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Girlskick - Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland

Title: Girlskick - Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Scheibelhut (Author)

Sport - Sport Sociology
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Geschichte, der Entwicklung und der gegenwärtigen Situation des deutschen Frauenfußballs auf nationaler Ebene und ferner auch mit den internationalen Erfolgen der vergangenen Jahre. Hierbei soll besonders auf die epochalen Zusammenhänge zwischen dem Bild der Frau und des Sportes Fußball an sich eingegangen werden.
Es gibt heutzutage mehr als 7700 Frauenfußballmannschaften in Deutschland, der DFB engagiert sich mittlerweile umfangreich in der weiblichen Talentförderung und zählt aktuell nahezu eine Million weiblicher Mitglieder und auch die Erfolge der deutschen Fußballerin sind nicht von der Hand zu weisen.
Doch das war nicht immer so. Hörte man früher Leute über Frauenfußball sprechen, wurde oft nur geschmunzelt, oder gar herzhaft gelacht. Kickende Frauen wurden und werden teilweise selbst heute noch immer nicht als selbstverständlich angesehen, obwohl sich der Frauenfußball, wenn auch vorerst in fußballähnlicher Form, schon vor dem 19. Jahrhundert entwickelte. Die „richtige“ des Frauenfußballs begann dann in England und drang mit großen Schritten nach Deutschland vor.
Die Gründe für die Abneigung und Unterdrückung und den teilweisen Verboten des Frauenfußballs bzw. allgemein des Frauensports in früherer Zeit sind ebenso vielfältig wie unglaublich.
Frauenfußball boomt derzeit wie nie zuvor. Mehr als ca. 30 Millionen Frauen spielen heute weltweit Fußball und die Tendenz ist steigend. Nicht zuletzt durch die WM-Erfolge der deutschen Frauennationalmannschaft erlebt dieser Sport einen enormen Zuspruch und hält im Vergleich zum Männerfußball noch ein enormes Potential bereit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Anfänge: Kaiserreich und Weimarer Republik

3 Damen im Nationalsozialismus

4 Entwicklung in der BRD

4.1 Das Verbot

4.2. Erste Schritte

5 Entwicklung in der DDR

6 Frauenfußball seit 1990

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit analysiert die historische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der soziokulturellen Rahmenbedingungen und des Wandels des Frauenbildes im Zeitverlauf. Dabei wird untersucht, wie sich der Sport von den Anfängen über die Phase der Unterdrückung und Verbote bis hin zum modernen Status als anerkannte Sportart entwickelt hat.

  • Historische Entwicklung des Frauenfußballs im Kaiserreich und der Weimarer Republik
  • Die Auswirkungen der Ideologie des Nationalsozialismus auf den Frauensport
  • Die Phase der Verbote und die Emanzipationsbewegungen in der BRD
  • Aufbau und Entwicklung des Frauenfußballs in der DDR
  • Der Aufstieg des Frauenfußballs seit 1990 und aktuelle Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Damen im Nationalsozialismus

Während der Zeit des Nationalsozialismus war das vom Regime geprägte Bild der Frau ein ganz anderes. Hatten die Frauen bis jetzt immer weiter in sportliche Felder und Ämter vordringen können, machten die Vorstellungen der Nationalsozialisten von der deutschen Frau dieser Entwicklung einen Strich durch die Rechnung. Im Deutschland der damaligen Zeit wurde das urkonservative Verständnis der weiblichen Rolle als Hausfrau und vor Allem als Mutter wiederbelebt. Die wohl einzige Aufgabe der Frau stand nun ganz im Zeichen einer „kollektive(n) Gewährung des Fortbestandes des deutschen Volkes“ (CZECH 1994, 24), die durch das Verbot von Verhütungsmitteln und die Schaffung regelrechter Gebärlager noch unterstrichen wurde. So wurden Frauen systematisch aus Beruf, Bildung und Sport gedrängt (vgl. HOFFMANN & NENDZA 2005, 24).

