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Geschichte im Fernsehen und Geschichtsfernsehen im Internet

Ethik der digitalen Medien

Titel: Geschichte im Fernsehen und Geschichtsfernsehen im Internet

Seminararbeit , 2010 , 13 Seiten

Autor:in: Martin Teichmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Geschichte im Fernsehen und eben dieses Geschichtsfernsehen im Internet – der Titel der vorliegenden Arbeit sagt schon aus, dass diese einen kurzen Überblick über die Entwicklung
des Geschichtsfernsehens geben soll.
Von den frühen Anfängen rein televisional, über dessen immer kommerzieller werdende Produktion und Vermarktung bis hin zu der Verbreitung über das Internet in der heutigen Zeit. Am Ende dieser Arbeit soll rückblickend über die bis dahin aufgezeigte Ausbreitung ein Resümee der Entwicklung des Geschichtsfernsehens gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtsfernsehen im Wandel

3. Entwicklungsprozess des Geschichtsfernsehens

4. Wandel des Mediums Fernsehen

4.1 Format und Machart

4.2 Amphibienfilme

4.3 Fiktion

4.4 Dramaturgie und Beobachtung der Zuschauer

4.5 Geschichtsindustrie

5. Suggestion von Authentizität

6. Geschichtsfernsehen im Internet

6.1 ZDF-Dokumentarreihe „Die Deutschen“

7. Kritik am Geschichtsfernsehen und dessen Ethik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Transformation des Geschichtsfernsehens in Deutschland von seinen frühen Anfängen bis zur modernen Verbreitung über digitale Mediatheken im Internet, wobei ein besonderer Fokus auf den ethischen Implikationen dieser Vermittlungsform liegt.

  • Historische Entwicklung des Geschichtsfernsehens in der Bundesrepublik
  • Struktureller Wandel von Formaten, Dramaturgie und Inszenierung
  • Die Rolle der Authentizität als Konstrukt in TV-Dokumentationen
  • Ökonomische Faktoren und der Einfluss von Quote und Markt
  • Digitale Transformation: Geschichtsvermittlung via Mediatheken und Internet

Auszug aus dem Buch

Suggestion von Authentizität

Geschichtsfernsehen konstruiert seine eigene Wahrheit. Doch dieser eigenen Wahrheit kann man sich nur auf dem Weg nähern, indem man in Bezug auf Authentizität zwischen innerer und äußerer Authentizität unterscheidet: Die innere fragt nach der Stimmigkeit eines historischen Films jenseits aller Beglaubigungsstrategien. Die äußere hinterfragt die Faktentreue.

Doch wie viel Authentizität ist nötig, wie viel möglich? Aus dieser Sichtweise heraus stellt das Herstellen von Authentizität eine Gratwanderung dar: Auf der einen Seite droht eine mit Fakten überfrachtete Dokumentation, auf der anderen Seite pure Fiktion.

Der Drehbuchautor Rainer Berg befürwortet die fernsehgerechte Bearbeitung damit, dass die „historische Wirklichkeit keinerlei dramatische Spuren“ habe. Daher verführen auch die heutigen technologischen Möglichkeiten zu einer Art „filmischen Überhöhung“, beispielsweise ist in der Historienproduktion „Die Luftbrücke“ die Anzahl der Flugzeuge digital erhöht worden, um eine drastischere Wirkung der Bilder zu erzeugen.

Da es sich bei jeder Darstellung historischer Realität um ein Konstrukt handelt, sind gewisse Basisanforderungen nötig, um auch Authentizität zu suggerieren: Basisanforderungen wie der authentische Ort, die authentischen Objekte (Requisite) und letztendlich auch die sozio-kulturelle Authentizität (die beispielsweise Sprechweisen, Umgangsstile, Sitten und Bräuche darstellen soll).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung, die Entwicklung des Geschichtsfernsehens von den Anfängen bis zur digitalen Verfügbarkeit aufzuzeigen.

2. Geschichtsfernsehen im Wandel: Analyse der steigenden Popularität historischer Sendungen und des Wettbewerbs zwischen den Sendeanstalten.

3. Entwicklungsprozess des Geschichtsfernsehens: Untersuchung der historischen Zäsur durch „Holocaust“ und der Etablierung neuer erzählerischer Trends.

4. Wandel des Mediums Fernsehen: Detaillierte Betrachtung der filmischen Gestaltungsmittel, der Rolle von Zeitzeugen und der ökonomischen Zwänge der Fernsehindustrie.

5. Suggestion von Authentizität: Untersuchung der Gratwanderung zwischen Faktentreue und Fiktionalisierung bei der Konstruktion historischer Wahrheiten.

6. Geschichtsfernsehen im Internet: Erörterung der neuen Distributionswege und des Einflusses digitaler Mediatheken auf die Rezeption von Geschichte.

7. Kritik am Geschichtsfernsehen und dessen Ethik: Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung, Bildungsauftrag und dem quotengetriebenen „Schielen“ auf Reichweite.

Schlüsselwörter

Geschichtsfernsehen, Authentizität, Doku-Fiktion, Zeitzeugen, Fernsehindustrie, Historische Dokumentation, Digitale Mediatheken, Medienethik, Einschaltquote, Geschichtsvermittlung, Nationalsozialismus, Dramaturgie, Inszenierung, Filmische Überhöhung, Reanactment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der medialen Aufbereitung historischer Inhalte im deutschen Fernsehen und Internet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Wandelbarkeit des Geschichts-TV, die Produktion nach ökonomischen Kriterien, die Inszenierung von Authentizität und die Rolle neuer digitaler Plattformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Resümee über die historische Ausbreitung des Genres zu ziehen und die ethische Problematik der geschichtlichen Vermittlung zwischen Unterhaltungsanspruch und historischer Wahrheit zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und historische Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur, Programmanalysen und Zuschauerstatistiken.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Transformation des Genres, von der strikten Trennung von Unterhaltung und Dokumentation bis hin zu modernen, fiktionalisierten „Amphibienfilmen“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Authentizität, Dramatisierung, Personalisierung, Emotionalisierung und die Mediatisierung der Erinnerung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen innerer und äußerer Authentizität?

Die innere Authentizität beschreibt die Stimmigkeit eines Films in sich selbst, während die äußere Authentizität die faktische Übereinstimmung mit historischen Ereignissen hinterfragt.

Welche Rolle spielt die „Quote“ für die Geschichtsredaktionen?

Die Quote wird als entscheidendes Erfolgskriterium gesehen, das die historische Aufbereitung stark beeinflusst, da wirtschaftliche Rentabilität oft über der reinen Wissensvermittlung steht.

Inwiefern verändern Mediatheken das Geschichtsfernsehen?

Das Internet ermöglicht eine zeit- und ortsunabhängige Abrufbarkeit von Inhalten, was einerseits den Zugang erleichtert, andererseits jedoch als Instrument zur Senderbindung dient.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschichte im Fernsehen und Geschichtsfernsehen im Internet
Untertitel
Ethik der digitalen Medien
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
EPG II
Autor
Martin Teichmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V159754
ISBN (eBook)
9783640726776
ISBN (Buch)
9783640727520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Fernsehen Geschichtsfernsehen Internet Ethik Medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Teichmann (Autor:in), 2010, Geschichte im Fernsehen und Geschichtsfernsehen im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159754
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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