Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Förderung eines Jungen mit Trisomie 21

Konzipierung eines heilpädagogischen Förderkonzepts

Titel: Förderung eines Jungen mit Trisomie 21

Fallstudie , 2025 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sara Schumacher (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist, anhand der vorliegenden Informationen ein heilpädagogisches Förderkonzept – bestehend aus zehn einstündigen Einheiten – zu erstellen. Die Förderung soll außerschulisch in einer heilpädagogischen Praxis erfolgen. Die Forschungsfrage lautet: Wie könnte eine heilpädagogische Förderung für ein Kind mit Trisomie 21 konzipiert sein, welche die individuelle Entwicklungsdiagnostik berücksichtigt, an den Ressourcen des Kindes ansetzt und einem optimalen Schulstart dienlich ist?

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebenserwartung, Akzeptanz und Inklusion von Menschen mit Trisomie 21 positiv entwickelt. Hierbei kam der Förderung von Kindern mit Trisomie 21 eine besondere Rolle zu, da sie einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität, Teilhabe und Entwicklung leisten konnte. In Anbetracht aktueller medizinischer, gesellschaftlicher und bildungspolitischer Veränderungen, ist pädagogische Förderung von Kindern mit Trisomie 21 nach wie vor wichtig: Sie ermöglicht weiterhin nicht nur persönliche Entwicklungschancen, sondern auch eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Der vorliegende Fall betrifft einen Jungen (N.) mit Trisomie 21, welcher zum aktuellen Zeitpunkt eine heilpädagogisch-integrative Kindertagesstätte besucht. Er wird im kommenden Jahr schulpflichtig. Die Mutter hat in Anbetracht dessen die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ beantragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Trisomie 21

2.1. Ursachen

2.2. Typische Symptome und Entwicklungsbesonderheiten

3. Übergeordnete Förderziele

3.1. Übergeordnetes Förderziel 1 – Sprachliche Entwicklung

3.2. Übergeordnetes Förderziel 2 – Emotional-Soziale Entwicklung

3.3. Übergeordnetes Förderziel 3 – Kognitive und lebenspraktische Entwicklung

4. Verknüpfung der geplanten Fördereinheiten

5. Darstellung der Ablaufpläne dreier aufeinander folgender Fördereinheiten

5.1. Fördereinheit 6

5.2. Fördereinheit 7

5.3. Fördereinheit 8

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein heilpädagogisches Förderkonzept für einen Jungen mit Trisomie 21 zu entwickeln, das an seinen individuellen Ressourcen ansetzt, die Entwicklungsdiagnostik berücksichtigt und ihn optimal auf den Schulstart vorbereitet.

  • Grundlagen der Trisomie 21: Ursachen und Symptomatik
  • Festlegung zentraler Förderziele in den Bereichen Sprache, Emotionen und Kognition
  • Konzeption einer heilpädagogischen Förderreihe über zehn Einheiten
  • Detaildarstellung ausgewählter Fördereinheiten inklusive methodischer Begründung
  • Förderung von Alltags- und Handlungskompetenzen zur Stärkung der Selbstwirksamkeit

Auszug aus dem Buch

5.1. Fördereinheit 6

Wie jede bisherige Fördereinheit, beginnt auch Fördereinheit 6. Mit einem festen Ritual: Zunächst läutet die Heilpädagogin ein Glöckchen, um N. zu signalisieren, dass seine Einzelstunde beginnt und er sich von seiner Mutter verabschieden darf. Die Heilpädagogin wendet sich N. durch in die Knie gehen auf Augenhöhe zu und fragt: „Wollen wir spielen?“. N. weiß bereits, dass die Stunde damit beginnt, dass er sich auf einen roten Teppichkreis setzt, während die Heilpädagogin ihm gegenüber auf einem gelben Teppichkreis Platz nimmt. Nun wird das gemeinsame Begrüßungslied gesungen, welches durch Gebärden begleitet wird. Innerhalb der kindlichen Entwicklung kommen Rituale eine besondere Rolle zu, da sie u.a. Sicherheit, Halt, Struktur, Stabilität und Orientierung bieten: Wiederkehrende Abläufe helfen Kindern, sich in ihrer Umwelt besser zurecht zu finden und machen den Alltag vorhersehbar und Übergänge sind leichter zu bewältigen. Auch fördern Rituale die emotionale Resilienz von Kindern, da sie Verlässlichkeit und ein Gefühl von „gut-aufgehoben-sein“ vermitteln. Zudem ermöglichen Rituale Kindern ein tieferes Vertrauen in sich und ihre Umwelt. Somit wird hierdurch auch die Bindung zu Bezugspersonen im familiären und institutionalisierten Kontext gefördert (Schipp, 2016). Das Begrüßungsritual nimmt ca. 10 Minuten in Anspruch.

