Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Lerninsel als Lernform zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz für Lernende im Prozess der Arbeit

Titel: Lerninsel als Lernform zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz für Lernende im Prozess der Arbeit

Studienarbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: D. Petzoldt (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Lernen findet von Geburt an im unterschiedlichsten räumlichem und sachlichem Kontext statt. Jedoch sind diese Lernprozesse eher implizit oder beiläufig. In Folge des Einzugs der z.T. virtuellen Informations- und Kommunikationstechnik in die moderne Arbeitswelt, des wachsenden Dienstleistungscharakters und der Prozess- und Lernorientierung verlangen qualifikatorische und ökonomische Aspekte nach einem Lernen im Prozess der Arbeit (Dehnbostel 2007, Lernen im Prozess der Arbeit: S.17f). Kreative und innovative Lernformen sind gefragt; mechanische Fertigkeiten weichen sog. Skills. „Dieser Veränderungsprozess lässt sich als Weg von einer funktions- und berufsbezogenen hin zu einer prozessorientierten Betriebs- und Arbeitsorganisation charakterisieren.“ (Schiersmann/Remmele 2002, Neue Lernarrangements in Betrieben: S. 5). Eine Entgrenzung und Pluralität betrieblicher Lernkonzepte und Lernformen zieht die Gestaltung neuer Lernformen bzw. deren Kombination und Verwendung mit sich. Prof. Dr. P. Dehnbostel (Anm. Verf.: Hochschullehrer am Institut für Berufsbildung, Weiterbildung und Telematik der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) unterscheidet sechs Lernformen: „Unterweisung/ Coaching, Qualitätszirkel, Lernstatt, Lerninseln, Auftragslernen und Communities of Practice (CoP). Diese Lernformen stellen einen Typus betrieblichen Lernens dar, der als symptomatisch für moderne Arbeitsprozesse gelten kann: Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse werden unter lernsystematischen und arbeitspädagogischen Gesichtspunkten erweitert und angereichert. [...]“ (Dehnbostel 2003, Informelles Ler-nen: Arbeitserfahrungen und Kompetenzerwerb aus berufspädagogischer Sicht: S. 3). Inwieweit Modelle arbeitsbezogenen Lernens dem Lernenden den Aufbau von Handlungswissen ermöglicht, möchte ich am Beispiel der „Lerninseln“ in meiner Bearbeitung aufzeigen. Die einzelnen Abschnitte erläutern Wissen und Handeln als Bestandteil von Kompetenzen (2.1) sowie die Bedeutung der Reflexivität in der Arbeit (2.2). Im Weiteren möchte ich das arbeitsgebundene oder –verbundene Lernen (3.1) am Beispiel des Arbeits- und Lernmodells „Lerninsel“ (3.2) dahingehend prüfen, inwieweit es geeignet ist, ein notwendiger Faktor zum Aufbau von Handlungskompetenzen (4.) zu sein. Mit einem Fazit schließe ich die Arbeit ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz

2.1 Wissen und Handeln als Bestandteil von Kompetenzen

2.2 Reflexivität in der Arbeit

3 Arbeitsnahe Lernform „Lerninsel“

3.1 Arbeitsgebundenes oder –verbundenes Lernen

3.2 Das Konzept der „Lerninseln“

4 „Lerninseln“ als notwendiger Faktor zum Aufbau von Handlungskompetenzen

5 Zusammenfassung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Lerninseln" als arbeitsnahe Lernform und analysiert, inwieweit diese geeignet ist, die berufliche Handlungskompetenz von Lernenden direkt im Prozess der Arbeit zu fördern und zu entwickeln.

  • Bedeutung der beruflichen Handlungskompetenz in modernen Arbeitsprozessen
  • Differenzierung zwischen formellem und informellem Lernen
  • Rolle der Reflexivität für eine nachhaltige Kompetenzentwicklung
  • Merkmale und Vorteile der Lernform „Lerninsel“ in der betrieblichen Praxis
  • Wechselbeziehung zwischen Arbeit, Lernen und individuellen Qualifizierungszielen

Auszug aus dem Buch

3 Arbeitsnahe Lernform „Lerninsel“

In der beruflichen Aus- und Weiterbildung geht es um den Zusammenhang von Arbeit und Lernen mit dem Leitziel, berufliche Handlungskompetenz in Theorie und Praxis aufzubauen. Es werden sowohl die Erfordernisse der Arbeitswelt als auch die individuellen Ansprüche des Lernenden berücksichtigt. Durch das Lernen am Arbeitsplatz kann Lernen und Arbeiten verbunden werden, da sich Lernende mit authentischen Aufgaben und Problemen der Arbeit auseinander setzen. Es wird nur das Erworben, was im Arbeitsalltag benötigt wird; Überflüssiges wird nicht gelernt, da die Praxisnähe eine gewisse Filterfunktion darstellt. (Bohlinger/Heidecke 2009: S. 14). Transferverluste können somit vermieden werden oder entfallen sogar.

