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Die Bindungstheorie angewendet am Beispiel rechtsextremer Jugendlicher

Title: Die Bindungstheorie angewendet am Beispiel rechtsextremer Jugendlicher

Seminar Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: Teilnahmeschein

Autor:in: Silke Brämer (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit wird sich schwerpunktmäßig mit der Bindungstheorie JOHN BOWLBYS
beschäftigen. Zu diesem Zweck sollen zu Beginn der Arbeit die Grundzüge der Theorie
erläutert werden. Die Arbeit wird sich mit Bindungsverhalten beschäftigen, um anschließend
auf verschiedene Bindungsrepräsentationen einzugehen. Dabei soll deutlich gemacht werden,
wie Bindungen entstehen, wie sie ablaufen und welche Faktoren Einfluss auf diese Bindungen
haben. Zudem soll aufgezeigt werden, welche Zuordnungsschemen es in verschiedene
Bindungsmuster gibt, und wie sich diese definieren.
Des weiteren werden weitere Bindungsrepräsentationen vorgestellt, die sich auf erwachsene
Personen beziehen, um anschließend eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen
Mustern der Kindheit und denen Erwachsener herzustellen.
Damit soll die familien- uns sozialbezogene Relevanz der Beziehungen und Bindungen
deutlich gemacht werden.
Darüber hinaus soll in der Arbeit festgestellt werden, inwieweit eine politische Relevanz von
Bedeutung ist. Dementsprechend sollen Zusammenhänge zwischen Bindungsrepräsentationen
und politischer Orientierung erläutert werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Thematik
Ethnozentrismus liegen wird.
Der Begriff Ethnozentrismus soll vorangehend definiert werden, um anschließend eine
Verbindungen zwischen Bindung und politischer Orientierung hervorzuheben.
Die Ergebnisse, die in dieser Arbeit präsentiert werden, zeigen sich auf der Grundlage
empirischer Studien. In diesem Fall liegt die Hildesheimer Studie den Ergebnissen zugrunde.
Vorgänge, Auswertungen oder explizite Beispiele der Hildesheimer Studie sollen in dieser
Arbeit jedoch nicht herangezogen werden, da der Rahmen dieser Arbeit eine solche
Vorgehensweise nicht zulassen würde. Vorgestellt werden sollen in diesem Zusammenhang
nur die Fakten, die als Ergebnisse der Auswertung der Studien präsentiert wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bindungstheorie nach John Bowlby

2.1 Bindungsverhalten

2.2 Steuerung des Bindungsverhalten

2.3 Arbeitsmodelle

2.4 Bindungsmuster

2.5 Kommunikation

2.6 Stabilität der Bindungsmuster

3. Bindungsrepräsentationen im Erwachsenenalter

4. Ethnozentrismus

4.1 Definition

5. Die Beziehung zu den Eltern und ethnozentrische Orientierung

5.1 Zusammenhänge zwischen Bindungsrepräsentationen und ethnozentrischen Orientierungen

5.2 Ergebnisse

6. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bindungstheorie nach John Bowlby und der Entstehung rechtsextremer, ethnozentrischer Orientierungen bei Jugendlichen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Bindungserfahrungen in der Kindheit die Persönlichkeitsstruktur prägen und die Anfälligkeit für fremdenfeindliche Weltanschauungen beeinflussen.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und Bindungsmuster
  • Bindungsrepräsentationen im Erwachsenenalter
  • Definition und Entstehung von Ethnozentrismus
  • Zusammenhang zwischen elterlicher Erziehung und politischer Orientierung
  • Analyse der Ergebnisse empirischer Studien zur Bindung und Rechtsextremismus

Auszug aus dem Buch

2.4 Bindungsmuster

Es gibt drei Hauptbindungsmuster in bezug auf das Bindungsverhalten eines Kindes. Während ein Muster eine gesunde Entwicklung des Kindes zeigt, lassen die anderen jedoch Störungen in der psychischen Gesundheit des Kindes erwarten. Welches Muster ein Kind im Verlauf der Jahre entwickelt, hängt davon ab, wie seine Eltern oder Elternersatzpersonen sich ihm gegenüber verhalten. Die Grundmuster, die von MARY AINSWORTH beschrieben wurden, unterteilen sich in sicher, unsicher-vermeidend und unsicher-ambivalent gebunden.

1. sicherer Bindung: Bei diesem Bindungsverhalten kann davon ausgegangen werden, dass das Kind eine gesundes Entwicklung durchlebt. Das Kind besitz in diesem Fall eine Zuversicht, dass seine Eltern oder Bezugspersonen verfügbar, feinfühlig und hilfsbereit sein werden, wenn das Kind in Situationen gerät, in denen es sich bedroht oder ängstlich fühlt. Das Muster wird durch die Eltern gefördert, wenn sie feinfühlig und verfügbar sind, und auf die Signale des Kindes prompt und angemessen reagieren. Das Kind kann in dieser Sicherheit das angemessene Verhalten zeigen, und in einem Sicherheitsgefühl seine Umwelt erkunden. Eine sicherer Bindung kann dann gelingen, wenn das Ausmaß der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit der Bezugsperson im Hinblick auf die emotionalen Bedürfnisse und Signale des Kindes angemessen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bindungstheorie John Bowlbys ein und erläutert die Absicht, Zusammenhänge zwischen frühkindlichen Bindungserfahrungen und politischer Orientierung, insbesondere Ethnozentrismus, zu untersuchen.

2. Die Bindungstheorie nach John Bowlby: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Bindungsverhaltens, der Steuerungssysteme, innerer Arbeitsmodelle sowie verschiedene Bindungsmuster und deren Stabilität im Lebensverlauf dargestellt.

3. Bindungsrepräsentationen im Erwachsenenalter: Dieser Abschnitt überträgt die Erkenntnisse aus der Kindheit auf das Erwachsenenalter und klassifiziert Bindungsrepräsentationen in abwehrend-bagatellisierende, sicher-autonome und verstrickte Muster.

4. Ethnozentrismus: Hier wird der Begriff Ethnozentrismus definiert und seine soziale Relevanz, insbesondere die Unterteilung in Eigen- und Fremdgruppen sowie die Ideologisierung von Überlegenheit, hervorgehoben.

5. Die Beziehung zu den Eltern und ethnozentrische Orientierung: Dieses zentrale Kapitel analysiert, wie autoritäre Erziehungsstile und mangelnde emotionale Zuwendung zur Bildung rechtsextremer Tendenzen beitragen, unterteilt nach den zuvor identifizierten Bindungsmustern.

6. Nachwort: Das Nachwort fasst zusammen, dass zwar ein Zusammenhang zwischen Bindung und politischer Orientierung besteht, betont jedoch die Komplexität und den Einfluss weiterer Faktoren auf die individuelle Entwicklung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Bindungsmuster, Ethnozentrismus, Rechtsextremismus, Autoritarismus, Familienverhältnisse, Bindungsrepräsentation, Sozialisation, Fremdenfeindlichkeit, Abwehr, Verstrickung, emotionale Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Anwendung der Bindungstheorie nach John Bowlby, um zu analysieren, wie frühkindliche Beziehungserfahrungen mit den Eltern die Entstehung von rechtsextremen und ethnozentrischen Einstellungen bei Jugendlichen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die Arbeit verknüpft entwicklungspsychologische Erkenntnisse über Bindungsmuster mit sozialwissenschaftlichen Studien zur politischen Sozialisation und dem Phänomen des Ethnozentrismus.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Bindungsrepräsentationen (wie abwehrend-bagatellisierend oder verstrickt) und der Neigung zu fremdenfeindlichen oder rechtsextremen Orientierungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Bindungstheorie sowie der Auswertung empirischer Resultate (insbesondere der Hildesheimer Studie), um die Korrelation zwischen Bindungsqualität und politischer Weltanschauung zu belegen.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bindungstypen und deren jeweilige Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie die anschließende empirische Untersuchung, wie diese Muster mit der Abwertung von Fremdgruppen korrespondieren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird wesentlich durch die Begriffe Bindungstheorie, Ethnozentrismus, Bindungsmuster, politische Sozialisation und Rechtsextremismus charakterisiert.

Was zeichnet die "abwehrend-bagatellisierende" Bindungsrepräsentation bei rechtsextremen Jugendlichen aus?

Personen dieses Musters neigen dazu, ihre Eltern zu idealisieren und problematische Erfahrungen zu verdrängen. Diese Unterdrückung von Emotionen führt oft dazu, dass Aggressionen auf schwächere Außenseiter oder Fremdgruppen verschoben werden.

Wie unterscheidet sich die "verstrickte" Bindungsrepräsentation?

Menschen in dieser Gruppe sind in ihrer Vergangenheit gefangen und können sich nicht von den elterlichen Konflikten lösen. Dies zeigt sich entweder durch passive Konfusion oder eine kämpferische Wut, die oft mit einem erhöhten Gewaltpotenzial einhergeht.

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Details

Title
Die Bindungstheorie angewendet am Beispiel rechtsextremer Jugendlicher
College
University of Göttingen  (Pädagogisches Seminar)
Course
Schulpädagogik: Familie, Persönlichkeitsentwicklung und politische Orientierungen
Grade
Teilnahmeschein
Author
Silke Brämer (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V15960
ISBN (eBook)
9783638209342
Language
German
Tags
Bindungstheorie Beispiel Jugendlicher Schulpädagogik Familie Persönlichkeitsentwicklung Orientierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Brämer (Author), 2002, Die Bindungstheorie angewendet am Beispiel rechtsextremer Jugendlicher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15960
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