Nun leitet die Heilpädagogin die nächste Phase der Fördereinheit ein: Die Traum- bzw. Fantasiereise. Hierfür darf N. sich ein Kuscheltier, ein Kissen und eine Decke nehmen und legt sich damit bequem mit geschlossenen Augen auf den Teppich. Die Heilpädagogin stellt nun entspannende Klangmusik an und legt sich ebenfalls auf den Teppich. Sie beginnt aus dem Gedächtnis den Text einer Traumreise zu rezitieren – Durch Improvisation von Text, Stimmlage und Geräuschnachahmung wird die Traumreise plastisch. Traumreisen, auch bekannt als Fantasiereisen, sind strukturierte und sprachlich geführte Übungen zur Entspannung. Sie können gezielt die Aufmerksamkeit, Konzentration und auditive Wahrnehmung von Kindern fördern: Durch bewusstes Zuhören und das Erleben imaginärer Szenen lernen Kinder ihre Aufmerksamkeit über längere Zeitspannen hinweg auf verbale Reize zu fokussieren. Die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert, indem die Kinder die beschriebenen Bilder in ihrer Vorstellung nachvollziehen, wozu es nötig ist, Ablenkungen auszublenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Fall eines Jungen mit Trisomie 21 vorgestellt und die Forschungsfrage zur heilpädagogischen Förderung mit Blick auf den Schulstart abgeleitet.

2. Trisomie 21: Dieses Kapitel erläutert die genetischen Ursachen sowie die typischen körperlichen und kognitiven Symptome des Down-Syndroms.

3. Übergeordnete Förderziele: Auf Basis des Entwicklungsstandes werden Ziele für die Bereiche Sprache, emotional-soziale Kompetenzen sowie kognitive und lebenspraktische Fähigkeiten formuliert.

4. Verknüpfung der geplanten Fördereinheiten: Es wird die methodische Struktur der Förderreihe beschrieben, die methodisch aufeinander aufbaut und individuell anpassbar ist.

5. Darstellung der Ablaufpläne dreier aufeinander folgender Fördereinheiten: Die praktischen Abläufe der Einheiten 6, 7 und 8 werden detailliert beschrieben und methodisch begründet.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert den ganzheitlichen Förderansatz und bewertet die Bedeutung der gewählten Methoden für die schulische Teilhabe.

Schlüsselwörter

Trisomie 21, Down-Syndrom, heilpädagogische Förderung, Förderkonzept, Inklusion, Schulstart, Sprachförderung, Emotional-Soziale Entwicklung, Selbstwirksamkeit, Handlungskompetenz, Rituale, Traumreise, Alltagsbewältigung, Einzelförderung, Bedürfnisorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer heilpädagogischen Förderreihe für einen Jungen mit Trisomie 21, um ihn gezielt in seiner Entwicklung zu unterstützen und auf den Übergang in die Schule vorzubereiten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die sprachliche Förderung, der Ausbau emotional-sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung kognitiver und lebenspraktischer Fertigkeiten im Alltag.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, wie heilpädagogische Förderung konzipiert sein muss, um die individuelle Entwicklungsdiagnostik eines Kindes mit Trisomie 21 zu berücksichtigen und einen optimalen Schulstart zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Fallstudie, die eine strukturierte heilpädagogische Förderreihe mit festen Ritualen, gezielten Übungen und einer methodischen Verknüpfung der Einheiten entwirft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Trisomie 21, die Ableitung der Förderziele sowie die detaillierte Darstellung und methodische Begründung von beispielhaften Fördereinheiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Trisomie 21, Inklusion, Sprachförderung, emotionale Resilienz, Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit.

Welche Rolle spielen Rituale in den Fördereinheiten?

Rituale dienen als verlässliche Strukturen, die dem Kind Sicherheit, Halt und Orientierung geben, was wiederum die Bindung zur Heilpädagogin stärkt und Übergänge im Alltag erleichtert.

Warum wird in der Arbeit der Fokus auf Traumreisen gelegt?

Traumreisen werden genutzt, um Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit zu fördern, indem das Kind lernt, sich über längere Zeit auf verbale Reize zu fokussieren und Ablenkungen auszublenden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung eines Jungen mit Trisomie 21
Untertitel
Konzipierung eines heilpädagogischen Förderkonzepts
Note
1,3
Autor
Sara Schumacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
16
Katalognummer
V1599304
ISBN (PDF)
9783389147672
ISBN (Buch)
9783389147689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung jungen trisomie konzipierung förderkonzepts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Schumacher (Autor:in), 2025, Förderung eines Jungen mit Trisomie 21, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1599304
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum