Geldanlagen: Sind Zertifikate die besseren Fonds?


Studienarbeit, 2003

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Vorwort

1 Definitionen
1.1 Merkmale von Investmentfonds
1.2 Merkmale von Zertifikaten
1.3 Kosten

2 Die unterschiedlichen Anlegertypen
2.1 Privatanleger mit geringen Vorkenntnissen vom Kapitalmarkt
2.2 Privatanleger mit guten Vorkenntnissen vom Kapitalmarkt

3 Die unterschiedlichen Markterwartungen
3.1 Steigende Börsenkurse
3.2 Seitwärts tendierende Börsenkurse
3.3 Fallende Börsenkurse

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Eidesstattliche Versicherung

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1 Entwicklung des DAX, Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq vom 31.12.1981 bis zum 29.11.2002 (Quelle: Bloomberg).

Abbildung 2 Mittelaufkommen von Publikumsfonds in Mrd. Euro (Quelle: BVI).

Abbildung 3 Performancevergleich von Fidelity European Growth, UniDynamic: Europa und des EuroStoxx 50 Indexes (Quelle: Bloomberg).

Abbildung 4 Performance weltweit aufgelegter Aktienfonds gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World (Quelle: S&P).

Vorwort

Ein Rückblick auf die Kapitalmärkte: Die Lehre aus dem Crash

„Aktien kaufen und danach Schlaftabletten nehmen und zehn bis 20 Jahre schlafen. Wenn man sich dann sein Depot anschaut ist man ein reicher Mann!“[1]. Mit solchen oder so ähnlichen Zitaten wird der verstorbene Börsen-Guru Andre Kostolany immer wieder zitiert. Dies traf vor allem auf die Zeit von 1980 bis Frühjahr 2000 zu (siehe Abb. 1). Die Börsenkurse kannten nur noch einen Weg, und zwar den Weg nach oben. Ganz gleich, ob DAX-Titel oder Nemax-Werte, Neuemissionen oder Biotechnologie-Fonds, Index-Optionsscheine oder Themen-Zertifikate; innerhalb kürzester Zeit waren die Anleger im Gewinn. Die Aufwärtsbewegungen wurden nur durch kurzfristige Korrekturen, wie z. B. den Börsencrash 1987, dem Golfkrieg oder der Asien- und Russlandkrise unterbrochen. Investoren, die wenige Tage vor diesen Crashs in den DAX investiert hatte, verloren innerhalb kürzester Zeit 38 %, 33 % bzw. 19 % ihres Kapitals[2]. Aber nach nur wenigen Monaten bzw. Jahren war die „buy-and-hold-Strategie“ von Kostolany erfolgreich. Mittlerweile sieht das anders aus. Die bekanntesten Aktienindizes haben seit ihren Höchstständen im Frühjahr 2000 erheblich an Wert verloren. DAX – 69,0 %, Nemax – 95,9 %, Dow Jones Industrial Average – 35,7 %, Nasdaq Composite – 78,4 % und der Weltindex MSCI World – 51,9 %[3]. Auch vermeintlich sicheren „Volksaktien“ haben erhebliches Kapital vernichtet: Deutsche Telekom – 92,2 %, Siemens – 76,3 %, SAP – 86,1 %[4]. Die größten Verluste mussten die Anleger mit der so genannten „New Economy“ hinnehmen: EM.TV

– 99,5 %, Intershop – 99,8 %, Mobilcom – 99,7 %[5]. Diese Aktien müssen eine Performance von etwa 20.000 % aufweisen, damit die alten Höchststände wieder erreicht werden. Diese Entwicklung ging auch nicht spurlos an den Fondsgesellschaften vorüber. Während 1999 nur noch von Aktienfonds die Rede war und diese Fonds mit Abstand die größten Mittelaufkommen verbuchten (siehe Abb. 2), ist man wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gekehrt und weiß nun, dass Kurssteigerungen von 200 % p.a. übertrieben waren. Mittlerweile verzeichnen Geldmarkt-, Immobilien- und Rentenfonds starke Mittelzuflüsse (siehe Abb. 2). Viele Technologiefonds sind durch die Kurseinbrüche bei Aktien zu klein an Fondsvolumen geworden, sodass sie entweder aufgelöst oder mit ähnlichen Fonds zusammengeschlossen werden. Die Fondsgesellschaften haben erkannt, dass es sinnlos ist, z.B. Branchenfonds wie den UniInternet: e-infrastruktur, den UniInternet: e-commerce oder einen UniInternet: e-service anzubieten. Die Union Investment hat diese Investmentfonds im Sommer 2002 schließlich geschlossen. Alle drei Fonds wurden wegen zu kleinen Fondsvolumen und mangelnder Interesse der Anleger zum UniSector: Internet zusammengeführt.

