereichte Wörter

3 Analyse des Unwort-Prozesses

3.1 Beteiligte und Einfluss

3.2 Aufruf zum Mitmachen, Favoritenbekanntgaben, Vorberichte

3.3 „And the Unwort goes to...“: Wahl und Bekanntgabe

3.4 Das Unwort als Nachricht

3.5 Kommentare zu Wahl

3.6 Wirkungen und Folgen der Wahl des Unwort 2009

4 Störungen, Fehler, Auffälligkeiten

4.1 Störungen im Prozess

4.2 Die kritisierten Kritiker: Kritik an der Jury und an Schlosser

4.3 Vergleich ausgewählter Wörter der Unwort-Diskussion

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den „Unwort-Prozess“ des Jahres 2009 aus publizistikwissenschaftlicher Sicht. Ziel ist es, die mediale Entstehung, Verbreitung und Wirkung der Unwort-Wahl zu analysieren und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Gruppen und insbesondere die Unwort-Jury Einfluss auf den öffentlichen Sprachgebrauch nehmen.

  • Prozessanalyse der Unwort-Wahl 2009
  • Einfluss von Nachrichtenwerten auf die mediale Berichterstattung
  • Rolle der Jury und des Vorsitzenden Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser
  • Wirkung der Wahl auf den öffentlichen und politischen Diskurs
  • Untersuchung der Resonanz in Print- und Online-Medien

Auszug aus dem Buch

1.1 Wortevolutionshypothese

Die erste Hypothese beschäftigt sich mit dem Vorkommen ausgewählter Wörter im zeitlichen Verlauf, die als Unwort-Kandidaten angesehen werden können. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Tatsache, dass solche Wörter im Rahmen der Unwort-Suche diskutiert werden, eine erhöhte Aufmerksamkeit seitens der Medien erfahren – und dies nicht erst zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des (letztendlich) gewählten Unworts. Das Unwort des Jahres wird im Vorfeld der Wahl bereits von den Medien „prädestiniert“. Das Unwort des Jahres wird darüber hinaus von den Medien mittlerweile nach der Bekanntgabe genauso obligatorisch aufgegriffen, wie der „Vogel des Jahres“ oder die „Nobelpreisträger“.

Auf Grundlage der Beobachtung, die am Tag nach der Bekanntgabe des letzten „Unwort des Jahres“ (notleidende Banken) gemacht werden konnten, lassen sich drei Hypothesen formulieren:

A.) Wörter, die von der Jury als „heiße Kandidaten“ bekannt gegeben werden, werden in ihrer quantitativen Verwendung bereits im Vorfeld der Wahl einen Zuwachs erfahren – nicht nur im Rahmen der Berichterstattung über die anstehende Unwort-Wahl, sondern auch darüber hinaus, also in ihrer allgemeinen medialen Verwendung. Als „heiße Kandidaten“ gelten in diesem Zusammenhang solche Wörter, die in Pressemitteilungen der Unwort-Aktion oder Interviews mit Jury-Mitgliedern verlautbart wurden.

B.) Die Jury hat allerdings kein Exklusiv-Recht an der Debatte. Auch die Medien werden versuchen, nach eigenem Gusto einzelne Wörter zu wählen oder diese zu verharmlosen – je nach politischer Linie des Mediums. Journalisten bringen Vorschläge in die Diskussion ein, und Wörter, die von diesen in der medialen Öffentlichkeit als Unwort tituliert werden, werden ebenfalls einen Zuwachs an Verwendung und hierdurch Aufmerksamkeit erfahren.

C.) Das Wort, welches als Unwort des Jahres vorgestellt wird, wird einen extremeren Aufmerksamkeitszuwachs erfahren, weil dessen Bekanntgabe als Nachricht in den Medien mittlerweile als obligatorisch angesehen werden kann, aber auch über die Berichterstattung hinaus von anderen Gruppen aufgegriffen wird, die sich mit diesem Unwort identifizieren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hypothesen: Dieses Kapitel stellt theoretische Annahmen auf, wie Wörter während des Unwort-Prozesses durch mediale Aufmerksamkeit und Auswahlmechanismen beeinflusst werden.

