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Die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale am Beispiel der Künstler in Friedrich Nietzsches "Zur Genealogie der Moral"

Título: Die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale am Beispiel der Künstler in Friedrich Nietzsches "Zur Genealogie der Moral"

Trabajo Escrito , 2008 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Magister Artium Dirk Hausen (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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Friedrich Nietzsche stellt zu Beginn der dritten Abhandlung seiner Schrift Zur Genealogie der Moral die Frage: „Was bedeuten asketische Ideale?“ Es wird gleichermaßen Aufgabe wie Herausforderung der folgenden Ausführungen sein, dieser Frage am von Nietzsche verwendeten Beispiel der Künstler nachzugehen. Der Schwerpunkt soll hierbei auf der Auslegung des fünften Aphorismus der dritten Abhandlung liegen, da dieser gleichsam eine Schnittstelle zwischen der Bedeutung asketischer Ideale bei Künstlern und Philosophen darstellt.
Um der Aufgabenstellung allerdings in adäquater Weise gerecht werden zu können, gilt es einführend zunächst darzulegen, welche Zielsetzung Nietzsche mit der Genealogie verfolgt. Damit einhergehend, soll sowohl auf den Aufbau des Werkes als auch auf die jeweiligen Inhalte der drei Abhandlungen eingegangen werden. Im hieran anschließenden Kapitel gilt es dann der nicht unerheblichen Frage nachzugehen, wie Nietzsche überhaupt gelesen werden kann bzw. gelesen werden sollte. Schließlich wird der besagte fünfte Aphorismus im vierten und zentralen Kapitel dieser Ausführungen zusammengefasst, bevor das von Nietzsche für die „Kunst der Auslegung“ eines Aphorismus geforderte „W i e d e r k ä u e n“ beginnen kann. Zwischen den einzelnen Phasen des Wiederkäuens werden, zum besseren und vertiefenden Verständnis, überdies Exkurse zum Verhältnis Nietzsches zu Richard Wagner, sowie zu Wagners Verhältnis zu Arthur Schopenhauer aus der Perspektive Nietzsches unternommen. Wenn die gewonnenen Ergebnisse dann in der Schlussbetrachtung zusammengeführt werden, wird sich erweisen, ob der nachfolgenden Aussage Nietzsches (in ihrer akustischen Dimension) zumindest ansatzweise entsprochen werden konnte: „Dies Buch, mein Prüfstein für Das, was zu mir gehört, hat das Glück nur den höchstgesinnten und strengsten Geistern zugänglich zu sein: dem R e s t e fehlen die Ohren dafür.“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zielsetzung und Inhalt der Genealogie

3. Wie soll man Nietzsche lesen?

4. Der fünfte Aphorismus der dritten Abhandlung

4.1. Zusammenfassung

4.2. Kernpunkte des Aphorismus

4.3 Erster Exkurs: Nietzsches Verhältnis zu Wagner

4.4 Erstes „Wiederkäuen“

4.5 Zweiter Exkurs: Wagners Verhältnis zu Schopenhauer aus der Perspektive Nietzsches

4.6 Zweites Wiederkäuen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung asketischer Ideale im Denken Friedrich Nietzsches, wobei der Fokus auf dem fünften Aphorismus der dritten Abhandlung der Schrift Zur Genealogie der Moral liegt. Ziel ist es, Nietzsches Kritik an Künstlern – insbesondere exemplarisch an Richard Wagner und dessen Verhältnis zu Arthur Schopenhauer – herauszuarbeiten und die dahinterliegende lebensphilosophische Position Nietzsches zu explizieren.

  • Analyse des fünften Aphorismus der dritten Abhandlung der Genealogie der Moral
  • Kritische Untersuchung des Verhältnisses zwischen Künstler, Werk und asketischem Ideal
  • Aufarbeitung von Nietzsches ambivalentem Verhältnis zu Richard Wagner
  • Deutung der Rolle Arthur Schopenhauers als philosophisches Referenzmodell
  • Kontrastierung von lebensbejahender und lebensverneinender Ästhetik

Auszug aus dem Buch

4.2. Kernpunkte des Aphorismus

Obwohl der soeben zusammengefasste Aphorismus aus einer Fülle von Gedanken besteht, lassen sich doch drei zentrale Aspekte als Grundgerüst herausfiltern. Diese wiederum können einerseits zwar identifiziert werden, bedingen sich jedoch andererseits gegenseitig so stark, dass sie gleichsam miteinander verwoben erscheinen.

Der erste zentrale Aspekt wäre demnach die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale hinsichtlich der Gruppe der Künstler, wobei Nietzsche dieser Frage an lediglich einem Repräsentanten nachgeht. Dieser ist, wie bereits in den Aphorismen zwei bis vier, Richard Wagner. Wagner, für Nietzsche „der m o d e r n e K ü n s t l e r par excellence“, ist damit der alleinige Vertreter einer durchaus als heterogen anzusehenden Gruppe, zu welcher gemeinhin auch Maler, Bildhauer oder Dichter gezählt werden würden.

