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Steuerliche Aspekte der familieninternen Unternehmensnachfolge bei der GmbH

Den Generationenwechsel erfolgreich gestalten

Title: Steuerliche Aspekte der familieninternen Unternehmensnachfolge bei der GmbH

Master's Thesis , 2010 , 109 Pages

Autor:in: Sven Kampfert (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Summary Excerpt Details

Steuerliche Belastungen, die aufgrund der Übertragung von Gesellschaftsanteilen im Zuge einer familieninternen Unternehmensnachfolge auf den Nachkommen entstehen, können erhebliche Konsequenzen für eine GmbH haben. Entsprechende Liquiditätsabflüsse sind durch frühzeitige Vorkehrungen unter Einhaltung der rechtlichen Vorschriften zu berücksichtigen, um die Existenz der GmbH bei einem plötzlichen Ausscheiden (Erbfall) des bisherigen Inhabers nicht zu gefährden.
Dabei gilt es einige Faktoren zu berücksichtigen. So bieten die Art der Übertragung, der betroffene Personenkreis aber auch der Zeitpunkt der Übergabe enorme Gestaltungsmöglichkeiten. Bereits die Übertragungsweise spielt eine wesentliche Rolle, da sie je nach dem ob sie unentgeltlich, teilentgeltlich oder vollentgeltlich ist, zu unterschiedlichen Steuerbelastungen führt.
Die Unternehmensnachfolgeplanung für die familieninterne Übertragung einer GmbH stellt sich als praktisches ökonomisches Problem dar, da viele Nachfolgeregelungen bei mittelständischen Unternehmen in der Praxis scheitern. So besteht in der Berücksichtigung sämtlicher außersteuerlicher Aspekte regelmäßig eine Herausforderung. Hinzukommt, dass die steuerrechtlichen Aspekte in die Planung der familieninternen Unternehmensnachfolge zu integrieren sind und diese allein aus einkommen- sowie schenkungsteuerrechtlicher Sicht an Kompliziertheit fast nicht mehr zu übertreffen sind.
Familieninterne Unternehmensnachfolgen erfolgen häufig durch (teilweise) Schenkung des Unternehmens. Die Beteiligten wählen aufgrund der engen persönlichen Beziehung zueinander nur in den seltensten Fällen eine ausschließlich entgeltliche Übertragung. Deshalb beschränkt sich die Arbeit auf Übertragungsmöglichkeiten, die zumindest teilweise eine Schenkung beinhalten.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die steuerrechtliche Analyse von inländischen Unternehmensnachfolgen unter Berücksichtigung sämtlicher steuerrechtlichen Aspekte und den daraus resultierenden Konsequenzen. Die Arbeit beschränkt sich auf familieninterne Unternehmensnachfolgen von Gesellschaften mbH, wobei sich die übertragenen Anteile im Privatvermögen des Übertragenden befinden und im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auf seinen Nachkommen übergehen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Allgemeine Rahmenbedingungen

