Tourismus und Ökologie - Auswirkungen des Tourismus

Beispiel: Nationalpark Bayerischen Wald


Seminararbeit, 2010

32 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Bedeutung des Tourismus und seine Problemstellung

2. Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt
2.1. Wechselwirkungen zwischen Landschaft und Natur
2.1.1. Die Bedeutung der Landschaft für den Tourismus
2.1.2. Die Beeinträchtigung der Landschaft durch den Tourismus
2.1.3. Rückwirkung auf den Tourismus
2.2. Wechselwirkungen zwischen Flora & Fauna und Tourismus
2.2.1. Die Bedeutung von Flora & Fauna für den Tourismus
2.2.2. Die Beeinträchtigung von Flora & Fauna durch den Tourismus
2.2.3. Rückwirkungen auf den Tourismus
2.3. Wechselwirkungen zwischen Luft und Tourismus
2.3.1. Die Bedeutung der Luft für den Tourismus
2.3.2. Die Beeinträchtigung der Luft durch den Tourismus
2.3.3. Rückwirkungen auf den Tourismus
2.4. Wechselwirkungen zwischen Wasser und Tourismus
2.4.1. Die Bedeutung von Wasser für den Tourismus
2.4.2. Die Beeinträchtigung des Wassers durch den Tourismus
2.4.3. Rückwirkungen auf den Tourismus
2.5. Wechselwirkungen zwischen Klima und Tourismus
2.5.1. Die Bedeutung des Klimas für den Tourismus
2.5.2. Die Beeinträchtigung des Klimas durch den Tourismus
2.5.3. Rückwirkungen auf den Tourismus

3. Die Folgen des Tourismus am Fallbeispiel Nationalpark Bayerischer Wald
3.1. Geschichte des Nationalparks Bayerischer Wald
3.2. Negative Auswirkungen des Tourismus auf den Nationalpark
3.3. Präventive Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen

4. Zusammenfassung und Ausblick

1. Die Bedeutung des Tourismus und seine Problemstellung

Global betrachtet zählt der Tourismus zu den bedeutendsten Wachstumsbranchen. Es wird prognostiziert, dass die Deutschen in den nächsten zehn Jahren um ca. 25% mehr reisen werden, darunter vorwiegend ins Ausland. Der Trend geht zu kurzen Urlauben, diese aber häufiger und in weit entfernte Regionen. Auch der Incoming­Tourismus ist in Deutschland von Bedeutung. Tagesausflüge, Geschäfts- und Privat­reisen machen ca. 8% des Bruttoinlandsprodukts aus. Der Tourismus ist somit ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor eines Landes. (vgl. Öko-Institut e.V. 2001: 1)

In den letzten Jahren rückten die negativen Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. Treibhausgas- und Schadstoffemissio­nen, Beeinträchtigungen von Vegetation und Landschaft sind als Hauptprobleme zu nennen. In dieser Seminararbeit soll ermittelt werden, welche negativen Folgen der Tourismus auf die Umwelt hat. Um diese Frage beantworten zu können, werden so­wohl die Bedeutung der Umwelt für den Tourismus analysiert, als auch die Rückwir­kungen, die durch die Schäden in der Umwelt entstehen. Im Fallbeispiel Nationalpark Bayerischer Wald wird untersucht, wie der Tourismus die Umwelt beeinträchtigt. Im Anschluss sollen Maßnahmen des Nationalparks vorgestellt werden, die zur Minde­rung dieser Umweltbelastungen unternommen werden.

Für die folgenden Kapitel relevant ist der Begriff Umwelt, der wie folgt definiert wird: Umwelt ist die „Umgebung eines Systems oder einer Lebenseinheit, welche(s) mit dieser in wechselseitigen Beziehungen steht. Grundsätzliche Unterscheidung der Umwelt des Menschen in natürliche Umwelt (Ökosphäre) und künstliche Umwelt (Sozio- und Technosphäre).“ (Gabler Wirtschaftslexikon 2010: online)

Die Deutsche Enzyklopädie sagt: „Die Umwelt eines Lebewesens ist die nähere oder weiter entfernte Umgebung, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf dieses Lebewesen und seine Lebensbedingungen ausübt.“ (Deutsche Enzyklopädie 2005: online)

Unister (2003: online) beschreibt sie wie folgt: „Umwelt sind die natürlichen Lebens­grundlagen des Menschen, namentlich die Umweltmedien Boden, Luft und Wasser, die Biosphäre und deren Beziehungen untereinander sowie zu den Menschen.“

Zusammengefasst ist die Umwelt alles, was ein Lebewesen umgibt. Man unterschei­det in natürliche und künstliche Umwelt. In den folgenden Kapiteln wird ausschließ­lich die natürliche Umwelt betrachtet. Diese gliedert sich in Landschaft, Flora & Fau­na, Luft, Wasser und Klima unterteilt.

