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Welcome to the EU? Zur Migrationspolitik der Europäischen Union

Título: Welcome to the EU? Zur Migrationspolitik der Europäischen Union

Ensayo , 2009 , 9 Páginas

Autor:in: Christoph Blepp (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Migration ist wesentlicher Bestandteil menschlicher Kultur. Trotzdem wurde die Migrationspolitik lange Zeit nicht zu den „hard facts“ der Politikwissenschaften, so wie etwa die Außen-, Sicherheits- oder Sozialpolitik, gezählt.1 Im Zuge des europäischen Integrationsprozesses wurde Europa nach dem Zweiten Weltkrieg mehr und mehr zu einem Raum, in dem Sicherheit, Wohlstand und Frieden herrscht (so genannte pull-Faktoren). Die europäischen Staaten entwickelten sich nach 1945 verstärkt zum Ziel von Menschen, die aufgrund von Armut, Vertreibung oder Krieg (so genannte push-Faktoren) einen sicheren Hafen suchten.
Migration beinhaltet die Wanderung von Individuen oder Gruppen jedweder Art von einer in die andere Gesellschaft.2 Innerhalb der Migrationspolitik stellt insbesondere die illegale Einwanderung ein Problemfeld dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung

3. Beispiel Italien

4. Flankierende Maßnahmen

5. Kritik

6. Haager Programm

7. Nationale Interessen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der europäischen Asyl- und Migrationspolitik vor dem Hintergrund wachsender Flucht- und Migrationsbewegungen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die Europäische Union trotz divergierender nationaler Interessen und unterschiedlicher Sozialsysteme in der Lage ist, eine kohärente europäische Strategie zu etablieren, um illegale Einwanderung zu steuern und gleichzeitig humanitären Standards gerecht zu werden.

  • Die Entwicklung der EU vom Raum des Wohlstands zum Ziel für Migrationsbewegungen
  • Italien als Fallbeispiel für die Bewältigung illegaler Einwanderung an den EU-Außengrenzen
  • Die Implementierung flankierender Maßnahmen nach dem Schengen-Abkommen
  • Kritik an der restriktiven "Festung Europa"-Politik und der Überwachungstechnik
  • Die Rolle des Haager Programms bei der Harmonisierung europäischer Politikinstrumente
  • Das Dilemma zwischen nationaler Interessenwahrung und europäischer Kooperationsnotwendigkeit

Auszug aus dem Buch

Beispiel Italien

Galt Italien bis in das 20. Jahrhundert als traditionelles Auswanderungsland, überstieg 1973 die Anzahl der Einwanderer nach Italien erstmals die Zahl der Auswanderer. Dieser neue Status als Einwanderungsland wurde von Politik und Gesellschaft lange Zeit ignoriert und führte dazu, dass das italienische Innenministerium erst spät begann, seine Politik den veränderten Gegebenheiten anzupassen. Im Gegensatz zu den anderen westeuropäischen Staaten führte Italien die Visumspflicht erst 1990 ein; als traditionelles Tourismusland hatte man sich schließlich lange Zeit zu einer liberalen Handhabung der Einreisepolitik verpflichtet gefühlt und von dieser auch profitiert.

Diese „Lücke“ wurde jedoch von vielen illegalen Einwanderern genutzt, indem sie als Touristen nach Italien gelangten und dann nach Ablauf ihrer Aufenthaltsgenehmigung in den Status der Illegalität abglitten. War Italien Mitte der 1990er Jahre besonders von Migrationswellen des Jugoslawien-Konflikts betroffen, so bilden seit dem Jahr 2000 die Flüchtlinge aus den afrikanischen Bürgerkriegsregionen die überwiegende Mehrheit der illegalen Einwanderer, die an den Küsten Süditaliens ankommen. Aufgrund des Fehlens gesicherter Daten fällt es schwer, die Zahl der illegalen Einwanderer zu bestimmen. Das italienische Innenministerim ging Anfang der 1990er Jahre von ca. 300.000 Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung aus. Durch mehrere Legalisierungsprogramme, die eine Möglichkeit bieten, innerhalb einer kurzen Frist den Aufenthaltsstatus zu legalisieren, hat sich diese Zahl bis Ende der 1990er Jahre auf ca. 226.000 verringert. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Schätzungen, die von mindestens 665.000 illegalen Einwanderern ausgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt Migration als kulturellen Bestandteil und thematisiert den Wandel Europas nach 1945 zu einem Ziel für Menschen, die Sicherheit und Wohlstand suchen.

