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Die neue Goodwillbilanzierung nach ED 3 Business Combination

Title: Die neue Goodwillbilanzierung nach ED 3  Business Combination

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Saskia Uhlmann (Author), Thomas Doebel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die internationale und somit auch die deutsche Rechnungslegung stehen vor einem
bedeutenden Wandel. Bereits im Juni 2001 hat das für die amerikanische
Rechungslegung bedeutende Financial Accounting Standards Board (FASB) mit den
Statements of Financial Accounting Standards (SFAS) No. 141 und 142 eine
grundlegende Änderung der Goodwill-Bilanzierung verabschiedet. Nun möchte das
International Accounting Standards Board (IASB) mit dem Projekt Business
Combinations und dem Exposure Draft 3 eine Anpassung der europäischen
Bilanzierungsrichtlinien an die amerikanischen Standards erreichen und somit eine
umfassende Neuregelung der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen im
Konzernabschluss schaffen.1 Dies kommt nicht nur der Harmonisierung der
internationalen Rechnungslegung zu Gute, sondern ist auch ein Ausdruck für die
Bemühungen des IASB eine Anerkennung der International Financial Reporting
Standards (IFRS)2 von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zu erhalten. Bisher
akzeptiert die SEC nur die Bilanzierungsprinzipien US-GAAP zur Zulassung für eine
Börsennotiz an den großen Kapitalmärkten in den USA.
Im Rahmen der Internationalisierung und Globalisierung der Märkte und der somit
verbundenen Vielzahl von Unternehmenszusammenschlüssen bildet der Goodwill
einen der wichtigsten Posten in einer Konzernbilanz. So betrug der Goodwill bei der
Fusion Daimler Chrysler ca. 31 Mrd. Euro. Vodafone zahlte bei der Übernahme von
Mannesmann sogar einen Goodwill von ca. 180 Mrd. Euro.3
Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung einer geänderten Goodwillbilanzierung
zu erkennen. Bereits leichte Variationen der Ansatz- oder Abschreibungsmethoden
des Geschäfts- oder Firmenwertes können die Vermögens- und Ertragslage eines
Unternehmens grundlegend verändern. Somit kommt es auch zu einem erheblichen
Wandel in der Gestaltung und Betrachtung von Unternehmenszusammenschlüssen.
Diese Arbeit möchte neben der Vermittlung des Inhaltes des im Dezember 2003
veröffentlichten ED 3, den Einfluss dieser neuen Regelungen auf die deutsche und internationale Rechnungslegung darstellen. Dabei wird auch auf die Konvergenz des
ED3 mit den Regelungen des FASB eingegangen sowie Veränderungen zu den
bisherigen Standards des IASB aufgezeigt. Ebenso erfolgt eine kritische Würdigung
der neuen Goodwillbilanzierung nach IAS.

1 Vgl. http:www.standardsetter.de/drsc/docs/drafts/iasb/ed3_business_combinations/, Stand: 07.03.03
2 Die Bezeichnung IAS wird sich künftig auf IFRS ändern.
3 Vgl. Kümpel (2002) S. 15

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele und Funktion von ED 3

3. Wesen und Charakter des Goodwill

4. Separation des Goodwill

5. Entstehung eines Goodwill bei Unternehmenszusammenschlüsse

5.1. Methoden des Unternehmenszusammenschlusses

5.2. Besonderheiten bei der Bewertung des Goodwill

5.2.1. Erwerb unter Ausgabe eigener Aktien

5.2.2. Bedingte Anschaffungskosten

5.2.3. Nachträgliche Anpassung der Kaufpreisallokation

5.2.4. negativer Goodwill

5.2.5. Weitere Besonderheiten

6. Verteilung des Goodwill auf cash generating units

7. Folgebewertung des Goodwill

8. Der impairment test

8.1. Indikatoren eines impairment test

8.2. Ablauf des impairment test

8.3. Bewertung des impairment test

9. Berichts- und Offenlegungspflichten

10. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die grundlegende Neuregelung der Goodwill-Bilanzierung durch den Exposure Draft 3 (ED 3) des IASB und analysiert deren Auswirkungen auf die internationale sowie die deutsche Rechnungslegung. Das primäre Ziel ist es, den Inhalt des ED 3 darzustellen, die Konvergenz mit den US-amerikanischen Standards (US-GAAP) zu bewerten und die Konsequenzen für die Unternehmenspraxis, insbesondere im Hinblick auf den "Impairment Only Approach", kritisch zu würdigen.

  • Anpassung der internationalen Rechnungslegung an US-Standards (Konvergenz)
  • Übergang von der planmäßigen Abschreibung zum Impairment-Test
  • Methodik der Goodwill-Verteilung auf Cash Generating Units (CGU)
  • Kritische Würdigung der neuen Berichts- und Offenlegungspflichten
  • Analyse bilanzpolitischer Spielräume im neuen Regelwerk

Auszug aus dem Buch

6. Verteilung des Goodwill auf cash generating units

Ein übernommenes Unternehmen wird in der Regel in die Organisationsstruktur des erwerbenden Konzerns eingegliedert, so dass ein Werthaltigkeitstest des Goodwill als Einzelposten nicht mehr als sinnvoll erscheint. Es muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass ein Goodwill allein keine cash flows generieren kann. Dementsprechend soll die Werthaltigkeit des assets Goodwill auf Basis der cash generating unit getestet werden, zu der der Goodwill gehört.