2. Negative Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt

2.1. Wechselwirkungen zwischen Landschaft und Natur

2.1.1. Die Bedeutung der Landschaft für den Tourismus

Bodenbelastungen haben negative Folgen für die Landschaft. Boden und Landschaft sind somit eng miteinander verknüpft und werden daher im folgenden Kapitel ge­meinsam analysiert. (vgl. Müller, 2007: S. 73) Der Boden hat einige Grundfunktionen. Er ist beispielsweise Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen und trägt zur biotischen Vielfalt bei. Außerdem regelt er den Kreislauf in der Natur als Filter für Schadstoffe und Speicher von Nährstoffen. Für uns Menschen ist der Boden die Grundlage für die Produktion von Nahrungsmitteln und gibt uns Forschungsauf­schlüsse über die Natur- und Kulturentwicklung.

(vgl. Beese, 1997: S.18)

Die folgende Grafik veranschaulicht die Bodenfunktionen und ergänzt diese:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Hypersoil 2004: online)

„Objektiv umfasst die Landschaft den gesamten biotischen und abiotischen Bereich des Ökosystems, also Boden, Fauna, Flora, Felsen, Gletscher, Gewässer sowie die Topographie. Subjektiv vermittelt die Landschaft einen Erlebniswert, der zu Faszina­tion oder auch als Bedrohung aufgefasst werden kann.“ (Müller, 2007: S.74)

Die Landschaft zählt zu den wichtigsten Angebotsfaktoren im Tourismus. Sie spielt sowohl bei der Wahl als auch bei der Bewertung der Feriendestination eine große Rolle. Eine Befragung der Winter- und Sommergäste in Gstaad-Saanenland (Berner Oberland) kam zu dem Ergebnis, dass die Landschaft ein hohes Maß an Bedeutung für deren Aufenthalt hat. (vgl. Müller/Landes 2001, S.28)

Die Wichtigkeit der Landschaft als Angebotselement beruht auf dem Bedürfnis der Touristen, die Natur zu erleben und Erfahrungen im Freien zu sammeln. Hansruedi Müller (2007, 76) beschreibt Landschaft als „zugänglichstes Wahrnehmungsobjekt der Natur“. Menschen nehmen sie mit ihren Sinnen auf und verarbeiten und bewer­ten die empfangenen Reize.

Die Landschaft spielt sowohl für Outdoor-Sportler als auch für Erholungssuchende eine entscheidende Rolle. Sie hat für Touristen eine Erholungsfunktion, wenn sie von diesen als attraktiv bewertet wird. Ihr wird eine „sanfte Produktionsfunktion“ zugewie­sen, da sie eine natürliche Ressource ist und ohne menschliche Eingriffe touristisch genutzt werden kann.

Im Tourismus gelten Moorlandschaften als die schönsten und anziehendsten Gebie­te. Sie beeindrucken durch ihre Vielfältigkeit. Ein großer Reichtum an Farben und eine ausgewogene Mischung aus Trocken- und Feuchtarealen sind typische Kenn­zeichen von Moorlandschaften. Durch diese landschaftlichen Qualitäten werden sie in touristischen Werbemitteln, wie beispielsweise Prospekten, Plakaten oder TV- Spots, dargestellt. Sie gelten als perfekte Landschaften für die Werbung im Touris­mus. Die Landschaft wird auf Grundlage ihrer Bedeutung auch als Kapital des Tou­rismus bezeichnet.

