Gegenstand dieser Einsendeaufgabe ist die Analyse der Rede von Klimaaktivistin Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel vom 23.09.2019 in New York. Dabei wird auch die Wirkung dieser Rede auf das Publikum und die Merkmale einer gelungenen Rede genauer betrachtet. Zunächst einmal wird die Person Greta Thunberg vorgestellt. Im Anschuss folgen die theoretischen Grundlagen, die zu einer Rede gehören. Anschließend folgt die detaillierte Redeanalyse, in der neben den verwendeten Argumentationsmustern und die Strukturierung, auch die eingesetzten Stilmittel samt ihrer Wirkung auf die Zuhörer beschrieben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Greta Thunberg
3. Theoretische Grundlagen einer Rede
4. Analyse der Rede von Greta Thunberg
4.1 Einleitung
4.2 Hauptteil
4.3 Schluss
4.4 Höhepunkte ihrer Rede
4.5 Argumentationsgrundlagen
4.5.1 Argumentationsarten
4.5.2 Argumentationsfiguren
4.6 Wirkung auf die Zuhörer
4.7 Berücksichtigung von anderen Meinungen
4.8 Verwendete Stilmittel
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die rhetorischen Strategien und die inhaltliche Strukturierung der Rede von Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel 2019 zu untersuchen und deren Wirkung auf das Publikum sowie die Anwendung verschiedener Argumentationsmodelle kritisch zu analysieren.
- Biografische Einordnung von Greta Thunberg als Klimaaktivistin
- Grundlagen der klassischen Rhetorik und Redestrukturierung
- Detaillierte Analyse der Argumentationsarten und -figuren in der untersuchten Rede
- Untersuchung der stilistischen Mittel und deren kommunikative Wirkung
Auszug aus dem Buch
4.5.2 Argumentationsfiguren
Zudem sind bei ihrer Rede vier unterschiedliche Argumentationsfiguren erkennbar: die faktische Argumentation, die emotionale Argumentation, die moralische Argumentation und die taktische Argumentation.
Bei der faktischen Argumentation werden Daten aus Statistiken, Quellen, Gesetzen oder Vorschriften herangezogen (vgl. Sponar, 2014, S. 76). Hierbei sollten schriftliche Belege und exakte Angaben genutzt werden, da diese meist wirkungsvoller als Zahlenangaben oder Verweise auf schwer zugängliche Quellen sind (ebd.). Thunberg nennt in ihrer Rede in den Zeilen 21-23 aktuelle Zahlen des Intergovernmental Panel on Climate Change. Diese besagen, dass die Welt am 01. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen Kohlendioxid ermitteln konnte, um eine 67%ige Chance zu haben, eine globale Temperatur von 1,5 Grad Celcius nicht zu überschreiten (vgl. Hofmann 2020). Danach folgt sie fort und bezieht sich auf den aktuellen Wert des übrig gebliebenen Kohlenstoffs: „To have a 67% chance of staying below a 1.5 °C global temperature rise – the best odds given by the Intergovernmental Panel on Climate Change – the world had 420 gigatonnes of carbon dioxide left to emit back on 1 January 2018. Today that figure is already down to less than 350 gigatonnes” (Hofmann, 2020).
Eine emotionale Argumentation nutzt die starke Wirkung von Gefühlen aus, indem der Redner beispielsweise die Ängste oder Hoffnungen der Zuhörer anspricht. Wichtig zu beachten bei dieser Argumentationsfigur ist, dass die Zuhörer nicht manipuliert werden (vgl. Sponar, 2014, S. 77). So verwendet Thunberg immer wieder die emotionale Argumentation in ihrer Rede. Dies wird zum einen ersichtlich in den Zeilen 1-4: „This is all wrong. I shouldn’t be standing here. I should be back in school on the other side of the ocean. Yet you all come to me for hope? How dare you? You have stolen my dreams and my childhood with your empty words” (Hofmann, 2020).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Klimawandels und Darlegung der Zielsetzung der Analyse der Rede von Greta Thunberg.
2. Greta Thunberg: Porträt der Klimaaktivistin, ihre Motivation und ihr Weg zur internationalen Bekanntheit durch die "Fridays for Future"-Bewegung.
3. Theoretische Grundlagen einer Rede: Erläuterung rhetorischer Definitionen, Redekategorien und der klassischen Phasen der Redevorbereitung.
4. Analyse der Rede von Greta Thunberg: Detaillierte Untersuchung des Redeinhalts, der Argumentationsstruktur und der verwendeten rhetorischen Mittel der untersuchten Rede.
Schlüsselwörter
Greta Thunberg, UN-Klimagipfel, Rhetorik, Klimawandel, Argumentation, Argumentationsfiguren, Redeanalyse, Fridays for Future, Stilmittel, persuasive Kommunikation, Klimapolitik, politische Rede.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die rhetorische Gestaltung und die argumentative Kraft der Rede von Greta Thunberg, die sie 2019 auf dem UN-Klimagipfel gehalten hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themen umfassen die rhetorischen Grundlagen, die angewandten Argumentationsschemata, den Einsatz von Stilmitteln sowie die gezielte Beeinflussung der Zielgruppe durch die Rednerin.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Analyse aufzuzeigen, wie Thunberg mit sprachlichen Mitteln ihre Forderungen nach Klimaschutz legitimiert und politische Entscheidungsträger direkt adressiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu rhetorischen Modellen (wie der A-I-D-A-Formel oder verschiedenen Argumentationsarten) und wendet diese theoretischen Erkenntnisse auf den Text der Rede an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Analyse der Rede (Einleitung, Hauptteil, Schluss) sowie eine systematische Einordnung der verwendeten Argumente und rhetorischen Figuren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Klimawandel, Rhetorik, Argumentation, politische Kommunikation und die Analyse von Stilmitteln geprägt.
Warum verwendet Thunberg in ihrer Rede häufig "Wir"-Formen?
Thunberg nutzt die Wir-Form, um Solidarität mit ihrer Generation zu signalisieren und sich als Vertreterin einer globalen Bewegung zu positionieren, die den Druck auf die Politik erhöht.
Welche Rolle spielt die emotionale Argumentation in der Analyse?
Die emotionale Argumentation wird als zentrales Element identifiziert, um die Dringlichkeit der Klimakrise spürbar zu machen und eine moralische Verantwortung bei den Zuhörern zu erzeugen.
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- Anonym (Autor:in), 2024, Medienrhetorik und Textgestaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1592518