2.1 Familienunternehmen

2.2 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung

2.2.1 Allgemeines

2.2.2 Share Deal vs. Asset Deal

3. Bewertungs- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen

3.1 Bewertungsgrundsätze

3.1.1 Einführung - Methodenvielfalt der Unternehmensbewertungen

3.1.2 Bewertung von Anteilen an einer GmbH

3.1.2.1 Grundlegendes

3.1.2.2 Ermittlung des gemeinen Wertes mittels ausgewählter Verfahren

3.1.2.2.1 Vereinfachtes Ertragswertverfahren

3.1.2.2.2 Das APV-Verfahren

3.1.2.3 Paketzuschlag, § 11 Abs. 3 BewG

3.1.2.4 Zwischenergebnisse

3.2 Verträge zwischen nahestehenden Personen

3.3 Abgrenzung von entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen

3.4 Schenkungsteuer

3.4.1 Einführung

3.4.2 Vorliegen einer Zuwendung

3.4.2.1 Freigebige Zuwendung unter Lebenden

3.4.2.2 Gemischte Schenkung und Schenkung unter Auflage

3.4.2.3 Anteilsübergang bei einer GmbH, § 7 Abs. 7 ErbStG

3.4.3 Verschonungen des Anteilsvermögens, §§ 13a, b ErbStG

3.4.3.1 Allgemeine Voraussetzungen für die Steuerbefreiung

3.4.3.2 Regelverschonung

3.4.3.3 Optionsverschonung

3.4.4 Steuerklassen, Freibeträge und Steuersatz

3.4.5 Zwischenergebnisse

3.5 Einkommensteuer

3.5.1 Unentgeltliche Zuwendungen

3.5.2 Entgeltliche Zuwendungen

3.5.3 Teilentgeltliche Zuwendungen

3.6 Sonstige Steuerarten

3.6.1 Grunderwerbsteuer

3.6.2 Umsatzsteuer

3.6.3 Körperschaftsteuer

3.6.4 Gewerbesteuer

3.7 Zwischenergebnisse

4. Steuerrechtliche Konsequenzen

4.1 Übertragung der Anteile durch Schenkung

4.1.1 Einführung

4.1.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger

4.1.3 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

4.2 Übertragung der Anteile durch gemischte Schenkung

4.2.1 Einführung

4.2.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger

4.2.3 Einkommensteuerliche Belastung beim Schenker

4.2.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

4.3 Übertragung der Anteile durch Schenkung unter Leistungsauflage

4.3.1 Einführung

4.3.2 Steuerliche Belastungen aus dem unentgeltlichen Teil der Vermögensübergabe

4.3.3 Steuerliche Belastungen aus dem entgeltlichen Teil der Vermögensübertragung

4.3.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

4.4 Übertragung der Anteile durch Schenkung unter Vorbehaltsnießbrauch

4.4.1 Einführung

4.4.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger

4.4.3 Einkommensteuerliche Behandlung

4.4.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

4.5 Gegenüberstellung der Übertragungsmöglichkeiten an einem Beispiel

4.5.1 Sachverhalt zur Beispiel-GmbH

4.5.2 Übertragung der Anteile durch Schenkung

4.5.3 Übertragung der Anteile durch gemischte Schenkung

4.5.4 Übertragung der Anteile gegen Versorgungsleistungen / unter Vorbehaltsnießbrauch

4.5.5 Zwischenergebnisse

4.6 Weitere Gestaltungspotentiale

4.6.1 Steuersparmodell bei der Frage nach der Steuerschuldnerschaft

4.5.2 Vorschenkung als steuerreduzierende Maßnahme

4.5.3 Übertragung der Anteile gegen Nießbrauch oder Versorgungsleistungen?

5. Zusammenfassende Würdigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen bei der familieninternen Unternehmensnachfolge von GmbHs. Ziel ist es, die steuerlichen Auswirkungen verschiedener Übertragungsmethoden im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge zu untersuchen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die Belastungen für die Beteiligten zu optimieren.

  • Steuerrechtliche Analyse der vorweggenommenen Erbfolge bei GmbH-Anteilen.
  • Bewertung von GmbH-Anteilen nach aktuellen gesetzlichen Vorgaben.
  • Vergleich verschiedener Übertragungsformen: Schenkung, gemischte Schenkung, Schenkung unter Leistungsauflage und unter Vorbehaltsnießbrauch.
  • Untersuchung von Verschonungsmodellen (§§ 13a, 13b ErbStG) und deren Auswirkungen.
  • Vorteilhaftigkeitsüberlegungen und steuerliche Optimierungsansätze für Schenker und Nachfolger.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.2 Ermittlung des gemeinen Wertes mittels ausgewählter Verfahren

In der ersten Stufe sieht § 11 Abs. 2 Satz 2 ff. BewG zur Ermittlung des gemeinen Wertes folgende Vorgehensweise vor:

Lässt sich der gemeine Wert aus Verkäufen unter fremden Dritten, die weniger als ein Jahr zurückliegen ermitteln, so ist vorrangig dieser Wert anzusetzen.

Andernfalls ist der gemeine Wert unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten oder einer anderen, auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nicht steuerliche Zwecke üblichen Methode, zu ermitteln.

Dabei ist die Bewertungsmethode anzuwenden, die ein Erwerber der Bemessung des Kaufpreises zugrundelegen würde, bspw. den IDW S1, ein DCF-Verfahren (z. B. den APV-Ansatz) oder die Residualgewinnmethode.

Unter Anwendung von § 99 und § 103 BewG ist der Substanzwert als Mindestwert anzusetzen (§ 11 Abs. 2 Satz 3 BewG).

Dabei ist nach §§ 199 bis 203 BewG das vom Gesetzgeber geregelte vereinfachte Ertragswertverfahren zu berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung stellt die steuerliche Relevanz der familieninternen Unternehmensnachfolge dar und definiert den Untersuchungsgegenstand auf GmbHs im Privatvermögen.