Da der Tourismus folglich sehr landschaftsbezogen ist, wird die Attraktivität der Natur oftmals zu Werbezwecken genutzt. Zusätzlich dient sie als Fundament für die Infra­struktur. (vgl. Müller, 2007: 76)

2.1.2. Die Beeinträchtigung der Landschaft durch den Tourismus

Obwohl Landschaft als wichtigste Grundlage für den Tourismus gilt, wird ihrem Schutz kaum Beachtung geschenkt. Die Landschaft ist sehr verletzlich und schwer wiederherstellbar. Aus diesem Grund kommt es in landschaftlich attraktiven Regio­nen zur Beeinträchtigungen durch den Tourismus. Die negativen Auswirkungen des Tourismus lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Den Bodenverbrauch und die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

„In Deutschland beträgt der Gesamtflächenverbrauch für den touristischen Beher­bergungssektor 278 km2, was 0,7% der gesamten Siedlungs- und Verkehrsfläche ausmacht.“ (Schmied et al., 2002: 29) Dieser relativ geringe Prozentsatz darf hier nicht unterbewertet werden, da ausschließlich der Beherbergungsbereich gemeint ist und dies auf die gesamte Baufläche des Landes bezogen ist.

Deutlich wird der Flächenverbrauch am Beispiel von Ferien- und Zweitwohnungen. Sie haben einen durchschnittlichen Flächenverbrauch von 100m2 und weisen eine geringe jährliche Auslastung auf. Hotelzimmer hingegen haben weniger Flächenbe­darf, jedoch eine höhere Auslastung. Das Ausmaß des Bodenverbrauchs durch den Bau von Zweitwohnungen wird deutlich, wenn man diesen mit dem Flächenanspruch eines Hotelbettes vergleicht:

Flächenbedarf pro Bett:

Hotel Ferien- und Zweitwohnung

„Ein belegtes Zweitwohnungsbett verbraucht fünfzehnmal mehr Fläche als ein beleg­tes Hotelbett.“ (Müller, 2007: 80) Dementsprechend sind Bau und Benutzung von Ferien- und Zweitwohnungen schädlicher für die Umwelt als die Errichtung von Ho­telanlagen.

Auch Oberbauten wie Bergbahnen, Hallenbäder, Sportanlagen, Unterhaltungsein­richtungen usw. verbrauchen einen großen Teil des Bodens. Besonders flächenrau­bend sind Golfplätze, die rund 50 bis 80 Hektar umfassen. Die größte Anzahl an Golfplätzen ist in beliebten Tourismusregionen zu finden. Durch den steigenden Bo­denverbrauch kommt es zur Erhöhung der Bodenpreise in den Tourismusgebieten, was für die dortigen Bewohner einen Nachteil darstellt. Zusätzlich werden Lebens­räume für Pflanzen und Tiere zerstört, verkleinert oder aufgeteilt, was eine Gefahr für die Vegetation darstellt.

(vgl. Opaschowski 1992: 71ff)

Neben dem Bodenverbrauch wirkt sich auch die Architektur von touristischen Ge­bäuden negativ auf das Landschaftsbild aus. „Die ästhetische Wirkung der Land­schaft entsteht aus dem Zusammenwirken aller Reize, die der Mensch mittels seiner Sinnesorgane wahrnehmen kann.“ (Schmid et al. 1989: 50) Neben dem, was wir se­hen, ist folglich auch wichtig, was wir hören, riechen und sogar fühlen. Die Gründe für die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sind auf die Architektur der Siedlungen sowie den Bau von Freizeit- und Tourismusanlagen außerhalb des Siedlungsgebie­tes zurückzuführen.

Jeder Mensch beurteilt Architektur individuell, was es unmöglich macht, einen Kriteri­enkatalog für schöne Architektur zu erstellen. Allerdings gibt es Kriterien für die At­traktivität eines Landschaftsbilds. So sollte die Architektur auf das Landschaftsbild abgestimmt werden. Alte Bauernhäuser passen sich beispielsweise problemlos in ein Landschaftsbild ein. Aber auch architektonisch moderne Bauten sind nicht gleich problematisch. Hier ist es wichtig, dass die Umgebung in ihrer Form und mit ihren Farben in die Architektur mit einbezogen wird. (vgl. Müller, 2007: 81ff)

Freizeit- und Sportanlagen beeinträchtigen ebenfalls das Landschaftsbild. „Bergbah­nen, Planierungen [oder sogenannte] „Möblierungen“ der Landschaft“ haben bei­spielweise in Berggebieten große negative Auswirkungen. Bergbahnen, wie auch Skilifte, verursachen Waldschneisen, welche das natürliche Bild und somit das Land­schaftsbild zerstören. Die Planierung von bestimmten Gebieten beschädigt die Natur in großem Ausmaß. Hansruedi Müller (2007: 84) führt zur Verdeutlichung ein Beispiel aus der Schweiz an. Dort waren 1986 100ha größtenteils Waldgebiet planiert worden für Skiflächen, was 30% der präparierten Skipisten ausmachte. Die Natur wiederher­zustellen ist in diesen Fällen nahezu unmöglich. Der Heilungsprozess würde mehr als 100 Jahre in Anspruch nehmen.

Mit den sog. „Möblierungen“ ist gemeint, dass in der Landschaft Dinge wie „Sitzbän­ke, Feuerstellen, Abfallkübel und Robby-Dogs“ eingerichtet werden. Da hier nicht immer auf die der Landschaft entsprechende Farbgebung geachtet wird, können massive Störungen des Landschaftsbildes entstehen. Allerdings gibt es kreative Möglichkeiten, die Auswirkungen in diesen Fällen mit relativ geringem Aufwand zu mildern.

2.1.3. Rückwirkung auf den Tourismus

Man kann sagen, dass der Tourismus auf dem Konsum der Landschaft beruht. Die Landschaft gilt als wertvollstes Kapital. Es ist nahezu unmöglich, ohne eine attraktive Landschaft wirtschaftlich erfolgreich Tourismus zu betreiben. Somit bestimmt der At­traktivitätsgrad einer Landschaft deren Erholungswert. Durch die Tendenz zur Aus­dehnung von Städten, zur Verunstaltung des Landschaftsbilds oder Verschmutzung der Umwelt wird der Erholungswert einer Landschaft maßgeblich gesenkt. Dadurch verliert eine Region ihre touristische Nutzbarkeit. Hansruedi Müller (2007: 85) be­zeichnet dies auch als „Selbstzerstörungstendenzen des Tourismus“. Wenn es zu Landschaftszerstörungen kommt, nimmt die Nachfrage zwangsweise ab. Tourismus­organisationen versuchen hier durch Ersatzprodukte ihre Kunden zu halten bzw. neue Kunden zu gewinnen. Es werden Thermen, Golfplätze oder Freizeitparks er­richtet. Auf Grund der Schwierigkeit ihrer Umsetzung und der Kostspieligkeit schaf­fen dies jedoch nur wenige Regionen.

Hunziker (1992: 147f) stellt fest, dass jüngere Gäste (<40) klassische Naturland­schaften höher einschätzen als die älteren (>60). Folglich reagieren unter 40-Jährige empfindlicher auf Veränderungen der Landschaft. Die Natürlichkeit bzw. Attraktivität der Landschaft hat einen hohen Stellenwert im Tourismus. Demzufolge ist es not­wendig, präventiv vorzugehen und die negativen Auswirkungen auf die Landschaft bestmöglich zu lindern. Andernfalls würde die Nachfrage einen massiven Rückgang erfahren. (vgl. Müller, 2007: 85)

2.2. Wechselwirkungen zwischen Flora & Fauna und Tourismus

2.2.1. Die Bedeutung von Flora & Fauna für den Tourismus

Um die gemeinsame Bedeutung von Flora & Fauna für den Tourismus zu erläutern, müssen beide Begriffe voneinander abgegrenzt definiert und erläutert werden. Die Begriffe stammen von römischen Göttinnen ab. Im Allgemeinen bezeichnet der Be­griff Flora die Pflanzenwelt und Fauna die Tierwelt.

