Die amerikanische Jugendkultur der 50er Jahre, brachte mit dem Rock`n`Roll
eine reine Teenagermusik hervor, die wiederum eine ganz besondere
Kleidung und ein dementsprechendes Verhalten forderte. Diese Jugendkultur
war die Wurzel für ein neu entstandenes Phänomenen: Das Konsumverhalten
Jugendlicher. Sie stand daher am Beginn einer Entwicklung der Jugendkultur,
die sich bis in die heutige Zeit fortsetzte. Seit den 50er Jahren sind neben der
Musik-, Mode- und Filmbranche immer mehr Organisationen auf die
konsumierenden Jugendlichen aufmerksam geworden.
Das Konsumverhalten fehlt in keiner Diskussion über die Jugend. Aus diesem
Grund möchte ich dieses im Rahmen meiner Hausarbeit näher analysieren.
Die Tatsache, daß jede Jugend ein zugehöriges Konsumverhalten aufweist,
hat mich dazu gebracht, mich speziell mit dem Konsumverhalten
Jugendlicher in den 90er Jahren auseinanderzusetzen.
Denn noch nie war das Konsumangebot und auch das Konsumverhalten so
hoch wie in dieser Generation. Im Zeitalter von Medienpräsenz und einer
wahren Flut von Konsumgüterangeboten fällt es immer schwerer
auszuwählen, was man konsumieren will.
Daher stellen sich Fragen wie, wer bestimmt was ‘in’ und ‘out’ ist oder wer
den größten Einfluß auf die Jugendlichen hat ?
Da das Thema ‘Konsum’ allerdings sehr weit gefaßt ist möchte ich mich in
meiner Hausarbeit speziell mit den einflußreichsten und wichtigsten
Konsumbereichen der 90er auseinandersetzen: Dem Medienkonsum und dem
Konsum von Kleidung und Mode.
Wer als Kind in der heutigen Zeit aufwächst wird in einer Medienwelt groß.
Da Medien heutzutage allgegenwärtig sind, fordert dieses eine
Auseinandersetzung mit dem Umgang und der Wirkung von Medien.
Ebenso unausweichlich ist der Konsum von Modeprodukten, da man in der
heutigen Gesellschaft immer stärker danhingehend beurteilt wird, wie man
sich kleidet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Die Konsumvielfalt der 90er
2.2 Die Mode der 90er
2.2.1 Erlaubt ist, was gefällt - die verschiedenen Moderichtungen der 90er -
2.2.2 Die Verbindung von Mode und Musik
2.2.3 Das Beispiel "Grunge"
2.3 Medienkonsum
2.3.1. Das Fernsehen
2.3.1.1 Die konkurrierenden Musikkanäle VIVA und MTV
2.3.1.2 Die Werbung
2.3.1.3 Die Vorabendserien
2.3.2. Der Computer/ Das Internet
2.3.3. Die Printmedien
3. Schlußwort: Ausblick/ Prognose der Entwicklung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konsumverhalten Jugendlicher in den 1990er Jahren, analysiert dessen Einflussfaktoren und beleuchtet die Rolle von Medien sowie Mode bei der Identitätsbildung in einer zunehmend konsumorientierten Gesellschaft.
- Die immense Vielfalt an Konsumgütern und deren Bedeutung für Jugendliche.
- Die Funktion von Mode als Ausdruck von Zugehörigkeit, Protest und Lebensstil.
- Der maßgebliche Einfluss der Medienlandschaft, insbesondere durch Musiksender und Vorabendserien.
- Die aufkommende Rolle von Computern und Internet als neue Konsum- und Lebensbereiche.
- Die machtvolle Steuerung durch Printmedien und werbliche Inszenierungen.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Erlaubt ist, was gefällt - die verschiedenen Moderichtungen der 90er
„Mode, Schmuck und Schminke waren schon immer ein Mittel, sich von der Masse abzuheben, eine eigene Note zu finden, seinen persönlichen Geschmack zum Ausdruck zu bringen“ 1
Betrachtet man die Mode der Jugendlichen in den 90er Jahren, so ist auf der einen Seite eine sehr starke Markenorientierung zu erkennen, der eine völlige Abwehr gegen jegliche Marken gegenüber steht.
