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Inwieweit beeinflusst die türkische Muttersprache von SchülerInnen die grammatikalische Struktur und die Fehleranzahl in der deutschen Sprache

Title: Inwieweit beeinflusst die türkische Muttersprache von SchülerInnen die grammatikalische Struktur und die Fehleranzahl in der deutschen Sprache

Term Paper , 2025 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit wird die Forschungsfrage, ob die türkische Muttersprache von Schülerinnen und Schüler die grammatikalische Struktur in der deutschen Sprache beeinflusst, analysiert. Die Dynamik der türkischen Sprache als Muttersprache wirft wichtige Fragen in Bezug auf die Sprachdidaktik und den schulischen Erfolg der Schülerinnen und Schüler auf. Um die Forschungsfrage adäquat beantworten zu können, wurde im Rahmen dieser Hausarbeit eine qualitative Untersuchung in Form von Übungsblättern für türkischstämmige Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Die Übungsblätter umfassen Aufgaben in Form von Beschreibungen von vier Bildern, die sowohl in deutscher als auch in türkischer Sprache beantwortet werden sollen. Zudem wurde die Anzahl an Fehlern in beiden Sprachen ermittelt, um festzustellen, in welcher Sprache die Schülerinnen und Schüler sicherer sind. Die qualitative Forschungsmethode dient dem Fokus dieser Hausarbeit und ermöglicht mit einer kleinen Stichprobe ein detailreiches Bild davon zu gewinnen, wie und wo typische Fehler im Deutschen entstehen und wie diese mit der türkischen Muttersprache zusammenhängen. Des Weiteren wurde auf bereits bestehende Ansätze und Theorien im Bereich der Mehrsprachigkeit zurückgegriffen, sowie der gegenwärtige Forschungsstand erörtert.

Die Auseinandersetzung mit diesen sprachlichen Phänomenen ist nicht nur für die Sprachförderung von Bedeutung, sondern auch für die sprachwissenschaftliche Forschung. Ebenfalls ermöglicht eine Sensibilisierung mit dem Thema, dass zukünftig Schulunterrichte inklusiver gestaltet werden können, um langfristig die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund anzupassen. Sprachliche Fehler werden demnach nicht nur einfach als Defizite abgestempelt, sondern ganz gezielt als wichtige Ansatzpunkte genutzt, um effektiv die Sprachförderung voranzutreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2. MEHRSPRACHIGKEIT

2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG: MEHRSPRACHIGKEIT

2.2 FORMEN DER MEHRSPRACHIGKEIT

2.3 ZWEITSPRACHERWERB – INTERLANGUAGEHYPOTHESE

3. VERGLEICH DER TÜRKISCHEN UND DEUTSCHEN SPRACHE

4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der türkischen Muttersprache auf den Erwerb grammatikalischer Strukturen und die Fehleranzahl in der deutschen Sprache bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse von Schülertexten aufzuzeigen, wie sich strukturelle Unterschiede beider Sprachen in der Lernersprache niederschlagen und welche Ansätze für eine effektive Sprachförderung daraus resultieren.

  • Grundlagen der Mehrsprachigkeit und Zweitspracherwerbstheorien
  • Kontrastiver Vergleich von Türkisch und Deutsch
  • Empirische Analyse von Fehlermustern in Schülertexten
  • Identifikation von Transferfehlern durch die Interlanguage-Hypothese
  • Pädagogische Empfehlungen für einen inklusiven Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.3 Zweitspracherwerb – Interlanguagehypothese

In den 70er-Jahren begann man erst mit der systematischen Auseinandersetzung des Zweitspracherwerb (Tunç, 2012, S. 45). Grund dafür ist, dass dieses Forschungsgebiet zuvor primär dem Fremdsprachenunterricht zugeordnet wurde und weniger im Fokus war als der Erstspracherwerb (ebd.). rst seit den letzten 20 bis 30 Jahren hat sich die Zweitspracherwerbsforschung zu „international zu einer selbstständigen Disziplin mit eigenen Erkenntnisinteressen und Gegenständen entwickelt“ (Henrici und Riemer, 2003, S.38).

Die longitudinale Forschungsprojekte untersuchte vor allem in den 80er-Jahren die Arbeitsmigranten, wie die Erlernung grammatischer Strukturen des Deutschen erfolgt und welche Einflussfaktoren den Erwerb bestimmen (Lüdi, 1996, S. 321). In neueren Forschungen liegt der Fokus auf dem sukzessiven und simultanen Zweitspracherwerb von in Deutschland geborenen Kindern mit Migrationshintergrund, die zweisprachig aufwachsen (Tunç, 2012, S. 46).