„Die Flora umfasst alle an einem Ort bzw. in einem Gebiet vorkommenden Pflanzen­arten. Sie wird beeinflusst durch Umweltfaktoren wie Klima und Bodenverhältnisse sowie durch die anderen am selben Ort befindenden Lebewesen. Die Gesamtheit aller Pflanzen, die auf einer bestimmten Fläche als Gemeinschaft zusammenleben, bildet dieVegetation.“ (Diekmann/Franzen 1997: 104)

Die Anzahl der existierenden Arten wird durch Einflüsse der Umwelt und des Men­schen stetig verändert. Die momentane Zahl wird auf über 250.000 Pflanzenarten geschätzt. Noch bis vor rund 200 Jahren hat der Mensch noch zur positiven Entwick­lung der Flora beigetragen. Er hat beispielswiese mit dem Roden von Feldern neue Habitate für die Entwicklung autonomer Lebensformen gebildet. Allerdings begann der Mensch Anfang des 19. Jahrhunderts diese Lebensräume zu zerstören. Dabei spielt bis heute neben der landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Nutzung auch die touristische eine entscheidende Rolle. Viele Arten wurden dadurch vernich­tet oder zurückgedrängt.

Die Fauna kann „als die Gesamtheit der an einem Ort bzw. in einem Gebiet lebenden Tierarten definiert werden“. Gleichermaßen wie die Flora ist sie menschlichen Ein­flüssen und Umwelteinflüssen ausgeliefert. Auch hier gibt es keine genaue Zahl der bestehenden Arten. Die Biodiversität ist aber als sehr hoch anzunehmen. Schätzun­gen zu Folge existieren zwischen drei und fünf Millionen.

Über 99% der Tierarten sind poikilotherm, was sie empfindlicher gegenüber Tempe­raturschwankungen macht. Die Temperatur beeinflusst somit die Artenzahl maßgeb­lich. Betrachtet man beispielsweise die Zahl der Arten in Europa, so fällt auf, dass von Norden nach Süden gehend die Anzahl stetig zunimmt. Der Artenschwund ist heutzutage jedem ein Begriff. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf den Raub der für die Tierarten notwendigen Lebensräume, was in direkter Verbindung zur Ver­nichtung der Flora steht.

Gerade für den Tourismus sind Flora & Fauna sehr wichtige Elemente. Die Pflanzen- und Tierwelt beeinflusst die „Vielfalt, Struktur, Naturnähe und Eigenart [...] einer Landschaft“ (Müller, 2007: 88). Somit sind Flora & Flora ausschlaggebend für die Schönheit, die Attraktivität einer Landschaft. Sie haben für den Erholungswert, den eine Landschaft für einen Touristen bringt, eine vergleichbar große Bedeutung wie das Landschaftsbild. (vgl. Müller, 2007: 88)

Der Vegetation werden verschiedene Funktionen wie Erholung, Schutz und Produk­tion zugesprochen. Sie hat Erholungs- oder Wohlfahrtsfunktion, indem sie einen Er­holungsraum für Menschen und einen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Außerdem bietet sie Menschen, Tieren oder Pflanzen Schutz vor verschiedenen Na­turgewalten. So bewahrt beispielsweise der Wald die Umwelt vor Lawinen, Stein­schlag, Erosionen oder Ähnlichem. Schließlich besitzt die Vegetation auch eine Pro­duktions- bzw. Nutzungsfunktion. Wald erzeugt beispielsweise Holz und andere Pro­dukte wie Beeren, Kräuter und Pilze, was eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ermöglicht. (vgl. Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern 2006: onli­ne).

Die Fauna spielt eine große Rolle für die Tiernutzung im Tourismus. Tiere werden gerne als touristische Hauptattraktion gesehen, sei es im Zoo oder im Naturpark. Ge­rade bei Safari-Touren, Alpen-Wanderungen oder auf Tauchgängen in der Karibik kommt ihre Bedeutung zum Tragen. Die Besucher wollen möglichst viele Tierarten erblicken und als Andenken fotografieren. Wer hat nicht gern ein selbstgeschosse­nes Foto von einem Löwen, Adler oder Rochen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Tourismus und Ökologie - Auswirkungen des Tourismus
Untertitel
Beispiel: Nationalpark Bayerischen Wald
Hochschule
Fachhochschule Salzburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V159946
ISBN (eBook)
9783640726929
ISBN (Buch)
9783640727650
Dateigröße
901 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Wie wird am Fallbeispiel Nationalpark Bayerischer Wald mit diesen negativen Auswirkungen umgegangen?
Schlagworte
Tourismus, Auswirkungen, Tourismus, Beispiel, Nationalpark, Bayerischen, Wald, Thema Tourismus
Arbeit zitieren
Jakob Burkhart (Autor:in), 2010, Tourismus und Ökologie - Auswirkungen des Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159946

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