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Wie gendert man Gott? Ist Gott nicht-binär oder agender?

Titel: Wie gendert man Gott? Ist Gott nicht-binär oder agender?

Hausarbeit , 2023 , 24 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden wird sich mit der Frage nach dem Geschlecht Gottes, vor dem Hintergrund der aktuellen Genderdiskussionen, beschäftigt. Gott ist für fast alle eine menschliche Abbildung eines Mannes. Wieso ist das so? Ist uns eine andere Vorstellung Gottes so fremd, dass wir sie gar nicht zulassen oder liegt es an der männlichen narzisstischen Vorherrschaft im christlichen
Glauben. Obwohl Gott in unserer heutigen sowie damaligen Gesellschaft ein Mann zu seien scheint, wollen viele Organisationen nun anfangen Gott zu gendern. Die Frage ob man Gott gendern kann ist somit recht aktuell. Die Church of England möchte Gott unter anderem gendern. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenso Gruppen die Gott gendern wollen, wie dies geschehen soll wird diskutiert. Einige schlagen Gott*, Gott+ oder im Singular Göttlichkeit und im Plural Gottheiten vor.

In diesen Kontexten wird jedoch die Frage vernachlässigt, ob gegendert werden sollte oder muss. Daher wird sich im Folgenden die Frage gestellt, wie gendert man Gott oder ist Gott vielleicht nicht-binär oder agender und damit geschlechtslos und muss gar nicht gegendert werden. Ist Gott somit vielleicht schon vergeschlechtlicht? Zunächst wird auf verschiedene Darstellungen Gottes, in der Bibel eingegangen. Vor diesem Hintergrund wird die Personifizierung Gottes in unserer Vorstellung betrachtet, da diese teil-
weise auf den Einflüssen aus verschiedenen Bereichen resultiert, andererseits bildet sie sich im Rahmen religiöser Entwicklung. Später wird das Gendern und der generische Maskulinum erläutert, um daraufhin zu schauen ob Gott bereits vergeschlechtlicht ist. Daraufhin folgt ein Fazit in welchem die Frage hoffentlich geklärt werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Ist uns Gott in einem anderen Geschlecht als dem männlichen Fremd?

2. Darstellungen Gottes

2.1 Darstellungen Gottes in der Bibel

2.1.1 Gottesbilder im Alten Testament

2.1.2 Gottesbilder im Neuen Testament

2.2 Personifizierung Gottes in unserer Vorstellung ( Stufen religiöser Entwicklung)

3. Gendern

3.1 Was ist Gendern und wieso tun wir es?

3.2 Das generische Maskulinum

4. Ist Gott bereits vergeschlechtlicht?

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle geschlechtertheoretische Debatte über das Gendern Gottes. Dabei wird der Forschungsfrage nachgegangen, inwieweit Gott bereits vergeschlechtlicht ist, ob eine geschlechtsneutrale bzw. nicht-binäre Vorstellung von Gott möglich ist oder ob das Bedürfnis nach Gendern primär aus gesellschaftlichen Vorstellungen und patriarchalen Strukturen resultiert.

  • Biblische Gottesbilder im Alten und Neuen Testament
  • Stufen der religiösen Entwicklung und Gottesvorstellungen
  • Funktion und Problematik des Genderns in der modernen Gesellschaft
  • Kritische Analyse des generischen Maskulinums
  • Theologische und gesellschaftliche Konstruktion des Geschlechts Gottes

Auszug aus dem Buch

2.2 Personifizierung Gottes in unserer Vorstellung ( Stufen religiöser Entwicklung)

In unseren Vorstellungen ist Gott ein Mensch. Genauer gesagt ein älterer, meist weiß und männlich gelesener Cis* Mann. Die meisten Menschen stellen sich Gott gleich vor, doch wieso ist es immer ein Mann und immer ein Mensch? Haben wir Menschen ein so ich zentriertes Selbstbild, dass ein höheres Wesen, wie Gott zwingend, wie wir aussehen muss oder fehlt uns einfach die Kreativität und Vorstellungskraft? Die Menschen beziehen sich bei ihrer Gottesbeschreibung dabei kaum auf die Bibel. In einem medialen Zeitalter, wie unserem werden wir von der Kunst- und Filmbranche maßgeblich von Klein auf mit beeinflusst. Wie weit geht dieser Einfluss wirklich, denn früher war ein Bildnis Gottes verboten.

Mit Blick auf die Stufen religiöser Entwicklung, wird deutlich, dass die Entwicklung unabhängig der Religion gleich verläuft und damit die individuelle Gottesvorstellung der Menschen. Die Basis ist meist gleich. Entwickelt sich eine Person in eine religiöse Richtung ist dies diskontinuierlich. Es geschieht bei jeder Person unterschiedlich schnell. In der Religionspädagogik wird die Entwicklung der Gottesbilder in fünf Stufen aufgeteilt, welche mit Ausnahme der ersten beiden Phasen keinem genauen Alter zugeordnet werden können. Je nach Sichtweise gibt es eine Stufe 0. Alle Stufen laufen bei jedem unterschiedlich schnell ab und hören bei manchen eher auf, da sie nicht alle Stufen durchlaufe. Eine Ablösung vom Gottesbild läuft nicht immer gleich ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ist uns Gott in einem anderen Geschlecht als dem männlichen Fremd?: Einführung in die aktuelle Debatte um das Gendern Gottes vor dem Hintergrund der männlich geprägten christlichen Gottesvorstellung.

2. Darstellungen Gottes: Analyse der Gottesbilder in der Bibel und der psychologisch-religionspädagogischen Personifizierung Gottes in der menschlichen Vorstellung.

3. Gendern: Untersuchung der Notwendigkeit und der Methoden des Genderns sowie der Kritik am generischen Maskulinum in Bezug auf sprachliche Inklusion.

4. Ist Gott bereits vergeschlechtlicht?: Philosophische und theologische Befragung des Begriffs der Vergeschlechtlichung und deren Anwendung auf das Konzept Gott.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Erkenntnis über die Ambivalenz des Gottesgeschlechts und die Reflexion über Gott als agendes Wesen jenseits menschlicher Kategorisierungen.

Schlüsselwörter

Gott, Gendern, Geschlecht, Bibel, Religion, Gottesbilder, generisches Maskulinum, vergeschlechtlicht, religiöse Entwicklung, Inklusion, patriarchale Strukturen, Theologie, Identität, Geschlechtsstereotyp, JHWH

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, wie und warum Gott in unterschiedlichen Kontexten als männliches Wesen konstruiert wird und ob moderne Gender-Diskurse auf das Konzept Gott anwendbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen biblische Exegese, entwicklungspsychologische Ansätze der Gottesvorstellung sowie sprachwissenschaftliche und soziologische Aspekte des Genderns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob ein Bedürfnis für das Gendern Gottes besteht oder ob Gott bereits durch seine religiöse und biblische Einordnung als agender oder nicht-binär betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, die biblische Texte, religionspädagogische Strukturmodelle und aktuelle sprachwissenschaftliche Diskurse verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung biblischer Gottesdarstellungen, die Analyse der menschlichen Entwicklung von Gottesbildern (nach Oser/Gmünder) sowie die kritische Reflexion des Genderns in der deutschen Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffen Gott, Gendern, biblische Gottesbilder, generisches Maskulinum, Geschlechterstereotype und religiöse Entwicklung.

Welche Rolle spielt die biblische Forschung für das Ergebnis?

Sie dient als Basis für die Feststellung, dass Gott in den Ur-Texten weder eindeutig männlich noch weiblich konnotiert ist, sondern eine kulturell geprägte, oft patriarchale Auslegung erfahren hat.

Inwiefern beeinflusst das Alter die Vorstellung von Gott?

Die Arbeit zeigt anhand von Entwicklungsstufen, dass Kinder Gott anfangs als vermenschlichte Autorität wahrnehmen, während sich dieses Bild im Laufe des Erwachsenwerdens zu abstrakteren, symbolischen Prinzipien wandelt.

Wird im Fazit eine Lösung für das Gendern Gottes angeboten?

Das Fazit schlägt vor, dass die Frage nach dem Gendern Gottes bei einem Eigennamen wie JHWH obsolet sein könnte, da dieser per se kein Geschlecht besitzt und somit als agender zu verstehen ist.

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Details

Titel
Wie gendert man Gott? Ist Gott nicht-binär oder agender?
Hochschule
Universität Münster
Note
3,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
24
Katalognummer
V1586918
ISBN (PDF)
9783389131213
ISBN (Buch)
9783389131220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gott
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Wie gendert man Gott? Ist Gott nicht-binär oder agender?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1586918
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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