2 Methode: Hier wird der wissenschaftliche Untersuchungsansatz dargelegt, der eine Kombination aus Inhaltsanalyse und Prozessbeobachtung in verschiedenen medialen Sphären umfasst.

3 Analyse des Unwort-Prozesses: Dieses Kapitel untersucht detailliert den Ablauf der Unwort-Suche, von der Beteiligung der Bevölkerung bis hin zur medienwirksamen Bekanntgabe durch die Jury.

4 Störungen, Fehler, Auffälligkeiten: Hier werden kritische Aspekte beleuchtet, darunter Vorwürfe der Manipulation, die Rolle von Bloggern und der Umgang mit fachsprachlicher Kritik an der Aktion.

Schlüsselwörter

Unwort des Jahres 2009, betriebsratsverseucht, Horst Dieter Schlosser, Sprachkritik, Nachrichtenwerte, Medienresonanz, Publizistikwissenschaft, öffentliche Kommunikation, Unwort-Jury, Diskursanalyse, Prozessanalyse, mediale Inszenierung, Sprachgebrauch, politische Kommunikation, Online-Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der „Unwort des Jahres“-Wahl 2009 aus publizistikwissenschaftlicher Perspektive, wobei der Fokus auf dem medialen Prozess und der Rolle der Sprachkritik liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Begriffen als Unwörter, der Einfluss von Nachrichtenwerten auf die Auswahl durch die Medien und die Rolle der Jury im öffentlichen Diskurs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den „Unwort-Prozess“ nicht nur chronologisch, sondern prozessual darzustellen, um den Einfluss gesellschaftlicher Gruppen und die mediale Konstruktion des Unworts zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt eine Kombination aus quantitativen Häufigkeitszählungen (Web-Präsenz) und qualitativen Inhaltsanalysen von Pressemitteilungen sowie Medienbeiträgen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Hypothesen zur Wortentwicklung und Nachrichtenwerttheorie aufgestellt, der methodische Ansatz beschrieben und der gesamte Prozess von der Auswahl bis zur Wirkung des Unworts 2009 detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Unwort des Jahres“, „betriebsratsverseucht“, „Sprachkritik“, „Nachrichtenwerte“ und „öffentliche Kommunikation“.

Warum spielt der Begriff „betriebsratsverseucht“ eine so zentrale Rolle?

Er wurde 2009 zum Unwort gewählt und dient in der Arbeit als Fallbeispiel, um die mediale Inszenierung und die Abhängigkeit der Berichterstattung von der Jury-Arbeit zu verdeutlichen.

Welche Kritik üben Medien oder Experten an der Unwort-Aktion?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die vermeintliche Unabhängigkeit der Jury, die Auswahlkriterien von Professor Schlosser und den Vorwurf, die Aktion fördere einen pseudodemokratischen Prozess.

Final del extracto de 102 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Unwort des Jahres 2009 - eine prozessuale Untersuchung aus publizistikwissenschaftlicher Sicht
Subtítulo
betriebsratsverseucht - contaminé par le comité d'entreprise - works-council-infested
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Curso
Hauptseminar: Zur Entwicklung der politischen Sprache seit 1945
Calificación
1,3 (sehr gut)
Autor
Christian Rell (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
102
No. de catálogo
V158287
ISBN (Ebook)
9783640720224
ISBN (Libro)
9783640720644
Idioma
Alemán
Etiqueta
Unwort Unwort des Jahres Sprachkritik Horst-Dieter Schlosser Nachrichtenwert GfdS inszeniertes Ereignis PR Gewerkschaften Journalisten Journalismus Medien Presse Online Onlinejournalismus Nachrichtenfaktoren Kritik Sprache Wutbürger
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Rell (Autor), 2010, Das Unwort des Jahres 2009 - eine prozessuale Untersuchung aus publizistikwissenschaftlicher Sicht , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158287
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