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Schwarzfahren (§265a StGB) als Massenphänomen bei Obdachlosen

Eine Darstellung der aktuellen strafrechtlichen Situation und Diskussion bezüglich eines Reformbedarfes

Título: Schwarzfahren (§265a StGB) als Massenphänomen bei Obdachlosen

Trabajo Escrito , 2025 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: I. Kvesic-Voth (Autor)

Trabajo social
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Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das häufige Phänomen des „Schwarzfahrens“ bei obdachlosen - sowie wohnungslosen Menschen in Deutschland. Der Fokus dieser Arbeit sind Diskussionen hinsichtlich der strafrechtlichen Situation nach §265a StGB und der sozialpolitischen Debatte eines Reformbedarfes. Auch wenn ein Unterschied zwischen den beiden Wörtern Obdach- und Wohnungslosigkeit besteht, sind beide Wörter in dieser Arbeit als gleichbedeutend zu sehen. Laut der Strafnorm §265a StGB ist die Nutzung eines öffentlichen Beförderungsmittels ohne gültiges Ticket eine Straftat. Es wird als Erschleichen von Leistungen geahndet. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie z. B. Österreich ist das Fahren ohne ein gültiges Ticket keine Straftat, sondern eine Verwaltungsübertretung. Die Unterschiede zwischen den beiden Rechtsnormen werden zum besseren Verständnis dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Obdachlosigkeit in Deutschland

3 Strafrechtliche Konsequenz durch das Schwarzfahren

3.1 Tagesatzsystem

3.1.1 Eine Frage der Wirksamkeit

3.1.2 Kritik an der Umwandlung des Problems - Ordnungswidrigkeit

4 Entkriminalisierung des Paragraphs 265a StGB - Hypothese

5 länderübergreifende Projekte

6 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Schwarzfahrens" bei obdachlosen Menschen im Kontext des § 265a StGB mit dem Ziel, die strafrechtliche Verhältnismäßigkeit kritisch zu beleuchten und einen möglichen Reformbedarf zur Entkriminalisierung zu diskutieren.

  • Strafrechtliche Situation des § 265a StGB in Deutschland
  • Soziale Exklusion und Lebensrealität obdachloser Menschen
  • Kosten-Nutzen-Analyse der strafrechtlichen Sanktionierung (Ersatzfreiheitsstrafe)
  • Vergleich mit internationalen Ansätzen und Alternativprojekten
  • Notwendigkeit einer sozialpolitischen Reformdebatte

Auszug aus dem Buch

Problemlage

Täglich sind Menschen auf die öffentliche Mobilität angewiesen. Obdachlose Menschen haben zudem kaum finanzielle Ressourcen und sind grundsätzlich mit anderen sozialen Herausforderungen beschäftigt wie mit Nahrungsbeschaffung, Sucht, Schulden, Sozialleistungen und der Suche nach Schlafplätzen. Meistens haben Obdachlose keine kriminelle Absicht, sondern schlicht und einfach kein Budget, um sich eine Fahrkarte zu kaufen. Die Ticketpreise in den Bundesländern variieren zwischen 2 und 4 Euro. Wer ohne eine gültige Karte erwischt wird, dem droht eine Gelstrafe in einer Höhe von sechzig Euro. Bei fehlender Zahlungsfähigkeit kann eine Ersatzfreiheitsstrafe drohen. Kritisch zu hinterfragen sind die Verhältnisse von Kosten und Nutzen angesichts der überfüllten Haftanstalten, der Einsatz von Steuergeldern, überlasteter Justiz und die Stigmatisierung obdachloser Menschen. Das Fahren ohne ein gültiges Ticket wird durch die Gesetzgebung kriminalisiert, und kann mit einer Eintragung ins polizeiliche Führungszeugnis einhergehen. In Anbetracht der genannten Problematik ist es fraglich, inwiefern eine strafrechtliche Sanktion verhältnismäßig ist. In diesem Kontext scheint eine Reform des §265a StGB dringend erforderlich. Am Beispiel der Obdachlosigkeit und der rechtlichen Vorgaben wird auch deutlich mit welchen Herausforderungen die Soziale Arbeit zu kämpfen hat. Im Spannungsfeld zwischen menschenrechtlicher Profession und Rechtsformen gilt es ethische Grundlagen und gesetzliche Formen in den Einklang zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Schwarzfahrens bei obdachlosen Menschen und Darlegung der zentralen Problemstellung hinsichtlich der strafrechtlichen Verfolgung.

