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Die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Demokratiequalität in Österreich und Italien

Titel: Die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Demokratiequalität in Österreich und Italien

Hausarbeit , 2024 , 22 Seiten

Autor:in: Savas Demirci (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Qualität der Demokratie in Österreich und Italien. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Regierungsbeteiligungen der FPÖ (Österreich) und der Lega (Italien) im Zeitraum 2017 bis 2019 auf zentrale demokratische Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und politischen Pluralismus auswirken.

Auf der Basis theoretischer Konzepte von Cas Mudde, Cristóbal Rovira Kaltwasser und Robert Dahl wird ein systematischer Ländervergleich durchgeführt. Mithilfe etablierter Indizes wie dem Rule of Law Index, dem Freedom of the Press Report und dem Democracy Index der Economist Intelligence Unit wird die Demokratiequalität empirisch bewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Regierungsbeteiligung rechtspopulistischer Parteien in beiden Ländern zu teils erheblichen Verschlechterungen demokratischer Standards führte, insbesondere in Bezug auf Pressefreiheit und politische Pluralität. Die Arbeit bietet somit einen fundierten Beitrag zur Debatte über den Einfluss rechtspopulistischer Akteure auf liberale Demokratien in Europa.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Populismusansatz nach Mudde und Kaltwasser

2.2 Polyarchie nach Robert Dahl

3. Forschungsdesign

4. Analyse

4.1 Fallstudie Österreich

4.2 Fallstudie Italien

4.3. Systemischer Vergleich

5. Konklusion und Diskussion

5.1 Konklusion

5.2 Diskussion und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Qualität demokratischer Systeme am Beispiel der Regierungsbeteiligungen der FPÖ in Österreich und der Lega in Italien zwischen 2017 und 2019. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die Präsenz dieser Parteien in der Regierung mit einer Verschlechterung der Demokratiequalität korreliert, wobei Mechanismen wie die Beeinflussung von Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit und politischem Wettbewerb im Fokus stehen.

  • Analyse der rechtspopulistischen Rhetorik und Regierungsstrategien
  • Messung der Demokratiequalität anhand standardisierter Indizes (Rule of Law, Freedom of the Press, Democracy Index)
  • Vergleichende Untersuchung der Auswirkungen auf demokratische Institutionen
  • Überprüfung der theoretischen Annahmen von Cas Mudde und Robert Dahl im empirischen Kontext

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In den letzten Jahren haben rechtspopulistische Parteien in vielen Ländern an Bedeutung gewonnen (vgl. Deutschlandfunk 2024). Besonders in Österreich und Italien haben Parteien wie die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und die Lega (früher Lega Nord) erheblichen Zuwachs an Wählern und Anhängern erhalten, auch wenn sie oft in der Opposition verbleiben. Beide Parteien haben es in ihren Ländern geschafft, durch populistische Rhetorik und Positionen, die sich stark gegen Migration und etablierte politische Eliten richten, erhebliche Wählergruppen zu mobilisieren. Ein pikantes Zitat des Parteivorsitzenden der Lega Matteo Salvini zum Thema Migration aus dem Jahr 2018 in einem Interview mit einem Radiosender ist ein Beispiel für seine polarisierende Rhetorik und verdeutlicht, wie Ängste vor Migration und kultureller Veränderung schürt: „Wenn ich Minister werde, lasse ich alle Migranten zurück an Afrikas Strände bringen, mit einem freundlichen Schulterklopfen, einem Päckchen Nüsse und einem Eis.“ (vgl. Schlamp 2018).

Ursprünglich vertrat die Lega Nord einen regionalistischen Populismus, der sich gegen den italienischen Nationalstaat richtete, wobei die Hauptgegner die Zentralregierung, das „diebische Rom“ und der „parasitische Süden“ des Landes waren (vgl. Braun 2017). Im Kern stand die Behauptung, dass der wirtschaftlich erfolgreiche Norden sein Potenzial nicht entfalten könne, da er durch die korrupte Politik Roms und die Unterstützung des rückständigen Südens behindert werde (vgl. ebd.). Unter Matteo Salvini begann eine Phase, die man im europäischen Kontext als „rechtspopulistische Normalisierung“ bezeichnen könnte. Zunächst rückten Migranten unter den klassischen Schlagworten wie „Invasion“ und „islamische Bedrohung“ in den Fokus. Salvini setzte auf eine Ausrichtung, die zum Beispiel mit Marine Le Pens „Rassemblement National“ identisch ist und deren Hauptgegner Migranten, die Europäische Union und der Euro sind (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Relevanz der rechtspopulistischen Regierungsbeteiligungen in Österreich und Italien dar und formuliert die zentrale Forschungsfrage.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden der Populismusansatz von Mudde und Kaltwasser sowie das Polyarchie-Modell von Robert Dahl als theoretisches Fundament zur Analyse der Demokratiequalität herangezogen.