2. Allgemeine Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Familienunternehmen sowie die spezifischen zivilrechtlichen Rahmenbedingungen der GmbH, inklusive der Unterscheidung von Share Deal und Asset Deal.

3. Bewertungs- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen: Hier werden die Grundsätze der Unternehmensbewertung, insbesondere das vereinfachte Ertragswertverfahren, sowie die schenkung- und einkommensteuerlichen Grundlagen der Anteilsübertragung detailliert erörtert.

4. Steuerrechtliche Konsequenzen: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten steuerlichen Auswirkungen bei verschiedenen Übertragungsvarianten wie der Schenkung, der gemischten Schenkung sowie der Schenkung unter Leistungsauflage oder Vorbehaltsnießbrauch anhand von Berechnungsbeispielen.

5. Zusammenfassende Würdigung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der steuerrechtlichen Analyse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen und einzelfallbezogenen Planung bei der Unternehmensnachfolge.

Schlüsselwörter

Unternehmensnachfolge, GmbH, Schenkungsteuer, Erbschaftsteuer, Erbschaftsteuerreformgesetz, Unternehmensbewertung, vereinfachtes Ertragswertverfahren, Regelverschonung, Optionsverschonung, gemischte Schenkung, Versorgungsleistungen, Vorbehaltsnießbrauch, Einkommensteuer, Anteilsübertragung, vorweggenommene Erbfolge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den steuerrechtlichen Aspekten und Konsequenzen, die bei der familieninternen Übertragung von GmbH-Anteilen (Unternehmensnachfolge) im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Unternehmensbewertung, die Anwendung des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG), die einkommensteuerliche Behandlung sowie die Einordnung der Anteilsübertragung hinsichtlich Grunderwerb-, Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die steuerlich optimalen Gestaltungsformen für eine familieninterne Unternehmensnachfolge bei einer GmbH zu identifizieren, um Steuerbelastungen zu minimieren und die Liquidität des Unternehmens zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine steuerrechtliche Analyse, die durch theoretische Erläuterungen der gesetzlichen Vorschriften und durch die Anwendung von Berechnungsformeln und Fallbeispielen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die steuerrechtlichen Konsequenzen von vier Übertragungsvarianten: reine Schenkung, gemischte Schenkung, Schenkung unter Leistungsauflage und Schenkung unter Vorbehaltsnießbrauch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensnachfolge, GmbH, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Verschonungsmodelle (Regel- und Optionsverschonung) sowie Gestaltungsformen wie Versorgungsleistungen und Nießbrauch geprägt.

Warum ist die Wahl des Bewertungsverfahrens bei der GmbH-Nachfolge entscheidend?

Da die Unternehmensbewertung direkt die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer beeinflusst, ist die Wahl eines rechtssicheren und steueroptimalen Verfahrens (z.B. vereinfachtes Ertragswertverfahren oder APV-Ansatz) essenziell für die Höhe der Steuerlast.

Welchen Einfluss hat das Wachstumsbeschleunigungsgesetz auf die Nachfolge?

Es hat die Behaltensfristen bei der Verschonung von Betriebsvermögen auf fünf Jahre reduziert und die Anforderungen an die Lohnsummenklausel abgemildert, was die Planungssicherheit für Nachfolger erhöht.

Warum wird die Übertragung gegen Versorgungsleistungen als vorteilhaft dargestellt?

Weil sie als gemischte Schenkung den Kapitalwert der Versorgungsleistung schenkungsteuerreduzierend ansetzt und gleichzeitig einkommensteuerliche Vorteile durch den Sonderausgabenabzug beim Übernehmer bietet.

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Details

Title
Steuerliche Aspekte der familieninternen Unternehmensnachfolge bei der GmbH
Subtitle
Den Generationenwechsel erfolgreich gestalten
College
University of Applied Sciences Calw
Author
Sven Kampfert (Author)
Publication Year
2010
Pages
109
Catalog Number
V158682
ISBN (eBook)
9783640714926
ISBN (Book)
9783640715244
Language
German
Tags
GmbH familieninterne Unternehmensnachfolge Vorbehaltsnießbrauch Versorgungsleistungen gemischte Schenkung Schenkung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Kampfert (Author), 2010, Steuerliche Aspekte der familieninternen Unternehmensnachfolge bei der GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158682
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