Nun wird eine Theorie aus der angewandten Linguistik näher betrachtet, die ebenfalls zu den zentralen Ansätzen des Zweitspracherwerbs impliziert ist(ebd.). Diese Ansätze werden in der Forschungsliteratur als „Hypothesen“ bezeichnet, die nicht verifizier- oder falsifizierbar sind (ebd.). Es handelt sich eher um Annahmen oder Lehrmeinungen über den Erwerb der zweiten Sprache und welche Wechselwirkungen zwischen Erstsprache und Zweitsprache bestehen (ebd.).

Selinker formulierte im Jahr 1972 die Interlanguagehypothese und erforschte den ungesteuerten Zweitspracherwerb, der im Kindergarten, in der Schule oder sogar im Erwachsenenalter stattfindet (Tunç, 2012, S.51). Laut Selinker bildet sich beim Erwerb einer zweiten Sprache ein spezifisches Sprachsystem heraus, das als „Lernersprache“ (Interlanguage) bezeichnet wird und als eine Art drittes System zwischen der Erst- und der Zielsprache fungiert (ebd.). Dabei findet der Erwerbsprozess der zweiten Sprache in Form von Übergängen zwischen verschiedenen Interlanguage-Stufen statt, die sich der Zielsprache immer weiter annähert (ebd.). Die Zwischenstufen sind durch große Flexibilität gekennzeichnet und beinhalten sowohl Merkmale der ersten als auch der zweiten Sprache, wobei sie gleichzeitig eigenständige Strukturen aufweisen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Relevanz der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Einflusses der türkischen Muttersprache auf die deutsche Grammatik.

2. MEHRSPRACHIGKEIT: Hier werden theoretische Grundlagen zur Definition, zu den Formen der Mehrsprachigkeit sowie zur Interlanguage-Hypothese als Erklärungsmodell für den Zweitspracherwerb dargelegt.

3. VERGLEICH DER TÜRKISCHEN UND DEUTSCHEN SPRACHE: Dieses Kapitel arbeitet strukturelle Unterschiede, wie den agglutinierenden Charakter des Türkischen gegenüber dem flektierenden Deutschen, sowie Besonderheiten wie Vokalharmonie und Satzbau kontrastiv heraus.

4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Es erfolgt die Analyse von vier Schülertexten, bei denen die Fehleranzahl in verschiedenen linguistischen Kategorien erfasst und mittels Transfertheorien ausgewertet wird.

5. FAZIT: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und pädagogische Handlungsempfehlungen zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern im Zweitspracherwerb abgeleitet.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Zweitspracherwerb, Interlanguage-Hypothese, Transferfehler, Deutsch als Zweitsprache, Türkische Sprache, Agglutination, Syntax, Vokalharmonie, Lernersprache, Sprachdidaktik, Migrationshintergrund, grammatikalische Struktur, Sprachförderung, Fehleranalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die türkische Muttersprache den Erwerb und die grammatikalische Korrektheit der deutschen Sprache bei Grundschulkindern mit Migrationshintergrund beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mehrsprachigkeit, der kontrastive Sprachvergleich zwischen Türkisch und Deutsch sowie die empirische Analyse von Schülerfehlern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie strukturelle Besonderheiten des Türkischen zu spezifischen Fehlern in der deutschen Schriftsprache der untersuchten Kinder führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der vier Schülerinnen und Schüler Bildergeschichten in ihrer Muttersprache und auf Deutsch verfassen, um diese anschließend kontrastiv zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Zweitspracherwerbs, eine linguistische Gegenüberstellung beider Sprachen und die detaillierte Auswertung der erhobenen Schülertexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mehrsprachigkeit, Interlanguage-Hypothese, Transferfehler, Deutsch als Zweitsprache und Sprachförderung.

Warum treten bei den Schülern häufig Fehler bei der Artikelverwendung auf?

Dies ist auf strukturelle Unterschiede zurückzuführen, da im Türkischen kein grammatikalisches Geschlecht (Genus) und keine Artikel existieren, was eine direkte Übertragung auf das Deutsche erschwert.

Wie erklärt die Arbeit den Wechsel von Präteritum und Perfekt in den Schülertexten?

Die Arbeit führt dies auf eine Interferenz mit dem türkischen Verbalsystem zurück, da die Schüler intuitiv versuchen, türkische Vergangenheitskonzepte in die deutsche Zeitformenstruktur zu übersetzen.

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Details

Title
Inwieweit beeinflusst die türkische Muttersprache von SchülerInnen die grammatikalische Struktur und die Fehleranzahl in der deutschen Sprache
College
University of Duisburg-Essen  (Germanistik)
Course
Linguistik
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2025
Pages
25
Catalog Number
V1594251
ISBN (PDF)
9783389144091
Language
German
Tags
Türkisch und Deutsch Spracherwerb Erstsprache Zweitsprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2025, Inwieweit beeinflusst die türkische Muttersprache von SchülerInnen die grammatikalische Struktur und die Fehleranzahl in der deutschen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1594251
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