Mit Arthur Schopenhauer ist Nietzsche dann beim zweiten zentralen Gesichtspunkt angelangt, nämlich der „ernsthafteren Frage“: „[W]as bedeutet es, wenn ein wirklicher Philosoph dem asketischen Ideal huldigt[?]“ Die gestellte Frage hat also, je nach Adressat, verschiedene Grade an Ernsthaftigkeit, dadurch zugleich wohl auch Bedeutsamkeit bzw. Auswirkung (erst im Priester sieht Nietzsche schließlich den „eigentlichen R e p r ä s e n t a n t e n d e s E r n s t e s überhaupt“). Aus obigem Zitat geht zudem hervor, in welchem Sinne Nietzsche die Frage eigentlich gestellt wissen will. Er möchte somit darstellen, was die Huldigung eines asketischen Ideals durch einen Künstler oder Philosophen bedeutet.

Bildete der Künstlerrepräsentant Richard Wagner das Bindeglied zum Philosophen Arthur Schopenhauer, so bildet Schopenhauer selbst wiederum die Brücke zu seiner eigenen Musikästhetik. Auf deren Bedeutung und Kritik scheint Nietzsche, als letztem der drei angesprochenen Aspekte, am Ende des Aphorismus eigentlich hinaus zu wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung nach der Bedeutung asketischer Ideale bei Nietzsche und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand des fünften Aphorismus.

2. Zielsetzung und Inhalt der Genealogie: Darstellung der Intention Nietzsches, seine moralischen Vorurteile historisch zu hinterfragen und die Struktur seines Werkes zu skizzieren.

3. Wie soll man Nietzsche lesen?: Reflexion über die Schwierigkeiten bei der Interpretation von Nietzsches aphoristischer Schreibweise und die Notwendigkeit einer bewussten Lesekunst.

4. Der fünfte Aphorismus der dritten Abhandlung: Detaillierte Analyse und Auslegung des zentralen Aphorismus unter Einbeziehung von Exkursen zu Wagner und Schopenhauer.

5. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Einordnung der Künstlerkritik in Nietzsches übergeordnetes lebensbejahendes Denken.

Schlüsselwörter

Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, asketische Ideale, Richard Wagner, Arthur Schopenhauer, Künstlerkritik, Musikästhetik, Wille zur Macht, Perspektivismus, Lebensbejahung, Ressentiment, Kunst, Philosophie, Aphorismus, Wiederkäuen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Nietzsches Auseinandersetzung mit der Bedeutung asketischer Ideale, insbesondere am Beispiel der Künstler, wie sie im fünften Aphorismus der dritten Abhandlung seiner Genealogie der Moral dargelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Philosophie Nietzsches, seine spezifische Kultur- und Künstlerkritik sowie die Analyse des Einflusses von Richard Wagner und Arthur Schopenhauer auf sein Denken.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Nietzsches Ablehnung oder Hinterfragung asketischer Ideale bei Künstlern systematisch aufzudecken und zu zeigen, wie er diese als lebensverneinend kritisiert, um seiner eigenen lebensbejahenden Philosophie Raum zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Textanalyse, die Nietzsche-Forderung des „Wiederkäuens“ umsetzt, um die aphoristischen Aussagen durch Kontextualisierung und Vergleich mit anderen Schriften Nietzsches zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung des fünften Aphorismus und zwei ergänzende Exkurse, die Nietzsches persönliches und philosophisches Verhältnis zu Richard Wagner sowie dessen Beziehung zu Arthur Schopenhauer beleuchten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie „asketisches Ideal“, „Perspektivismus“, „Lebensbejahung“ sowie die kritische Auseinandersetzung mit Wagners Musikdramen.

Warum spielt Richard Wagner eine so zentrale Rolle in der Argumentation?

Nietzsche nutzt Wagner als Repräsentanten einer Künstlerschaft, der er Unselbstständigkeit und die Hinwendung zu lebensverneinenden asketischen Idealen vorwirft, was den Ausgangspunkt für seine weitergehende philosophische Kritik bildet.

Wie bewertet der Autor Nietzsches eigene Involviertheit in die Wagner-Kritik?

Der Autor zeigt auf, dass Nietzsches Kritik an Wagner und Schopenhauer auch eine Form der Selbstauseinandersetzung ist, da Nietzsche selbst eine tiefe Resonanz zur Macht der Musik verspürte und diese in seiner späteren Philosophie kritisch zu überwinden suchte.

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Detalles

Título
Die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale am Beispiel der Künstler in Friedrich Nietzsches "Zur Genealogie der Moral"
Universidad
University of Freiburg
Curso
Ethische Grundfragen anhand von Nietzsches Schrift "Zur Genealogie der Moral"
Calificación
1,3
Autor
Magister Artium Dirk Hausen (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
29
No. de catálogo
V159861
ISBN (Ebook)
9783640727339
ISBN (Libro)
9783640727964
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frage Bedeutung Ideale Beispiel Künstler Friedrich Nietzsches Genealogie Moral
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Dirk Hausen (Autor), 2008, Die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale am Beispiel der Künstler in Friedrich Nietzsches "Zur Genealogie der Moral", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159861
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