3. Forschungsdesign: Die methodische Vorgehensweise wird erläutert, wobei ein Most Similar Systems Design verwendet wird, um die Auswirkungen auf demokratische Indizes zu vergleichen.

4. Analyse: Dieses Kapitel enthält die empirische Untersuchung der Fälle Österreich und Italien sowie einen systematischen Vergleich der Regierungsbeteiligungen und deren Auswirkungen.

5. Konklusion und Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die wissenschaftlichen Einschränkungen der Arbeit und liefert Ausblicke auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Populismus, Rechtspopulismus, FPÖ, Lega, Österreich, Italien, Demokratiequalität, Polyarchie, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit, politische Pluralität, Regierungsbeteiligung, Matteo Salvini, Heinz-Christian Strache, Demokratiekrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Regierungsbeteiligung rechtspopulistischer Parteien auf die Qualität der demokratischen Institutionen und Prozesse in Österreich und Italien auswirkt.

Welche Parteien stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und die italienische Lega im Zeitraum von 2017 bis 2019.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet: „Wie beeinflussen rechtspopulistische Parteien in der Regierungsmacht die Demokratiequalität in Österreich und Italien?“

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird das „Most Similar Systems Design“ (MSSD) eingesetzt, um die Auswirkungen der Regierungsbeteiligungen anhand zentraler Demokratie-Indizes messbar zu vergleichen.

Welche Indikatoren ziehen die Autoren für die Analyse heran?

Zur Messung der Qualität werden der Rule of Law Indikator der Weltbank, der Freedom of the Press Report von Freedom House und der Democracy Index der Economist Intelligence Unit (EIU) verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei detaillierte Fallstudien zu Österreich und Italien, gefolgt von einem direkten systemischen Vergleich der Ergebnisse.

Welche Rolle spielt die Rhetorik in der Argumentation der Arbeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Einsatz einer polarisierenden, populistischen Rhetorik sowohl in Österreich als auch in Italien gezielt dazu genutzt wurde, um kritische Medien und unabhängige Institutionen unter Druck zu setzen.

Wozu führt laut dem Fazit der Arbeit eine rechtspopulistische Regierungsbeteiligung?

Die Untersuchung kommt zu dem vorläufigen Ergebnis, dass die Regierungsbeteiligung dieser Parteien negativ mit den untersuchten Demokratie-Indikatoren korreliert und zu einer Schwächung der Demokratiequalität führen kann.

Was unterscheidet die Entwicklung in Österreich von der in Italien laut der Analyse?

Während Österreich kurzfristig teils unerwartete Stabilitätsanzeichen bei der Rechtsstaatlichkeit zeigte, war die Tendenz in Italien durch eine deutliche Verschlechterung und stärkere Polarisierung unter Salvinis Führung geprägt.

Welche Einschränkungen werden für die Studie genannt?

Die Autorin/der Autor weist darauf hin, dass der untersuchte Zeitraum von 2017 bis 2019 relativ kurz ist und differenzierte länderbezogene Faktoren wie politische Kultur und institutionelle Widerstandsfähigkeit die Ergebnisse beeinflussen können.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Demokratiequalität in Österreich und Italien
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Savas Demirci (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
22
Katalognummer
V1587128
ISBN (PDF)
9783389130797
ISBN (Buch)
9783389130803
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen parteien demokratiequalität österreich italien fpö lega Mattheo Salvini Herbert Kickl robert dahl polyarchie rule of law freedom house
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Savas Demirci (Autor:in), 2024, Die Auswirkungen rechtspopulistischer Parteien auf die Demokratiequalität in Österreich und Italien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1587128
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Leseprobe aus  22  Seiten
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