2. Fragestellung: Definiert das Ziel der Untersuchung, die Auswirkungen illegaler Einwanderung auf die EU-Mitgliedstaaten und die daraus resultierenden politischen Maßnahmen darzustellen.

3. Beispiel Italien: Analysiert den Wandel Italiens vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland sowie die Schwierigkeiten bei der Erfassung und Kontrolle illegaler Einwanderer.

4. Flankierende Maßnahmen: Erläutert die notwendigen Instrumente wie Grenzkontrollen und Harmonisierung des Asylrechts, die aufgrund des Wegfalls der Binnengrenzen im Schengen-Raum eingeführt wurden.

5. Kritik: Beleuchtet die kontroverse Diskussion über die „Festung Europa“ und die einseitige Fokussierung auf Überwachung statt auf Integrationsförderung.

6. Haager Programm: Stellt die institutionellen Bemühungen dar, durch Kooperationsprogramme die Verwaltungspraktiken und die Steuerung von Migrationsströmen zu harmonisieren.

7. Nationale Interessen: Diskutiert, wie unterschiedliche Sozialsysteme und nationale Vorbehalte (z.B. Deutschland, Großbritannien) die europäische Harmonisierung in der Praxis erschweren.

8. Fazit: Zieht das Resümee, dass eine effektive Migrationssteuerung ein gesamteuropäisches Problem darstellt, für das bisher keine kurzfristig wirksame Lösung gefunden wurde.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Migrationspolitik, Asylrecht, Illegale Einwanderung, Schengen-Abkommen, Haager Programm, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Grenzkontrolle, Integration, Festung Europa, Dublin-Abkommen, Flüchtlingspolitik, Europäischer Integrationsprozess, Sozialsysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Migrations- und Asylpolitik innerhalb der Europäischen Union und untersucht, wie die Mitgliedstaaten mit dem Druck durch illegale Zuwanderung umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Steuerung von Migrationsströmen, die Sicherung der EU-Außengrenzen, die Harmonisierung von Rechtsvorschriften sowie das Spannungsfeld zwischen humanitärer Verantwortung und nationalen Interessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, ob und wie die EU als Gemeinschaft in der Lage ist, eine einheitliche und effektive Strategie gegenüber der illegalen Migration zu entwickeln, ohne die internen nationalen Interessen zu ignorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die aktuelle EU-Verträge, Programme (wie das Haager Programm) und Fallbeispiele nutzt, um die theoretische Harmonisierung der Politik mit der praktischen Realität abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Migrationspolitik in Italien, den flankierenden Maßnahmen des Schengen-Raums, der Kritik an der Abschottung Europas sowie den administrativen Programmen zur Kooperation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Migrationspolitik, illegale Einwanderung, europäische Integration, Grenzkontrolle, Asylrecht, Harmonisierung, Schengen und das Haager Programm.

Warum spielt Italien eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Italien dient als illustratives Beispiel für einen Peripheriestaat, der aufgrund seiner geografischen Lage und schwer zu kontrollierender Grenzen massiv von Migrationsbewegungen betroffen ist, was die Schwächen des europäischen Grenzregimes verdeutlicht.

Welches Dilemma wird im Fazit beschrieben?

Die EU befindet sich in einem Dilemma, da Rückführungen oft aus humanitären Gründen scheitern, während gleichzeitig nationale Interessen eine gemeinsame Aufnahme von Flüchtlingen verhindern, was eine effektive europäische Lösung blockiert.

Final del extracto de 9 páginas  - subir

Detalles

Título
Welcome to the EU? Zur Migrationspolitik der Europäischen Union
Autor
Christoph Blepp (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
9
No. de catálogo
V159951
ISBN (Ebook)
9783640787708
ISBN (Libro)
9783640788156
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migrationspolitik EU Afrika Einwanderungspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Blepp (Autor), 2009, Welcome to the EU? Zur Migrationspolitik der Europäischen Union, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159951
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