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Die Neue Frau als Dekonstruktion der Geschlechterrollen in "Das kunstseidene Mädchen"

Title: Die Neue Frau als Dekonstruktion der Geschlechterrollen in "Das kunstseidene Mädchen"

Term Paper , 2024 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Literature - General
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Die Hausarbeit untersucht Irmgard Keuns Roman „Das kunstseidene Mädchen“ im Kontext der Gender Studies und der literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie die Figur der „Neuen Frau“ als kulturelles Phänomen der Weimarer Republik literarisch inszeniert und gleichzeitig kritisch dekonstruiert wird. Unter Einbezug von Judith Butlers Performativitätstheorie wird gezeigt, dass Weiblichkeit in Keuns Werk als soziale Konstruktion erscheint, die durch äußere Zwänge und patriarchale Strukturen bestimmt ist. Die Arbeit verbindet literaturwissenschaftliche Analyse mit geschlechtertheoretischen Ansätzen und bietet eine differenzierte Lesart weiblicher Identität in der urbanen Moderne.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund: Die „Neue Frau“ und die Dekonstruktion von Geschlechterrollen

3. Analyse

4. Zusammenführung von Ästhetik und Geschlechtertheorie

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Irmgard Keuns Roman „Das kunstseidene Mädchen“ das Konzept der „Neuen Frau“ in der Weimarer Republik widerspiegelt und wie dabei die Ästhetik der Neuen Sachlichkeit genutzt wird, um traditionelle Geschlechterrollen zu dekonstruieren.

  • Die Figur der „Neuen Frau“ als kulturelles Phänomen der 1920er Jahre
  • Anwendung von Judith Butlers Konzept der Performativität auf die Protagonistin Doris
  • Die Wechselwirkung zwischen weiblicher Selbstinszenierung und gesellschaftlichen Zwängen
  • Stilmerkmale der Neuen Sachlichkeit als Mittel der kritischen Distanzierung
  • Die Dekonstruktion der Geschlechteridentität durch performative Handlungen

Auszug aus dem Buch

3. Analyse

Doris, die Protagonistin, verkörpert auf vielschichtige Weise das Ideal der „Neuen Frau“ der Weimarer Republik. Sie ist jung, ehrgeizig und voller Träume von einem glamourösen Leben, das sie sich durch ihre eigene Kraft und Schönheit erarbeiten möchte. Bereits zu Beginn des Romans wird deutlich, dass Doris ihre Identität bewusst inszeniert. Ihr Streben, „ein Glanz zu werden“, ist nicht nur Ausdruck eines persönlichen Wunsches nach Anerkennung, sondern auch ein performativer Akt, mit dem sie versucht, sich in der modernen Großstadt zu etablieren. Durch ihr Aussehen, ihre Kleidung und ihr Verhalten erschafft Doris eine Identität, die ganz auf äußere Wirkung und gesellschaftliche Anerkennung abzielt. Diese Selbstinszenierung lässt sich mit Judith Butlers Konzept der Performativität von Geschlecht verbinden. Doris’ ständiger Wechsel von Kleidung und ihr geschicktes Anpassen an neue soziale Situationen zeigen, wie stark ihre Weiblichkeit von äußeren Einflüssen und sozialen Erwartungen geprägt wird.

Dennoch ist diese Selbstinszenierung nicht nur ein Mittel zur Selbstbestimmung, sondern auch eine Antwort auf die gesellschaftlichen Zwänge, die sie umgeben. Doris verwendet ihre Beziehungen zu Männern, um ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu behaupten. Doch gleichzeitig bleibt sie in den patriarchalen Strukturen gefangen, die Frauen auf ihre äußere Erscheinung und ihren sozialen Status reduzieren. Dieser Konflikt zwischen Selbstverwirklichung und sozialen Zwängen führt oft zu Spannungen in Doris' Leben. Sie träumt von Autonomie, doch die gesellschaftlichen Realitäten, mit denen sie konfrontiert ist, hindern sie daran, ihre Wünsche uneingeschränkt auszuleben. Diese innere Zerrissenheit spiegelt sich auch in Doris’ inneren Monologen wider. Während sie nach außen hin die Fassade einer selbstbewussten, modernen Frau aufrechterhält, offenbaren ihre Gedanken oft Unsicherheit und Selbstzweifel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den historischen Kontext der Weimarer Republik ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung der „Neuen Frau“ in Irmgard Keuns Roman.

