Höflichkeit in direktiven Sprechakten - Ein deutsch-spanischer Vergleich


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
44 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Einleitung

Direktiva sind Sprechakte, die vor allem im Hinblick auf die Höflichkeitsforschung immer wieder Gegenstand von Untersuchungen waren. Das liegt natürlich nicht zuletzt daran, dass gerade diese Kategorie ein fruchtbares Feld dafür bietet. Das verwundert nicht, wenn man sich vor Augen hält, dass sie einen auffordernden Charakter haben und den Zweck verfolgen, den Adressaten dazu zu bringen, eine Handlung zu tun oder zu unterlassen. Auf diese Weise drückt ein Sprecher den Wunsch aus, dass eine zukünftige Handlung verrichtet wird und versucht, den Hörer sprachlich zu verpflichten, diese Handlung zu erfüllen. Searle zählt dazu vor allem Sprechhandlungen des Bittens, des Anweisens, des Befehlens, des Einladens, des Erlaubens, des Vorschlagens, usw.

Direktiva können dann weiter unterteilt werden: Solche, die den Sprecher begünstigen - diejenigen, die den Hörer begünstigen - oder solche, die das Allgemeinwohl zum Zweck haben. Für unsere Untersuchung ist vor allem die erste Kategorie interessant, in der die Begünstigung dem Sprecher zugute kommt, wobei der Hörer durch die Erfüllung der erbetenen Handlung in seinem persönlichen Handlungsspielraum eingeschränkt wird. Diese Sprechhandlungen wollen wir als impositive[1] Sprechhandlungen bezeichnen. Diese Kategorie muss für unsere Zwecke noch mal im Hinblick auf das Kriterium des Zwanges unterteilt werden. Dort, wo nämlich Zwang ausgeübt wird, sei es institutionell (Befehl / Nötigung) oder ethisch (Anflehen / inständig bitten), ist kein Platz für Höflichkeit.[2] Wir werden uns daher mit dem Sprechakt des Bittens beschäftigen, da er die Durchführung der Handlung in den Ermessensspielraum des Adressaten stellt und in unterschiedlichster Weise sprachliche Realisierungen von Höflichkeit präsentiert.

Die Durchführung einer impositiven Sprechhandlung ist immer mit einem Eindringen in die persönliche Sphäre des Anderen verbunden. Zu der persönlichen Sphäre des Anderen gehören eine ganze Reihe von menschlichen Grundbedürfnissen: freie Verfügung über seine Zeit, ein Mindestmaß an persönlichem Raum und Handlungsbereich, ein gewisses Maß an Intimsphäre, ein Informationsreservat, die Bestimmung über den eigenen Körper, ein Minimum an privatem Eigentum etc. Auf Goffman aufbauend haben Brown & Levinson diese Grundbedürfnisse unter dem etwas abstrakten Begriff des negative face zusammengefasst. Das negative face einer Person ist dann in Gefahr, wenn die Person sich in ihrem Handlungsspielraum eingeengt oder ihr ‚Territorium’ eingeschränkt sieht. Aufgrund dessen, dass direktive Sprechhandlungen immer eine mehr oder weniger starke Bedrohung des negative face des Gegenüber darstellen, ist eine Untersuchung wie die Unsere sehr gut geeignet, um die unterschiedlichen Mechanismen zu sammeln, die der Reparatur des negative face und vor allem der Abschwächung des impositiven Charakters der Äußerung dienen. Daher wird Höflichkeit auch oft mit Indirektheit in Verbindung gebracht, denn je direkter eine Bitte oder Aufforderung formuliert wird, umso größer erscheint zumindest in meinem Kulturkreis die Imposition von Seiten des Sprechers gegenüber dem Adressaten: Der Hörer fühlt sich stärker verpflichtet dem Wunsch des Sprechers nachzukommen. Etwas möglichst indirekt formulieren, das Unangenehme abschwächen und auf Umwegen zum Ziel gelangen sind daher gängige Strategien im Hinblick auf höfliches Verhalten.

Der Counterpart zu dem Konzept des negative face ist das positive face, denn der Mensch als ens soziale[3] hat nicht nur individuelle und auf sich selbst bezogene Bedürfnisse, sondern definiert sich immer auch in Bezug auf die Gemeinschaft in der er lebt. Dabei geht es darum, von sich selbst ein positives Bild zu haben, vor allem aber auch darum, dass die Menschen um einen herum einen positiven Eindruck von mir haben. Wir wollen also nicht nur Freiheit und Freiraum für uns selbst, sondern wir möchten diesen Freiraum auch mit Menschen, die uns lieb oder wichtig sind, teilen. Wir verspüren das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung und nach Akzeptanz.

Dem anderen gegenüber Respekt bezeugen bedeutet daher auch, ihm zu signalisieren, dass man ihn als Person wahrnimmt, dass er eine hohe ‚soziale und persönliche Wertschätzung’[4] genießt. Dem positve face des Gegenüber auf sprachlicher Ebene Aufmerksamkeit schenken lässt sich ebenfalls als Mittel einsetzen, um eine mögliche Gesichtsbedrohung abzumildern und trägt wesentlich zum Erhalt der zwischenmenschlichen Harmonie bei.

Hauptteil

Mit Hilfe einer empirischen Untersuchung, die anhand einer schriftlichen Umfrage durchgeführt wurde, sollten nun auf der einen Seite die potentiellen linguistischen Realisierungsweisen von Höflichkeit im Deutschen und im Spanischen Sprachraum erfasst und dann mit Hilfe von ausgesuchten Grammatiken und Aufsätzen aufgelistet und klassifiziert werden. Auf der anderen Seite wollten wir die pragmatische, das heißt die tatsächliche Verwendung des linguistischen Inventars quantitativ analysieren und vergleichen, um sprachspezifische Tendenzen aufzuspüren. Dazu wurden die Antworten der Testpersonen eingehend analysiert.

Zuerst haben wir die syntaktische Einheit identifiziert, die die Illokution des Sprechers ausdrückt. Wir bezeichnen diese Einheit als Head Act, oder als Hauptsprechhandlung. Sie kann äußerst variationsreich realisiert sein und nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert werden. Schon auf syntaktischer Ebene kann eine Bitte drei unterschiedliche Grundstrukturen aufweisen:

- Der Aufforderungssatz: Gib mir das Salz, (bitte)!
- Der Fragesatz: Gibst Du mir das Salz, (bitte)?
- Der Aussagesatz: Ich brauche das Salz, (bitte).

In keinem der drei Fälle wird der Adressat Schwierigkeiten haben, die Illokution des Sprechers vollkommen richtig als eine Aufforderung dazu zu interpretieren, ihm das Salz zu reichen. Trotzdem drückt auf lokutiver Ebene nur der Imperativsatz die Aufforderung bereits in der grammatischen Struktur aus. Nur dort stimmen die primäre Illokution (das tatsächlich Gemeinte) und sekundäre Illokution (durch die Satzform bestimmt) überein. Wenn man sich die Grice`schen Konversationsmaximen zu Herzen nimmt, dann entspräche die effektivste Formulierung einer Aufforderung dem Modus des Imperativs: Helfen sie mir ! Setzen Sie sich ! Oder im Spanischen: ¡ Adyúdeme ! ¡ Siéntese ! Und in der Tat, diese Formulierung hört man bisweilen. In den meisten Fällen tritt er dennoch nicht nackt auf, sondern ist auf irgend eine Weise abgeschwächt: Entweder durch supportive moves oder zumindest durch ein Bitte.

Eine Besonderheit des Imperativsatzes gegenüber anderen syntaktischen Mustern ist, dass er nicht weiter durch Modalverben oder durch Modusmodifikation abgeschwächt werden kann, da er ja bereits modal markiert ist. Dafür stellt er eine typische Form der syntaktischen Abschwächung zur Verfügung: die zweigliedrige Formulierung. In einer Präsequenz wird dann an das positive face des Gegenüber appelliert:

D: Frau Sommer, seien Sie bitte so lieb und suchen mir die Unterlagen für mein Telefonat heraus! (F 3 D 3)

Sp: María ¡haz el favor de recoger unas llaves cuando puedas[5] ! (F 1 S 6)

Im zweiten Beispiel ist die imperativische Form noch zusätzlich abgemildert durch einen Nachtrag, der es dem Adressaten erlaubt, zumindest über seine Zeit frei zu verfügen: „wann auch immer Du kannst“. Noch eine weitere Beobachtung lässt sich darstellen: Im Deutschen ist die Verwendung des Imperativ hauptsächlich auf zwei Situationen konzentriert; nämlich auf Situation 3 und Situation 11. Dafür ist vermutlich in Situation 3 der Wert P (S/H) verantwortlich, in Situation 11 finden wir ebenfalls einen entscheidenden Faktor:

Der Sprecher ist verärgert und fühlt sich im Recht, eine Forderung an den Adressaten zu stellen. Wir wollen uns die Situation 3 etwas genauer ansehen. Die soziale Rolle des Vorgesetzten rechtfertigt scheinbar das sprachlich direkt-impositive Verhalten gegenüber der Sekretärin, zumindest in dem spezifisch beruflichen Kontext. Dennoch wird der Imperativ nicht gegenüber der Frageform bevorzugt. Im Spanischen hingegen dominiert an dieser Stelle die impositive Formulierung klar.

Der Interrogativsatz wird hier nur von drei Testpersonen verwendet, der Imperativ hingegen von vier, bei insgesamt 10 Testpersonen. Eine dritte Variante ist im Spanischen eine unabgeschwächte sprecherzentrierte Formulierung, die im Deutschen so kein Gegenstück hat:

Sp: Necesito que me prepare los documentos[6]. (F 3 S 8)

Während im deutschen der Sprecherwunsch immer nur in abgeschwächter Form, das heißt durch die Verwendung des Konjunktivs oder des Präteritum modifiziert verwendet wird, betont der Sprecher in dem spanischen Beispiel (1) die unbestreitbare Realität durch die Verwendung des Indikativs (Ich benötige ...) und (2) führt er in dieser dem Deutschen fremden Konstruktion eine direkte Aufforderung an den Adressaten aus: * Ich benötige, dass Sie mir die Dokumente vorbereiten. Aufgrund der Direktheit dieser Formulierung zähle ich sie zu den direkt impositiven Formulierungen hinzu. Ein Diagramm soll nun die Verteilung der unterschiedlichen Verwendungsweisen in Situation 3 speziell und im Fragebogen generell darstellen. Zu den impositiven Realisierungen zähle ich außerdem die elliptische Struktur, die ich im Spanischen zweimal, im Deutschen jedoch gar nicht vorgefunden habe:

Sp: ¡Silencio![7] (F 9 S 1 )

Oye ¡Los patos![8] (F 9 S 2)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Generell lässt sich also sagen, dass zumindest innerhalb unserer Umfrage die Tendenz abzulesen ist, dass im spanischen Sprachraum eine höhere Bereitschaft besteht, impositive Sprechhandlungen durchzuführen als im Deutschen. Wir finden im Spanischen sogar Fälle, wie in Nr. 3, in denen eine direkt impositive Formulierung klar präferiert wird.

Wie jedoch das vergleichende Diagramm auf der linken Seite zeigt, ist der Imperativ trotz seiner Effizienz nicht die gewöhnliche sprachliche Lösung zur Realisierung einer Bitte. Sogar im Spanischen findet man diese Form generell verhältnismäßig selten.

Für gewöhnlich wird statt dessen ein bemerkenswerter sprachlicher Aufwand betrieben. Dieser Verstoß gegen die Grice´schen Konversationsmaximen legt nahe, dass eine zusätzliche Information (Implikatur) mitkommuniziert wird: der Sprecher will höflich sein. Er will dem Hörer signalisieren, dass er stets bedacht ist, die persönliche Sphäre des Anderen, sein ‚Territorium’ sprachlich so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Auf syntaktischer Ebene greift der Sprecher daher auf andere Strukturen zurück, die den Hörer nicht unmittelbar auffordern, etwas zu tun. Eine Aufforderung oder Bitte kann bereits rein syntaktisch abgeschwächt werden. Da in diesen Fällen die primäre Illokution, das eigentlich Gemeinte, nicht explizit in die Lokution hineingelegt wird, sondern vom Hörer erst inferiert werden muss, spricht man von Indirektheit, deren Grad allerdings auch innerhalb dieser Kategorien beträchtlich differieren kann.

„A Request strategy is the obligatory choice of the level of directness by which the Request is realized. By directness is meant the degree to which the speaker´s illocutionary intent is apparent from the locution […] The Request strategies […] are mutually exclusive; i. e., a Head Act can only be realized through one specific Request strategy”[9]

Indirekte Aufforderungen können in einem Aussagesatz, einem Konditionalgefüge oder in einem Fragesatz versteckt sein, wobei der Fragesatz als konventionelle Form der höflichen Bitte oder Aufforderung gilt und vom Hörer kaum noch als eine tatsächliche Frage interpretiert wird.[10] Die Einkleidung einer Bitte als Frage ist wohl auch die häufigste Form der Abschwächung. Cartagena und Gauger bezeichnen diese Art der sprachlichen Realisierung als eine „grammatische Metapher. Man tut sprachlich so, als bitte man den Angeredeten um eine Information oder, ganz allgemein, um eine Antwort“[11].

Eigentlich handelt es sich hierbei um rhetorische Fragen, da der Sprecher in Wirklichkeit gar keine Antwort erwartet, sondern damit rechnet, dass der Adressat seiner Bitte/Aufforderung nachkommt. Beispiele finden sich zahlreich, sowohl im Spanischen, als auch im Deutschen:

D: Bringst Du mir den Schlüssel […] mit? (F 1 D4)

Kann mir jemand heute mit 10 € aushelfen? (F 5 D6)

Könnten Sie mir Ihre Telefonkarte kurz ausleihen? (F 6 D7)

Sie haben nicht zufällig ein bisschen Kleingeld? (F 6 D 3)

Sp: Han llegado demasiado pronto, ¿me echas una mano?[12] (F 12 S 7)

¿Me puede decir como llegar a la estación?[13] (F 14 S 1)

¿No podrías recojer las llaves?[14] (F 1 S 2)

Wie man an den Beispielen erkennen kann sind die syntaktischen Grundformen des Interrogativ- und des Deklarativsatzes entgegen der imperativischen Form mit den meisten anderen Höflichkeitsformen, lexikalisch etwa, frei kombinierbar. Hier sind sie nach zunehmendem Aufwand und Abschwächung geordnet. Was die sprachliche Realisierung in Bezug auf die Frageform angeht, so können keine wesentlichen Unterschiede zwischen dem Spanischen und dem Deutschen festgestellt werden. Charakteristisch ist hier laut Cartagena und Gauger vor allem die häufige Verwendung der verneinten Frage, wie in dem letzten Beispiel.

Die direkteste Form eine Aufforderung als Frage zu realisieren, ist diejenige, die den Sprechakt selbst thematisiert und ein performatives Verb enthält. Sie erscheint allerdings meist formelhaft, als ein einleitender supportive move, der den Hörer im Voraus verpflichten soll:

D: Dürfte ich Sie um einen Gefallen bitten? (F1 D4)

Sp: Hola, María ¿Te puedo pedir un favor?[15] (F1 S 5)

Eine Sonderform der interrogativen Grundstruktur ist die zweigliedrige Frage. Wie im bei imperativischer Konstruktion und im Konditionalgefüge, das wir später behandeln werden kann die Präsequenz unter anderem an das positive Gesicht des Adressaten gerichtet sein, indem Sie ihm in Aussicht stellt, dass er doch nett oder freundlich ist, wenn er den erbetenen Gefallen erfüllt.

D: Könnten Sie so nett sein, mir vom Kiosk noch die Bunte mitzubringen? (F 2 D6)

Wären Sie so freundlich mir die Vordrucke zusammenzustellen? (F 3 D2)

Sp: ¿Seríais tan amables de dejarme un sitio para ver tranquilamente la pelicula?[16] (F9 S7)

Sie kann aber auch um das negative face des Gegenüber bemüht sein und sich im ersten Teil versichern, dass es ihm auch nicht zu große Umstände bereitet, dass er Zeit hat, der Bitte zu entsprechen, oder dass es ihm nichts ausmacht:

D: Hast Du Zeit, sie [die Schlüssel] zu holen und mir heute Abend mitzubringen? (F 1 D 9)

Sp: ¿Te importaría recogerlas?[17] (F1 S7)

¿Sería mucho trastorno para usted que no viniera el sabado a trabajar?[18] (F 4 S9)

Die dritte Möglichkeit die vorangestellte Abschwächung zu formulieren, ist die Vorfrage, ob es denn möglich wäre. Damit wird der Hörer in gewisser Weise aus der Verantwortung entlassen, denn durch die unpersönliche Formulierung liegt es nun nicht mehr bei ihm, ob er der Bitte nachkommt, sondern es ist vielmehr eine Frage der generellen Durchführbarkeit. Konstruktionen wie die folgenden sind daher noch um eine Nuance höflicher, weil sie weniger verpflichten:

[...]


[1] Gijs Mulder „Un estudio empírico de los actos de habla directivos en espaňol” (239)

[2] Raible hat in seinem Aufsatz eine sehr anschauliche Einteilung der direktiv-impositiven Sprechakte vorgenommen. Er spricht von ebenfall von den beiden Extremen des institutionell / körperlichen Zwanges der eine starke Überlegenheit des Sprechers voraussetzt und von dem ethisch / rechtlichem Zwang, der das Verhältnis umdreht und damit den ‚überlegenen’ Hörer an seine ethischen Verpflichtungen erinnert. Er schlägt aber vor, diese Skala nicht als gerade Linie zu sehen, sondern „Man ‚biegt’ gewissermaßen die Skala mit ihren beiden Extremen so, dass die Extreme sich treffen. Man erhält dann einen Kreis, and dessen oberem Scheitelpunkt ‚flehentliche Bitte’ und ‚Nötigung/Befehl’ das eine Extrem bilden; das andere Extrem ist am unteren Scheitelpunkt die ‚Aufforderung’ bzw ‚Bitte’“ Raible, S. 154 – 155)

[3] Raible (149)

[4] Raible 149

[5] Maria, tu [mir] den Gefallen, ein paar Schlüssel abzuholen, wann immer Du kannst.

[6] * Ich benötige, dass Sie mir diese Dokumente vorbereiten.

[7] Ruhe! Hör mal, die Teller!

[8] Hör mal, die Teller!

[9] Blum-Kulka 278

[10] eine Tatsache, die durchaus nicht selbstverständlich ist, das es genug Sprachgemeinschaften gibt, in denen man nur verwundert angesehen würde, wenn man sagt : Kannst du mir die Füße massieren?. Dort würde der Gesprächspartner sich wundern, ob er vielleicht eine Ausbildung oder besondere Kompetenz im Füßemassieren haben sollte.

[11] Cartagena / Gauger (1989) S. 519

[12] Sie sind zu früh gekommen, *wirfst Du mir eine Hand [langst Du mit an]?

[13] Können Sie mir sagen, wie ich zum Bahnhof komme?

[14] Könntest Du nicht die Schlüssel abholen?

[15] Hallo, Maria, kann ich Dich um einen Gefallen bitten?

[16] Wärt Ihr so lieb mir einen Platz zu lassen, um in Ruhe den Film zu sehen? Wären Sie so freundlich mir zu sagen, wie ich zum gehe?

[17] Würde es Dir etwas ausmachen, sie abzuholen? Wäre es ein großer Aufwand für Sie, wenn ich am Samstag nicht zur Arbeit käme?

[18] Wäre es ein großer Aufwand für Sie, wenn ich am Samstag nicht zur Arbeit käme?

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten

Details

Titel
Höflichkeit in direktiven Sprechakten - Ein deutsch-spanischer Vergleich
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Philosophisches Institut II - Germanistik)
Veranstaltung
Höflichkeit und Soziale Stile des Sprechens
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
44
Katalognummer
V15947
ISBN (eBook)
9783638209250
ISBN (Buch)
9783638644358
Dateigröße
844 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Höflichkeit, Sprechakten, Vergleich, Soziale, Stile, Sprechens
Arbeit zitieren
Sarai Jung (Autor), 2003, Höflichkeit in direktiven Sprechakten - Ein deutsch-spanischer Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15947

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