Die Bewegungskunst des Tai Chi Chuan


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte

3 Was ist Tai Chi Chuan?

4 Die Bedeutung von Tai Chi Chuan

5 Zielsetzung des Tai Chi Chuan
5.1 Gesundheit
5.2 Selbstverteidigung
5.3 Meditation

6 Grundregeln des Tai Chi Chuan

7 Tai Chi Chuan – Praxisteil

8 Schluss

9 Literaturverzeichnis

1 Einführung

Diese Arbeit befasst sich im Rahmen der Vertiefungsveranstaltung im Bereich Sport und Gesundheit mit der Bewegungskunst des Tai Chi Chuan. Es werden zunächst Ursprung, Geschichte, Bedeutung und Ziele dieser Form näher beleuchtet und im weiteren Teil auf die praktische Anwendung des Tai Chi Chuan eingegangen. In der Schlussbetrachtung sollen die Erkenntnisse zusammengefasst dargestellt werden.

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2 Geschichte

Der Ursprung des Tai Chi ist nicht genau bestimmbar. Man nimmt an dass Tai Chi bzw. eher die Vorformen über 3000 Jahre alt sind. Hinweise darauf finden sich in mündlich überlieferten Geschichten und Mythen. Die frühesten schriftlichen Nachweise stammen aus der Tang Dynastie (600-900 n. Chr.). (vgl. Moegling 1984, 98)

Ein taoistischer Mönch, Chang San-Feng, habe im 12. Jh.n.Chr. das Tai Chi Chuan entwickelt. Er selbst war Meister der äußeren Kampfkünste, was ihn nicht zufriedenstellte. Durch die Beobachtung eines Kranichs, im Kampf mit einer Schlange, fielen ihm die sanften Bewegungen auf und er entwickelte daraus die ersten Formen des Tai Chi Chuan.

Mit der Verbreitung des Tai Chi Chuan entstanden viele verschiedene Stile und Schulen. Die Schulen wurden von einzelnen Familien begründet und das Wissen nur vom Vater an den Sohn weitergegeben. Das Wissen um die Kraft des Chi war Familiengeheimnis. (vgl. Moegling 1991, 16)

Dies änderte sich Anfang des 20. Jh. als Yang Chen Fu Tai Chi Chuan in ganz China verbreitete.

Einer seiner Schüler entwickelte eine stark verkürzte Form mit nur 37 Bildern. Diese wurde ab Mitte der 1960er in New York unterrichtet und wurde aufgrund der Einfachheit sehr beliebt.

1989 entstand eine Wettkampfform mit 42 Bildern und Elementen verschiedener Stilarten. (vgl. Moegling 1991, 19)

3 Was ist Tai Chi Chuan?

Von außen betrachtet besteht Tai Chi Chuan aus einer Abfolge von Bewegungen, die einzeln oder mit Partner, sehr langsam aber fließend ohne Unterbrechung, entspannt aber mit konzentrierter Aufmerksamkeit, ausgeführt werden. Die Bewegungen der Formen sind als Kampfbewegungen entwickelt worden, die zum Teil Bewegungen verschiedener Tiere nachgeahmt sind. Nach der taoistischen Philosophie lagen dabei stets die Prinzipien des Weichen und des Gleichgewichtes zugrunde.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die drei wichtigsten Aspekte des Tai Chi Chuan sind Gesundheit, Meditation und Selbstverteidigung, die miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig unterstützen.

Durch regelmäßige Übung soll der Geist zu einer entspannt fließenden Ruhe und in ein inneres Gleichgewicht gebracht werden. Der ruhige Fluss der Bewegungen soll Kreislauf und Atem beleben und die körperlichen Energien und Spannungen in eine ausgeglichene Harmonie bringen (vgl. http://www.tai-chi-muc.de).

4 Die Bedeutung von Tai Chi Chuan

„Die Grundbedeutung der chinesischen Schriftzeichen Tai und Chi ist „groß“ und „Balken“. Mit dieser Linie, die an sich eins ist, kommt eine Zweiheit in die Welt. Zugleich mit ihr ist oben und unten, rechts und links, vorne und hinten – kurz, die Welt der Gegensätze – gesetzt.“ (Kobayashi 1985, 34).

Die Bedeutung des chinesischen Schriftzeichens „Chi“ in ähnlicher Schreibweise steht für ‚Energie’ und ‚Lebenskraft’. In der Lehre des Tai Chi befindet sich das Zentrum dieser Energie beim Menschen etwas unterhalb des Bauchnabels auf einem Drittel der Strecke zur Wirbelsäule hin. Dieses Chi wird als Energiefluss beschrieben, den man im Körper zirkulieren lassen kann. Durch bestimmte Übungen, auf die im Verlauf dieser Arbeit näher eingegangen wird, soll der Mensch sich in die Lage versetzen können, das Chi wahrzunehmen und sogar zu kontrollieren (vgl. Kobayashi 1985, 11).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Symbol der beiden polaren Kräfte Yin und Yang ist Sinnbild und Ausdruck von Energie und Lebenskraft. Yin bezeichnet dabei die dunkle und Yang die helle Seite des Zeichens, die im Wechselspiel die acht Himmelsrichtungen, die sogenannten Trigramme, und die fünf Elemente Holz, Metall, Erde, Feuer und Wasser erzeugen (vgl. Kobayashi 1985, 11).

Tai Chi wird in der chinesischen Meditation als der Ursprung von Yin und Yang verstanden; das Symbol wird daher auch das Tai Chi-Symbol genannt. „[…] es ist das allerhöchste Prinzip, für das es keine Deutung mehr gibt, da es über der Welt der Gegensätze steht.“ (Kobayashi 1985, 11).

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Bewegungskunst des Tai Chi Chuan
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Veranstaltung
Sport & Gesundheit – „Entspannungsverfahren“
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V159818
ISBN (eBook)
9783640727322
ISBN (Buch)
9783640727971
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegungskunst, Chuan, Tai Chi, Entspannungsverfahren
Arbeit zitieren
Daniel Scheibelhut (Autor), 2008, Die Bewegungskunst des Tai Chi Chuan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159818

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