1 Definitionen:

1.1 Merkmale von Investmentfonds

„Investmentanteilscheine (Investmentzertifikate) sind nach deutschen Recht Wertpapiere, die Anteile an einem Investmentfonds verbriefen. In ihm bündelt eine Kapitalanlagegesellschaft die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedene Vermögenswerte (Wertpapiere, Immobilien, Geldmarktinstrumente, auch Assettklassen genannt) anzulegen und fachmännisch zu verwalten“[6]. Auch eine Mischung der verschiedener Vermögenswerte in einem Fonds ist möglich. Über die konkrete Anlagepolitik eines Investmentfonds gibt der jeweilige Verkaufsprospekt Auskunft. Durch den Erwerb eines Anteils wird der Anleger Mitberechtigter am Fondsvermögen und nicht Mitgesellschafter der KAG. Vielmehr werden die Einzahlungen einem Sondervermögen zugeführt, das lediglich von der Gesellschaft verwaltet wird und getrennt vom Gesellschaftsvermögen geführt wird. Das Sondervermögen haftet somit auch nicht für die Schulden der KAG. Bei Fonds können die Investmentzertifikate, meist ohne Einschränkungen, im ausserbörslichen Handel börsentäglich gekauft und verkauft werden. Es erfolgt eine Preisfeststellung pro Tag. „Der Rücknahmepreis ergibt sich aus dem Gesamtwert (Inventarwert) des Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile“[7]. Anders sieht es bei so genannten XTF’s aus. Diese werden an der Börse gehandelt und können während des Börsenhandels erworben und veräußert werden.

1.2 Merkmale von Zertifikaten

Im Gegensatz dazu sind Zertifikate von Banken begebene Inhaberschuldverschreibungen mit mehr oder weniger speziellen Bedingungen. Zertifikate sind an keine gesetzlichen Bestimmungen gebunden und können völlig variabel ausgestaltet werden. Sie „verbriefen ein Recht auf Zahlung eines Geld- oder Abrechnungsbetrags, dessen Höhe vom Wert des zu Grunde liegenden Index“[8], einer Aktie oder sonstigen Sachwerten (Rohstoffe, Währungen oder Aktienkörbe) am Fälligkeitstag abhängt. Die Kursentwicklung ist nach bestimmten Regeln an die Entwicklung des Basiswerts (Underlying) gekoppelt. Obwohl eine Aktie als Underlying dienen kann, verbriefen Zertifikate keinerlei Aktionärsrechte. Die Bonität des Emittenten ist von entscheidender Bedeutung und sollte genau beachtet werden, weil Zertifikate im Gegensatz zu Investmentfonds kein Sondervermögen, sondern eine Verbindlichkeit einer Bank darstellen. Wird der Emittent zahlungsunfähig erleidet der Anleger im schlimmsten Fall einen Totalverlust, weil das Einlagensicherungssystem hier i.d.R. nicht greift. Meistens sind die Emissionshäuser jedoch Großbanken mit guter Bonität. In den letzten Jahren werden vermehrt Zertifikate ohne eine Laufzeitbegrenzung aufgelegt. Das hat für den Anleger den Vorteil, dass die Transaktionskosten für eine evtl. Wiederanlage entfallen. Zertifikate sind börsentäglich handelbar. Durch die Verpflichtung der Emittenten fortlaufende am realen Wert orientierte Kurse zu stellen, gibt es immer einen fairen liquiden Markt. „Mit 30.000 gelisteten Produkten ist die EUWAX das weltweit größte börsliche Marktsegment für verbriefte Derivate“[9]. Die Stuttgarter Börse EUWAX garantiert darüber hinaus durch ihr Best-Price-Prinzip eine ständige faire Kursbildungen.

[...]


[1] Andre Kostolany

[2] / 3 / 4 / 5 Quelle: Bloomberg

[6] BVR (Hrsg.) Basisinformation über die Vermögensanlage in Wertpapiere,

5. Ausgabe 2002, Köln, Seite 50

[7] ebenda: Seite 53

[8] ebenda: Seite 44

[9] EUWAX (Hrsg.): Börse einen Tick besser, September 2002, Seite 6

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Geldanlagen: Sind Zertifikate die besseren Fonds?
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V15837
ISBN (eBook)
9783638208475
ISBN (Buch)
9783638909778
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geldanlagen, Sind, Zertifikate, Fonds
Arbeit zitieren
Thorsten Egeler (Autor), 2003, Geldanlagen: Sind Zertifikate die besseren Fonds?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15837

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