2 Obdachlosigkeit in Deutschland: Analyse der Ursachen von Obdachlosigkeit und Darstellung aktueller Statistiken zur wohnungslosen Bevölkerung.

3 Strafrechtliche Konsequenz durch das Schwarzfahren: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen des § 265a StGB, des Tagessatzsystems sowie der Kritik an der Ersatzfreiheitsstrafe.

4 Entkriminalisierung des Paragraphs 265a StGB - Hypothese: Prüfung der Hypothese, dass eine Entkriminalisierung zu einer Entlastung der Justiz führen würde, basierend auf empirischen Zahlen und Expertenmeinungen.

5 länderübergreifende Projekte: Vorstellung internationaler Ansätze und lokaler Pilotprojekte, die alternative Lösungen zum Strafrecht aufzeigen.

6 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass eine Gesetzesänderung notwendig ist, um soziale Gerechtigkeit und ökonomische Vernunft zu vereinen.

Schlüsselwörter

Schwarzfahren, §265a StGB, Obdachlosigkeit, Ersatzfreiheitsstrafe, Entkriminalisierung, Soziale Arbeit, Strafrecht, Ordnungswidrigkeit, Justizentlastung, soziale Exklusion, Reformbedarf, Mobilität, Stigmatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kriminalisierung von obdachlosen Menschen, die ohne gültigen Fahrschein öffentliche Verkehrsmittel nutzen, und diskutiert die Angemessenheit der strafrechtlichen Sanktion nach § 265a StGB.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Lebensrealität von Obdachlosen, die rechtlichen Folgen des Schwarzfahrens (insbesondere die Ersatzfreiheitsstrafe) und die Debatte um eine Entkriminalisierung zu Gunsten einer Ordnungswidrigkeit oder alternativer Sozialkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Reformbedarf des § 265a StGB aufzuzeigen und zu erörtern, ob eine Entkriminalisierung sowohl den Betroffenen als auch der überlasteten Justiz zugutekommen würde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Datenanalyse, um die aktuelle Rechtslage, statistische Erhebungen und internationale Best-Practice-Beispiele gegenüberzustellen und zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Obdachlosigkeit, die Analyse des strafrechtlichen Sanktionssystems, die Prüfung der Hypothese zur Justizentlastung und die Betrachtung länderübergreifender Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schwarzfahren, §265a StGB, Obdachlosigkeit, Entkriminalisierung und Ersatzfreiheitsstrafe charakterisiert.

Warum wird die Ersatzfreiheitsstrafe in der Arbeit kritisiert?

Die Autorin kritisiert die Ersatzfreiheitsstrafe, da sie dem Resozialisierungsgedanken entgegensteht, hohe Kosten für den Steuerzahler verursacht und eine Inhaftierung darstellt, die für den eigentlichen Regelverstoß als unverhältnismäßig erachtet wird.

Welche Rolle spielen Projekte wie der "Freiheitsfonds"?

Solche Projekte fungieren als praktische Alternativen und Beweis dafür, dass zivilgesellschaftliches Engagement Menschen aus der Inhaftierung befreien kann, wodurch staatliche Kosten gespart und soziale Härte gemildert werden.

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Detalles

Título
Schwarzfahren (§265a StGB) als Massenphänomen bei Obdachlosen
Subtítulo
Eine Darstellung der aktuellen strafrechtlichen Situation und Diskussion bezüglich eines Reformbedarfes
Universidad
Fresenius University of Applied Sciences Idstein  (Hochschule)
Curso
Recht
Calificación
1,0
Autor
I. Kvesic-Voth (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
14
No. de catálogo
V1597405
ISBN (PDF)
9783389138359
ISBN (Libro)
9783389138366
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schwarzfahren Obdachlosigkeit Strafrecht Verhältnismäßigkeit Resozialisierungsgedanke Haftanstalten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
I. Kvesic-Voth (Autor), 2025, Schwarzfahren (§265a StGB) als Massenphänomen bei Obdachlosen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1597405
Leer eBook
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