In der Literatur wird zwischen den Begriffen Lernformen und Arbeitsformen unterschieden: „[...]Lernformen beziehen gezielt formelles bzw. organisiertes Lernen ein und verbinden es mit Erfahrungslernen in der Arbeit. Ihnen ist gemeinsam, dass Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse unter lernsystematischen und arbeitspädagogischen Gesichtspunkten erweitert und angereichert werden. [...]. Betriebliche Arbeitsformen [...] repräsentieren einen anderen Typus betrieblichen Lernens. Lernen erfolgt vor allem als informelles und Erfahrungslernen, ein formelles, organisiertes Lernen findet in diesen Arbeitsformen nur in Ausnahmefällen statt.“ (Dehnbostel/Elsholz/Gillen 2007: S. 223). Laut Schüßler „[...] wird dafür plädiert, Lernformen als die in Lernprozessen eingesetzten Verfahren und Mittel zu bezeichnen, mit Hilfe derer die Wissenserschließung und Kompetenzentwicklung der Lernenden methodisch unterstützt und ermöglicht werden kann. [...]“ (Schüßler: Lernwirkungen neuer Lernformen 2004: S. 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die damit steigende Bedeutung des Lernens im Prozess der Arbeit sowie die Notwendigkeit innovativer Lernformen.

2 Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz: Dieses Kapitel definiert berufliche Handlungskompetenz, betont die Rolle von Wissen und Handeln sowie die zentrale Bedeutung der Reflexivität für das Lernen.

3 Arbeitsnahe Lernform „Lerninsel“: Hier werden die theoretischen Grundlagen arbeitsnaher Lernformen erläutert und das spezifische Konzept der „Lerninseln“ detailliert vorgestellt.

4 „Lerninseln“ als notwendiger Faktor zum Aufbau von Handlungskompetenzen: Dieses Kapitel prüft die Eignung von Lerninseln zur gezielten Kompetenzentwicklung im betrieblichen Alltag.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert den Perspektivenwechsel hin zu arbeitsorientierten Qualifizierungsansätzen und die Vorteile der Lerninseln.

6 Fazit: Das Fazit unterstreicht die Wettbewerbsvorteile lernender Unternehmen und betont, dass Lerninseln eine effektive Verbindung von wirtschaftlichem Handeln und individueller Qualifizierung ermöglichen.

Schlüsselwörter

Lerninsel, berufliche Handlungskompetenz, Lernen im Prozess der Arbeit, Kompetenzentwicklung, informelles Lernen, Arbeitsorganisation, Reflexivität, betriebliche Weiterbildung, arbeitsnahes Lernen, Qualifizierung, Lernkultur, Selbststeuerung, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit modernen Formen der betrieblichen Weiterbildung, mit Fokus auf die "Lerninsel" als Methode, um berufliche Handlungskompetenz direkt im Arbeitsprozess aufzubauen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Wandel der Arbeitswelt, die Bedeutung von Kompetenzentwicklung gegenüber reiner Qualifizierung sowie die theoretische und praktische Fundierung arbeitsbezogener Lernformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, am Beispiel der „Lerninseln“ aufzuzeigen, wie Modelle arbeitsbezogenen Lernens den Aufbau von Handlungswissen unterstützen und fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit berufspädagogischen Konzepten des Lernens im Prozess der Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Kompetenzen und Reflexivität sowie die praxisnahe Beschreibung und Bewertung des Lerninsel-Konzepts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Lerninsel, berufliche Handlungskompetenz, Lernkultur, informelles Lernen und arbeitsbezogenes Lernen.

Was unterscheidet das Lerninsel-Konzept von klassischen Seminaren?

Im Gegensatz zu arbeitsplatzfernen Seminaren findet das Lernen auf der Lerninsel direkt in die betriebliche Wirklichkeit eingebettet am Arbeitsplatz statt, wobei reale Arbeitsaufgaben das Lernobjekt bilden.

Welche Rolle spielt die Reflexivität laut der Autorin?

Reflexivität ist essenziell, da sie Lernende befähigt, Erfahrungen kritisch zu verarbeiten, implizites Wissen explizit zu machen und so gezielt Handlungskompetenz aufzubauen.

Warum wird die Lerninsel als „notwendiger Faktor“ bezeichnet?

Sie gilt als notwendiger Faktor, weil sie eine Brücke zwischen theoretischem Wissen und praktischem Handeln schlägt und dabei sowohl die Anforderungen des Unternehmens als auch die Lernchancen der Individuen optimal verbindet.

Welche Herausforderungen sieht die Autorin für die Zukunft?

Herausforderungen liegen in der weiteren Verbreitung solcher Lernformen in verschiedenen Arbeitsbereichen sowie in der Frage, wie implizites Wissen nachhaltig expliziert und gesichert werden kann.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lerninsel als Lernform zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz für Lernende im Prozess der Arbeit
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Modul 3D
Note
1,0
Autor
D. Petzoldt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V158561
ISBN (eBook)
9783640747559
ISBN (Buch)
9783640747702
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebliches Lernen und Organisationsentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
D. Petzoldt (Autor:in), 2010, Lerninsel als Lernform zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz für Lernende im Prozess der Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158561
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum