Praxisnahe Hausarbeit zur Pflegediagnostik in der ambulanten Langzeitpflege – mit vollständigem Pflegeprozess nach NANDA, NIC und NOC.
Diese wissenschaftliche Arbeit aus dem Bachelorstudium Gesundheits- und Pflegemanagement behandelt ausführlich die Pflegeanamnese, Pflegediagnosen, Priorisierung, Planung, Durchführung und Evaluation in der ambulanten Langzeitpflege. Anhand eines komplexen Fallbeispiels (Pflegegrad 4, Ulcus cruris, Adipositas, Inkontinenz, eingeschränkte Mobilität) wird der komplette Pflegeprozess nach aktuellen pflegewissenschaftlichen Standards (NANDA, NOC, NIC) dargestellt. Ideal zur Orientierung, Prüfungsvorbereitung oder als Inspiration für eigene Arbeiten im Pflegestudium!
Inhaltsverzeichnis
1. Pflegeanamnese
2. Pflegediagnosen nach NANDA
3. Priorisierung der Pflegediagnosen
3.1 A) Aus pflegefachlicher Sicht
Hohe Priorität:
Mittlere Priorität:
Niedrige Priorität:
3.2 B) Aus Sicht des Menschen mit Pflegebedarf
Hohe Priorität:
Mittlere Priorität:
Niedrige Priorität:
3.3 C) Gemeinsam abgestimmte Prioritätenliste
Hohe Priorität:
Mittlere Priorität:
Niedrige Priorität:
3.4 D) Der Aushandlungsprozess
4. Planung der Pflegeinterventionen und Pflegeergebnisse
5. Durchführung und mögliche Störfaktoren der Pflegeinterventionen
6. Evaluation
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem strukturierten Pflegeprozess bei einer 68-jährigen Klientin mit komplexen gesundheitlichen Anforderungen, mit dem Ziel, durch eine systematische Anamnese, Diagnostik, Priorisierung und Interventionsplanung die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Klientin zu verbessern.
- Durchführung einer fundierten Pflegeanamnese und Anwendung der NANDA-Pflegediagnosen.
- Methodische Priorisierung von Pflegediagnosen aus fachlicher Sicht und unter Einbeziehung der Klientin.
- Planung evidenzbasierter Pflegeinterventionen nach NIC unter Berücksichtigung von Störfaktoren.
- Evaluation der pflegerischen Maßnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung.
Auszug aus dem Buch
1. Pflegeanamnese
Frau B., eine 68-jährige Klientin, befindet sich im Pflegegrad 4 und lebt allein in ihrem Zuhause. Sie wird von der Sozialstation dreimal täglich versorgt. Sie ist stark adipös und wiegt bei einer Körpergröße von 1,54 m 132 kg. Bei ihr wurden verschiedene gesundheitliche Probleme diagnostiziert, darunter COPD und Diabetes, ohne Insulinpflicht. Frau B. ist Mutter von zwei Kindern, einem Sohn und einer Tochter, und hat drei Enkelkinder. Sie lebt in einer barrierefreien Wohnung mit offener, ebenerdiger Dusche. Sie ist auf Hilfsmittel wie einen elektrischen Rollstuhl im Außenbereich, ein Pflegebett und einen Rollator angewiesen. Aufgrund ihres Grauen Stars, der ihre Sehkraft beeinträchtigt, ist sie auf die Unterstützung des Pflegedienstes angewiesen, insbesondere bei der Medikamenteneinnahme und -versorgung. Oft nimmt Frau B. die gerichteten Medikamente selbstständig ein, wenn der Pflegedienst nicht anwesend ist.
Trotz ihrer Urininkontinenz ist Frau B. in der Lage, eigenständig die Toilette aufzusuchen. Jedoch benötigt sie Unterstützung vom Pflegepersonal, um sich mit Inkontinenzmaterial zu versorgen. Ihre Körperhygiene kann sie eingeschränkt selbstständig durchführen, benötigt jedoch Unterstützung bei der Ganzkörperpflege. Die Medikamenteneinnahme und -versorgung übernimmt der Pflegedienst, einschließlich einer wöchentlichen s.c. Injektion von Vitamin B12. Frau B. leidet unter starken Schmerzen, die auf der Numeric Rating Scale (NRS) eine Stärke von 8 von 10 erreichen. Sie erhält zur Einnahme Metamizol und bei Bedarf Naproxen zur Schmerzlinderung. Zusätzlich hat sie zwei chronische Wunden, sogenannte Ulcus Cruris Venosum, an beiden Beinen, deren Versorgung aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht eigenständig durchführbar ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Pflegeanamnese: Beschreibt die Ausgangssituation, gesundheitliche Probleme und Lebensumstände der Klientin Frau B. anhand einer detaillierten Datenerhebung.
2. Pflegediagnosen nach NANDA: Leitet die Pflegediagnosen nach NANDA 2018-20 aus der Anamnese ab, wie Adipositas, beeinträchtigte physische Mobilität und Risiko eines Sturzes.
3. Priorisierung der Pflegediagnosen: Analysiert und gewichtet die Diagnosen aus Sicht der Pflegefachkraft, der Klientin und in einem gemeinsamen Aushandlungsprozess.
4. Planung der Pflegeinterventionen und Pflegeergebnisse: Definiert spezifische Ziele und Maßnahmen basierend auf den NANDA-Diagnosen, NOC-Ergebnissen und NIC-Interventionen.
5. Durchführung und mögliche Störfaktoren der Pflegeinterventionen: Beschreibt die praktische Umsetzung der Interventionen und identifiziert mögliche Hindernisse durch Patienten-, Anbieter- oder Systemfaktoren.
6. Evaluation: Überprüft den Erfolg der pflegerischen Maßnahmen und den Grad der Zielerreichung mittels Varianzanalyse und Pflegebeobachtung.
7. Fazit: Reflektiert den Pflegeprozess, die Passgenauigkeit der Diagnosen und notwendige Anpassungen für zukünftige pflegerische Betreuungen.
Schlüsselwörter
Pflegeprozess, Pflegediagnostik, NANDA, NIC, NOC, ambulante Langzeitpflege, Adipositas, chronische Wunden, Schmerzmanagement, Sturzprävention, Selbstversorgung, Evaluation, Pflegegrad 4, Klientenorientierung, Interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert einen strukturierten Pflegeprozess für eine 68-jährige Klientin in der ambulanten Langzeitpflege.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Pflegediagnostik, der Priorisierung von Bedarfen, der Interventionsplanung und der anschließenden Evaluation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Selbstständigkeit und das Wohlbefinden der Klientin durch zielgerichtete, evidenzbasierte Pflegemaßnahmen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der strukturierte Pflegeprozess angewendet, gestützt auf die Klassifikationen NANDA, NOC und NIC.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Anamnese, der Ableitung und Priorisierung von Pflegediagnosen sowie der konkreten Planung und Evaluation der Interventionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernszenarien sind Pflegeprozess, Pflegediagnostik, chronische Wunden, Schmerzmanagement und Sturzprävention.
Wie wurde die Priorisierung der Pflegediagnosen vorgenommen?
Die Priorisierung erfolgte sowohl aus professioneller Sicht als auch unter aktiver Einbeziehung der Klientin, um einen Konsens über die Dringlichkeit der Probleme zu erzielen.
Welche Rolle spielt die Evaluation in diesem Prozess?
Die Evaluation dient als abschließender Schritt zur Überprüfung, ob die geplanten Ziele erreicht wurden und welche Anpassungen im Pflegeplan erforderlich sind.
- Quote paper
- Franziska Stoll (Author), 2024, Diagnostik, Intervention und Evaluation in der ambulanten Langzeitpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1597340