Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem

Titel: Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem

Bachelorarbeit , 2024 , 80 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nils Albrecht (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie verändert die Teillegalisierung von Cannabis die Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem und welche rechtlichen und sozialen Herausforderungen entstehen dabei?
Die vorliegende Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut: mit dem zweiten Kapitel sollen zunächst begriffliche und theoretische Grundlagen für die Auseinandersetzung mit dem Thema dieser Arbeit geschaffen werden. In Kapitel 3 wird dann der drogenpolitische Weg zur Cannabis-Teillegalisierung beschrieben, bevor im nächsten Kapitel die Auswirkungen der Teil-Legalisierung auf das Suchthilfesystem und auf Cannabiskonsument*innen diskutiert werden. Abschließend soll im Fazit ein Überblick über die Arbeit gegeben werden und die zentralen Erkenntnisse in Bezug auf die Beantwortung der Fragestellung der Arbeit herausgestellt werden, ein Ausblick auf die mögliche zukünftige Auseinandersetzung mit dem Thema beschließt die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen

2.1 Drogen und Sucht: begriffliche und theoretische Annäherung

2.2 Cannabiskonsum in Deutschland: Zahlen, Daten, Fakten

2.3 Das deutsche Suchthilfesystem: Überblick

3. Der Weg zur Cannabis-Teillegalisierung

3.1 Historische Entwicklungen der Drogenpolitik

3.2 Gesetzgebungsverfahren und Inkrafttreten des CanG

3.3 Politische und gesellschaftliche Debatten zum Umgang mit Cannabis

4. Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung

4.1 Neue Anforderungen an Präventionsarbeit, Suchtberatung und Suchttherapie

4.2 Auswirkungen der Teil-Legalisierung auf Cannabiskonsument*innen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die Cannabis-Teillegalisierung in Deutschland auf das bestehende Suchthilfesystem auswirkt. Dabei wird analysiert, welche neuen fachlichen und strukturellen Anforderungen bei der Prävention, Beratung und Therapie von Cannabiskonsumierenden entstehen und welche sozialen sowie rechtlichen Herausforderungen mit den aktuellen Gesetzesänderungen verbunden sind.

  • Analyse der historischen Entwicklung der repressiven Drogenpolitik
  • Untersuchung der zentralen Bestimmungen des Cannabisgesetzes (CanG)
  • Evaluation neuer Anforderungen an die Suchtprävention und Suchtberatung
  • Diskussion der Auswirkungen auf die Versorgungssituation und Entstigmatisierung von Konsumierenden
  • Herausarbeitung von Chancen und Kapazitätsgrenzen im deutschen Suchthilfesystem

Auszug aus dem Buch

Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem

„In Deutschland ist Cannabis eine der am weitesten verbreiteten Drogen“ (Heidenblut & Wegge 2022, S. 12). Für die letzten drei Jahrzehnte ist dabei ein kontinuierlicher starker Anstieg des Cannabiskonsums bei Erwachsenen Deutschen im Alter von 18 bis 59 Jahren zu verzeichnen, sodass im Jahr 2021 39,5% dieser Altersgruppe mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis ausprobiert hatte (vgl. Rauschert et al. 2023a, S. 5). Besonders verbreitet ist Cannabiskonsum jedoch unter jungen Menschen; „Im Jahr 2021 hatte gut die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen schon einmal Cannabis konsumiert“ (Orth & Merkel 2022, S. 37). Der Konsum von Cannabis spielt also ohne Zweifel eine erhebliche Rolle in der deutschen Drogenkultur – gänzlich unabhängig vom rechtlichen Status dieser Substanz ist der Cannabiskonsum in der Gesamtbevölkerung über Jahrzehnte hinweg angestiegen, die bisherige Drogenpolitik, die im Wesentlichen auf strafrechtliche Maßnahmen gesetzt hat, muss daher klar als gescheitert bezeichnet werden (vgl. Heidenblut & Wegge 2022, S. 12). Dabei hat die Kriminalisierung dazu geführt, dass ein Erwischt-Werden insbesondere für Jugendliche oft drastische Konsequenzen hatte, die weniger im Justizsystem selber, sondern vielmehr in anderen gesellschaftlichen Bereichen wirksam wurden (vgl. Schmidt-Semisch et al. 2024, S. 6).