IAS 36 bezeichnete bisher die Bezugsebene CGU, die auch zahlungsmittelgenerierende Einheit genannt wird, als die kleinstmögliche Anzahl von Vermögenswerten, die unabhängig von anderen Vermögenswerten cash flows generieren. Die Bezugsebene nach US-GAAP, die reporting units, umfassen hingegen größere Einheiten. Definiert werden sie als operative Einheiten bzw. darunter angesiedelte Organisationseinheiten, sofern diese als eigenständiges Geschäftsfeld anzusehen sind und für sie entsprechende finanzielle Informationen vorliegen, welche regelmäßig durch die Unternehmensleitung, z.B. im Rahmen eines sogenannten Segment Managements überprüft werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Goodwill-Bilanzierung vor dem Hintergrund der Internationalisierung dar und erläutert die Ambitionen des IASB zur Harmonisierung mit US-GAAP.

2. Ziele und Funktion von ED 3: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Standardsetzung eines IFRS und die spezifischen Ziele des ED 3, wie die Erhöhung der Transparenz von Konzernabschlüssen.

3. Wesen und Charakter des Goodwill: Hier wird der Goodwill als derivativer Vermögenswert definiert, der bei Unternehmenszusammenschlüssen entsteht und künftige wirtschaftliche Vorteile repräsentiert.

4. Separation des Goodwill: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit, immaterielle Vermögenswerte vom Goodwill abzugrenzen, um eine präzisere Bilanzierung zu ermöglichen.

5. Entstehung eines Goodwill bei Unternehmenszusammenschlüsse: Es wird die Erwerbsmethode als künftig allein zulässiges Verfahren zur Erfassung von Unternehmenszusammenschlüssen dargelegt.

6. Verteilung des Goodwill auf cash generating units: Hier wird die Notwendigkeit erläutert, den Goodwill für den Impairment-Test auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten zu verteilen, da er allein keine Cashflows erwirtschaftet.

7. Folgebewertung des Goodwill: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel von der planmäßigen Abschreibung hin zum jährlichen Impairment-Test gemäß den neuen Regelungen.

8. Der impairment test: Hier werden die Indikatoren, der Ablauf und die Bewertung des Impairment-Tests detailliert analysiert.

9. Berichts- und Offenlegungspflichten: Dieses Kapitel befasst sich mit den erweiterten Dokumentations- und Berichtsanforderungen, die nach einem Unternehmenserwerb für Analysten und Investoren transparent gemacht werden müssen.

10. Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen der neuen Vorschriften zusammen und betont die Annäherung an internationale Standards bei gleichzeitiger Problematik verbleibender Ermessensspielräume.

Schlüsselwörter

Goodwill, ED 3, IASB, Unternehmenszusammenschluss, Impairment-Test, Cash Generating Units, US-GAAP, Rechnungslegung, Kaufpreisallokation, Konzernbilanz, Firmenwert, Bilanzierung, Internationalisierung, Fair Value, Werthaltigkeitsprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die grundlegenden Änderungen der Goodwill-Bilanzierung durch den Entwurf ED 3 "Business Combination" des IASB und dessen Angleichung an internationale Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von immateriellen Werten, die Anwendung der Erwerbsmethode, die Verteilung des Goodwills auf Einheiten (CGU) und die Durchführung von Impairment-Tests.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Auswirkungen der neuen Regelungen auf die deutsche und internationale Rechnungslegung zu untersuchen sowie die Konvergenz zum US-amerikanischen Standard (US-GAAP) kritisch zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS, US-GAAP) und Stellungnahmen von Standardsettern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Entstehung, die Verteilung und die Folgebewertung des Goodwills, inklusive der spezifischen Anforderungen an einen Impairment-Test und die neuen Offenlegungspflichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Goodwill, Impairment-Test, Cash Generating Units, IASB, ED 3 und Konvergenz geprägt.

Wie unterscheidet sich der ED 3 vom bisherigen IAS 22?

Die wesentliche Neuerung ist der Wegfall der planmäßigen Goodwill-Abschreibung zugunsten eines jährlichen Impairment-Tests sowie die striktere Ausrichtung auf die Neubewertungsmethode.

Warum wird die Verteilung des Goodwills auf CGUs kritisch gesehen?

Die Verteilung birgt die Gefahr bilanzpolitischer Spielräume, da das Management durch die Abgrenzung der Einheiten den Goodwill so zuteilen kann, dass originärer und derivater Goodwill vermischt werden, um Sonderabschreibungen zu vermeiden.

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Details

Title
Die neue Goodwillbilanzierung nach ED 3 Business Combination
College
University of applied sciences, Neuss  (Fachgebiet Rechnungslegung und Prüfungswesen)
Course
Rechnungslegung und Prüfungswesen
Grade
1,7
Authors
Saskia Uhlmann (Author), Thomas Doebel (Author)
Publication Year
2003
Pages
30
Catalog Number
V15922
ISBN (eBook)
9783638209090
Language
German
Tags
Goodwillbilanzierung Business Combination Rechnungslegung Prüfungswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Uhlmann (Author), Thomas Doebel (Author), 2003, Die neue Goodwillbilanzierung nach ED 3 Business Combination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15922
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