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Ein qualitatives Forschungsvorhaben zur geringen Teilnahme von einkommensschwachen Eltern an Angeboten der Familienbildung in Beispielhausen

Title: Ein qualitatives Forschungsvorhaben zur geringen Teilnahme von einkommensschwachen Eltern an Angeboten der Familienbildung in Beispielhausen

Case Study , 2025 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

Die Fallstudie entwickelt ein qualitatives Forschungsdesign zur Untersuchung der geringen Teilnahme einkommensschwacher Eltern an Familienbildungsangeboten im nördlichen Stadtteil von Beispielhausen. Die Problemlage besteht darin, dass bestehende Angebote zur frühkindlichen Bildung, Medienerziehung und Übergangsbegleitung zwar konzeptionell hochwertig und kostenfrei zugänglich sind, jedoch vor allem im wohlhabenderen Süden der Stadt auf Resonanz stoßen.

Ziel der Arbeit ist es, ein vollständiges und theoretisch fundiertes Forschungsvorhaben zu konzipieren, das auf einer offenen, explorativen Forschungsfrage basiert: Welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren beeinflussen die geringe Teilnahme einkommensschwacher Eltern an Angeboten der Familienbildung?

Die methodologische Positionierung erfolgt im Rahmen der qualitativen Sozialforschung und orientiert sich an einem konstruktivistischen Paradigma. Das Forschungsfeld wird sozial und geografisch verortet, wobei insbesondere die Perspektiven benachteiligter Eltern im Mittelpunkt stehen. Für die Datenerhebung wird das problemzentrierte Interview nach Witzel gewählt, die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Das Sampling basiert auf theoretischen Kriterien mit Fokus auf Diversität innerhalb der Zielgruppe.

Theoretisch wird die Studie auf drei zentralen Säulen aufgebaut: Bourdieus Theorie sozialer Ungleichheit und des Habitus, Bronfenbrenners ökologische Systemtheorie sowie aktuelle Ansätze zu Bildungsbenachteiligung und symbolischer Exklusion. Daraus ergibt sich ein tiefgreifendes Verständnis für institutionelle und lebensweltliche Barrieren, die zur Nichtteilnahme führen können.

Ein spezifischer Interviewleitfaden wurde entwickelt, der auf niedrigschwellige Weise elterliche Erfahrungen, Barrieren und Verbesserungsvorschläge erfasst. Die Studie endet mit einem Ausblick auf weiterführende qualitative Forschungsperspektiven zur partizipativen Weiterentwicklung familienpädagogischer Angebote.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Fallbeispiel und Fragestellung

2.2 Methodologische Positionierung

2.3 Forschungsfeld

2.4 Erhebungs- und Auswertungsverfahren

2.5 Sampling

2.6 Grundlagentheoretische Einbettung der Forschung

2.7 Erstellung des Erhebungsinstruments

3. Diskussion und Fazit mit Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht qualitativ die Ursachen für die geringe Teilnahme einkommensschwacher Eltern an Familienbildungsangeboten im nördlichen Teil der Stadt Beispielhausen. Ziel ist es, durch ein wissenschaftlich fundiertes Forschungsdesign die individuellen, sozialen und strukturellen Barrieren zu identifizieren und einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer inklusiven familienpädagogischen Praxis zu leisten.

  • Analyse sozialräumlicher Barrieren in der Familienbildung
  • Methodologische Fundierung qualitativer Sozialforschung
  • Theoretische Einbettung durch Habitus-, System- und Exklusionstheorien
  • Entwicklung eines problemzentrierten Interviewleitfadens

Auszug aus dem Buch

2.2. Methodologische Positionierung

Zur Beantwortung der Forschungsfrage erscheint eine qualitative Methodologie besonders geeignet. Die Wahl dieser methodologischen Ausrichtung begründet sich sowohl aus der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes als auch aus dem Ziel der Fallstudie, subjektive Sichtweisen, lebensweltliche Kontexte und soziale Bedeutungszuschreibungen zu rekonstruieren. Die qualitative Sozialforschung ist insbesondere dann angezeigt, wenn Forschungsprozesse explorativen Charakter besitzen, also Phänomene zunächst verstanden und nicht unmittelbar gemessen oder quantifiziert werden sollen (Flick, 2022). Sie eignet sich daher besonders zur Analyse von Einstellungen, Deutungsmustern und Alltagserfahrungen, wie sie im Rahmen dieser Fallstudie bei Eltern aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen im Mittelpunkt stehen.

Ein weiterer Vorteil qualitativer Forschung liegt darin, dass sie emergente Erkenntnisprozesse ermöglicht. Das bedeutet, dass im Forschungsprozess neue Fragestellungen und Hypothesen entstehen können, die sich aus dem Kontakt mit dem Feld und den erhobenen Daten ergeben (Lamnek & Krell, 2016). Damit trägt sie dem Ziel dieser Studie Rechnung, die geringen Teilnahmequoten nicht vorschnell zu erklären, sondern zunächst die subjektiven Perspektiven der Betroffenen sichtbar zu machen.