„Im Bereich des Sportes sollten „Frauen /.../ nie ihre individuelle Leistungsgrenze anstreben und die „körperlichen Reserven“ verbrauchen, die nach den herrschenden Vorstellungen für die Schwangerschaft und die Geburt benötigt wurden.“ (HOFFMANN & NENDZA 2005, 24)

Diese und ähnliche Argumentationsweisen kennen wir aus Zeiten der bereits an anderer Stelle behandelten Weimarer Republik. Leibesübungen und Sport waren an die Nationalsozialistische Ideologie gebunden und waren für Frauen lediglich in Form von Schwimmen, Turnen und Gymnastik erlaubt. Entsprechende Angebote gab es bei der Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, die damit ebenfalls die bereits erwähnten rein biologischen Ziele verfolgte. Die Ausübung von Kraft- und Kampfsport, zu denen nach damaligem Verständnis auch Fußball gehörte, galt als unwürdig und kontraproduktiv, wollte man doch einen gesunden und starken arischen Frauentyp erschaffen (vgl. HOFFMANN & NENDZA 2005, 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Hausarbeit thematisiert die Geschichte, die Entwicklung und die heutige Situation des Frauenfußballs in Deutschland unter Berücksichtigung epochaler gesellschaftlicher Zusammenhänge.

2 Die Anfänge: Kaiserreich und Weimarer Republik: Das Kapitel beleuchtet die frühen, oft belächelten Anfänge des Frauenfußballs und die rigide Ablehnung durch die damalige Gesellschaft und medizinische Fachkreise.

3 Damen im Nationalsozialismus: Hier wird dargelegt, wie die nationalsozialistische Ideologie das Frauenbild auf die Mutterrolle reduzierte und jegliche Ausübung von Kampfsportarten wie Fußball unterband.

4 Entwicklung in der BRD: Der Abschnitt beschreibt das Verbot des Frauenfußballs durch den DFB im Jahr 1955 und den anschließenden emanzipatorischen Kampf der Spielerinnen für die offizielle Zulassung 1970.

5 Entwicklung in der DDR: Das Kapitel erläutert die schwierigen Bedingungen für den Frauenfußball in der DDR, wo dieser mangels olympischen Status kaum gefördert und oft nur im Breitensport geduldet wurde.

6 Frauenfußball seit 1990: Dieses Kapitel analysiert den enormen Aufstieg des Frauenfußballs seit dem EM-Titel 1989 sowie die anhaltenden Herausforderungen in Sponsoring und Medienpräsenz.

7 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass der Frauenfußball trotz historischer Widerstände besteht und trotz internationaler Erfolge weiterhin auf eine stärkere Förderung angewiesen ist.

Schlüsselwörter

Frauenfußball, Deutschland, DFB, Historie, Nationalsozialismus, Emanzipation, DDR, Bundesliga, Frauenbild, Sportgeschichte, Talentförderung, Diskriminierung, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft, Gleichberechtigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland von den Anfängen bis in die Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der gesellschaftliche Wandel des Frauenbildes, die Phasen politischer Unterdrückung sowie die sportliche und strukturelle Entwicklung im DFB und der DDR.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Frauenfußballs aufzuzeigen und die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz des Sports zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: Anfänge, Nationalsozialismus, Entwicklung in der BRD, Situation in der DDR sowie der Aufstieg seit 1990.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauenfußball, Emanzipation, Verbote, DFB-Geschichte, Geschlechterrollen und Entwicklung.

Wie wirkte sich die Weltmeisterschaft 1954 auf den Frauenfußball in der BRD aus?

Die Euphorie um den Männertitel steigerte auch das Interesse der Frauen, was in der Folge jedoch zur formellen Untersagung durch den DFB im Jahr 1955 führte.

Welche Rolle spielte Hannelore Ratzeburg für den Frauenfußball?

Sie gilt als Pionierin, die als Mitglied im DFB-Spielausschuss den Frauenfußball als eigenständiges Thema etablierte und vorantrieb.

Warum konnte sich der Frauenfußball in der DDR nur schwer etablieren?

Da er keine olympische Disziplin war, wurde er nicht als Leistungssport gefördert und war auf das Engagement einzelner Pioniere im Breitensport angewiesen.

Welche Bedeutung hat der EM-Titel 1989 für die Sportart?

Dieser Erfolg markierte den absoluten Durchbruch des deutschen Frauenfußballs und führte unmittelbar zur Gründung der Frauenfußball-Bundesliga.

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Details

Title
Girlskick - Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland
College
University of Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Course
Girlskick
Grade
1,3
Author
Daniel Scheibelhut (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V159815
ISBN (eBook)
9783640726868
ISBN (Book)
9783640727612
Language
German
Tags
Girlskick Geschichte Frauenfußballs Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Scheibelhut (Author), 2008, Girlskick - Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159815
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