Eine Folge dieser zwei Extrempositionen ist die Vielfalt der Moden, die noch nie so groß war. Es gilt: „Erlaubt ist, was gefällt, und sei’s auch noch so scheußlich“ 2. Die Vielfalt der Kleidung umfaßt von Hippie-look, Lederkluft, Hip-Hop-style, Technokleidung bis zu ‘Girlie’-look alles nur denkbare. Bei dieser Aufzählung fällt auf, daß die Liste der verschiedenen Gruppen bis ins Unendliche fortgesetzt werden könnte. Es ist mittlerweile ‘normal’, daß auch Männer feminine Kleidung tragen oder Frauen Kurzhaarschnitte tragen. Durch das weitgefächerte Angebot wird es natürlich auch immer schwieriger einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu finden. Der Druck auf das Individuum, das einen ganz persönlichen Stil finden will, wird daher immer größer. Jeder neu aufkommende Stil wird innerhalb kürzester Zeit von sogenannten ‘Trendscouts’ analysiert und als ‘der neue Trend’ dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Jugendkultur und Definition des Untersuchungsgegenstandes.
2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten durch die Betrachtung von Modetrends und Mediennutzung.
2.1 Die Konsumvielfalt der 90er: Überblick über die enorme Bandbreite konsumierter Produkte und die Intensivierung jugendlicher Interessengebiete.
2.2 Die Mode der 90er: Untersuchung der Markenorientierung und Abgrenzungsmechanismen durch Kleidung.
2.3 Medienkonsum: Analyse der prägenden Rolle von Fernsehen, Internet und Printmedien auf das Konsumverhalten.
3. Schlußwort: Ausblick/ Prognose der Entwicklung: Reflektion über die zukünftige Entwicklung und die zunehmende mediale Vernetzung.
Schlüsselwörter
Jugendliche, Konsumverhalten, 90er Jahre, Jugendkultur, Markenorientierung, Mode, Medienkonsum, Musiksender, VIVA, MTV, Werbung, Vorabendserien, Internet, Identitätsbildung, Trends.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit analysiert das Konsumverhalten von Jugendlichen in den 1990er Jahren und untersucht, wie verschiedene Faktoren wie Mode und Medien dieses Verhalten beeinflussen und formen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wandel der Jugendmode, die Rolle des Fernsehens und der Printmedien sowie die aufkommende Bedeutung digitaler Medien und des Internets für Jugendliche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Mechanismen hinter dem Konsumverhalten der 90er Jahre zu verstehen, insbesondere in Bezug auf Gruppenzugehörigkeit, Identitätsfindung und den Einfluss medialer Angebote.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer und pädagogischer Literatur sowie Beobachtungen zu Trends und Medienphänomenen der 90er Jahre.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Konsumvielfalt, die Vielfalt der Moderichtungen sowie die detaillierte Untersuchung des Medienkonsums, inklusive Fernsehen, Computer und Printmedien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Jugendkultur, Konsumvielfalt, Medienmacht, Trendscouts, Markenidentität und die mediale Vernetzung der 90er Jahre.
Welche Bedeutung hatte der Musiksender VIVA für die Jugendlichen?
VIVA fungierte als zentraler Trendsetter, der durch interaktive Formate und eine gezielte Ansprache eine hohe Identifikation der Jugendlichen schuf und maßgeblich das Konsumverhalten prägte.
Was sagt die Arbeit über die „Grunge“-Bewegung aus?
Die Arbeit beschreibt „Grunge“ als eine Gegenbewegung, die trotz ihres Anti-Konsum-Anspruchs schnell von der Modeindustrie kommerzialisiert und damit ihres ursprünglichen Kerns beraubt wurde.
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- Dirk Lepping (Author), 1998, Jugendliche und Konsum. Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten Jugendlicher in den 90er Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16003