Im Verlaufe der Entwicklung einer Marketingkonzeption gilt die Erhebung von Daten durch Messvorgänge, die sowohl in ihrem Informationsgehalt als auch in ihrer Qualität variieren können, als ein entscheidender Bestandteil. Im Hinblick auf die Güte einer Messung stellt sich daher die Frage nach geeigneten methodi- schen Gütekriterien. Wie gut spiegelt eine Beobachtung oder Untersuchung ein theoretisches Konzept wider? Das Ziel einer jeden Messung muss infolgedessen die Erarbeitung möglichst exakter und fehlerfreier Messergebnisse sein. In der vorliegenden Arbeit wird diskutiert, welche Standards heute in der Forschung vor- liegen, aus welchen Gründen diese unabdingbar sind und wie sie in Verbindung stehen bzw. interagieren. Dabei werden grundsätzlich zwei Hauptbereiche unter- schieden: Gütekriterien, die für Instrumente einer Messung ausschlaggebend sind und solche, die auf das Design einer Untersuchung abzielen. Im weiteren werden zahlreiche Details im Hinblick auf die Gütekriterien herausgearbeitet. In Anleh- nung an die so genannte klassische Testtheorie können für Messinstrumente die Kriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität als ausschlaggebend exponiert werden. Von fundamentaler Bedeutung für die Untersuchung des Designs einer Untersuchung ist die Betrachtung der internen und externen Validität.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Gütekriterien der Messinstrumente
- 2.1. Objektivität
- 2.2. Reliabilität
- 2.2.1. Test-Retest-Methode
- 2.2.2. Paralleltest-Methode
- 2.2.3. Split-Half-Methode
- 2.2.4. Zwischenergebnis
- 2.3. Validität
- 2.3.1. Inhaltsvalidität
- 2.3.2. Kriteriumsvalidität
- 2.3.3. Konstruktvalidität
- 2.3.4. Zwischenergebnis
- 3. Gütekriterien des Untersuchungsdesigns
- 3.1. Interne Validität
- 3.2. Externe Validität
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit den Gütekriterien der Datenerhebung im Bereich der quantitativen Forschung. Ziel ist es, die Relevanz, Grundlagen und Konzepte zur Prüfung von Gütekriterien aufzuzeigen und deren Bedeutung für die Validität von Forschungsergebnissen zu beleuchten.
- Objektivität, Reliabilität und Validität von Messinstrumenten
- Interne und externe Validität von Untersuchungsdesigns
- Die Interaktion zwischen Gütekriterien und deren Einfluss auf die Qualität von Forschungsergebnissen
- Methodische Standards in der quantitativen Forschung
- Kritik und Grenzen der Gütekriterien
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema Gütekriterien der Datenerhebung ein und erläutert die Bedeutung der Validität von Messergebnissen in der Marketingforschung. Die Kapitel zwei und drei befassen sich mit den zentralen Gütekriterien, die für Messinstrumente (Objektivität, Reliabilität und Validität) und für das Untersuchungsdesign (interne und externe Validität) relevant sind. Dabei werden verschiedene Methoden zur Prüfung der jeweiligen Kriterien vorgestellt und erläutert.
Schlüsselwörter
Gütekriterien, Datenerhebung, Messinstrumente, Objektivität, Reliabilität, Validität, Untersuchungsdesign, Interne Validität, Externe Validität, Quantitative Forschung, Marketingforschung, Methodenkritik.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die drei Hauptgütekriterien für Messinstrumente?
Die klassischen Gütekriterien sind Objektivität (Unabhängigkeit vom Prüfer), Reliabilität (Zuverlässigkeit/Genauigkeit) und Validität (Gültigkeit der Messung).
Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Validität?
Die interne Validität gibt an, ob die Ergebnisse eindeutig auf die untersuchten Faktoren zurückzuführen sind. Die externe Validität beschreibt die Generalisierbarkeit der Ergebnisse auf andere Situationen oder Gruppen.
Welche Methoden zur Prüfung der Reliabilität gibt es?
Zu den gängigen Methoden gehören die Test-Retest-Methode, die Paralleltest-Methode und die Split-Half-Methode.
Warum sind Gütekriterien in der Marketingforschung wichtig?
Sie stellen sicher, dass erhobene Daten eine hohe Qualität aufweisen und theoretische Konzepte präzise widerspiegeln, was für fundierte unternehmerische Entscheidungen unerlässlich ist.
Was versteht man unter Konstruktvalidität?
Konstruktvalidität liegt vor, wenn ein Messinstrument tatsächlich das theoretische Konstrukt (z.B. Kundenzufriedenheit) misst, das es zu messen vorgibt, und nicht ein anderes.
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- Tolga Güneysel (Author), 2008, Gütekriterien der Datenerhebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159387