Die Methodologie orientiert sich an einem konstruktivistischen Wissenschaftsverständnis. Dies bedeutet, dass soziale Wirklichkeit nicht als objektiv gegeben angenommen wird, sondern als sozial erzeugt, durch Sprache vermittelt und in spezifischen Kontexten hervorgebracht (Knoblauch, 2017). Die Untersuchung interessiert sich somit nicht für vermeintlich „objektive“ Ursachen der geringen Beteiligung, sondern für die Sichtweisen der betroffenen Eltern selbst – etwa in Bezug auf wahrgenommene Zugangsbarrieren, institutionelles Vertrauen oder lebensweltliche Prioritäten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der ungleichen Inanspruchnahme von Familienbildungsangeboten ein und formuliert das Ziel einer qualitativen Fallstudie zur Erforschung der Ursachen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt detailliert das Fallbeispiel, die methodologische Ausrichtung, das Forschungsfeld, die Erhebungs- und Auswertungsmethoden, das Sampling sowie die theoretische Fundierung und das entwickelte Erhebungsinstrument.

3. Diskussion und Fazit mit Ausblick: Dieses Kapitel resümiert das entwickelte Forschungsdesign und schlägt weiterführende Forschungsfragen vor, um die familienpädagogische Praxis forschungsethisch und gesellschaftspolitisch weiterzuentwickeln.

Schlüsselwörter

Familienbildung, Soziale Ungleichheit, Qualitative Sozialforschung, Sozialraum, Bildungsbenachteiligung, Habitus, Problemzentriertes Interview, Inklusion, Teilhabe, Exklusion, Konstruktivismus, Soziale Reproduktion, Systemtheorie, Elternarbeit, Bildungsbarrieren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen, warum einkommensschwache Eltern in sozial benachteiligten Stadtgebieten Angebote der Familienbildung nur selten oder gar nicht wahrnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse sozialer und struktureller Barrieren, der Bedeutung von Teilhabe im Bildungsbereich sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Ungleichheitsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten, qualitativen Forschungsdesigns, das dazu dient, die subjektiven Sichtweisen der betroffenen Eltern besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der insbesondere auf das problemzentrierte Interview nach Witzel und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt das gesamte methodische und theoretische Vorgehen ab, von der Fallbeispielanalyse über die Stichprobenwahl (Sampling) bis hin zur Erstellung des Interviewleitfadens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Familienbildung, Bildungsbenachteiligung, soziale Ungleichheit, Inklusion und der habitustheoretische Ansatz nach Bourdieu.

Warum wird im Rahmen der theoretischen Einbettung auf Pierre Bourdieu verwiesen?

Bourdieu hilft zu erklären, wie der Habitus von Familien aus benachteiligten Milieus dazu führt, dass Bildungsangebote oft als fremd wahrgenommen werden, was zur sozialen Reproduktion von Ungleichheit beiträgt.

Wie stellt die Autorin/der Autor sicher, dass das Interview für die Zielgruppe zugänglich ist?

Durch die Verwendung einfacher, alltagstauglicher Sprache, ein flexibles Interviewformat und die Möglichkeit, Sprachmittler hinzuzuziehen, werden Hürden minimiert.

Welche Rolle spielt die ökologische Systemtheorie nach Bronfenbrenner für die Forschung?

Sie dient dazu, das komplexe Zusammenspiel zwischen dem Individuum und verschiedenen Umweltebenen (Mikro- bis Makrosystem) zu analysieren, um Barrieren auf allen Ebenen aufzudecken.

Was sind weiterführende Perspektiven für zukünftige Studien?

Die Arbeit regt an, das institutionelle Verständnis von Teilhabe durch Experteninterviews oder die Rolle von Vertrauen in öffentlichen Institutionen mittels vertiefender Einzelfallanalysen weiter zu erforschen.

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Details

Title
Ein qualitatives Forschungsvorhaben zur geringen Teilnahme von einkommensschwachen Eltern an Angeboten der Familienbildung in Beispielhausen
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2025
Pages
13
Catalog Number
V1590683
ISBN (PDF)
9783389138076
ISBN (Book)
9783389138083
Language
German
Tags
Familienbildung soziale Ungleichheit Exklusion sozialräume Barrieren Sampling Bronfenbrenner Bourdieu Elternarbeit Kita Schule Teilhabe Projekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2025, Ein qualitatives Forschungsvorhaben zur geringen Teilnahme von einkommensschwachen Eltern an Angeboten der Familienbildung in Beispielhausen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1590683
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