Durch den für die Jahre 2021 bis 2025 gültigen Koalitionsvertrag der SPD, dem Bündnis‘90/DIE GRÜNEN und der FDP wurde von den Regierungsparteien festgelegt, eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken einzuführen (vgl. SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN & FDP 2021, S. 68). Infolgedessen wurde sowohl im wissenschaftlichen Diskurs, als auch in der Politik und in der Gesellschaft kontrovers über die Pläne der Bundesregierung und über einzelne Bestimmungen des Gesetzes diskutiert: „Während sich die einen von einer regulierten, legalen Zugangsmöglichkeit zu Cannabis für Erwachsene vor allem einen besseren Gesundheitsschutz für die Konsument:innen und eine Reduzierung des illegalen Schwarzmarktes erhoffen, sehen die anderen damit gewissermaßen den Untergang des Abendlandes heraufziehen und beharren auf der Kriminalisierung und Bestrafung der entsprechenden Verhaltensweisen.“ (Schmidt-Semisch 2024, S. V).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Prävalenz des Cannabiskonsums in Deutschland und leitet die Fragestellung her, wie sich die Cannabis-Teillegalisierung auf die Anforderungen an das Suchthilfesystem auswirkt.

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Droge und Sucht unter Berücksichtigung verschiedener Modelle und liefert Daten zum Konsum sowie einen Überblick über die Angebotsstruktur der Suchthilfe.

3. Der Weg zur Cannabis-Teillegalisierung: Hier wird der historische Wandel der Drogenpolitik von der Prohibition hin zu den aktuellen Gesetzgebungsverfahren wie dem CanG detailliert dargestellt.

4. Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung: Im Hauptteil werden die Konsequenzen der Gesetzesänderung für die Suchtprävention, Suchtberatung und Suchttherapie diskutiert sowie die Auswirkungen auf die Konsumierenden beleuchtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Ressourcenanpassungen und weitere Forschungsfelder.

Schlüsselwörter

Cannabis-Teillegalisierung, Suchthilfesystem, CanG, Suchtprävention, Suchtberatung, Suchttherapie, Cannabisgesetz, Drogenpolitik, Konsumprävalenz, Cannabiskonsum, Abstinenzorientierung, Akzeptanzorientierung, Entstigmatisierung, Gesundheitswesen, Sozialwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die veränderten Anforderungen, die durch die Cannabis-Teillegalisierung im Jahr 2024 an das deutsche Suchthilfesystem gestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Drogenpolitik, die gesetzlichen Neuregelungen (CanG), die Arbeit des Suchthilfesystems sowie die Auswirkungen auf Präventionsarbeit und Beratung von Cannabiskonsumierenden.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Teillegalisierung von Cannabis die Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem verändert und welche rechtlichen und sozialen Herausforderungen dabei für die Praxis entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Basis aktueller Literatur, Fachdiskursen und Gesetzesvorgaben die Auswirkungen der neuen Drogenpolitik auf die Suchthilfe untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Weges zur Teillegalisierung durch das CanG und die anschließende kritische Diskussion der Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Suchthilfe, wie insbesondere Prävention und Beratung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Cannabis-Teillegalisierung, Suchthilfesystem, Suchtprävention, CanG, Entstigmatisierung und Drogenpolitik.

Welchen Einfluss haben Anbauvereinigungen auf die Arbeit der Suchthilfe?

Anbauvereinigungen schaffen neue Zugangswege zu den Adressat*innen der Sozialen Arbeit, erfordern jedoch eine engere Kooperation zwischen den Vereinen und Suchtberatungsstellen, um bei Bedarf gezielte Hilfe leisten zu können.

Inwiefern beeinflusst das Abstinenzgebot die aktuelle therapeutische Praxis?

Die Arbeit diskutiert, inwieweit das bisher dominierende Abstinenzparadigma durch die neuen Anforderungen hinterfragt wird und ob akzeptanzorientierte Ansätze in der Suchtberatung und Psychotherapie künftig eine stärkere Rolle spielen sollten.

Ende der Leseprobe aus 80 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem
Hochschule
Universität Siegen  (Fakultät II Bildung - Architektur - Künste)
Veranstaltung
Bachelorabschlussprüfung
Note
1,0
Autor
Nils Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
80
Katalognummer
V1584999
ISBN (PDF)
9783389130063
ISBN (Buch)
9783389130070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cannabis Cannabislegalisierung Cannabis-Teillegalisierung Legalisierung Cannabisregulierung Drogen Sucht Cannabiskonsum Cannabiskonsumstörung Drogenpolitik Cannabispolitik Suchthilfe Suchthilfesystem CanG Cannabisgesetz Cannabisprävention Suchtberatung Suchtberatungsstellen Suchttherapie Auswirkungen Cannabiskonsument*innen Psychotherapie Cannabisgebrauch Kriminalisierung Prohibition psychoaktive Substanz BtMG Betäubungsmittelgesetz Anbauvereinigungen Suchtmittel psychoaktiv THC Konsumcannabis Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Albrecht (Autor:in), 2024, Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1584999
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  80  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum