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Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC

Ein Motor regionaler Integration im südlichen Afrika?

Title: Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC

Seminar Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Region: Africa
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Summary Excerpt Details

Die Southern African Development Community (SADC) galt lange Zeit als erfolgreichstes regionales Integrations- und Kooperationsvorhaben im südlichen Afrika. Doch nach einer Phase erhöhter Aktivität in den neunziger Jahren gerieten die Integrationsbemühungen gegen Ende des Jahrzehnts ins Stocken. Auf ihrem Gipfeltreffen im Januar 2009 in Pretoria konnten sich die Staats- und Regierungschefs der SADC nicht auf weitere konkrete Schritte zur Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Integration und die Lösung gegenwärtiger Herausforderungen im südlichen Afrika einigen.
Da die Kooperation trotz vielfacher politischer Bekenntnisse nur zögerlich vorankommt, bildet die Frage nach den gegenwärtigen Problemen und Integrationshemmnissen der Entwicklungsgemeinschaft den Schwerpunkt dieser Arbeit. Dabei kommt vor allem der wirtschaftlichen und politischen Dominanz Südafrikas, den überlappenden Mitgliedschaften vieler SADC-Staaten in anderen Integrationsbündnissen sowie den nur unzureichend ausgebildeten institutionellen und finanziellen Strukturen der SADC eine besondere Beachtung zu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen

1.1 Einleitung

1.2 Theoretische Gesichtspunkte regionaler Kooperation und Integration

2 Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC)

2.1 Geschichtliche Entwicklung und Zielsetzungen

2.2 Struktur und Prinzipien

3 Gegenwärtige Problembereiche und Herausforderungen

3.1 Heterogenität der Mitgliedsstaaten und Vormachtstellung Südafrikas

3.2 Überlappende Mitgliedschaften in anderen Regionalorganisationen

3.3 Mangelnde Institutionalisierung und fehlende Kapazitäten

4 Die SADC als Motor regionaler Integration?

4.1 Wohin steuert die SADC?

4.2 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Rolle der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) als Integrations- und Entwicklungsgemeinschaft im südlichen Afrika kritisch zu analysieren und die aktuellen Hindernisse auf dem Weg zu einer vertieften regionalen Zusammenarbeit zu identifizieren.

  • Historische Entwicklung und Zielsetzungen der SADC
  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Prinzipien der Organisation
  • Einfluss der wirtschaftlichen und politischen Vormachtstellung Südafrikas
  • Herausforderungen durch überlappende Mitgliedschaften in anderen Regionalorganisationen
  • Problematik der mangelnden Institutionalisierung sowie finanzieller und personeller Kapazitäten

Auszug aus dem Buch

3.1 Heterogenität der Mitgliedsstaaten und Vormachtstellung Südafrikas

Die SADC ist der bedeutendste Wirtschaftsraum in Afrika südlich der Sahara. Die Mitgliedsstaaten erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 180 Mrd. US-Dollar. Jedoch bieten die einzelnen Länder hinsichtlich ihrer Fläche, Einwohnerzahl, Größe des nationalen Marktes sowie sozialer und politischer Gegebenheiten ein stark heterogenes Bild.

Innerhalb der SADC herrschen sehr unterschiedliche geographische und wirtschaftliche Ausprägungen vor: Es gibt sowohl einige sozialistische (Angola und Mozambique), als auch kapitalistische Saaten (Botsuana oder Südafrika), es gibt Binnenländer (Simbabwe), Küstenländer (Südafrika oder Namibia), Bergländer (Lesotho) sowie Wüsten (Namibia oder Botsuana); es gibt sehr kleine (Swasiland mit ca. 17.000 km²) und sehr große Staaten (Angola mit mehr als 1.200.000 km²). Zudem sind in der Region des südlichen Afrika einige der ärmsten Länder der Welt (Mosambik, Malawi, Tansania) und einige Schwellenländer (Südafrika, Mauritius, Botsuana) vereint.

Allein Südafrika, das als regionale Führungsmacht gilt, erwirtschaftet drei Viertel des Gesamteinkommens der Region. Südafrikas Wirtschaft ist mit einem BIP von 130 Mrd. US-Dollar mehr als zweieinhalb mal so groß wie die Wirtschaft der übrigens SADC-Staaten zusammengenommen. Seine Entwicklung zu einer teilweise modernen Industriegesellschaft verdankt Südafrika seinem Überfluss an natürlichen Ressourcen, die in diesem Land gefunden wurden: wertvolle Metalle, Edelsteine, Eisen, Erze und verschiedene Mineralien. Besondere Bedeutung unter den Edelmetallen besitzt Gold, von dem Südafrika in den vergangenen hundert Jahren 50 Prozent des weltweiten Goldangebotes geliefert hat. Südafrika gehört in dieser Hinsicht zu den am besten ausgestatteten Ländern der Welt, was eine Erklärung für seine dominierende Position im südlichen Teil des Kontinents ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkungen: Einleitung in die Thematik der SADC sowie theoretische Herleitung der Begriffe Kooperation und Integration.

Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC): Darstellung der geschichtlichen Hintergründe, der Ziele sowie der organisatorischen Struktur und Prinzipien der SADC.

Gegenwärtige Problembereiche und Herausforderungen: Analyse der zentralen Hindernisse, insbesondere die Vormachtstellung Südafrikas, konkurrierende Mitgliedschaften und institutionelle Schwächen.

Die SADC als Motor regionaler Integration?: Kritische Diskussion der Zukunftsperspektiven der SADC und abschließende Bewertung der Integrationsbemühungen.

Schlüsselwörter

SADC, Südafrika, Regionale Integration, Regionalismus, Kooperation, Wirtschaftsentwicklung, SACU, COMESA, Souveränität, Institutionelle Reformen, Handelsabkommen, Subsahara-Afrika, Industrialisierung, Handelshemmnisse, Freihandelszone.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die SADC als Regionalorganisation und untersucht, warum der Integrationsprozess im südlichen Afrika trotz offizieller Bekenntnisse nur zögerlich voranschreitet.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Heterogenität der Mitgliedsstaaten, die dominante Rolle Südafrikas, die Problematik multipler Mitgliedschaften sowie institutionelle Kapazitätsdefizite.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die SADC als ein tatsächlicher Motor der regionalen Integration fungieren kann und welche Faktoren diesen Prozess maßgeblich hemmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine kritische Analyse der aktuellen Integrationshindernisse vorgenommen, wobei existierende Literatur und strategische Dokumente zur Bewertung der SADC-Strukturen herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der SADC-Strukturen, die Analyse der drei zentralen Konfliktfelder (Südafrikas Vormachtstellung, überlappende Mitgliedschaften, institutionelle Schwäche) und eine Prognose der Integrationsfähigkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie regionale Integration, SADC, Souveränität, Handelsabkommen und wirtschaftliche Disparitäten gekennzeichnet.

Wie beeinflusst die Vormachtstellung Südafrikas den Integrationsprozess konkret?

Südafrikas wirtschaftliche Dominanz führt zu Misstrauen bei kleineren Mitgliedsstaaten, die fürchten, dass ein Abbau von Zollschranken primär die südafrikanische Industrie begünstigt.

Warum stellen überlappende Mitgliedschaften ein Problem für die SADC dar?

Da Mitgliedsstaaten wie Tansania oder Sambia gleichzeitig anderen Regionalorganisationen (z.B. COMESA) angehören, entstehen konkurrierende Regelwerke, die den Integrationsprozess und die Bildung einer einheitlichen Zollunion verlangsamen.

Welche Rolle spielen die institutionellen Reformen von 2001 für die Effizienz der SADC?

Die Reformen stärkten das Sekretariat, doch in der Praxis scheitert eine effiziente Umsetzung weiterhin an fehlenden personellen Kapazitäten und einem langwierigen politischen Ringen um Führungspositionen.

Wie schätzt die Autorin bzw. der Autor die Zukunft der SADC ein?

Es wird betont, dass die SADC nur dann als Integrationsmotor wirken kann, wenn die Mitgliedstaaten ihre nationalen Interessen zugunsten einer tieferen Integration zurückstellen und klare politische Bekenntnisse abgeben.

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Details

Title
Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC
Subtitle
Ein Motor regionaler Integration im südlichen Afrika?
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Sub-Saharan Africa. Eine politische, soziale und kulturelle Einführung
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V159488
ISBN (eBook)
9783640729753
ISBN (Book)
9783640730193
Language
German
Tags
SADC Afrika Südafrika Regionale Kooperation Regionale Integration südliches Afrika Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft COMESA ECOWAS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159488
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