2. Theoretischer Hintergrund: Die „Neue Frau“ und die Dekonstruktion von Geschlechterrollen: Dieses Kapitel erläutert das zeitgenössische Ideal der „Neuen Frau“ sowie Judith Butlers Theorie der Performativität als theoretisches Fundament.

3. Analyse: In der Analyse wird die Protagonistin Doris als performative Figur untersucht, die versucht, sich in patriarchalen Strukturen durch Selbstinszenierung zu behaupten.

4. Zusammenführung von Ästhetik und Geschlechtertheorie: Das Kapitel verknüpft die distanzierte Ästhetik der Neuen Sachlichkeit mit der gender-theoretischen Dekonstruktion von Weiblichkeit im Roman.

5. Schluss: Der Schluss resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt, dass der Roman die „Neue Frau“ als durch gesellschaftliche Zwänge geprägte und performativ agierende Figur dekonstruiert.

Schlüsselwörter

Neue Frau, Weimarer Republik, Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Neue Sachlichkeit, Performativität, Judith Butler, Geschlechterrollen, weibliche Identität, Selbstinszenierung, Patriarchat, Soziale Konstruktion, Moderne, Literatur, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Irmgard Keuns Roman „Das kunstseidene Mädchen“ im Hinblick auf die literarische Darstellung der „Neuen Frau“ und die Dekonstruktion von Geschlechterrollen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die gesellschaftlichen Umbrüche der Weimarer Republik, das Ideal der „Neuen Frau“, geschlechtertheoretische Ansätze und die ästhetischen Merkmale der Neuen Sachlichkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie sich das Konzept der „Neuen Frau“ im Roman widerspiegelt und inwiefern der Roman die Ästhetik der Neuen Sachlichkeit mit einer Dekonstruktion traditioneller Geschlechterrollen verknüpft.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die den Roman im Kontext kulturwissenschaftlicher und gender-theoretischer Diskurse interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Rahmung, eine detaillierte Analyse der Protagonistin Doris unter Rückgriff auf Judith Butler und eine Untersuchung der stilistischen Verbindung zwischen Ästhetik und Geschlechtertheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Neue Frau“, „Performativität“, „Neue Sachlichkeit“ und „Geschlechterkonstruktion“ beschreiben.

Wie trägt Judith Butlers Theorie zum Verständnis der Protagonistin bei?

Butlers Konzept der Performativität hilft zu verstehen, dass Doris' Identität keine natürliche Gegebenheit ist, sondern durch wiederholte Handlungen und Anpassungen an soziale Zwänge konstruiert wird.

Inwiefern beeinflusst der Stil der „Neuen Sachlichkeit“ die Erzählung?

Der nüchterne und distanzierte Stil der Neuen Sachlichkeit entlarvt die Künstlichkeit der Selbstinszenierung der Protagonistin und unterstreicht die Diskrepanz zwischen ihrer Fassade und ihrer inneren Unsicherheit.

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Details

Title
Die Neue Frau als Dekonstruktion der Geschlechterrollen in "Das kunstseidene Mädchen"
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Course
Gender-Studies und Literatur
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2024
Pages
14
Catalog Number
V1592015
ISBN (PDF)
9783389136799
ISBN (Book)
9783389136805
Language
German
Tags
Neue Frau Weimarer Republik Geschlechterrollen Dekonstruktion von Geschlecht Weibliche Identität Emanzipation Patriarchale Gesellschaft Selbstinszenierung Gender Studies Performativität Soziale Zwänge Körper und Geschlecht Irmgard Keun Neue Sachlichkeit Das kunstseidene Mädchen Tagebuchstil Frauenliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2024, Die Neue Frau als Dekonstruktion der Geschlechterrollen in "Das kunstseidene Mädchen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1592015
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